"We think it's [P2P] one of those things that will shape the
future of computing…it allows users to do much more with resources that
are currently unused."
- Craig Barrett, CEO, Intel Corp.
Intel glaubt, dass die Bedeutung der Technologie für die Zukunft des
Internet so bedeutend sein könnte wie etwa ein Webbrowser. Zur von Intel
gegründeten Arbeitsgruppe zur Entwicklung von entsprechenden Standards
gehören unter anderem Hewlett-Packard, IBM, Uprizer und Enfish.
Entsprechend will Intel dies in die Architektur des Pentium4
einarbeiten, die den Namen 'Netburst' trägt. Der P4 soll besonders für
peer-to- peer Datentauschanwendungen ausgelegt sein.
Quelle:
ig.cs.tu-berlin.de/w2000/ir1/referate2/k-3b.
Intel setzt die Desktops am firmeninternen Netzwerk seit 1995 fürs
verteilte Rechnen ein. 500 Millionen Dollar sollen so eingespart worden
sein, weil für die Simulation und das Testen neuer Prozessordesigns
keine teure Großrechner angeschafft werden mussten.
Nicht nur deswegen ist Intel begeistert von verteiltem Rechnen und
Peer-to-Peer Architekturen, die Datenverkehr und Rechenarbeit nicht über
einen zentralen Server erledigen, sondern unter gleichgestellten kleinen
Desktoprechnern aufteilen. Auf der diesjährigen Intel Developer's
Conference überschlugen sich Intel-Bosse vor Begeisterung für das neue
Konzept. Allgemeiner Konsens: Peer-to-Peer ist Grundlage für die dritte
Generation des Internets.
Intel hat mit 19 Gründungsmitgliedern - darunter IBM und
Hewlett-Packard - eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich über
Standards verständigen soll.
Dahinter stehen handfeste Interessen. Es wird für Intel immer
schwerer werden, Leuten klarzumachen, wofür sie alle zwei Jahre
schnellere Prozessoren brauchen. Bei der diesjährigen Intel Developer's
Conference meinte bei einer Podiumsdiskussion SETI@Home Gründer David
Anderson, verteiltes Rechnen werde mehr Rechenkraft von heimischen
Desktops verlangen. Intels Technikchef Pat Gelsinger saß bis dahin still
im Publikum und rief auf einmal nur "Ja!".
Quelle:
www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,104290,00.html.
Siehe auch: United Devices,
Inc..
Intel bringt demnächst ein Peer-to-Peer-Toolkit für Microsofts .NET
heraus. Damit sollen sich auf einfache Weise P2P-Applikationen
entwickeln lassen. Zusammen mit Samples und Dokumentation gibt es das
P2P-Toolkit auf untenstehender .NET-Seite kostenlos zum Download. Man
möchte damit auch bisherige Probleme von Peer-to-Peer- Netzen beheben,
die oft Probleme mit Firewalls und statischen IP- Adressen hatten.
www.intel.com/pressroom/archive/releases/20010828tech.htm.
Intels Vizepräsident Pat Gelsinger bezeichnete im Jahre 2000 in einer
Keynote-Ansprache in San Jose Peer-to-Peer-Networking scherzhaft als den
"verblassenden Geist des Kommunismus". Laut Gelsinger arbeitet Intel
bereits seit längerem mit einem eigenen Tool namens NetBatch, das die
Rechenzeit von unbenutzten Workstations per Netzwerk anderen Projekten
zur Verfügung stellt.
Wie Gelsinger weiter erklärte, werden derzeit in den
Entwicklungsabteilungen von Intel 80 Prozent der Rechenzeit per NetBatch
verteilt - nur zu 20 Prozent arbeitet also der eigentliche Benutzer am
Gerät. Seit man vor zehn Jahren NetBatch bei Intel eingeführt habe,
hätte sich das Unternehmen 500 Millionen Dollar für neue Hard- und
Software gespart, da die Ressourcen nun besser verteilt würden.
Quelle:
www.tecchannel.de/news/20000825/thema20000825-2347.html.