|
| |
Napster
www.napster.com,
www.napster.de.
Anwendungen :
File-Sharing : Napster : Übersicht
01-Jul-2001/14-Jan-07
Übersicht
Napster ist "das Original"; Napster ist der ursprüngliche Client für
das
Napster-Netzwerk, das zwar nicht die erste P2P-Tauschbörse war, aber
sicherlich die populärste.
Plattform: Windows.
Logos:
Screenshots
Quelle:
ig.cs.tu-berlin.de/.../k-3b/napster1.jpg, Stand: 12-Feb-2002.
Quelle:
ig.cs.tu-berlin.de/.../k-3b/napster2.jpg, Stand: 12-Feb-2001.
Geschichte, Aufbau und Funktion von Napster
Entwickelt wurde Napster von einem, damals, 18-jährigen Studenten in
Boston, damit er mit einem Freund, der in Virginia lebte, Daten
austauschen konnte. Da sich die Software so bewährt gemacht hatte und
die Nachfrage gross genug war, hatte sich der Gründer, Shawn Fanning,
dazu entschlossen, sich damit selbständig zu machen. Er gründete in
Silicon Valley eine eigene Firma. Napster, als Name, stammt von dem
Begriff "nappy" ab, mit dem seine Kommolitonen auf seine gelocktes Haar
anspielten.
Napster ist im Prinzip eine Software, welche viele Rechner in einem
Netzwerk (Internet) miteinander verbindet. Auf jedem einzelnen dieser
Rechner sind Musik- Daten (könnte aber auch für andere Daten gelten)
gespeichert, sowie die napster- Software installiert. Die Links zu
diesen Daten (MP3-Daten) werden in eine Datenbank aufgenommen und auf
einem zentralen napster-Server gespeichert. Diese Musik- Daten stellt
der Benutzer von Napster den anderen Napster-Benutzern frei zur
Verfügung. Genau dort liegt in meinen Augen der Verstoss gegen die
bestehenden Gesetze. Auf dem Napster-Server liegen lediglich die
Informationen, welche Musik-Daten wo stehen. Nach dem Aufruf der
Software wird man gefragt, welche Laufwerke napster auf MP3-Daten
untersuchen soll. Anschliessend kann man den gesuchten Interpreten
eingeben sowie einen bestimmten Titel. Befindet sich der gesuchte Titel
des jeweiligen Interpreten auf einem oder mehreren der Rechner, die
Napster verwaltet, bekommt man eine Liste, von der man sich nun die
Qülle aussuchen kann. Dabei wird unterschieden, ob es sich um eine
langsame oder schnelle Internet-Verbindung handelt und ob der Rechner,
auf dem die gesuchten Daten liegen, gerade on- oder offline ist.
Desweiteren bietet die Software sogar die Möglichkeit, dass sich die
User miteinander unterhalten können (chatten).
Quelle:
ig.cs.tu-berlin.de/w2000/ir1/referate2/k-3b, Stand: 12-Feb-2002.
Musik- und Filmindustrie versus Napster
Die Musikindustrie sieht in Napster, Gnutella und Co. zur Zeit seine
grössten Feinde. Die Musikindustrie argumentiert, dass durch Napster die
Copyright und Urheberrechte verletzt werden. Das ist aber nicht richtig,
da Napster gar keine Daten anbietet. Vielmehr agiert Napster nur als
Vermittler und verstösst somit meines Erachtens nicht gegen bestehende
Gesetze. Die eigentlichen Verstösse begehen die Nutzer von Napster, da
sie die Daten zum Download anbieten. Dort bietet sich aber leider nur
wenig Angriffsfläche für die Industrie, weil man der grossen
Napster-Gemeinde nicht so richtig habhaft werden kann. Zudem wächst
diese ständig. Es wäre lediglich möglich, einige einzelne User
herauszufiltern, um diese, in einem Präzedenzfall, zu verurteilen. Eine
sehr aufwendige und mühsame Geschichte. Da verwundert es dann eigentlich
kaum, dass Bertelsmann seine Strategie geändert und sich an Napster
beteiligt hat.
Die grösste Befürchtung der Musikindustrie ist eigentlich, dass sie
nicht mehr so weitermachen können, wie sie das bisher getan haben. Es
reicht eben nicht aus, einzelne gute und sehr gute Musiker mit
lebenslangen Verträgen zu knebeln (siehe George Michael) und
anschliessend die dicken Gewinne einzufahren. Der Vertriebsweg könnte
sich wandeln, und an der Musikindustrie vorbeiführen (siehe Steven King
und David Bowie). Die Musikindustrie hat einfach zu lange geschlafen und
ist sich ausserdem auch noch nicht einmal einig. Sie hat es versäumt,
den Bedarf an digitaler Musik aus dem Netz zu befriedigen. Die CD's im
Handel sind teilweise viel zu überteürt. So ist es für den Verbraucher
auch nicht leicht einzusehen, warum CD's in den USA beispielsweise
billiger sind, als auf dem deutschen Markt.
Eine Strategie, um dem entgegenzutreten, wäre eigene Angebote zu
machen. Diese müssten dann aber auch preislich so gestaltet sein, dass
es wenig Sinn macht, sich die Musik aus dem Netz zu ziehen,
anschliessend zu rekonvertieren und auf CD zu brennen. Schliesslich ist
es allgemein bekannt, dass die Herstellung einer CD nur wenige Pfennige
kostet, und dass die Musiker vom Verkauf der CD auch nicht den
Löwenanteil bekommen, denn sie verdienen durch Konzerte, Merchandising
und Tantiemen ihr Geld. Viele dieser Musiker würden, wenn es ihnen denn
möglich wäre, den Weg zu ihren Fans direkter gehen, ohne den Umweg über
die Plattenindustrie. Denn durch die Copyright und Urhebergesetze werden
eigentlich nicht die Musiker geschützt, sondern eher die
Plattenindustrie.
Die Filmindustrie hat sich bisher noch gar nicht groß zu Wort
gemeldet und übt sich in Zurückhaltung. Vermutlich will sie erst einmal
abwarten, wie die Entscheidungen in der Musikindustrie ausfallen, um
anschliessend aus den dort gemachten Fehlern zu lernen. Hoffentlich
begeht sie da nicht auch den gleichen Fehler, wie BMG, EMI und Co. Denn
es gibt mit Windows Media 8, DivX und MPEG4v3 auch schon vergleichbare
Kompressionsverfahren, um Videos in vernünftigem Zeitaufwand auf die
heimische Festplatte zu bannen. Ein 90- minütiger Film benötigt mit o.g.
Kompressionsverfahren auch nur ca. 500 MB Speicherplatz (teilweise sogar
wesentlich weniger). Um den Download braucht sich jedenfalls auch die
Musikindustrie keine Sorgen zu machen, denn die hiesigen Provider
möchten auch immer mehr DSL-Kunden mit Flatrate. Mit der Meinung, man
brauche sich in Deutschland noch keine Sorgen zu machen, weil die
notwendige Infrastruktur und die Qualität der Raubkopien noch nicht
gegeben seien, könnte man jedoch ziemlich schnell falsch liegen. Auch
hier gilt das bei der Musikindustrie Gesagte. Die Filmindustrie bietet
ihre uralten Filme zu stark überhöhten Preisen an, obwohl die
Herstellungskosten einer DVD oder VHS-Videokassette nur ein Zehntel
dessen ausmacht, was sie letztlich für eben diese verlangen. Aber
vielleicht hat sie ja auch Recht, denn eigentlich haben sie ja auch
schon Erfahrung auf diesem Gebiet. Denn jeder, der eines bestimmten
Filmes habhaft werden möchte, braucht nur in die Videothek zu gehen und
ihn sich zu Hause kopieren, für ein Zehntel dessen, was er im Handel
kosten würde. Auch der DVD-Regionalcode stellt dafür jedenfalls kein
Hindernis dar.
Quelle:
ig.cs.tu-berlin.de/w2000/ir1/referate2/k-3b, Stand: 12-Feb-2002.
Napster und Bertelsmann
Bertelsmann hat seine Strategie geändert und ist jetzt in die
Offensive gegangen. Im Oktober letzten Jahres hat sich Bertelsmann dazu
entschlossen, sich an Napster mit 20 Mio zu beteiligen - mit der Option
der späteren Übernahme. Was hat Bertelsmann vor?
Mit der Übernahme macht BMG eigentlich nur einen sinnvollen Schritt
in die richtige Richtung. Man möchte seine kontrollierten (?) Inhalte
einem breitem Publikum anbieten. Es scheint zumindest so, als ob sich
bei BMG die Einsicht durchgesetzt hat, dass es ziemlich sinnlos ist,
gegen den Strom der Zeit zu schwimmen. Dazu passt dann auch das Zitat
von Andreas Schmidt, Chef von Bertelsmann eCommerce: "Der Austausch
digitaler Musikstücke ist nicht aufzuhalten!". Vielmehr versucht
Bertelsman jetzt mitzuschwimmen und die Richtung zu seinen Gunsten zu
verändern. Bertelsmann bekommt durch die Beteiligung an Napster eine
Möglichkeit, den erst verschlafenen Schritt wieder wett zu machen.
Immerhin verfügt Napster über mehrere Millionen Kunden, welche [...] die
notwendige Software schon installiert haben und sich mit dem System
auskennen.
Quelle:
ig.cs.tu-berlin.de/w2000/ir1/referate2/k-3b, Stand: 12-Feb-2002.
Der Pay-Service
Zwar nicht zum 1. Juli 2001 wie geplant [...] wird die
MP3-Tauschbörse Napster in einen kostenpflichtigen Abo-Service
umgewandelt.
Napster wird teurer, schon bevor es begonnen hat. Bislang war ein
Preis von monatlich drei bis fünf US-Dollar als unterste Grenze für eine
begrenzte Anzahl von Downloads im Gespräch. Unbegrenztes Herunterladen
von Musik sollte zwischen fünf und zehn Dollar kosten.
Jetzt bestätigte Bertelsmann-eCommerce-Group-Sprecher Frank Sarfeld,
dass dieses Abo-Modell nicht das Herunterladen urheberrechtlich
geschützter Songs der großen Musikkonzerne umfassen wird.
Napster wird ein zweistufiger Dienst sein. Es wird den genannten
Grundservice geben, in dem man Independent-Musik herunterladen kann.
In einem Premium-Napster gibt es gegen Aufschlag die Songs von
Topstars wie Madonna. Damit ist der alte Plan verworfen, der ein
dreistufiges Napster vorsah:
In der günstigsten Preisklasse sollten die Nutzer Anspruch auf eine
begrenzte Anzahl von Downloads erhalten, während es die beiden oberen
Preisklassen erlaubt hätten, unbegrenzt Songs zu laden, zu tauschen und
sie auf CD zu brennen.
Quelle:
www.online-today.de/.../dasneuenapster.hbs
Ab Anfang 2002:
Siehe auch:
Napster
(Bezahldienste).
Siehe auch
Netmarks
InformationWeek: "Risikoreicher Schlingerkurs bei
Bertelsmann. Tempo, Tempo, Tempo: Vorstandschef Thomas Middelhoff zieht
bei Bertelsmann den Wandel der »Unternehmenskultur« durch. Darüber
könnte das altehrwürdige Verlagshaus hopps gehen" (Ausgabe 5 vom 8.
März 2001),
www.informationweek.de/index.php3?/channels/channel40/010593.htm.
Anmerkungen
| |
|