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Geschichte der Politik
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Home : Politik : Geschichte
14-Apr-2005/14-Jan-07
Übersicht
Dieser kurze Abriss bietet einen kompaten Überblick zur Geschichte der
Politik.
Altertum
Bereits früh befassten sich Gelehrte damit, wie Politik auszusehen hat,
dabei waren die Fragen: 'Was ist eine gute und gerechte Staatsordnung?'
und 'Wie erlangt man wirklich Macht im Staat?' im Mittelpunkt der
Diskussion.
Schon im Altertum vergleicht beispielsweise Aristoteles (384 bis 322 v.
Chr.) alle ihm bekannten Verfassungen (Politische Systeme) und
entwickelte eine auch heute viel zitierte Typologie in seinem Werk
'Politik'. Neben der Anzahl der an der Macht Beteiligten (einer, wenige,
alle) unterschied er zwischen einer guten gemeinnützigen Ordnung
(Monarchie, Aristokratie, Politie) und einer schlechten eigennützigen
Staatsordnung (Tyrannis, Oligarchie, Demokratie).
Erste geschriebene Gesetze belegen, dass Politik sich nicht nur mit den
Herrschenden, sondern auch früh schon mit sozialen Regeln befasste, die
bis heute überliefert wurden. Der Codex Hammurapi (Babylon, etwa 1700 v.
Chr.) oder das Zwölftafelgesetz (Rom, etwa 450 v. Chr.) sind Beispiele
verbindlicher Regeln, die sicher als Ergebnis von Politik gewertet
werden können.
Befasst man sich mit den Politikern der Römischen Republik und dem
Römischen Kaiserreich, erkennt man viele Elemente damaliger Politik auch
heute noch. Es wurde mit Kreide Wahlwerbung an die an Hauswände
geschrieben (etwa in Pompeji). Es gab einen komplexen Regierungsapparat
und hitzige Rivalität zwischen den Amtsträgern. Korruption war ein Thema
der Gesetzgebung und römischer Gerichtsverhandlungen. Briefe Ciceros an
einen Verwandten belegen, wie gezielt die Wahl in ein Staatsamt auch
taktisch vorbereitet wurde.
Mittelalter
Mit dem Verfall des Römischen Reiches verlor Politik in Europa wieder an
Komplexität und die Gemeinwesen wurden wieder überschaubarer, Konflikte
kleinräumiger. In der Zeit der Völkerwanderung und des frühen
Mittelalters war Politik mehr kriegerische Machtpolitik und weniger
durch Institutionen und allgemein akzeptierte Regeln geprägt.
Je stärker der Fernhandel, Geld und Städte wieder an Bedeutung gewannen,
desto wichtiger wurden wieder feste Machtzentren gebraucht und desto
wichtiger wurden Institutionen. Beispielsweise bildeten sich die Hanse
als Interessen und Machtverbund einflussreicher sich selbst regierender
Städte.
Wichtiges relativ konstantes Machtzentrum war die katholische Kirche.
Aus sozialen Gemeinschaften, die bestimmten Führern die Treue schworen
(Personenverbandstaat) wurden langsam Erbmonarchien mit festen Grenzen.
Neuzeit
In Frankreich entwickelte sich der Urtypus des absolutistischen
Herrschers, in England entstand die an Recht und Gesetz gebundene
konstitutionelle Monarchie. Dort waren bald auch die wohlhabenden Bürger
offiziell an der Politik beteiligt. Mit der Zeit wurde dann das
Zensuswahlrecht auf größere Teile der Bevölkerung ausgeweitet. In der
Zeit der Aufklärung erdachten Gelehrte neue Modelle der Staatskunst.
Statt Niccolo Machiavellis Modell der absoluten Macht, das sein Buch
'Der Fürst' (Il Principe) zeichnete, definierte John Locke das Modell
der Gewaltenteilung. Die Bürgerlichen Freiheiten wurden durch
verschiedene Philosophen gefordert und mit Thomas Jeffersons
Menschenrechtserklärungen und der amerikanischen Verfassung begann die
Zeit der modernen Verfassungsstaaten.
Die französische Revolution und die Feldzüge Napoleons wälzten Europa
um. Mit dem Code Civil in Frankreich wurden die Bürgerrechte festgelegt,
überall fielen allmählich die Standesschranken. Politik wurde zu einer
Angelegenheit des ganzen Volkes. Es entstanden Parteien, die zuerst von
außen eine Opposition organisierten, um später selbst die Regierung zu
stellen.
Einige Parteien wie die SPD oder später die Grünen entstanden aus
sozialen Bewegungen wie der Arbeiterbewegung oder der Anti-Atom- und
Friedensbewegung, andere formierten sich vor einem religiösen
Hintergrund (Zentrum).
Im 20. Jahrhundert kam es schließlich zur Herausbildung internationaler
Organisationen mit zunehmenden Einfluss auf die Politik. Der erste
Versuch im sogenannten Völkerbund eine Völkergemeinschaft zu bilden,
scheiterte mit dem Zweiten Weltkrieg. Heute existieren neben den
Vereinten Nationen als Vereinigung aller souveränen Staaten im Bereich
der Wirtschaft zusätzlich die Welthandelsorganisation WTO. Im Übergang
zwischen Internationaler Organisation und föderalen Staat befindet sich
die Europäische Union.
Quelle und Lizenz
Ein Teil dieses Textes basiert auf einem Artikel aus
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Stand: 09:25, 14. Apr 2005.
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