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DIRC

Digital Inter Relay Communication.

www.dirc.net.

Infrastruktur : Netzwerke : Physikalisch : DIC : Übersicht
20-Jun-2002/14-Jan-07


Übersicht

DIRC (Digital Inter Relay Communications) ist ein Konzept für ein P2P-Netzwerk, über das gleichermassen Telefonie wie auch Internet transportiert werden kann; es wurde von Winrich Hoseit erfunden, der zur weiteren Entwicklung und Vermarktung bereits 1997 das Unternehmen Dirc Technologie gründete.

In der Praxis soll DIRC auf einem etwa videokassettengrossen Gerät basieren, dessen Produktion ab Herbst 2003 geplant ist. Für eine Monatspauschale von rund 20 bis 25 Euro pro Monat kann der Nutzer das Gerät dann mieten und unbegrenzt innerhalb des DIRC-Netzwerks (DIRCnet) telefonieren. Folgende Datendienste werden standardmässig in allen DIRC-Stationen implementiert:

  • Datenübertragung (Data transmission),
  • Bewegtbildübertragung (Video transmission),
  • Tonübertragung (Audio transmission),
  • IP-basierte Sprachübertragung (IP speech transmission).

Weitere Dienste können bei Bedarf ergänzt werden, beispielsweise Konferenzen, Rückruf bei Besetzt, Broadcast u.a.

Durch die DIRC-Infrastruktur wird sowohl das kostenintensive Verlegen von Kabeln in der "Letzten Meile" als auch das Betreiben von Vermittlungsstellen (Telekommunikation) und Routern  (Internet) verhindert; der DIRC-Netzbetreiber muss dann nur noch an geeigneten Punkten Gateways in die jeweiligen Ortsnetze (Telefonie) bzw. Peering-Punkte (Internet) bereit stellen.

Funktionsweise

DIRC basiert auf speziellen Geräten, den sog. DIRC-Stationen (DIRCstations), die gleichermassen als Sender wie auch als Empfänger sowie als Relay bzw. Router arbeiten können; die Geräte bauen untereinander ein Funknetzwerk auf in den lizenzfreien Bereichen von 2,4 oder auch 5,4 GHz, in dem jeder Teilnehmer zugleich als Empfangs- und Verteiler-Station für andere Nutzer arbeitet. Mit einem speziellen Routing-Algorithmus, dem an den Universitäten Münster und Siegen entwickelten Area Routing, sollen die Daten den schnellsten Weg zum Empfänger finden.

Kern des Netzes ist die patentierte S3- Technologie (Symbol Stream Switching); es handelt sich dabei um ein Übertragungsprinzip, das hohe Bandbreiten bei geringer Verzögerung erlaubt. Die Daten sollen mit einer maximalen Übertragungsrate von rund 10 MBit/s (andere Quellen: 50 MBit/s) empfangen und gesendet werden, bei hoher Netzbelastung immer noch mit zwei MBit/s. Die Reichweite der Funkstationen liegt je nach Hindernissen zwischen 30 Metern und fünf Kilometern. Im Gegensatz zum DECT-Verfahren werden die Daten verschlüsselt, um ein Abhören des Datenverkehrs auf den beteiligten Stationen zu verhindern.

Eine mit WLAN-Technik gemäß dem Verfahren 802.11b bestückte Version liefert eine Gesamtkapazität von 44 MBit/s je DIRC-Station. Davon sind 33 MBit/s für die Relay-Funktionen im DIRC-Netz reserviert, der "Rest" steht dem Teilnehmer zur Verfügung. Jede DIRC-Station kann gleichzeitig Verbindungen zu 105 anderen Stationen herstellen. Am "Ende" entsteht ein Netzwerk der kleinen, maximal zwei Watt starken Sender, das zwar dynamisch wächst, aber zugleich fortlaufend lernt, wann und wo neue Netzknoten in Betrieb gehen. Entsprechend können DIRCs beim Verbindungsaufbau zwischen zwei "beliebigen" Teilnehmern im Netz automatisch die gerade günstigste Route wählen. DIRC-Stationen können auch als Hotspots in einem drahtlosen Netzwerk eingesetzt werden.

Die aktuellen Geräte verfügen über zahlreiche Schnittstellen: USB, ab, Ethernet und Bluetooth.

Die DIRC-Stationen werden von der Firma Solectron produziert, Philips liefert dazu die Funktechnik.

Umsetzung

Die Machbarkeit von DIRC wurde in einer Computersimulation des Essener Unternehmens "Cetecom" nachgewiesen.

In der ersten Ausbaustufe decken die DIRC-Stationen den Innenstadtbereich von Ratingen ab. Bis Ende August sollen insgesamt 100 Stationen installiert sein, die dann den gesamten Einzugsbereich von Ratingen abdecken (8800 Hektar mit rund 90.000 Einwohnern). Parallel zum Ratinger Netz entstehen zwei weitere Stadt-Netze auf der Basis von DIRC- Stationen in Gotha und Berlin.

Ausbaustufen. Das DIRC-Netzwerk soll zunächst in 30 deutschen Ballungsgebieten aufgebaut werden; später ist eine bundesweite Netzabdeckung geplant. Ein namhafter Netzbetreiber, möglicherweise AOL, soll bereits zwei Millionen DIRC-Stationen im Wert von zwei Milliarden Mark bestellt und sich den Frequenzbereich von 2,54 bis 2,67 Gigahertz gesichert haben.

Nachteile

  • DIRC funktioniert nur, wenn es genügend Stationen in der Nachbarschaft gibt; die maximale Distanz zwischen zwei DIRC-Stationen liegt bei fünf Kilometern; bei dichter Bebauung verringert sich diese Distanz auf 500 bis 1.500 Meter.
  • Mögliche gesundheitliche Belastung durch "Elektrosmog" aufgrund der erforderlichen Sende- und Empfangsanlagen.

Pressespiegel

Presseecho (Auszug):

  • FAZ: "Ein Funktelefonnetz nach dem Vorbil des Internet" (Technik und Motor) von Rüdiger Abele, Ausgabe Nr. 255 vom 03.11.1998,
  • STERN: "Ein Mann, ein Wort, ein Telefon" (Telekommunikation) von Guido Schneider, Ausgabe 21/98, S. 126
  • Die Woche: "Sprung im Netz" von Roland Tichy; Ausgabe nicht genannt;
  • Markt und Wirtschaft (IHK Köln): "Der Telefon-Revolutionär", Ausgabe 08/98, S. 53 f.
  • Der Spiegel: "Stille Post" (Telekommunikation), Ausgabe 37/1997, S. 186.

Siehe www.dirc.net/press.

Netmarks

Heise Online: "DIRC -- Die 'letzte Meile' gehen wir gemeinsam (Update)", Meldung vom 19.06.2002 13:26,
www.heise.de/newsticker/data/dz-19.06.02-000.

Heise Online: "Highspeed-Funknetz zum Niedrigpreis" (CeBIT News), Meldung vom 21.02.2000 15:14,
www.heise.de/newsticker/data/dz-21.02.00-001.

Computer Channel News: DIRC will Internet per Funk mit neuer Technologie anbieten (Cebit 2000, 29.02.2000, 14:18),
www.computerchannel.de/tools/news.phtml?newsid=1232.

Konrad: "Drahtlos surfen mit Dirc", Feb/März 1999, www.dirc.net/press/Drahtlos_Dirc.html; Zugriff: 20-Jun-2002.

Website

Screenshot: DIRC Homepage www.dirc.net; Zugriff: 21-Jun-2002.

Anmerkungen

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Literatur zu P2P (mehr)
Von Detlef Schoder, Kai Fischbach und René Teichmann:
»Peer-to- Peer. Ökonomische, technologische und juristische Perspektiven«
Von Andy Oram:
»Peer-to-Peer. Harnessing the Power of Disruptive Technologies«
Von Dana Moore und Joseph Hebeler:
»Peer-to-Peer«
Von Michael Miller:
»Discovering P2P«
Von David Barkai:
»Peer to Peer Computing. Technologies for Sharing and Collaborating on the Net«
Von Hassan Fattah:
»P2P. How Peer-to-Peer Technology Is Revolutionizing the Way We Do Business«
Von Bo Leuf & 
Ward Cunningham
:
»The Wiki Way. Quick Collaboration on the Web«
Von Bo Leuf:
»Peer to Peer. Collaboration and Sharing on the Internet«
Von Rebecca Blood:
»We've Got Blog. How Weblogs are Changing Our Culture«
»The Weblog Handbook. Practical Advice on Creating and Maintaining Your Blog«

 

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