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DFN S2S

DFN Science-To-Science.

 www.neofonie.de/profil/forschung_und_entwicklung/s2s.jsp.

Anwendungen : Distributed Search : DFN S2S : Übersicht
29-May-2002/14-Jan-07


Übersicht

Das Berliner Unternehmen Neofonie GmbH entwickelt im Auftrag des Deutschen Forschungsnetzes (DFN) ab Mitte 2002 das auf einem Peer-To-Peer-Netzwerk basierende DFN Science-To-Science (DFN S2S); das Projekt wird bis zum Jahr 2004 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund EUR 450.000 gefördert.

Es handelt sich dabei um die erste kommerzielle JXTA Search (vgl. JXTA Protokollfamilie) basierende Suchmaschine in Europa für die Suche nach und den Austausch von wissenschaftlichen Informationen.

Hintergrund

Hintergrund für die Entwicklung des Peer-To-Peer-Netzwerkes ist, dass webbasierte Suchmaschinen kaum für die wissenschaftliche Recherche geeignet seien, so die  Pressemitteilung vom 30. April 2002. Ein Großteil der im Internet verfügbaren wissenschaftlichen Daten bestehe aus Messdaten, Datenbankeinträgen und anderen, von Suchmaschinen nicht indexierbaren Formaten wie etwa den Aufnahmen eines Elektronenmikroskops. Diese seien nur in Ausnahmefällen im World Wide Web zu finden, da die Suchmaschinen entweder keinen Zugriff auf die entsprechenden Datenbanken hätten oder einfach die Datenformate nicht erkennen würden. Dieses so genannte Deep Web umfasst nach Schäztungen von Experten bis zu 98 Prozent der Daten im Internet. Für Wissenschaftler ist das "deep web" vor allem deshalb interessant, weil im Gegensatz zum Visible Web hier besonders auch aktuellste Informationen zu finden sind.

Funktionsweise

Wenn ein Wissenschaftler oder ein wissenschaftliches Institut oder andere Forschungseinrichtungen das DFN S2S installiert haben, können mittels dieses Systems such- und austauschbare Datenbestände definiert werden. Das sind eigene Dokumente, aber auch Dokumente die per URL vom lokalen Rechner (http, ftp, file) erreicht werden können. Die URLs werden von den existierenden Suchwerkzeugen verarbeitet. Dies kann optional auch nur dann geschehen wenn der Rechner gerade nicht benutzt wird. So wird der jeweilige Rechner zum Suchsystem und gleichzeitig zum Suchdienst. Andere Forscher können genauso auf seine Informationen zugreifen wie umgekehrt über ihn auf andere Rechner im P2P-Netz zugegriffen werden kann. Folgende Diagramme illustrieren die Funktionsweise eines DFN S2S-Netzes.

Abbildung: DFN S2S Komponenten Usecase; Quelle:  www.neofonie.de/pics/DFN_S2S_Komponenten_Usecase.gif; Zugriff: 29-May-2002.

Je nachdem wieviele Peers gerade zum Netz verbunden sind, könnte ein DFN S2S Netzwerk wie im folgenden Diagramm abgebildet aussehen:

Abbildung: Beispielstruktur eines DFN S2S Netzes; Quelle:  www.neofonie.de/pics/netzstruktur.gif; Zugriff: 29-May-2002.

Bemerkungen zur Beispielstruktur (Quelle: www.neofonie.de/profil/forschung_und_entwicklung/s2s.jsp; Zugriff: 29-May-2002):

  • Der JXTA Gruppen-Mechanismus bildet die S2S Gruppe.
  • Innerhalb der S2S-Gruppe gibt es verschiedene virtuelle Suchräume. Diese dienen dazu, unterschiedlichen Fachgebieten die Nutzung von eigenen Metadaten zu erlauben. Des weiteren wird es eine allgemeine S2S-Metadatensprache geben, die immer unterstützt wird.
  • Die Metadaten können (sollen) Standards sein, werden also auch ausserhalb S2S benutzt. Diese Tatsache wird im Diagramm nicht abgebildet.
  • Provider gehören immer einem oder mehreren Suchräumen an.
  • Consumer gehören keinem Suchraum an, können aber gezielt spezifische Suchräume abfragen.
  • Consumer-Server-Komponenten ermöglichen den Zugriff auf das S2S Netzwerk aus dem Internet.
  • Die Überlappung der S2S-Domäne mit der Internet-Domäne deutet an, dass das JXTA Netzwerk nur zum Teil über IP (Internet Protokoll) läuft.
  • Es gibt mehrere Hubs in S2S, deren Verbindung per Hub-Chaining geplant ist.

Verwendete Technologien

P2P-Architektur

  • Höhere Aktualität - ermöglicht durch die Abkehr von einem zentralen Index, da kleinere und Daten-nahe Indexe Veränderungen und Neuerungen direkter verzeichnen.
  • Anzahl der Dokumente - die üblichen Funktionseinschränkungen beim Austausch von sehr großen Dokumentenmengen entfallen.
  • Qualität des redaktionellen Arbeitens - redaktionelle Arbeit wird hochwertig aufgeteilt. Jeder partizipierende Wissenschaftler ist a priori auch ein Redakteur.

JXTA

  • Standard: Es ist einfach DFN S2S zu erweitern, dies garantiert JXTA. JXTA benutzt ausserdem XML. Nach unserer Erfahrung ein hervorragendes Format für allgemeinen Datenaustausch.
  • JXTA Search Standard: Darüber hinaus gibt es die JXTA Search Spezifikation für Suche, die unterschiedliche Quellen standardmäßig suchbar macht und die verschiedene Metadaten, Formate und Inhalte strukturell unterstützt.
  • Flexibilität: JXTA unterstützt alle Kommunikationsarten und -geräte. So sind Wissenschaftler nicht auf ihren PC beschränkt.
  • Eine passende Lösung: neofonie search unterstützt XML nativ.

Neofonie Search

Neofonie Search ist eine Familie von Produkten und Dienstleistungen zur Realisierung von such-orientierten Anwendungen, hoch flexibel und direkt integrierbar.

Das Produkt besteht aus folgenden Komponenten:

Quelle: www.neofonie.de/loesungen/search/; Zugriff: 29-May-2002.

Projektstatus

Beantragt: Juli 2001
Laufzeit: April 2002 bis März 2004

Zu entwickelnde Bestandteile (siehe Diagramm unten):

  • Search Hub und Search Provider mit neofonie search gemäß JXTA Search
  • Search consumer, Client Version
  • Search Consumer Server Version, mit neofonie content:delivery.
  • Werkzeuge zur Administration
  • Installationspakete für Hub, Provider, Consumer und Administrationswerkzeuge

Zeitplan:

  • Erste Beta-Module sollen Mitte 2003 verfügbar sein.
  • Ein Pilotbetrieb mit wissenschaftlichen Instituten ist zu Testzwecken für Anfang 2004 geplant.

Kontakt

E-Mail:  s2s-l@neofonie.de.

Siehe auch

Netmarks

Anmerkungen

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»Peer-to- Peer. Ökonomische, technologische und juristische Perspektiven«
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Von Dana Moore und Joseph Hebeler:
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»Discovering P2P«
Von David Barkai:
»Peer to Peer Computing. Technologies for Sharing and Collaborating on the Net«
Von Hassan Fattah:
»P2P. How Peer-to-Peer Technology Is Revolutionizing the Way We Do Business«
Von Bo Leuf & 
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:
»The Wiki Way. Quick Collaboration on the Web«
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Von Rebecca Blood:
»We've Got Blog. How Weblogs are Changing Our Culture«
»The Weblog Handbook. Practical Advice on Creating and Maintaining Your Blog«

 

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