Das Pull-Prinzip stellt die Internet-Aktivität des Users in den Mittelpunkt. Er bestimmt seine Wege durchs Netz und entscheidet, was an- und weggeklickt wird. Push will dieses Prinzip umkehren und favorisiert den passiven Konsumenten. «Surfen ist out», behauptet Kim Polese, Chefin der Firma Marimba, «die Leute wollen zu ihrer Unterhaltung bloß ein paar Kanäle, so wie im Fernsehen.» Solche Externer LinkKanäle (Channels) sollen das World Wide Web konsumentenorientiert revolutionieren. Im Prinzip installiert der Anwender dann nur noch eine Software, legt in einigen Fällen eine CD-Rom mit Software und Standarddaten in das Laufwerk und empfängt mit eingeschränkten Wahlmöglichkeiten Spiele, Werbung und «maßgeschneiderte Informationen». Zwischendurch macht er dann Externer LinkOnline-Shopping und bestellt sich den neuesten Bestseller, Videos oder Kleidung.

Marktführer in dem von Marketingstrategen und Multimediafirmen enthusiastisch gefeierten Externer LinkWebcasting ist die kalifornische Firma «Pointcast», die im Sommer 97 bereits zwei Millionen Externer LinkDownloads ihrer kostenlosen Push-Software verzeichnen konnte und die Anwender vorwiegend mit News aus verschiedenen Agenturen und Zeitschriften versorgt.