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ArsDigita Community System

www.arsdigita.com

Ars Digita Community System (ACS) : Übersicht
23-Jun-2001/03-Feb-06


Übersicht

Das ArsDigita Community System (ACS) ist eine Open Source-Suite von Programmen und Scripts, mit dem kollaborative E-Commerce-Lösungen aufgebaut werden können. Das ACS berücksichtigt folgende Grundelemente:

  • Market,
  • Publish,
  • Transact,
  • Service,
  • Analyze,
  • Personalize,
  • Collaborate,
  • Administer.

Enthalten sind Komponenten wie beispielswiese:

  • Adserver
  • BBoard
  • Calendar
  • Chat
  • Classifieds
  • Clickthrough
  • Contact Manager
  • Contest
  • FAQ
  • Intranet
  • News
  • Poll
  • Press
  • User Profiling
  • User Registration and Access Control
  • User Sessions Tracking
  • Wimpy Point
  • WAP

The ACS Platform 4.x

The ArsDigita Community System (ACS) is the world's most popular open source, enterprise class e-business platform. ACS includes a comprehensive set of integrated software components that support rapid deployment of sophisticated web sites and web services. With modules for content management, commerce, collaboration, personalization, and marketing and analysis, ACS provides one flexible and extensible platform for every core e-business application. Visit the ACS Repository see what applications are available for the ACS 4 platform.

Siehe: http://www.arsdigita.com/products/.

--

Das ArsDigita Community System ACS, ist mit seinen circa 50 Modulen das umfangreichste freie Web-Standard-Software-Paket. Seine Entstehung geht auf eine mehrwöchige Reise zurück: 1993 fährt der MIT-Dozent und Foto-Fan Philip Greenspun mit seinem Mini-Van nach Alaska. Jede Woche schreibt er ein Kapitel über seine Reiseerlebnisse und veröffentlicht sie online.

Kurz nach seiner Rückkehr erscheint Mosaic, der erste Web-Browser, das Internet wird multimedial: Philip fügt den Reiseberichten seine Bilder hinzu.Um die vielen Emails zu beantworten, baut er ein System, daß ihm diese Arbeit erleichtert. Über die nächsten drei Jahre erweitert er die Software von photo.net zu einer Community-Software.

Die Entstehung des Systems ist gut dokumentiert in "Philip and Alex's Guide to Web Publishing" (Verlag Morgan Kaufmann; ISBN: 1558605347), ein locker geschriebenes Computer-Buch mit vielen Fotos. Es ist so so angelegt, daß alle Techniken, die beim Aufbau eines Web-Services benötigt werden, angesprochen werden und ist heute noch eine interessante Lektüre, um ein "Big Picture" zu bekommen. Die Originaltexte der Alaska-Reise sind inzwischen als "Travels with Samantha" (ArsDigita Press; ISBN: 1588750019) erschienen.

Philip entscheidet sich damals für den später in AOLServer umbenannten NaviServer, Oracle und TCL.

Für den AOLserver sprachen die folgenden Gründe: Die meisten Web-Server verwenden CGI-Skripte, um dynamische Inhalte anzuzeigen. Jeder Zugriff auf eine Page erforderte das Starten eines Programms und gegebenenfalls das Aufbauen einer Datenbank-Connection. Der AOLServer hatte von Beginn an einen TCL-Interpreter integriert, so daß die Seitengenerierung multithreaded innerhalb des Webservers ablaufen kann. Beim Starten eines AOLServers werden die Datenbank-Connections geöffnet und während der Laufzeit offen gehalten, eine ansonsten sehr zeitaufwändige Operation. Seit einigen Jahren ist der AOLServer  übrigens free und Open Source.

Für Oracle sprachen mehrere Gründe:

Oracle verwendet eine interne "Versionsverwaltung", so daß lesende nie auf schreibende Transaktionen warten müssen und umgekehrt. Oracle hat eine komplette Programmierumgebung innerhalb des Datenbankservers. Software, die innerhalb der Datenbank selbst läuft, braucht keine Daten zwischen Datenbank- und Webserver zu übertragen.

Oracle ist extrem stabil und sehr performant.

1997 gründet Philip mit einigen seiner Studenten ArsDigita. Sie nehmen den in drei Jahren entstandenden Source-Code und hacken über den Sommer das ArsDigita Community System zusammen. ArsDigita stellt das ACS unter die GPL, jeder Interessierte kann sich das System von http://arsdigita.com herunterladen.

Weil das Classic ACS Oracle erfordert, gründen einige ehemalige Mitarbeiter von ArsDigita OpenACS und portieren Kern und Module auf PostgreSQL , der damals einzigen Datenbank, die free und open source ist. Inzwischen wird auch an einer Portierung zu Interbase gearbeitet. schen gibt es das OpenACS als RPM fürs RedHat, an den Packages für die anderen Distributionen wird zur Zeit noch gearbeitet. Die Installation dauert nur etwa 10 Minuten. Um das ACS auch unter Apache zum Laufen zu bringen, wurde ein Modul entwickelt, daß die AOLServer-API unter Apache emuliert. Das OpenACS-RPM verwendet deshalb Apache als Webserver.

Bis zur Version 3.4 ist das ACS historisch gewachsen, mit der vor kurzem erschienenen Version 4 steht ein echter Generationswechsel an: der Kern des Systems wurde komplett redesignt und ein großer Teil der Applikationslogik in die Datenbank verlagert, so daß TCL inzwischen nur noch die Glue-Sprache ist.

OpenACS basiert noch auf Version 3.2. Sobald die Datenbank-Schicht unter Postgres implementiert ist, werden die Portierungszyklen vermutlich erheblich kürzer. Solange es keine große Entwickler-Community gibt, wird das OpenACS dem ClassicACS aber weiter erheblich hinterherhinken (bei ArsDigita arbeiten circa 180 Entwickler).

Frühere Versionen des ACS waren eher ein Programmier-Toolkit, das das Erstellen von Websites erheblich beschleunigt hat. Die Version 4 ist das erste Produkt, eine out-of-the-box Installation kann mit etwas
Konfiguration im Webbrowser schon als einfache Website laufen. Alle
Module, die wir im folgenden vorstellen, sind für ACS und OpenACS verfügbar oder werden gerade portiert.

Mit dem Package-Manager können Applikationen aus dem Web geladen, installiert und in der Site Map an eine oder mehrere URLs gemountet werden. Ein Modul kann so beliebig oft instanziiert werden.

Es gibt ein ausgefeiltes Permissioning-System, das User, Usergruppen und ineinander verschachtelte Usergruppen kennt, und das Erstellen von sicheren Web-Applikationen mit fein granulierten Zugriffsrechten ermöglicht. Sehr große, hierarchische Web-Anwendungen können so im Webbrowser erstellt und administriert werden.

Das Content Repository stellt eine API zur Verfügung, die das Verwalten von Inhalten beliebiger Typen kapselt. Versionsverwaltung,
Kategorisierung, Permissioning und Workflow werden von den entsprechenden Funktionen beachtet, so daß sich Entwickler auf das
Erstellen der benutzerorientierten Applikation konzentrieren können. Ein Beispiel für eine Anwendung dieser Schicht ist das Content Management System des ACS.

Das Workflow-Modul stellt Funktionen zur Verfügung, die das Entwickeln von prozeßorientierten Anwendungen erheblich erleichtert. Intern werden die Workflow-Prozesse auf Petrinetze abgebildet, das System ist generisch und kann mit relativ wenig Aufwand von einem Entwickler verwendet werden. Zwei Beispielanwendungen sind das Workflow-Modul als Applikation und das Ticket-Tracker-Modul.

Weitere Service-Module sind Notification (Email-Alerts auf Objekte),
Messaging (Erstellen von Web-Boards, Emails usw.), LDAP-Authentifizierung und das Templating-System. Diese Abstraktionsschichten erleichtern das Anpassen des ACS an individuelle Vorstellungen erheblich und angepaßte Systeme profitieren von Weiterentwicklungen der Kern-Module.

Die Applikations-Module können in fünf Kategorien eingeteilt werden:

Collaboration: Da das ACS aus einem auf Zusammenarbeit ausgerichteten Webforum entstanden ist, sind die Collaboration- Module am wichtigsten und umfangreichsten. Address Book, Bulletin Board, Bookmarks, Calendar, Chat, File-Storage, Intranet, Ticket oder WimpyPoint (web-basierte Präsentationen) bilden das Rückgrat der meisten ACS-gestützten Websites.

Die Publishing-Module unterstützen und vereinfachen das Administrieren des Inhalts: Adserver, Banner Ideas, Display, Dynamic
Publishing System, FAQ, General Comments, General Permissions, Graphing, News, Poll, Prototype Builder und Spam.

Die Personalization-Module ermöglichen das Anpassen einer Website an Benutzer oder Benutzergruppen: Portals, User Groups, User Session Tracking und Member Value. Die Site-Management-Module Audit und Site-Wide-Search unterstützen Auditing und kategorisiertes Site-weites Suchen.

Die Transaction-Module umfassen vor allem das E-Commerce-Modul, das das Aufsetzen eines Amazon-ähnlichen Shops ermöglicht, und die Classifieds Ads (Kleinanzeigen).

Zu offener und freier Software gehört eine gute Dokumentation, jedes ACS enthält die Handbücher für die Programmierer in Form von
HTML-Dateien. Der Dokumentationsstandard schreibt vor, daß die "Requirements" eines Moduls beschrieben werden müssen. Die ArsDigita.com- und OpenACS-BBoards sind eine weitere gute Informationsquelle für Web-/Datenbankentwickler. Das ArsDigita Systems Journal ist ein relativ allgemein gehaltenes Online-Magazin zum Thema webbasierte Informationssysteme. Dort befinden sich auch Online-Ausgaben der drei Computerbücher, die Philip Greenspun geschrieben hat:

  • Philip and Alex's Guide to Web Publishing
  • SQL for Web Nerds
  • TCL for Web Nerds

In unregelmäßigen Abständen gibt es in Deutschland Veranstaltungen zum Webdeveloment mit dem ACS.

Interessant - vor allem für kleine Communities - sollte das OpenACS-Hosting-Angebot von Furfly sein.

ArsDigita arbeitet seit einigen Monaten mit Hochdruck an einer Java-Version des ACS, die unter Apache läuft. Der kommerzielle Markt verlangt danach und man hofft auf erheblich stärkeres Echo in der freien Software-Szene. Ein Alpha-Release ist bereits Mitte November erschienen, der endgültige Release sollte inzwischen im Netz erhältlich sein.

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Netmarks

ACS Content Management,
http://www.arsdigita.com/products/cms.

ACS Commerce,
http://www.arsdigita.com/products/commerce.

ACS Collaboration,
http://www.arsdigita.com/products/collaboration.

ACS Personalization,
http://www.arsdigita.com/products/personalization.

ACS Marketing and Analysis,
http://www.arsdigita.com/products/marketing-analysis.

Dokumentation: The ArsDigita Community System (ACS) Documentation,
http://www.arsdigita.com/doc/.

Siehe auch

OpenACS.

 

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Open Sources
von Chris DiBona, Sam Ockman und Mark Stone (Hrsg.)
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The Cathedral & the Bazaar
von Eric S. Raymond
The Cathedral and the Bazaar (Buchcover)
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