"The Recording Industry Association of America is the trade
group that represents the U.S. recording industry. Our mission is to
foster a business and legal climate that supports and promotes our
members' creative and financial vitality. Our members are the record
companies that comprise the most vibrant national music industry in the
world. RIAA® members create, manufacture and/or distribute approximately
90% of all legitimate sound recordings produced and sold in the United
States."
"In support of our mission, we work to protect intellectual
property rights worldwide and the First Amendment rights of artists;
conduct consumer, industry and technical research; and monitor and
review state and federal laws, regulations and policies."
(Quelle:
www.riaa.com/About-Who.cfm.)
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Sitz: Washington, D.C.
Die RIAA erhob als erste Institution im Dezember 1999 Klage gegen
Napster, Inc.; dies
führte im Juli 2000 zur Auflage durch Richterin Marilyn Hall Patel, den
Zugriff auf urheberrechtlich geschützte Werke über das
Napster-Netzwerk zu unterbinden; dies wurde im Februar 2001 durch
den U.S. Court of Appeals for the Ninth Circuit erneut bestätigt.
Im Juli 2001 stellte Richterin Patel fest, dass die implementierten
Filtermassnahmen unzureichend seien und ordnete faktisch die Schliessung
des Dienstes an.
Anfang Oktober 2001 reichte die MPAA
und die RIAA bei einem Bundesgericht in Los Angeles Klage gegen die
Anbieter von drei drei Clients für das
FastTrack-Protokoll wegen Copyrightverletzung ein.
Die RIAA fiel im Oktober 2001 durch eine unkonventionellen Wunsch
auf: Im Rahmen des Anti-Terror-Gesetzpakets des Senats sollen Angriffe
auf Computer, die Folgeschäden von mindestens 5000 US-Dollar nach sich
ziehen, als Verbrechen geahndet werden (können). Die RIAA unterbreitete
einen Änderungsvorschlag, die es der Urhebervereinigung ermöglicht
hätte, solche Angriffe ungestraft zu unternehmen, um dadurch die
widerrechtliche Verbreitung ihrer Werke zu verhindern. Im Kongress stieß
der Änderungsvorschlag jedoch auf breiten Widerstand. Ein nicht
namentlich genannter Kongressmitarbeiter sprach in diesem Zusammenhang
gegen News.com davon, dies hätte der RIAA eine "Lizenz zum Virus"
gegeben, außerdem handle es sich dabei um eine Form von Selbstjustiz.
Welche Angriffsmethoden die RIAA konkret gegen Tauschbörsen einsetzen
wollte und ob diese bereits zum Einsatz gekommen sind, ist nicht
bekannt. Seit diesem Vorstoß wird allerdings diskutiert, mit welchen
Methoden die RIAA eigentlich arbeitet. Bekannt ist beispielsweise, dass
das KaZaA-Netzwerk überwacht und analysiert wird. Es gibt jedoch auh
einige Hinweise auf offensive Maßnahmen:
- US-Medien mutmaßten in diesem Zusammenhang, dass eine eigens zu
diesem Zweck entwickelte Software Anbieter von MP3s durch
manipulierte Anfragen und sich ewig hinziehende Downloads blockieren
solle (John Borland in News.com).
- Identifizierte Piraten könnten "blockiert", die Verbindungen
innerhalb von Filesharing-Netzwerken übernommen und die gewünschte
Datei während der Transaktion gegen eine andere ausgetauscht werden.
- Die Los Angeles Times spricht in diesem Zusammenhang auch davon,
die Originaldatei auf dem Computer des Senders "unbrauchbar zu
machen" (vgl. Artikel in
Telepolis).
Die grundsätzliche Frage dabei ist wohl, mit welchen Methoden die
RIAA oder vergleichbare Verbände die Rechte ihrer Mitglieder schützen
dürfen.
Die amerikanische Musik- und Filmindustrie strengte Anfang Oktober
2001 erneut Klagen gegen Peer-to-Peer-Tauschdienste im Internet an.
Gleich gegen drei Napster-ähnliche Dienste wurde nach Angaben des
Industrieverbandes RIAA Klage erhoben. Die RIAA bezeichnet die Auftritte
der Gegenseite als
Piratenbasar des 21. Jahrhunderts.
Die Liste der Kläger liest sich wie das Who-is-Who der Branche. Um
nur einige zu nennen: Columbia. Disney, Paramount, Time Warner,
Twentieth Century Fox, Universal, Arista, Capitol, BMG, Sony, Virgin und
Warner Bros.
Diese Giganten wollen nun den Diensten
Grokster,
Morpheus
(MusicCity) und
Consumer Empowerment (Fast Trak) das Wasser abgraben. Diese Dienste
begehen nach Ansicht der Klägerseite Verstöße gegen das Urheberrecht, da
sie den illegalen Austausch geschützter Werke gestatten.
Doch ganz so einfach wie im Fall
Napster
dürfte es der Industrie dieses Mal nicht fallen. Napster baute auf eine
zentrale Server-Struktur, über die Daten getauscht werden konnten. Der
Austausch über die Server machte eine Kontrolle der getauschten Daten
möglich. Da Rechtsverstöße damit identifizierbar sind, konnte der Dienst
in die Verantwortung genommen werden.
Doch die drei jetzt angeklagten Dienste setzen auf die gleiche,
jeweils leicht modifizierte Software, die ursprünglich von Consumer
Empowerment entwickelt wurde. Diese Software setzt aber auf ein
dezentrales Tauschmodell. Eine Kontrolle der getauschten Daten ist nicht
vorgesehen. Und selbst wenn die drei Firmen den Dienst einstellen
sollten, wäre das Tauschnetzwerk immer noch aktiv.
Die Urheberrechtsinhaber stehen in diesen Fällen vor einem echten
Problem, denn außer der Bereitstellung der Software kann den Sites
vermutlich kein vorsätzliches Tun nachgewiesen werden. Die Tauschdienste
können sich vielmehr auf den Standpunkt stellen, sie wüßten nichts von
illegalen Tauschvorgängen.
Die RIAA-Website (www.riaa.com)
wurde am 29-Aug-2002 gehackt; aus einem Bericht auf Pro-Linux:
»Wer gestern abend die Seite des US-Plattenfirmen-Verbandes
aufsuchte, staunte nicht schlecht - statt scharfer Kritik an die
Praktiken und Gebahren der Netz-Community beinhaltete die Page Links
zu kostenlosen MP3-Dateien und Verweise auf Server voller MP3-Musik.
Ferner beinhaltete die Seite Informationen über die vermeintliche
Sinnlosigkeit, mit der der Verband gegenüber Internet-Nutzern
vorgehen will, die P2P-Tauschbörsen nutzen und illegale Musik
tauschen. Ferner fügten die Cracker Texte in die Seite ein, die den
chinesischen Service Listen4Ever um Entschuldigung baten.
Die veränderte Seite stand Stunden im Netz, bis
Verantwortliche diese schlussendlich mit dem Hinweis auf technische
Probleme abschalteten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Nachricht
war das Portal der Recording Industry Association of America immer
noch nicht erreichbar«. (Quelle: Pro-Linux: "RIAA gehackt",
Gesendet von demon am Do, 29. Aug 2002 um 19:20,
www.pro-linux.de/news/2002/4648.html)

Screenshot und dazugehöriger Blog-Eintrag:
www.hebig.org/blogs/archives/main/000324.html#000324 [Englisch].
Übrigens: »The site www.riaa.org is running Microsoft-IIS/4.0 on
NT4/Windows 98« (siehe
Netcraft; Zugriff: 01-Sep-2002)