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Der Telekommunikationsmarkt

Internationaler Vergleich

?ersicht:


Technologische Weiterentwicklung

?er 70 Prozent des weltweiten Telefonnetzes sind heute digitalisiert. Bis Ende des Jahrzehnts wird dieser Proze?abgeschlossen sein, in Deutschland bereits bis Ende 1997 [4].

Siehe:

Einf?rung

EVUs, Kabel- und Telekommunikationsnetzbetreiber

Elektrizit?sversorgungsunternehmen (EVU) verf?en i.d.R. ?er ein umfangreiches Steuer- und Kommunikationsnetz; viele EVU bem?en sich, diese wertvollen Infrastrukturen kommerziell zu nutzen um das Unternehmen in andere Branchen zu diversifizieren. Modernisierung und Erweiterung der TK-Infrastrukturen erfordern erhebliche Investitionen; diese werden teilweise durch Joint ventures und Allianzen oder durch partielle Nutzung der erheblichen finanziellen R?klagen (vgl. Abschnitt ?Der Telekommunikationsmarkt?, Fu?ote [1]) geleistet. Teilweise war und ist es den EVU m?lich, in Monopolm?kten immense Gewinne zu erwirtschaften (vgl. Abschn. ?Regulatorische Schieflagen? in: [068:38]). Durch Quersubventionen k?nen hier artifizielle Kostenvorteile entstehen, die sich kontraproduktiv auf den angestreben Wettbwewerb aus- und einer effizienten Ressourcenallokation entgegenwirken k?nten.

Deregulierung der EVU- und TK-M?kte

Die Telekommunikations- und Elektrizit?sm?kte weisen in unterschiedlichen L?dern einen unterschiedlichen Liberalisierungsgrad auf. I.d.R. ging die Liberalisierung im Telekommunikationssektor der Liberalisierung der Stromwirtschaft voraus oder wurde parallael vollzogen. Generell sind folgende Modelle nach dem Regulierungsgrad zu unterscheiden:

Pool-Modell: Als ad?uates Pendant zu einem durch Wettbewerb gesteuerten Telekommunikationsmarkt gilt im Bereich der Elektrizit?swirtschaft das Pool-Modell. Dabei wird der Ein- und Verkauf von Strom ?er eine Art Gro?andel speziell f? Elektrizit? abgewickelt; es erfordert allerdings tiefgreifende Umstrukturierungsma?ahmen (vgl. Abschnitt ?Unterschiedlicher Liberalisierungsgrad? in: [068:37]). Das Pool-Modell findet in den Elektrizit?swirtschaften Gro?ritanniens, Norwegens und Neuseeland Verwendung. In allen in der vorliegenden ?ersicht untersuchten L?dern wurden Bestrebungen unternommen, den EVU-Markt zu liberalisieren -- mit Ausnahme der Bundesrepublik.

Wettbewerbsmodell: Der liberalste Telekommunikationsmarkt findet sich im bis 1996 von der Labour Party regierten Neuseeland; ordnungspolitische Ma?ahmen beschr?ken sich hier auf die allgemeine Monopol- und Kartellaufsicht sowie den Gerichtsweg. In Neuseeland sind bisher jedoch keine Bestrebungen zu erkennen, die Telekommunikationsinfrstruktur der EVU f? ein kommerzielles Angebot zu nutzen. Die Reformen in Neuseeland wurden in zahlreichen staatlichen und wirtschaftlichen Bereichen bereits 1984 begonnen.

Lizenzmodell: In Gro?ritannien, den USA, Australien und Japan ist der Telekommunikationsmarkt in Form eines lizenzierten Wettbewerbs liberalisiert worden. Das erste Telekommunikations- Tochterunternehmen eines EVU wurde in Japan beretis 1986 gegr?det; bis heute sind dort sechs weitere gro? Unternehmen des Energiesektors hinzugekommen. Eine ?nliche Entwicklung ist in Gro?ritannien zu beobachten, wo unter anderem das Unternehmen Energis in beiden M?kten aktiv ist. In Australien sind bisher keine Bestrebungen zu erkennen, die Telekommunikationsinfrstruktur der EVU f? ein kommerzielles Angebot zu nutzen.

Monopolmodell: In Norwegen, den Niederlanden und Deutschland bestehen die Netzmonopole befristet weiter. In den Niederlanden hat sich bereits 1994 das aus Bahn, EVU und Kabelfernsehbetreibern bestehende Konsortium Telekom 2 konstituiert. In Norwegen sind bisher keine Bestrebungen zu erkennen, die Telekommunikationsinfrstruktur der EVU f? ein kommerzielles Angebot zu nutzen.


Siehe auch:


[1] Vgl. hierzu auch Abschnitt Der Telekommunikationsmarkt; ?nlich wie der Telekommunikationsmarkt wurde der Energieversorgungsmarkt auch lange Zeit irrt?lich als ?nat?liches Monopol? betrachtet.
[2] Vgl. Weitere Rankings von Telekommunikationsunternehmen (Ranking of Telecommunications Companies, http://www.analysys.co.uk/vlib/ranking/). [3] Frank M?ke in: c't 5 (1997), S. 14. [4] Vgl. [073:24]


Erstellt am: 13-Nov-1996 von: asb@zedat.fu-berlin.de>
Zuletzt bearbeitet am: 27-May-1997 von: asb@zedat.fu-berlin.de> mit: Hab.
Projekt: Kabelnetze als Telekommunikationsnetze: Internationale ?ersicht
URL: http://userpage.fu-berlin.de/~asb/Internet/Kabelnetze/international.html