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High-Speed-Technologien: DSL

Als DSL (Digital Subscriber Line) bezeichnet man eine Datenübertragungstechnologie unter Verwendung von Kupfer-(Telefon-)Kabeln. Anwendungen unter DSL sind beispielsweise Sprach- und Datendienste im ISDN.

ISDN, ADSL, HDSL, SDSL und VDSL nutzen die vorhandenen Kupferkabel des Telefonnetzes (POTS, Plain Old Telephone Service); nur für B-ISDN sind neue Leitungen (Glasfaser) vorgesehen).

ADSL, HDSL, SDSL und VDSL benötigen Repeater oder andere Signalverstärker im Abstand von 6.000 bis 12.000 feet; die mögliche Datenrate reduziert sich aufgrund von Interferenzerscheinungen um so massiver, je länger die Übertragungswege werden.

ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line)

Als ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) bezeichnet man eine asymmetrische Datenübertragungstechnologie unter Verwendung von Kupferkabeln (Twisted pair copper wiring). Entsprechende Modems übertragen 1,5 Mbps bis 9 Mbps downstream und 16 kbps bis 640 kbps upstream.

ADSL nutzt die Kupferdoppelader des Telefonnetzes und ist asymmetrisch ausgelegt; in Empfangsrichtung erreicht ADSL bis zu 6 MBit/s, für die Senderichtung stellt es dem Teilnehmer je nach Version weniger als 1 MBit/s zur Verfügung ([097:113]).

ADSL überbrückt, im Gegensatz zu herkämmlichen Modems, lediglich Entfernungen von einigen Kilometern. Damit erreicht es in der Regel die nächste Vermittlung, in der der Netzbetreiber für die Verschaltung mit dem Internet sorgen muß. ADSL verfügt über eine integrierte Fehlerkorrektur.

Als Anwendungen unter ADSL sind vor allem solche geeignet, die vor allem auf die Distribution ausgelegt sind, wie Internet-Zugang (v.a. WWW-Browsing), Video on demand, Simplex video, Remote LAN access, Interactive multimedia usw.

Siehe auch:

HDSL (High Data Rate Digital Subscriber Line)

Als HDSL (High data rate Digital Subscriber Line) bezeichnet man eine eine asymmetrische Datenübertragungstechnologie unter Verwendung von Kupferkabeln, die ein aufwendigeres Modulationsverfahren verwendet als ADSL. Die Übertragungskapazität liegt zwischen 1,54 und 2,04 Mbps.

Anwendungen unter HDSL sind beispielsweise Datendienste wie T1/E1, WAN, LAN usw.; für T1 werden zwei Twisted-pair-Leitungen, für E1 drei benötigt.

Siehe auch:

SDSL (Single Line Digital Subscriber Line)

Als SDSL (Single line Digital Subscriber Line) bezeichnet man eine asymmetrische Datenübertragungstechnologie unter Verwendung von Kupferkabeln, welche dieselben Übertragungsraten wie HDSL auf einer einzigen Leitung erzielt.

Anwendungen unter SDSL sind beispielsweise Datendienste wie T1/E1, WAN, LAN usw. (wie HDSL)

VDSL (Very High Data Rate Digital Subscriber Line)

Als VDSL (Very high data rate Digital Subscriber Line) bezeichnet man eine asymmetrische Datenübertragungstechnologie unter Verwendung von Kupferkabeln, die Übertragungskapazitäten von 12,9 bis 51,8 Mbps (downstream) bzw. 1,6 bis 2,3 Mbps (upstream) ermöglicht. Wie ADSL verfügt VDSL über eine integrierte Feherkorrektur, es eignet sich daher für ATM-Netze.

Anwendungen unter VDSL entsprechen denen unter ADSL, zusätzlich ist jedoch auch HDTV möglich.

Siehe auch:

RADSL (Rate Adaptive Digital Subscriber Line)

DSL-Übertragungsverfahren, das beispielsweise im USR Viper DSL eingesetzt wird; zur Zeit können mit dem Gerät upstream 1,5 MBit/s und downstream 384 KBit/s übertragen werden; die Kapazität soll bis Mitte 1997 auf 6MBit/s bzw. 640 KBit/s erweitert werden ([133:43]).


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Erstellt am: 20-Mar-1997 von: Agon S. Buchholz <asb@zedat.fu-berlin.de>
Zuletzt bearbeitet am: 15-Jul-1997 von: Agon S. Buchholz <asb@zedat.fu-berlin.de> mit: Hab.
Projekt: Kabelnetze als Telekommunikationsnetze: DSL
URL: http://userpage.fu-berlin.de/~asb/Internet/Kabelnetze/dsl.html