Global
Positioning System (GPS)
19-Jul-2000/14-01-07
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Übersicht zu GPS
Das GPS-System besteht aus 25 Satelliten und wurde vom
US-Verteidigungsministerium installiert, um die Steuerung von
Militärfahrzeugen und Waffensystemen zu vereinfachen. Der US-Congress
hat die Mittel zur Installation des Systems jedoch nur unter der
Bedingung genehmigt, daß es auch der freien zivilen Nutzung zur
Verfügung steht.
Mit einem GPS-Navigationsgerät kann man innerhalb
weniger Sekunden seine Position, Richtung, Geschwindigkeit, Höhe,
Entfernung und Zeit zum Ziel bestimmen.
Die GPS-Satelliten senden zwei Signale aus:
Die generelle Verunschärfung (Selective
Availabiltity, SA) wurde am 1. Mai 2000 abgeschaltet, damit steht
GPS mit der Systemgenauigkeit von 15m auch für die zivile Nutzung zur
Verfügung. Eine höhere Genauigkeit ist mit DGPS (Differtial GPS)
erreichbar.
Differential Global Positioning System (DGPS)
Um die Genauigkeit der Positionsbestimmung mit GPS zu
erhöhen, werden zusätzlich zu den Satellitensignalen noch
Korrekturdaten benötigt. Diese gleichen die Fehler aus, die durch die
künstliche Verfälschung der Satellitendaten (SA) entstehen.
Korrekturdaten werden von einer Referenzstation erzeugt und, die an
einem genau vermessenen Punkt einen Soll/Ist-Vergleich durchführt. Ein
DGPS-fähiger GPS-Empfänger, dem diese Daten (im RTCM-Format) über die
Datenschnittstelle zugeführt werden ist dann in der Lage, eine genauere
Positionsberechnung durchzuführen. Mit Hilfe dieses Verfahrens lassen
sich Geauigkeiten im Bereich von 1-3 Metern erreichen. Ausschlaggebend
für die erreichte Genauigkeit sind u.a. die Distanz zum
Korrekturdatensender und die Signalqualität.
Akquisition
Als Akquisitionm bezeichnet man die Erfassung der
verfügbaren Satelliten. Der Empfänger sammelt dabei die Daten dieser
Satelliten, um eine Positionsberechnung durchführen zu können. Zur
genauen, 2-dimensionalen (Länge/ Breite) Positionsberechnung werden
mindestens 3 Satellitenin guter geometrischer Verteilung benötigt. Zur
3D Navigation (Länge/ Breite/ Höhe) werden mindestens 4 Satelliten in
guter geometrischer Verteilung benötigt.
Von den insgesamt 25 GPS-Satelliten können bis zu
zwölf über dem Horizont stehen. Moderne GPS-Navigationsgeräte mit
12-Kanaltechnik können die Signale von all diesen 12 Satelliten
gleichzeitig empfangen und daraus vier günstig zueinander stehende
(ideal ist beispielsweise N, S, O, W) auswählen und so die Position des
Empfängers optimal berechnen.
Almanach
Um nach dem Einschalten gleich die Frequenzen der momentan
"sichtbaren" Satelliten zu suchen muß der GPS-Empfänger die
Umlaufdaten aller Satelliten kennen. Unter anderem diese Daten sind im
sogenannten Almanach gespeichert. Der Almanach wird von jedem
GPS-Satelliten laufend gesendet. Neuere Empfänger korrigieren ständig
ihren Almanach, ältere Geräte berichtigen nur in gewissen
Zeitabständen den Almanach.
Siehe auch