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Internet

Grundlagen : Internet : Übersicht
25-Feb-2001/14-Jan-07/v0.8


Übersicht

Als Internet bezeichnet man die weltweite Verbindung von Netzwerken ("network of networks"), die auf der TCP/IP-Protokollfamilie basieren.

Als TCP/IP (Transmission Control Protocol over Internet Protocol, RFC 791, RFC 793) bezeichnet man eine Familie von über 100 Protokollen, mit denen die Datenkommunikation in einem Netzwerk geregelt wird.

Das leavesite.gif (19x8 -- 131 bytes)  US Federal Networking Council (FNC) verfasste 1995 einen leavesite.gif (19x8 -- 131 bytes)  Beschluss über die Definition des Wortes Internet (URL war am 06-May-2002 nicht erreichbar). Diese Definition wurde in Absprache mit den Mitgliedern der Internet- und intellektueller Besitzrechtsgemeinschaften entwickelt:

"Das Federal Networking Council (FNC) beschließt, dass der folgende Text unserer Definition des Wortes "Internet" entspricht. "Internet" bezieht sich auf das globale Informationssystem, das –
(I.) logisch durch einen weltweit einzigartigen Adressraum basierend auf das Internet Protokoll (IP) oder dessen folgenden Erweiterungen/Follow-Ons vernetzt ist;
(II.) es ermöglicht Datenübertragungen durch die Verwendung des Transmission Control Protocol/Internet Protocol (TCP/IP) oder dessen folgenden Erweiterungen/ Follow-Ons und/oder anderer IP-kompatibler Protokolle zu unterstützen; und
(III.) entweder für öffentliche oder private Zwecke auf hoher Ebene Dienste basierend auf hier beschriebener Datenübertragung und diesbezüglicher Infrastruktur zur Verfügung stellt, verwendet oder zugänglich macht
" (Quelle: www.nic.at/german/geschichte.html; Zugriff: 06-May-2002).

Technische Struktur des Internet.

Adressierung - IP-Adressen und Hosts. Im klassischen Internet kommunizieren Rechner (hosts) im Internet über weltweit eindeutige Adressen, die IP-Nummern.

Namespace. Durch das DNS (Domain Name System bzw. Domain Name Service) werden IP-Adressen zu besser les- und merkbaren symbolischen gemappt. Das DNS ist hierarchisch und basiert auf einer definierten Anzahl von Top Level Domains (TLD, gTLD) und annähernd geolokalisierten Länder-Domains (Country code TLD, ccTLD) sowie darunter eingeordneten Domains und Hosts.

Universal Resource Identifier (URI) - Die "Internet-Adressen". Mit dem WWW wird ein den Namespace ergänzendes Adressierungsschema eingeführt; bekannte URIs sind der Uniform Resource Locator (URL) und der Uniform Resource Name (URN).

Dienste im Internet.

Zu den Applikationsprotokollen der TCP/IP-Protokollfamilie gehören u.a. Telnet (RFC 854, Basis für den Internet-Dienst Telnet), HTTP (Basis für den Internet-Dienst WWW), SMTP (Simple Mail Transfer Protocol, RFC 821) und FTP (File Transfer Protocol).

Dienste im Internet - Übersicht. Auf den Applikationsprotokollen setzen Anwendungen auf wie Web-Browser, FTP-, News- und Mail-Clients (MUAs).

Entwicklung und Evolution - Die "Internet-Generationen".

Internet 1.0. Das Internet 1.0 kann als dezentral und symmetrisch beschrieben werden. Beispiele für typische Anwendungen sind das Domain Name System (DNS) sowie Usenet und Netnews.

Internet 2.0. Mit der Etablierung des Internets als Massenmedium sowie der damit verbundene Kommerzialisierung in den 90er Jahren nimmt auch der Missbrauch zu, zunächst in Form von Spam. Unternehmen binden ihre lokalen Netzwerke an das Internet an und sichern sie mit Firewalls ab; freie IP-Adressen werden zu einer wertvollen Ressource, Abhilfe schafft vorübergehend Masquerading und Network Addess Translation (NAT). Ab der Einführung des World Wide Web (WWW; grössere Verbreitung ab etwa 1993/94) kann das Internet 2.0 als cC-S-Netz mit zentralisierter Client-Server-Architektur beschrieben werden. Breitbandige, asymmetrische Zugangstechnologien wie xDSL und Kabelnetze verstärkten die asymmetrischen Elemente, durch das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) und Dynamic DNS (DDNS) nimmt die Instabilität des Netzes zu ("unstable environment").

Internet 3.0. Die Unicast-Adressierung setzt dem Wachstum des Internet Grenzen (Slashdot-Effekt); die Ära der P2P-Netzwerke beginnt spätestens 1999 mit SETI@home; Tendenzen zur Dezentralisierung werden verstärkt durch Faktoren wie die weitere Steigerung der Bandbreite an den "Rändern" des Netzes. Mit der Rückkehr zu dezentralen Formen beginnt das Internet 3.0.

Peer-to-Peer-Strukturen im frühen Internet.

Usenet.

Das Usenet basiert darauf, daß Dateien zwischen Computern kopiert werden; es wurde als System mit dezentralisierten Kontrollstrukturen implementiert. Das Usenet basiert ursprünglich auf dem Protokoll UUCP (Unix to Unix CoPy); UUCP stellt eine Verbindung zwischen zwei Computern her, tauscht Dateien aus und unterbricht die Verbindung.

DNS.

Das 1983 eingeführte DNS (Domain Name System) ist ein Beispiel für ein System, das Peer-to-Peer-Strukturen mit hierarchischen Kontrollstrukturen mischt. Nameserver arbeiten grundsätzlich sowohl als Client als auch als Server.

Beispiele nach [Nelson und Minar 2001: 5 ff.]

Siehe auch

Anmerkungen

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Literatur zu P2P (mehr)
Von Detlef Schoder, Kai Fischbach und René Teichmann:
»Peer-to- Peer. Ökonomische, technologische und juristische Perspektiven«
Von Andy Oram:
»Peer-to-Peer. Harnessing the Power of Disruptive Technologies«
Von Dana Moore und Joseph Hebeler:
»Peer-to-Peer«
Von Michael Miller:
»Discovering P2P«
Von David Barkai:
»Peer to Peer Computing. Technologies for Sharing and Collaborating on the Net«
Von Hassan Fattah:
»P2P. How Peer-to-Peer Technology Is Revolutionizing the Way We Do Business«
Von Bo Leuf & 
Ward Cunningham
:
»The Wiki Way. Quick Collaboration on the Web«
Von Bo Leuf:
»Peer to Peer. Collaboration and Sharing on the Internet«
Von Rebecca Blood:
»We've Got Blog. How Weblogs are Changing Our Culture«
»The Weblog Handbook. Practical Advice on Creating and Maintaining Your Blog«

 

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