Zurueck Home Node Site Map Weiter

asb's Home

Netzstrukturen und -konzeptionen

Breitbandnetze

Breitband-Wissenschaftsnetz (B-WiN)


Seit 1990 betreibt der DFN-Verein [1] das Wissenschaftsnetz WiN. Das bisherige Schmalband-WiN (S-WiN) basiert auf X.25-Technologie und bietet den Nutzern u.a. IP-Dienste. Das S-WiN gestattet Anschl?se mit Geschwindigkeiten von 9,6 kbit/s bis zu 2 Mbit/s; im M?z 1996 waren mehr als 450 Anschl?se geschaltet, davon ca. 70 mit 2 Mbit/s [072:20].

Aufgrund eines exponentiellen Wachstums des ?ertragungsvolumens enstand die Notwendigkeit, das S-WiN zu erweitern. In anderen L?dern wurden bereits seit l?gerem Hochgeschwindiogkeitsnetze erfolgreich betrieben; so existierte beispielsweise ein Netz mit 45 Mbit/s in den USA, das SuperJanet in Gro?ritannien sowie weitere Hochgeschwindigkeits-Forschungsnetze in Finnland und in den Niederlanden.

Im Herbst 1995 wurde mit dem Aufbau eines ATM-Netzes begonnen. Anl?lich der Computermesse CeBit wurde im M?z 1996 das Breitband-Wissenschaftsnetz (B-WiN) in Betrieb genommen; es erreicht eine ?ertragungsleistungs von 34 MBit/s, die im Juli auf 155 MBit/s erh?t wurde. Das B-WiN ist damit eins der schnellsten Forschungsnetze der Erde; ein mit 155 MBit/s ebenso schnelles Forschungsnetz existiert bisher nur in den USA. Der Aufbau des B-WiN wurde durch DeTeSystem/ Deutsche Telekom realisiert.

Das B-WiN mu?den Betriebs von ca. drei?g 34-Mbit/s-Nutzeranschl?sen und damit einen durchschnittlichen Durchsatz von 400 Mbit/s in der Hauptverkehrszeit gew?rleisten. Im Rahmen der Netzplanung wurden drei technische Varianten untersucht [072:21]:

  1. Datex-M (DQDB-Technik, Deutsche Telekom):
    Der Datex-M-Dienst erwies sich aufgrund der darunterliegenden MAN-Technologie als nicht leistungsf?ig genug;
  2. Routernetz auf Monopolleitungsbasis:
    Ein eigenes Routernetz auf Basis physikalischer Leitungen schied aufgrund der hohen Kosten f? Monopolleitungen aus;
  3. ATM-Plattform:
    F? ATM sprach auch, da?sich bereits spezifische Anforderungen f? Multimediaanwendungen abzeichneten, die sich nur mir ATM realisieren lassen.

Der DFN-Verein erhielt vom Forschungsministerium eine Anschubfinanzierung von 80 Millionen Markt f? drei Jahre. An das B-WiN sind u.a. die drei Berliner Universit?en, die Unis von Bremen, Freiburg, Hannover, Rostock und Stuttgart sowie das Max-Planck-Institut in M?chen angebunden. Die einzelnen Institute m?sen Anschlu?eb?ren zahlen, die z.B. f? die Freie Universit? Berlin auf 500.000 bis 800.000 Mark j?rlich gesch?zt werden ([017]).

Das B-WiN wird als Virtuelles Privates Netz (VPN) auf Basis des nationalen ATM-Cross-Connect-Netztes der Deutschen Telekom aufgebaut. Das Netz setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen ([072:21]):

Das WiN ist gegenw?tig mit 6 Mbit/s ?er EuroNET mit den anderen europ?schen Forschungsnetzen verbunden; eine Erh?ung der Kapazit? auf mindestens 34 Mbit/s ist im Rahmen der TEN-34-Aktivit?en geplant. Die USA-Konnektivit? wurde Anfang 1997 von bisher 7 Mbit/s auf 34 Mbit/s erweitert.


[1] DFN-Verein = ?Verein zur F?derung eines Deutschen Forschungsnetzes e.V.?


Erstellt am: 31-Mar-1997 von: asb@zedat.fu-berlin.de>
Zuletzt bearbeitet am: 02-Mai-1997 von: asb@zedat.fu-berlin.de> mit: Hab.
Projekt: Kabelnetze als Telekommunikationsnetze: Netzstrukturen: Breitbandnetze: B-WiN
URL: http://userpage.fu-berlin.de/~asb/Internet/Kabelnetze/b-win.html