digital TV

Telekom will ebenfalls eigenen Decoder

Telekom, Bonn. Nach der ARD hat nun auch die Telekom bekanntgegeben, da?sie einen Decoder f? das digitale Fernsehen entwickeln lassen will. Zu diesem Zweck laufe derzeit eine Ausschreibung. Ziel sei, so die Auskunft der Telekom, mit diesem Decoder eine "neutrale" und "diskriminierungsfreie" Plattform f? Pay-TV und andere Fernsehprogramme anzubieten. Die Zuschauer k?nten bei dem Decoder-Modell der Telekom mit monatlichen Mietkosten "von deutlich unter zehn Mark" rechnen, sagte der Telekom-Breitbandkabelchef Torsten Kreindl in einem Interview mit dem Evangelischen Pressedienst. Wie teuer der Decoder in der Anschaffung sein werde, sei noch ungewi? hie?es auf Nachfrage bei der Telekom-Zentrale in Bonn. Der Verkaufspreis sei von der technischen Verbreitung des Decoders abh?gig. Kreindl lie?erkennen, da?sich die Telekom vom Decodergesch?t Einnahmen f? ihre Kabelnetze erhofft. Sie wolle die digitalen Programme "nicht emfach durchleiten", sagte er, sondern von der eigenen technischen Plattform aus zu Paketen b?deln und vermarkten. Damit w?de die Telekom das bisherige Marktgeschehen umkehren. Sie w?de vom Transporteur zum Programmanbieter. Profitieren w?den von diesem Gesch?t, so meint Kreindl, "alle Parteien". Die Telekom zahle k?ftig Geld an Sender, die im Kabelnetz vertreten oder als Pay-TV-Angebote entwickelt worden seien. Bisher m?sen die Programmveranstalter Einspeisungsgeb?ren an die Telekom zahlen. miha.

Quelle: FAZ 1996/11/29