Funk: Chronologie

1791/92 Flügeltelegraf von C. Chappe Telegrafie
1794 Optische Telegrafenstrecke zwischen Paris und Lille Telegrafie
1832 Optisch-mechanische Telegrafenstrecke zwischen Berlin und Koblenz Telegrafie
1837 Erster Schreibtelegraf (S. Morse) Telegrafie
1840 Morsealphabet Telegrafie
1843 Zerlegung von Bildern in Bildpunkte mit Helligkeitswerten (A. Bain, theoretisch) Fernsehen
1884 Nipkow-Scheibe: P. Nipkow erfinde den ersten brauchbaren mechanischen Bildzerleger. Fernsehen
(?) 1893 Beginn der Verlegung von Seekabeln Telegrafie
1844 Schreibtelegrafenstrecke zwischen Washington und Baltimore (Morse) Telegrafie
1857/58 Erste Kabelverbindung für die Telegrafie zwischen Eunropa und Nordamerika Telegrafie
1861 Apparat zur Tonübertragung (»Telephon«) vorgestellt in Frankfurt/Main von Philipp Reis. Telefonie
1872 Bau eines elektromagnetischen Telefons durch A. G. Bell in Boston (USA). Telefonie
1876 Patent und 8,5 km lange Versuchsstrecke Telefonie
1876 Telefon Telefonie
ab 1877 Versuche der Deutschen Reichspost mit dem Bellschen Apparat;Telefonie als Ergänzung zur Telegrafie Telefonie
1881 Erste Ortsnetze (Ortsvermittlungsstellen) in Mülhausen (Elsaß) und Berlin; erstes Telefonbuch in Berlin (»das Buch der 100 Narren«) Telefonie
1883 Leitung Berlin - Hamburg Telefonie
1883/84 Nipkow-Scheibe, "Elektrisches Teleskop": Zerlegung von Bildern in Bildpunkte mit Helligkeitswerten (lichtempfndliche Selenzellen) durch eine mechanische Lösung (eine Scheibe mit spiralenförmig angeordneten Löchern); erster mechanischer Bildzerleger der Welt. Patent Nr. 30.105 Klasse 21: Elektrische Apparate: erstes Fernsehpatent der Welt. Fernsehen
1886 Entdeckung der elektromagnetischen Wellen durch Heinrich Hertz Funk
1893 Automatische Vermittlung Telefonie
1893 Photozellen Fernsehen
1895 Cinematograph Film
1896 (1899?) Erste drahtlose Telegrafieverbindung über den Ärmelkanal (G. Marconi) Telegrafie
1897/98 Erfindung der "trägheitslosen Kathodenstrahl-Oszillographen-Röhre" (Schwingkreis ?) durch K. Ferdinand Braun in Straßburg. Funk
1900 (?) Versuche von K. Ferdinand Braun, G. Marconi u. a.: Beginn der drahtlosen Telegrafie Telegrafie
1901 Erste drahtlose Telegrafieverbindung über den Nordatlantik Telegrafie
1901 Beginn der Entwicklung des Bildtelegrafen durch A. Korn Telegrafie
1901 Erste Rundfunksendung Rundfunk
1901 Bildtelegrafie Rundfunk
1902 DRP-Patent Nr. 155.528 für "Verfahren und Vorrichtung zum Fernsichtbarmachen von Bildern und Gegenständen unter vorübergehender Auflösung der Bilder in parallelen Punktreiehn" von Otto von Bronk.; Grundlage für das Farbfernsehen nach dem NTSC-Farbfernseh-Verfahren; Erstes Farbfernsehpatent der Welt. Fersehen
1906 Elektronenröhre Fernsehen
1906 Max Dieckmann und G. Glage benutzen die Braunsche Röhre zur Wiedergabe von 20-zeiligen Schwarzweißbildern. Fernsehen
1906 DRP-Patent Nr. 179.807 für ein "trägheitslos arbeitendes Kathodenstrahl-Relais" (Triode ?) von Robert von Lieben (und L. De Forest ??)
ab 1911 Übertragung von Bildaufzeichnungen über Kabel Rundfunk
1912 Verwendung des Audion als Empfänger Rundfunk
1913 DRP-Patent Nr. 261.604 für die "Rückkopplung zur Erzeugung von Schwingungen": Einführung des Rückkopplungsprinzips durch Alexander Meißner (Telefunken); damit Beginn der Entwicklung des Röhrensenders. Rundfunk
1914 Bildfunk Rundfunk
1917 Erste Versuche mit Röhrensenden und Rückkopplungsempfängern durch H. Bredow und A. Meißner im WWI; Übertragung von Musik. Rundfunk
22.12.1920 Erste Übertragung eines Instrumentalkonzentrs durch den posteigenen Langwellensender Königs Wusterhausen. Rundfunk
1921 Rundfunk Rundfunk
1922 "Wirtschaftsrundspruchdienst" wird als erster regelmäßiger Rundfunk, gebührenpflichtiger Rundfunkdienst betrieben Rundfunk
1923 DRP-Patent Nr. 422.995 für das weiterentwickelte Bildabtast-System mit Zeilenablenkung, bei dem jeder Punkt eines Bildes zehnmal pro Sekunde von einer Selenzelle abgetastet wurde (Dénes von Mihály) Fernsehen
1923 Gründung der ersten Deutschen Rundfunkorganisation durch den Berliner Staatssekretät Karl August Bredow ("der Vater des Rundfunks") Rundfunk
1923 Fernsehdemonstration von 48 Zeilen bei zehn Bildwechseln durch den Physiker August karolus; DRP-Patent Nr. 417.720 für sein Verfahren zum Übertragen von Diapositiven, für das er einen Diapositiv-Geber mit Nipkow-Scheibe und einen aus Kohlebogenlampe, Kerrzelle und Nipkow-Scheibe bestehenden Bildschreiber. Zu Umwandlung elektrischer Spannungsschwankungen in Lichtschwankungen diente hier die Kerrzelle. Fernsehen
Okt. 1923 Aufhebung des Empfangsverbots für Privatpersonen; Eröffnung des ersten deutschen Rundfunksenders für Privatpersonen (Sendeleistung: 0,25 kW) Rundfunk
1924 Ikonoskop-Röhre: Erfindung und Patentierung des ersten brauchbaren elektronischen Bildabtasters durch Vladimir Zworykin (USA); Beginn des "elektronischen Fernsehens". Fernsehen
1924 "Bewegung im Bild": DRP-Patent Nr. 420.567 für ein Verfahren zur Übertragung einfacher, bewegter Schattenbilder mit 50 Zeilen von Max Dieckmann. Fernsehen
1924 Gründung zahlreicher Rundfunkgesellschaften in Deutschland Hörfunk
1925 Zusammenfassung der einzelnen Rundfunkgesellschaften in der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft als Dachorganisation des deutschen Rundfunks. Hörfunk
1924 DRP-Patent Nr. 498.415 für ein Verfahren "zur Erzielung des Synchronismus bei Apparaten zur elektrischen Bildübertragung" von Paul Nipkow; Lösung des Gleichlaufproblems; alle Sender und Empfänger können an ein und dasselbe Wechselstrom-Verteilnetz angeschlossen werden. Fernsehen
04.12.1924 Erste Große Deutsche Funk-Ausstellung in Berlin; 268 ausstellende Firmen, 115.000 Besucher in zezn Tagen. Rundfunk
1926 Gründung der Deutschen Welle GmbH; Betreiberin des Deutschlandsenders Hörfunk
1926 Gründung der Columbia Broadcasting Systems (CBS) in den USA. Rundfunk
03.09.1926 3. Große Deutsche Funkausstellung in Berlin: Einweihung des Berliner Funkturms in der Masurenallee. Rundfunk
1927 Tonfilm Film
1927 DRP-Patent Nr. 52.675 für "den Anschluß an Lichtnetze mit verschiedenen Freqzuenzen" von Paul Nipkow. Fernsehen
1928 Funkfernsprechdienst Deutschland - USA Telefonie
1928 Praktische Versuche mit Farbfernsehen durch John Logie Baird (Bell Company). Fernsehen
1928 Ausstrahlung der ersten Fernsehsendungen mit einem von der Firma General Electric entwickelten System. Fernsehen
31.08.1928 5. Große Deutsche Funkausstellung in Berlin: Fernsehstart in Deutschland wird verkündet durch das Reichspostzentralamt; Vorstellung des "Telehor" von Dénes von Mihály und des "Telefunken" von Prof. August Karolus. Rundfunk
1929 Regelmäßige Übertragung von Fernseh-Sendungen durch die BBC. Fernsehen
1929 Einführung der ersten Deutschen Fernseh-Norm: 30 Zeilen, 1.200 Bildpunke, 12,5 Bildwechsel pro Sekunde. Fernsehen
1929 6. Große Deutsche Funkausstellung in Berlin; Vorstellung von vier verschiedenen Fernsehsystemen. Rundfunk
1929 Gründung der Fernseh-A. G. in Berlin; Aufgaben: "Schutzrechte auf dem gebiet des Fernsehens zu erwerben und zu verwerten und Fernsehgeräte aller Art herzustellen und zu vertreiben". Fernsehen
1929 Vorstellung der ersten Fernsehkamera der Welt durch Dénes von Mihály in Berlin Fernsehen
1929 Das Reichspostzentralamt in Berlin beginnt mit der Ausstrahlung von Versuchssendungen über den Berliner Sender Witzleben. Fernsehen
08.03.1929 Erste drahtlose Fernseh-Rundfunksendung; erste "Gegenseh- bzw. Fernseh-Sprechanlage". Fernsehen
1930 7. Große Deutsche Funkausstellung in Berlin. Rundfunk
1930 Vorführung einer Großprojektion in der Berliner Scala durch John Logie Baird: 0,60 mal 1,80 m, 30 zeilen, 21.000 Glühlampen. Fernsehen
1930 Erste vollständige Fernsehgeräte mit Nipkow-Scheibe oder Spiegelrad und eingebautem Empfänger kommen auf den Markt. Fernsehen
1930 Eröffnung des ersten Fernsehversuchssenders der National Broadcasting Company (NBC) in New York. Fernsehen
1930 Neue deutsche Fernsehnorm: 90 Zeilen, 25 Bildwechsel pro Sekunde. Fernsehen
1930 Ausstrahlung erster Versuchssendungen auf Ultrakurzwellen in Berlin; es werden Reichweiten von bis zu sieben Kilometern erzielt. Fernsehen
1930 Zeilensprungverfahren: DRP-Patent Nr. 574.805 für ein "Verfahren zur Abtastung von Fernsehbildern" von Fritz Schröter (Telefunken); ermöglicht es, nur jedes zweite Bild zu übertragen; dadurch weitgehendes Unterdrücken des Flimmerns und scheinbare Verdopplung der Bildwechselzahl. Fernsehen
14.12.1930 Elektronisches Fernsehen: Vorführung des ersten vollelektronischen Fernsehbildes durch Manfred von Ardenne in Berlin: 100 zeilen, 20 Bildwechsel pro Sekunde Fernsehen°
24.12.1930 Übertragung von Bildern und Filmen mit Elektronenstrahlröhren auf Sender- und Empfangsseite durch Manfred von Ardenne in Berlin. Fernsehen
1932 Rundfunkreform: Die Regionalgesellschaften gehen in Staatsbesitz (Reich und Länder) über. Hörfunk
1933 Funk-Ausstellung in Berlin; es überwiegen Fernsehgeräte mit mechanischen Bildabtastern; 180 Zeilen bei 25 Bildwechseln pro Sekunde. Rundfunk
1933-1945 Rundfunk unter der zentralen Steuerung und Kontrolle des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda; Hörfunk als wichtiges Mittel der nationalsozialistischen Partei- und Regierungspropaganda. Hörfunk
1934 Funk-Ausstellung in Berlin; Regelmäßige Ausstrahlung von Fernsehsendungen in Berlin Fernsehen
1934 Neue deutsche Fernsehnorm: 180 Zeilen bei 25 Bildwechseln pro Sekunde. Fernsehen
1935 12. Große Deutsche Rundfunkausstellung. Rundfunk
22.03.1935 Eröffnung des ersten regulären Fernseh-Programmdienstes der Welt in Berlin durch den amtierenden Reichssendeleiter Eugen Hadamowksy. Fernsehen
01.08.1935 Ein großbrand vernichtet kurz nach Eröffnung der 12. Großen Deutschen Rundfunkausstellung di Halle IV und die hier aufgebaute "Fernsehstraße" mit 20 Fernsehgeräten von sechs verschiedenen Firmen. Fernsehen
28.08.1936-06.09.1936 13. Große Deutsche Rundfunkausstellung in Berlin; es überwiegen elektronische fernsehgeräte; neue Zeilennorm von 375 Zeilen bei 25 Bildwechseln pro Sekunde. Rundfunk
1936 Als zweites Land strahlt England einen regelmäßigen Fernseh-Programmdienst aus. Fernsehen
1936 Erste Fersuche mit Farbfernsehen in Deutschland durch W. Bruch und O. von Bronk bei Telefunken. Fernsehen
1936 Übertragung der XI. Olympischen Sommerspiele aus Berlin; der Berliner Sender Witzleben wird auf den Namen "Fernsehsender Paul Nipkow" getauft. Fernsehen
1937 Erste größere Außenübertragung durch die BBC: Krönungsfeierlichkeiten von König Georg VI. in London. Fernsehen
1937 Veröffentlichung der ersten Fernsehkritiken im "Berliner Tageblatt" von Kurt Wagenführ und in der "Berliner Börsen-Zeitung" von Gerhard Eckert. Fernsehen
1937 Erste Fernsehversuchssendungen in Frankreich nach der deutschen Norm mit 441 Zeilen Fernsehen
1937 14. Große Deutsche Rundfunkausstellung in Berlin; Telefunken stellt den ersten Rechteck-Bildschirm der Welt vor. Rundfunk
1939 Als drittes Land strahlen die USA einen regelmäßigen Fernseh-programmdienst aus. Fernsehen
1939 Als eine der letzten öffentlichen Sendungen überträgt das Deutsche Fernsehen den Fußball-Länderkampf Deutschland - Italien aus dem Berliner Olympiastadion; danach wird die Fernsehentwicklung nahezu ausschließlich für militärische Zwecke fortgesetzt. Fernsehen
28.07.1939 16. Große Deutsche Rundfunk- und Fernseh-Rundfunk-Ausstellung in Berlin; Deutscher Einheits-Fernseh-Empfänger E 1 wird vorgestellt von eder Arbeitsgemeinschaft der Firmen Fernseh AG, Telefunken, Radio AG D. S. Loewe, C. Lorenz und TEKADE; Rechteckbildröhre von 22,5 mal 19 cm mit kurzer Röhre: technische Meisterleistung, es werden jedoch von geplanten 10.000 Geräten nur 50 Stück abgesetzt. Fernsehen
1939 Bei Kriegsausbruch stellt die Londoner BBC ihren Fernsehbetrieb abrupt ein mit einem Mickymaus-Film, der mit den Worten endet: "Danke, ich gehe jetzt nach Hause!". Fernsehen
1940 Fernsehen zur Luftaufklärung: 1029 Zeilen, 25 Bildwechsel pro Sekunde! Fernsehen
24.08.1940 Tod Paul Nipkows zwei Tage nach seinem 80. Geburtstag; Staatsbegräbnis für den "Vater des Fernsehens"; erstes Staatsbegräbnis für einen deutschen Ingenier. Fernsehen
06.06.1944 EInzug der Alliierten in Paris; der Fernsehsender Paris setzt sein Program fort. Fernsehen
1945 Die Post verliert das Sendemonopol (Sendetechnik, Funkhäuser) Rundfunk
1945 Der Hörfunksender NWDR nimmt in der britischen Zone den Sendebetrieb auf und versorgt die Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen sowie den britischen Sektor Berlins. Hörfunk
04.05.1945 Radio Hamburg, ein Sender der Alliierten Militärregierung, nimmt den Sendebetrieb auf. Hörfunk
12.05.1945 Radio München nimmt unter Leitung der Radiokontrolle den Sendebetrieb auf. Hörfunk
1946 Wiedereröffnung eines regulären Programmdienstes durch die BBC London Fernsehen
Feb. 1946 Sendeaufnahme des DIAS (Drahtfunk im amerikanischen Sektor) Hörfunk
Sept. 1946 Umwandlung des DIAS in den RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) Hörfunk
1948 Übertragung der ersten Olympischen Spiele der Nachkriegszeit durch die BBC aus dem Wembley-Stadion. Fernsehen
20.06.1948 Währungsreform. -
1949 Ausstrahlung der ersten Tagesschau durch das französische Fernsehen: "Journal Télévisé" Fernsehen
05.08.1950 Gründung der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) Rundfunk
1950 Beginn des Ausbaus des UKW-Sendenetzes: Vorstellung des UKW-Empfangs von Hörfunksendungen auf der Funkausstellung. Hörfunk
ab 1950 Der NWDR strahlt versuchsweise Fersehsendungen aus Fernsehen
1952 NDR Fernsehen
1952 Erste Europäische UKW-Fernsehkonferenz in Stockholm; Entscheidung von neun Ländern für die neue deutsche Fernsehnorm mit 625 Zeilen bei 25 Bildwechseln pro Sekunde. Fernsehen
1952 Anzahl der Fernsehteilnehmer: ca. 300 in BRD, 15 Mio. USA, 1,2 Mio GB. Fernsehen
1952 Proteste gegen das Fernsehen durch die deutschen Bierbrauer; Forderung, das Fernsehprogramm auf ein Minimum zu reduzieren; pro Woche maximal zwei Fernseh-Abende. Fernsehen
25.12.1952 Programmstart: Regelmäßige Fernseh-Programmbeiträge (z. B. Tagesschau): Sendebeginn des öffentlichen Fernsehen in der BRD Fernsehen
1953 Gründung des Sender Freies Berlin (SFB) aus dem Berliner Teil des NWDR Hörfunk
1953 Anzahl Fernsehteilnehmer in Deutschland: ca. 7.500 Fernsehen
1953 Die ARD beschließt die Aussttrahlung eines gemeinsamen Fernsehprogramms »Deutsches Fernsehen« Fernsehen
1954 Japan startet als erstes Land Asiens einen regelmäßigen Fernsehversuchsdienst Fernsehen
1954 Ausstrahlung der ersten Farbfernsehsendung in den USA Fernsehen
1954 Erstes Video-Gerät der Welt von RCA; benötigt 21.600 m Magnetband pro Stunde. Fernsehen
1954 Gründung des Westdeutschen Rundfunks (WDR) in Nordrhein-Westfalen (Sitz: Köln) Hörfunk
1954 Einführung der NTSC-Norm in den USA. Fernsehen
01.06.1954 Sendebeginn des SFB. Fernsehen
1955 Sendebeginn des öffentlichen Fernsehen in der DDR. Fernsehen
1955 Zusammenschluß des norddeutschen Sendegebiets des ehemaligen NWDR durch Staatsvertrag der beteiligten Länder Schleswig-Holstein, Hamburg und Nidersachsen zum Norddeutschen Rundfunk (NDR). Hörfunk
1956 Erstes Transatlantikkabel (TAT 1) Europa - Nordamerika Telefonie
1957 Eine Million Fernsehteilnehmer: Die Anzahl der Fernsehteilnehmer überschreitet in Deutschland erstmals die Millionengrenze. Fernsehen
1957 Gründung des Saarländischen Rundfunks (SR) als letzte Landesrundfunkanstalt Hörfunk
1957 Pläne der Bundesregierung, einen zweiten Fernsehkanal einzurichten; Gründung der »Deutschland-Fernsehen GmbH« (»Adenauer-Fernsehen«) Fernsehen
1959 Ökonomischer Durchbruch für das Fernsehen als Massenmedium: Verkauf von 5.000 Geräten pro Tag; Ende des Jahres zwei Millionen Fernsehteilnehmer. Fernsehen
ab 1960 Fernmeldesatelliten Telefonie
1960 Einrichtung von zwei Rundfunkanstalten des Bundesrechts in der BRD: Deutsche Welle (DW) und Deutschlandfunk (DLF) Hörfunk
1960 Vorstellung erste Prototypen für Ultraschall-Fernbedienungen von Grundig. Fernsehen
1961 »Fernsehurteil«: Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts verbiete »Adenauer-Fernsehen« Fernsehen
1961 Vorstellung der Stereophonie. Hörfunk
1961 Anzahl Fernsehteilnehmer in 26 Ländern weltweit: > 100 Millionen Fernsehen
1961 Erste Übertragung von Fernsehsendungen mittels eines Satelliten: TELESTAR I Fernsehen
06.06.1961 Gründung des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) (Sendebeginn: 1963) Fernsehen
25.08.1961 Deutsche Rundfunk-, Fernseh- und Phono-Ausstellung in Berlin; Vorstellung des Eidophon-Großbildprojektors von Philips; 8 x 10 m Bildformat. Rundfunk
03.01.1963 DBP-Patent Nr. 1.179.986 für das Farbfernsehverfahren PAL (Phase Alternation Line); Einführung der PAL-Norm (W. Bruch/Telefunken) für Farbfernsehen in Deutschland; bessere Bildqualität als NTSC, da PAL jeden auf der Strecke vom Sender zum Empfänger entstehenden automatisch korrigiert. Fernsehen
1963 ARD und ZDF übertragen 17 Stunden vom Besuch des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy in der BRD; die bisher aufwendigsten Live-Übertragungen des deutschen Fernsehens überhaupt: 40 elektronische Kameras, 12 Übertragungswagen, 400 Ingenieure, Techniker und Kameramänner. Fernsehen
1963 Anzahl Fernsehteilnehmer in Deutschland: ca. acht Millionen Fernsehen
01.04.1963 Sendebeginn des ZDF (Gründung: 06.06.1961) Fernsehen
1964-1969 Dritte Fernsehprogramme Fernsehen
April 1966 Erste Eurovisionssendung in Farbe: Testsendung zum Transcodieren unterschiedlicher Farbsignale von NTSC, SECAm und PAL. Fernsehen
1966/67 Übernahme der PAL-Norm von den meisten westeuropäischen Ländern. Fernsehen
25.08.1967 25. Große Deutsche Funkausstellung:
Offizieller Beginn des Farbfernsehens in der BRD.
Fernsehen
1968 Anzahl Fernsehteilnehmer in Deutschland: ca. 14 Millionen; davon mit farbfernsehener: 135.000 Fernsehen
1969 Funkausstellung in Stuttgart. Rundfunk
1970 Funkausstellung in Düsseldorf. Rundfunk
1971 Erste Internationale Funkausstellung in Berlin; Vorstellung der ersten Video-Cassetten-Recorder nach dem VCR-System auf den Ständen von Philips und Grundig. Rundfunk
1971 Weiterentwickelter Bildplattenspieler "Philips Video-Long-Play" (VLP) Fernsehen
1973 Erste Internationale Funkausstellung in Berlin; Motto: "50 Jahre Deutscher Rundfunk"; Aufkommen von HiFi-Anlagen; erste Suchlaufsteuerung mit automatischer Tonunterdrückung von Blaupunkt. Rundfunk
1973 Infrarot-Kopfhörer ermöglicht drahtloses "Fernhören" Rundfunk
1973 Vorstellung der Quadrophonie. Hörfunk
1975 Vorstellung der Kunstkopfstereophonie. Hörfunk
1979 Grundsatzentscheidung der DBP, das übertragungstechnische Netz auch uunabhängig von der Verfügbarkeit digitaler Vermittlungstechnik digital auszubauen. ISDN
1980 bis 1990 Ausbau der Breitbank-Kabelnetze; 1995 sind ca. 14,5 Mio. Haushalte angeschlossen, die etwa 30 Fernsehprogramme empfangen können Fernsehen
1981 Internationale Funkausstellung in Berlin; Einführung des Stereo-Fernsehtons; erste Fernsehversuchssendung in Stereo: "Musik ist Trumpf" (05.09.1981). Rundfunk
1983 BIGFON: breitbandiges, integriertes Glasfaser-Fernmelde-Ortsnetz. Fernsehen
1983 Satelliten-Pilotprojekt TV-SAT. Fernsehen
1983 Kabelfernsehanlagen bzw. Breitbandkommunikationsnetze für zusätzliche Programmangebote Fernsehen
1983 Bildschirmtext (BTX).
1983 Videotext (VTX) Fernsehen
1985 Regeleinsatz digitaler Vermittlungstechnik ISDN
1986/87 ISDN-Pilotprojekte in Mannheim und Stuttgart ISDN
1987 ISDN-Labor in Berlin ISDN
1988 ISDN-Einführung im Netz ISDN
1988/89 Erste Vermittlungsstelle mit ISDN-Technik in Berlin ISDN
1990 Gründung der DAB-Plattform e. V. auf Initiative des BMFT; zu den Aufgaben gehört u. a. die Koordination aller Aktivitäten für die Erprobung und Einführung von DAB. Hörfunk
Aug. 1992 Das Bundespostministerium hebt die Zulassungspflicht für Geräte auf, die neben dem Rundfunkprogramm auchüber terrestrische Frequenzen vermittelte Telefongespräche im Mobilfunk (B- und C-Netz, Chekker) empfangen können. Das Ministerium paßte damit deutsches Recht dem EG-Standard an Funk
Ende 1993 Normenfestlegung für digitales Fernsehen erfolgt Fernsehen
Ende 1993 Ca. 13 Mio. Haushalte an das Breitbandkabelnetz angebunden Fernsehen
1994 Digitales Satellitenfernsehen in Europa: EUTELSAT Hot Bird (13° Ost) Fernsehen
1994 Die DAB-Plattform e. V. hat 52 Mitglieder aus Industrie, Rundfunk, Wissenschaft, Forschung, Ministerien, Medienbehörden u. a. Hörfunk
01.04.1994 Gründung der Media Service GmbH (MSG) durch DBP Telekom, Bertelsmann und Kirch; geplante Dienste: Pay-TV, Pay per View, Near Video on Demand, Video on Demand, Video Games, Interaktives TV, Home Banking, Home Shopping u. a. Fernsehen
Frühjahr 1994 Start des digitalen Satellitenprogramms "Direct TV"; über zwei Satelliten können 150 fernsehprogramme übertragen werden; Direktempfang mit 45cm-Anlagen; Programme wie "Blomberg Direct", "CNBC", "CNN", "CNN International", "Courtroom TV", "C-SPan", "Discovery", "Headline News", "The Learning Channel", "Physicians Television", "Newsworld", "TV Asia", "A&E", "Art and Entertainment", "Cartoon Network", "E!", "Playboy TV", "Prime Time 24", "SciFi", "TBS", "The Nashville Network", "Trio", "Encore", "Sony"; "Tri Star", "Turner Classic Movies", "Turner MGM Library", "Universal Studios", "Walt Disney Television" u. a. Fernsehen
Nov. 1994 Die Kommission der EU erklärt die Gründung der Media Service GmbH (MSG) für unvereinbar mit dem gemeinsamen Markt, da eine marktbeherrschende Stellung zu befürchten sei. Fernsehen
Dez. 1994 Gründung eines europäischens DAB-Forums in Genf, das die Aktivitäten in den einzelnen beteiligten Ländern (Frankreich, Großbritannien, Schwede, Holland, Schweiz und Deutschland) koordinieren soll. Hörfunk
Ende 1994 Ca. 600.000 Abonnenten des digitalen Satellitenfernsehen in den USA mit einer Wachstumsrate von etwa 100.000 neuen Abonnenten pro Monat. Fernsehen
ab 1995 200 digitale Satellitenprogramme Fernsehen
ab 1995 DAB-Pilotversuche in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Hörfunk
1995 Start des digitalen Satellitenfernsehens in Europa mit ASTRA 1E (19,2° Ost) mit 18 Transpondern; technisch ist damit die Übertragung von 65 bis 110 Programmkanälen möglich Fernsehen
1996 Digitales Satellitenfernsehen in Europa: EUTELSAT Hot Bird plus (13° Ost), ASTRA 1F (19,2° Ost) Fernsehen
1997 Beendigung der Pilotversuche; DAB-Einführung zur IFA 1997 Hörfunk