Als Selective Availability (SA) wird eine
absichtliche Verfälschung der Signale des Global Positioning Systems
(GPS) bezeichnet; dabei werden wichtige Navigationsinformationen der
Satelliten wie Ephemeriden (Laufbahnen der Satelliten) und Uhrzeiten
vorsätzlich unregelmässigen Schwankungen unterworfen. Eine
Standortbestimmung ist daher nur bis auf einen Radius von etwa 50 Metern
möglich.
Am 1. Mai 2000 schalteten die Vereinigten Staaten die
Selective Availability für die Öffentlichkeit ab. Das bedeutet, dass
zivile Nutzer des GPS ihre Position mit bis zu zehnfach höherer
Genauigkeit als bisher bzw. bis auf einen Radius von etwa 15 Metern
feststellen können.
Gleichzeitig kündigte das Weisse Haus an, GPS durch Einrichtung
zweier neuer ziviler Signale für zivile und kommerzielle Nutzer
verbessern zu wollen. Auf bis zu 18 zusätzlichen Satelliten sollen
»neuen Merkmale« bereitgestellt werden; die USA wollen diese
Möglichkeiten auch künftig Anwendern weltweit unentgeltlich zur
Verfügung stellen.
PRN-Code (Pseudo Random Noise) bzw. C/A-Code (Coarse/
Acquisition Code).
P-Code (Precision Code).
Die GPS-Signale können im Falle einer Bedrohung der »nationalen
Sicherheit« in ausgewählten Gebieten abgeschaltet werden.