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Netzstrukturen: Breitbandnetze: Breitbandverteilnetze

Kontext:

Siehe auch:


Ein breitbandiges Verteilnetz: Kabelnetz

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es eine Reihe unterschiedlicher Netze, die bis vor kurzem der DBP Telekom und damit dem Bundesminister f? Post- und Telekommunikation zugeordnet waren. Ab Mitte 1996 und vor allem ab 1998 eine durch die dann in Kraft tretenden Richtlinien der EU grundlegend ver?derte Situation: Neben der Telekom sind dann auch Mitbewerber in beiden Teilm?kten zugelassen.

Kabelnetze werden von der Telekom seit Mitte der 80er Jahre aufgebaut. Es handelt sich dabei um breitbandige Verteilnetz, das f? die ?ertragung von Fernseh- und H?funksendungen konzipiert wurde. Die ?ertragung erfolgt dabei ausschlie?ich unidirektional.

Als Kabelfernsehen (CATV, Cable Television) bezeichnet man die kabelgebundene Verteilung von Fernseh- und H?funkprogrammen; nach vorausgegangenen Pilotprojekten (z.B. Berlin, Mannheim/Ludwigshafen ab 1984) wurde das Kabelfernsehen in allen Bundesl?dern eingef?rt.

Abbildung: CATV-Anlagen in den USA

Das K. erm?licht den Empfang zus?zl. Programme (indirekt ?er die Zentrale auch TV-Satellitenprogramme) in lage- und wetterunabh?giger ?ertragungsqualit?, jedoch wegen der Kabeld?pfung nur im VHF-Bereich (bis 300 MHz; UHF-Sendungen m?sen umgesetzt werden). ? Meyers Lexikonverlag.

Eine Kabelfernsehanlage besteht aus folgenden Komponenten:

?Die technischen Einrichtungen lassen sich auch bei Hinzuf?en von Zusatzeinrichtungen f? eine Nachrichten?ertragung zur Zentrale verwenden. Diese M?lichkeit wird als R?kkanal bezeichnet und erm?licht eine gezielte Auswahl von Programmen (Wunschfernsehen), oder den Abruf von gespeicherter Information im Dialog mit der Zentrale (Informationsabruf).? (S. 69)

90 Prozent der vorhandenen Kabelnetze haben eine Bandbreite von 47 bis 450 MHz; dar?er lassen sich 35 analoge Kan?e oder 140 digitale Programme ?ertragen [086]. 65 Prozent aller bundesdeutschen Haushalte verf?en ?er einen Kabelanschlu? je nach Bauart reicht die Bandbreite dieses Kupfer-Koaxialkabels derzeit von 450 MHz bis zu 1 GHz [097].

Als Kabeltext bezeichnet man eine ?Form der elektronischen Text?ermittlung, bei der Breitbandnetze verwendet werden und die im Rahmen des Ausbaus von Kabelfernsehsystemen realisiert werden kann.? [066: 69].

Vom Prinzip her ?nelt der Kabeltext dem Videotext (broadcast videotex), es wird jedoch ein vollst?diger Fernsehkanal genutzt. Dadaurch wird eine erheblich h?ere ?ertragungsgeschwindigkeit m?lich; Fellbaum nennt in [066: 60], da?im Kabeltext etwa 1.000 textseiten je Sekunde ?ertragen werden k?nten gegen?er ca. drei Textseiten je Sekunde beim Videotext.

Brepohl urteilt dagegen in [062: 97]: ?Im Vergleich zu Videotext ist Kabeltext ein langsames Medium, dessen Akzeptanz zu w?schen ?rig l?t?.

Beim Kabeltextabruf kommt zum Kabeltext ein R?kkanal hinzu; die Telekommunikationsform Kabeltextabruf weist ?nlichkeit mit Bildschirmtext auf; die ?ertragungsgeschwindigkeit ist hierbei jedoch erheblich h?er. [066: 69 f.]

Abbildung: Kanalraster und Kanalnutzung in den BVN der Deutschen Telekom AG

Ausbau der Kabelnetze Kabelmodems R?kkanal

Der Verband privater Netzbetreiber in Deutschland (ANGA) fordert einen Ausbau der Kabelnetze auf wesentlich h?ere Frequenzbereiche [vgl. 086], da zus?zliche Bandbreite ben?igt werde f?

Zweiweg-Kabelfernsehen und Breitbanddialogsystem

Zuk?ftig k?nte das Kabelfernsehen ?er Glasfaserkabel zum Breitbanddialogsystem erweitert werden. Von Zweiweg-Kabelfernsehen (ZWKF) spricht man, ?wenn [...] Kabelfernsehen, durch Zusatzeinrichtungen auf der Seite der Netzinfrastruktur partiell zweiseitig genutzt werden kann.? [029: 81]. Das ZWKF kann als Zwischenstufe auf dem Weg zur Breitbandkommunikation betrachtet werden; allerdings handelt es sich bei Kabelfernsehen mit einem R?kkanal um ?nicht mehr als die primitivste M?lichkeit der Zweiweg-Kommunikation? [029: 82].

Ein solches Zweiweg-Kabelfernsehen (ZWKF) w?de jedoch entweder ein Breitbandvermittlungsnetz voraussetzen, oder f? den R?kkanal m?te auf das Telekommunikationsnetz zur?kgegriffen werden (z.B. D-Box beim DF1). Zus?zlich m?te im Falle des Kabelnetzes der Deutschen Telekom s?tliche Einwegverst?kter gegen Zweiwegverst?ker ausgewechselt werden (vgl. [061]). Das Berliner Kabelpilotprojekt, das die Telekom Ende Januar 1996 startete, bietet keinen R?kkanal ?er das Kabelnetz, sondern nutzt das Telefonnetz. In den USA wurde bei vergleichbaren Projekten jedoch eine konsequente L?ung gew?lt: Der R?kkanal wird direkt ?er das Kabelnetz geschaltet; zus?zliche Kosten und Installationen entstehen dem Nutzer nicht ([061]).

Das schmalbandige ISDN soll zum Breitband-ISDN (B-ISDN) erweitert werden; hier werden zus?zlich breitbandige Dienste der Individualkommunikation wie Bildfernsprechen mitintegriert [029: 78]).

Etwa seit 1982 wird zus?zlich noch zwischen B-ISDN und dem Integrierten Breitbandigen Fernmeldenetz (IBFN) unterschieden, das zus?zlich noch die massenmedialen breitbandigen Verteildienste Fernsehen und H?funk mitintegriert; das IBFN wird auch als Universalnetz bezeichnet.

B-ISDN und IBFN sind Breitbandnetze, sie bieten also ?jene technische Infrastruktur, die Breitbandkommunikation erlaubt? [029:78])

Weiter: Breitbandvermittlungsnetz


Erstellt am: 31-Mar-1997 von: asb@zedat.fu-berlin.de>
Zuletzt bearbeitet am: 01-Jun-1997 von: asb@zedat.fu-berlin.de> mit: Hab.
Projekt: Kabelnetze als Telekommunikationsnetze: Netzstrukturen: Breitbandnetze: Breitbandverteilnetze:
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