Funk


Biologische Grundlagen

Bewußtsein, Sprache, Gedächtnis

Reizarten

Sinnesorgane für das elektromagnetische Spektrum

Sinnesorgane des Menschen

Der Mensch nimmt nur einen kleinen Ausschnitt des gesamten elektromagnetischen Spektrums (vgl. Abschn. Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden., »Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.«, S. Fehler! Textmarke nicht definiert. ff.) wahr; dieser Ausschnitt wird gelegentlich auch als »Sinnesfenster« des Menschen bezeichnet. Andere Lebewesen besitzen teilweise andere Sinnesfenster (Für die im folgenden genannten Beispiele: Vgl. Vitus B. Dröscher. Magie der Sinne im Tierreich (3. Aufl.). Deutscher Taschenbuch Verlag: München, 1984.) (vgl. Abschn. 0, »Sinnesorgane anderer Lebewesen«, S. 3).

Die meisten Fische kommunizieren über Schallwellen, die im für den Menschen hörbaren Spektrum liegen; dennoch kann der Mensch diese Geräusche weder über noch im Wasser wahrnehmen, da der menschliche Gehörsinn ausschließlich für das Hören in der Luft eingerichtet ist. Im Wasser herrschen akustische Verhältnisse, für die Menschen nicht den geeigneten natürlichen Empfänger besitzen. Durch ein spezielle Unterwassermikrophon, das Hydrophon, können diese Geräusche hörbar gemacht werden: »Es schnarrte und pfiff, klopfte un den verschiedensten Rhythmen, rasselte wie mit schweren Ketten, dröhnte, peitschte oder bruzzelte wie heißes Fett in der Pfanne« (Dröscher '84: 171).

Sinnesorgane anderer Lebewesen

Einige Beispiele für Sinneswahrnehmungen durch andere »Sinnesfenster« für elektromagnetische Wellen.

Sehen ultravioletten Lichts

Beispielsweise sind die Sehsinne von Mensch, Goldfisch und Biene für unterschiedliche Bereiche des Licht-Spektrums sensibilisiert;Bienen nehmen sogar große Teile des ultravioletten Bereichs wahr, kennen dafür kein Rot; der Mensch dagegen ist ultraviolettblind. In der Welt der Bienen schimmern »die uns weiß erscheinenden Sterne der Gänseblümchen blaugrün [...], [...] weiße Glockenblumen, weiße Winden und weiße Rosen [leuchten] in den verschiedensten Farben« (Dröscher '84: 69).

Sehen infraroten Lichts

Klapperschlagen besitzen beispielsweise ein Sinnesorgan, mit dem sie infrarote Strahlung wahrnehmenkönnen, das Wärmestrahlenauge. Dieses Organ »sieht« so präzise, daß die Klapperschlange damit Beutetiere erjagen kann. Ähnliche Sinnesorgane werden auch bei Mücken und Nachtschmetterlingen vermutet.

Hören von Ultraschall

Der Mensch ist nicht nur ultrviolett- und infrarotblind, sondern auch ultraschalltaub. Beispielsweise nutzen Fledermäuse und Nachtfalter Ultraschallwellen für einen »Sonarkrieg«. Einzelne Gattungen der Nachthunde erzeugen durch Zungenschnalzen Ticklaute, die sich zur Echoortung eignen. Die Mausohrfledermaus sendet beispielsweise zwöf Tonstöße in der Sekunde; bei Annäherung an ein Ziel erhöht sich die Frequenz auf bis zu 300 Knallaute pro Sekunde, die mit der enormen Lautstärke von 100 Phon ausgesandt werden (Vergleichswerte: Ein Preßlufthammer erzeugt bei Straßenarbeiten 90 Phon, die Schmerzschwelle des menschlichen Gehörs liegt bei 130 Phon.).

Elektrische Sinne

Ein ungewöhnliches Sinnesorgan besitzt auch der Nilhecht (Gymnrchus niloticus); er orientiert sich mit Hilfe elektrischer Feldlinien; mit Radar oder Sonar hat dieses Organ keine Gemeinsamkeiten, da weder Echos noch Zeitdifferenzen gemessen werden. Der Nilhecht sendet eine Gleichspannung von 3 bis 5 Volt aus, der Pluspol befindet sich am Kopf, der Minuspol an der Schwanzspitze. Das elektrische Organ sendet konstant und zeitlebens 300 Stromstöße pro Sekunde aus. Eine Konsequenz dieser gleichmäßigen Sendefolge besteht darin, daß zwei Nachbarn sich gegenseitig beim Empfang ebenso stören, wie zwei Rundfunksender, die ihr Programm mit derselben Wellenlänge ausstrahlen.


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Erstellt am: 25-May-1996 von: Agon S. Buchholz <asb@nsharra.snafu.de>
Zuletzt bearbeitet am: 29-Sep-1996 von: Agon S. Buchholz <asb@nsharra.snafu.de>
Projekt: Medien/Funk/Grundlagen/Biologische Grundlagen
URL: <http://userpage.fu-berlin.de/~asb/Medien/Funk/biologische-grundlagen.htm>