ATM:
[Asynchronous Transfer Mode]
Die Netztechnik der Zukunft. Die Übertragungsrate beträgt 155 Mbit/sec von jedem Computer zu jedem Computer über kurze und lange Entfernungen. Übertragungsraten von 25 Mbit/sec und 655 Mbit/sec sind in der Entwicklung. ATM garantiert Echtzeitbedingungen und Mindestübertragungsraten, wie sie f¨r den Multimediaeinsatz in Netzen unabdingbar sind, d.h. Telefon, Videokonferenz und Datenübertragung gehen von selben Computer aus, und werden über das selbe Netz übertragen. (Die Telekom spricht statt ATM auch oft von Breitband-ISDN).
Autorensystem:
Komfortable Entwurfsumgebung welche Autoren die Erstellung interaktiver Multimediaanwendungen ohne tiefere Systemkenntnisse oder Programmierkenntnisse ermöglicht.
BBS:
[Bulletin Board System]
Computersystem, das mit Modems oder ISDN-Karten an das Telefonnetz angeschlossen ist. Es dient Benutzern, die sich ihrerseits über Computer und Telefonleitungen einwählen, als Dateiaustausch- und Nachrichtenvermittlungssystem (Mailbox).
DFN:
[Verein zur Förderung eines deutschen Forschungsnetzes]
Das Forschungsnetz WiN, an das die meisten deutschen Forschungs- und Ausbildungsinstitutionen angeschlossen sind, wird im Auftrag des DFN-Vereins von der deutschen Telecom AG auf der Basis des X.25-Protokolls betrieben.
E-Mail
[Elektronic Mail, elektronische Post]
Textnachrichten, die über Computernetze zum Empfänger gelangen. Laufzeiten im Internet sind innerhalb Deutschlands wenige Sekunden und in die USA wenige Minuten. Zukünftig wird Multimedia-Mail eine immer größere Rolle spielen.
Fidonet:
[benannt nach Fido, dem Hund des Gründers]
Weltweit größtes Mailboxnetz für Mail, News und Dateiaustausch. Technische Grundlage vieler Schulnetze in Deutschland. Zugänge zum und aus dem Internet nur über Gateways. Internetdomain: fido.de
FTP:
[File Transfer Protocol]
Dateitransferdienst im Internet auf der Basis des Dateitransferprotokolls.
Gateway:
Protokoll-Übersetzer der vollautomatisch Daten zwischen unterschiedlichen Netzen austauscht.
Gopher:
[Wühlmaus, Taschenratte]
Informationssystem im Internet auf der Basis von hierarchischen Menübäumen und reinen Textdokumenten. Es wurde von der Universität Minnesota, USA, entwickelt, und verliert gegenüber dem neueren WWW zunehmend an Bedeutung. Gopher ist einerseits das Maskottchen des Staates und der Universität von Minnesota, und andererseits ein Bild für die Informationssuche im Internet.
HTML:
[Hypertext Markup Language]
Eine an SGML angelehnte, formale Beschreibungssprache von Hypermedia-Dokumenten im WWW.
HTTP:
[Hypertext Transfer Protocol]
Übertragungsprotokoll des WWW, irreführende Bezeichnung, da zur Übertragung beliebiger digitaler Medien geeignet.
Hypermedia:
[Übermedium, über andere Medien hinausgehend]
Anwendung des Hypertextprinzips auf Multimedia.
Hypertext:
[Übertext]
Nicht linearer (Bildschirm-) Text. Die Aktivierung hervorgehobener Textstellen führt dank Computerunterstützung zur sofortigen Darstellung assoziierter Textabschnitte.
Interaktion:
Fortlaufende Reaktionen von Kommunikationspartnern auf die Aktionen des jeweils anderen. Wichtigste Eigenschaft der neuen Multimedia-Anwendungen, bei denen Benutzer und Computer als Kommunkationspartner miteinander interagieren.
Internet:
[Zwischennetz]
Weltweit größter, dezentraler Netzverbund kleinerer Netze auf der Basis der TCP/IP-Protokolle. Teilnehmer sind schätzungsweise 3 Millionen Computer und 25 Millionen Benutzer (1994) bei einer Verdopplung alle 10 Monate seit nunmehr 5 Jahren. Physikalische und logische Basis des WWW, seines neusten und populärsten Dienstes.
ISDN:
[Integrated Services Digital Network]
Internationaler Standard der Telekommunikationgesellschaften zur digitalen Sprach- und Datenübertragung mit 64 kbits/s. Ersetzt nach und nach das analoge Telefonnetz in Deutschland.
Mailbox:
Computersystem das Mail, News und Dateien speichert und sie weitergibt. Im englischen Sprachraum ist dafür der Begriff BBS üblich.
Medien:
[Mitte, Übermittler]
(Über-)Träger von Daten die durch Interpretation von Menschen zu Informationen werden. Einzahl: Medium.
Modem:
[MOdulator/DEModulator]
Peripheriegerät zur Umwandlung digitaler Daten in eine analoge Darstellung um sie über analoge Medien wie z.B. das Telefonnetz zu übertragen. Übertragungsraten sind zur Zeit maximal 28 kbit/sec, meistens aber 14 kbit/sec.
Multimedia:
Computergestützte Darstellung und Synchronisation zeitabhängiger und zeitunabhaängiger, von einander unabhängiger, digitaler Medien wie z.B. Text, Bild, Ton, Sprache, Musik, Animation und Video.
News:
(Usenet-News, Netnews, Nachrichten)
Ein Diskussions- und Nachrichtendienstdes USENET, der auch im Internet angeboten wird. Am ehesten mit einer stets aktuellen Zeitung mit 10.000 Seiten vergleichbar, die ausschließlich aus Leserbriefen besteht.
ODS-Netz:
[Offenes Deutsches Schulnetz]
Netz deutscher Schulen auf der Basis des UUCP-Protokolls zum Austausch von Mail und News.
PPP:
[Point-to-Point Protocol]
Protokoll zur Verbindung genau eines Computers mit dem Internet über eine Modem- oder ISDN-Leitung.
Protokoll:
Ein Protokoll besteht aus Kodierungsvorschriften für Daten und Ablaufbeschreibungen, die ihre Übertragung zwischen zwei oder mehr Computern regeln.
Provider (Internet-Provider, Internet-Anbieter):
Firma oder Institution, die Zugänge zum Internet mit Hilfe der SLIP oder PPP Protokolle über Modem oder ISDN anbietet. Beispielsweise fungieren bereits einige Universitäten als Provider für Schulen.
RIP:
[Remote Imaging Protocol]
Protokoll zur effizienten Übertragung von Online-Grafiken über langsame Datenleitungen wie dem analogen Telefonnetz. Wird von Mailboxen zur Gestaltung graphischer Benutzeroberflächen eingesetzt.
SGML:
[Standard Generalized Markup Language]
Internationaler Standard, der 1986 von der ISO zur Beschreibung der logischen Struktur eines Dokuments definiert wurde. Ausgelöst durch die Popularität der Anwendung HTML gewinnt es in letzter Zeit an Beachtung und Bedeutung.
SLIP:
[Serial Line Internet Protocol]
Protokoll zur Verbindung eines oder mehrerer Computer mit dem Internet über eine serielle Leitung wie z.B. eine Modem- oder ISDN-Leitung.
SMTP:
[Simple Mail Transfer Protocol]
Protokoll des Internets welches für den Transport von elektronischen Nachrichten (E-Mail) leistet. (siehe auch X.400)
TCP/IP:
[Transfer Control Protocol / Internet Protocol]
Protokollfamilie auf der das Internet basiert. IP bildet die Grundlage jeder Rechner zu Rechner Verbindung dar. TCP stellt den Anwendungen eine zuverlässige Übertragungsverbindung in Form eines kontinuierlichen Datenstroms zur Verfügung. TCP/IP ist die logische Basis auf denen Dienste wie WWW, Mail und News aufbauen.
URL:
[Universal Resource Locator]
Global eindeutige Adresse einer Information im Internet.
WiN:
Wissenschaftsnetz für Forschung und Lehre, getragen vom DFN-Verein.
UUCP:
[Unix to Unix CoPy]
Ein Protokoll und eine Reihe zugehöriger Programme die der Datenübertragung über serielle Leitungen, meist dem Telefonnetz, dienen. Im Gegensatz zu TCP/IP werden die Daten zeitversetzt übertragen, also meist nachts wenn die Gebühren niedriger sind. Diesen Vorteil erkauft man sich durch die nötige Zwischenspeicherung aller Daten (Store-and-Forward Prinzip). UUCP ist begrenzt auf die (Internet-kompatiblen) Dienste Mail, News und direkten Dateitransfer, und bildet die Basis des ODS-Netzes.
WWW, W3, Web:
[World-Wide Web]
Verteiltes, kooperatives, plattformunabhängiges Hypermedia-Informationssystem auf der Basis von TCP/IP. Neuster und erfolgreichster Dienst des Internet.
X.25:
Protokoll der internationalen Standardisierungsorganisation ITU (ehemals CCITT), mit der Verbindungen zwischen einem Terminal und einem paketvermittelten Netz (in Deutschland Datex-P) geregelt werden.
X.400 MHS:
[Message Handling System]
Von der ISO genormter Standard für den Austausch von E-Mail in Konkurrenz zum im Internet üblichen SMTP.

Quellen: Externer Linkhttp://www.schulweb.de/glossar.html , © Externer LinkFrerk Meyer, Februar 1995