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Alternative Medien als Instrumente einer Gegenöffentlichkeit
Disposition
Alternative Medien als Instrumente einer
Gegenöffentlichkeit,
Von Agon S. Buchholz
für Kefk Network Politik,
Juni 2005 ff.
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Erstellt/Bearbeitet: 20-Jun-2005/14-Jan-07
Systemzeit: Freitag, 09.01.2009, 07:32:54.
Home : Politik : Alternative.Medien : Einleitung : Disposition
Übersicht
Die Arbeit gliedert sich in zwei Hauptteile: einen eher theoretischen
Teil , in dem der notwendige Begriffsapparat entwickelt wird und einen
praktischen oder empirischen , in dem konkrete Fallstudien vorgestellt
werden. Die Argumentation folgt dabei einem spiralförmigem Aufbau, bei dem
Sachverhalte zunehmend konkretisiert und präzisiert werden. Um dennoch ein
‚Querlesen’ zu ermöglichen, wurden zahlreiche Querverweise in den Text
eingearbeitet.
Der erste Hauptteil wird eingeleitet durch einige
erkenntnis-, wissenschafts- und kommunikationstheoretische Vorklärungen, die einerseits
den Bezugsrahmen der Arbeit eingrenzen und andererseits die für die weitere
Analyse zentralen Begrifflichkeiten einführen. Anschließend werden im ersten
Hauptteil der Arbeit die politik- und demokratietheoretischen
Begrifflichkeiten
Öffentlichkeit und Gegenöffentlichkeit sowie das
Verhältnis von
Bildung, Emanzipation und Aufklärung erläutert; im Rahmen
dieser ersten Bausteine wird schließlich auch der Zusammenhang zwischen
Medien, Öffent-lichkeit und Demokratie hergestellt durch Thematisierung der
Konzepte der öffentlichen Meinung sowie der Verhältnisses von politischer
Bildung und Demokratie.
In folgenden Schritt wird das
System der konventionellen Massenmedien mit
einigen zentralen Merkmalen – Funktionen, Wirkungen und aktuellen
Veränderungen – vorgestellt; ergänzt wird diese Darstellung durch einen
kurzen Abriss der
konventionellen alternativen Medien und ihrer jüngeren
Geschichte; dabei werden sowohl die entscheidenden Unterschiede zwischen
beiden ‚Medienparadigmen’ als auch der kontinuierliche Entwicklungcharakter
beider Teilsysteme herausgearbeitet.
Auf den vorherigen Bausteinen aufbauend werden aktuelle
Transformationen des Mediensystems anhand ausgewählter Merkmale erörtert; als Kernmerkmale
werden Funktionsprinzipien und Prozesse identifiziert, die typischerweise
kein Gegenstand der traditionellen Publizistikwissenschaften sind:
Gesellschaftliche Bewegungen und soziale Netzwerke, die
Informationsinfrastruktur des Internet, die Etablierung der Konzepte
Freiheit, Offenheit und Kooperation durch die
FLOSS-Bewegung sowie die
ergänzende Bedeutung der
P2P-Bewegung, die abschließend zu einer ersten
grundlegenden Erörte-rung der Frage nach einem
emanzipativem Mediengebrauch
führen.
Im zweiten Hauptteil der Arbeit werden ausgewählte emergierende
alternative Medien in Form von vier Fallstudien vorgestellt. Ausgehend von
der Prämisse, dass für den emanzipativen Prozess zwei zentrale Elemente –
unabhängige und frei zugängliche Information sowie Möglichkeiten zum Führen
von Diskursen – erforderlich sind, gliedern sich die Ausführungen zu den
vorgestellten Projekten in vier Gruppen:
- Freies Wissen: Medien, die unabhängige Informationen kooperativ
erstellen, zur freien Nutzung bereitstellen und dauerhaft speichern;
-
Alternative Nachrichtenquellen: Medien, die unabhängige
Informationen mit unmittelbarem Zeit-bezug kooperativ erstellen und zur
freien Nutzung bereitstellen;
-
Diskursplattformen: Medien, die der Veröffentlichung von
kontroversen Informationen dienen und so als Grundlagen zum Führen von
Diskursen dienen;
-
Publikations- und Diskussionsplattformen: Egalitäre Medien, die der
Veröffentlichung von Informationen dienen und gleichzeitig eine
Diskussion erlauben.
Die Funde werden zum Abschluß des zweiten Hauptteils
zusammengefasst und
einer Diskussion der jeweiligen emanzipativen Potenziale unterworfen.
Den Abschluss der Ausführungen bildet die zusammenfassende Rückführung
auf die zu Beginn gestellten Fragen in Form von
Thesen und
Anti-Thesen zum Verhältnis von
alternativen Medien und Gegenöffentlichkeit.
Im Anhang finden sich ergänzende
Materialien sowie ein
Quellenverzeichnis; die Arbeit wird erschlossen durch ein kurzes
Personen- und Stichwortverzeichnis.
Quelle und Lizenz
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