Begriff »Push«

Von »to push« = stoßen, schieben, drücken.

Der Begriff stammt aus dem Marketing, wo die verschiedenen Verkaufs- und Werbestrategien als Push- bzw. Pull-Marketing (»to pull« = ziehen) bezeichnet werden (siehe Push-Pull-Strategie).

Auch Medien sind entweder Push- oder Pull-Medien. Im Gegensatz zu Radio und Fernsehen ist das Internet und speziell des WWW ein Pull-Medium, denn der Surfer muß selbständig von ihm gewählte Seiten abrufen. Will er die Seite wieder besuchen, setzt er ein Lesezeichen (Externer LinkBookmark). Da dies immer wieder eine Entscheidung und eigene Aktivität erfordert, entwickelten sich daneben Push-Verfahren, die die regelmäßige automatische Zustellung von Informationen auch im Internet ermöglichen. Schon eine Info-Mail, die auf einmaligen Wunsch dem Interessenten regelmäßig zugestellt wird, ist ein Push-Medium, ähnlich dem Abonnement einer Zeitung.

»Surfen ist out«, behauptet Kim Polese, Chefin der Firma Marimba, »die Leute wollen zu ihrer Unterhaltung bloß ein paar Kanäle, so wie im Fernsehen.« Solche Externer LinkKanäle (Channels) sollen das World Wide Web konsumentenorientiert revolutionieren. Im Prinzip installiert der Anwender dann nur noch eine Software, legt in einigen Fällen eine CD-Rom mit Software und Standarddaten in das Laufwerk und empfängt mit eingeschränkten Wahlmöglichkeiten Spiele, Werbung und »maßgeschneiderte Informationen«. Zwischendurch macht er dann Externer LinkOnline-Shopping und bestellt sich den neuesten Bestseller, Videos oder Kleidung.

Laut einer Meldung der Zeitschrift Externer LinkOnline Today aus dem Sommer 1998 ist Push ein »Anti-Trend« [Quellen: 18]. Prognosen wie die von »Wired«, nach denen Push-Dienste in kurzer Zeit die Web-Browser verdrängen würden, erwiesen sich damit als falsch.

Firmen wie Backweb und Pointcast reagierten dementsprechend und suchten sich eine neue Klientel: Firmenkunden. Diese sollen Push-Software in ihren Intranets als Alternative zu herkömmlichen E-Mail-Systemen einsetzen.

Weiter: Push-Server.
Ggs.: Pull-Prinzip.

Siehe auch: Narrowcasting, Broadcatch, Webcasting, Channels, Personalisierung. leavesite.gif (131 Byte)Push-Technologie.

Webcasting

Siehe: Webcasting.

Channels

Neben der Verwendung als Pseudo-Massenmedium eignen sich die »Kanäle« (Externer LinkChannels) genannten Vertriebsschienen der Push-Verfahren zur Verteilung von Software-Updates an lizensierte Empfänger, der material- und zeitfressende Postweg entfällt.

Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit finden Push-Methoden in Externer LinkIntranets von Unternehmen und Organisationen ein optimales Einsatzfeld. Die Mitarbeiter müssen so nicht mehr selbst in den entsprechenden Bereichen des Netzes nach neuen Geschäftsvorgängen und Nachrichten anderer Abteilungen suchen, sondern bekommen das sie Betreffende »automatisch« auf den Bildschirm geliefert.

Siehe: Channels.