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Open Directory Project (ODP, dmoz)

dmoz.org, dmoz.de,

Open Content : Open Directory Project (aka dmoz) : Übersicht
23-Jun-2001/07-Jan-06


Übersicht

Open Directory Lizard

Das Open Directory Project hat sich als nichtkommerzieller Clone des Katalogdienstes Yahoo! abmitionierte Ziele gesetzt:

"As the web grows, automated search engines and directories with small editorial staffs will be unable to cope with the volume of sites. The Open Directory Project's goal is to produce the most comprehensive directory of the web, by relying on a vast army of volunteer editors." (Quelle: dmoz.org/about.html; deutsche Übersetzung: dmoz.de/info).

Das ODP wird von einer Gruppe von freiwilligen Editoren aus aller Welt betreut, die Sites danach bewerten, ob sie in das Verzeichnis aufgenommen werden sollen oder nicht. Die Web-Seiten, die von diesen Editoren ausgewählt wurden, sind in eine Anzahl von allgemeinen Kategorien aufgeteilt, diese wiederum in spezifischere Unterkategorien.

Logo:

Open Directory Logo

Die Inhalte stehen als RDF Dump unter der sog. Open Directory License (dmoz.org/license.html; inoffizielle deutsche Übersetzung: dmoz.de/lizenz) frei zur Verfügung; die Lizenz wird auch als Netscape Open-Directory-Lizenz (NOD-Lizenz) bezeichnet. Die Daten des ODP werden von einigen Volltext-Suchmaschinen genutzt, u.a. von Netscape Search, HotBot, Lycos, AOL Search, DirectHit und Google (directory.google.com, directory.google.de).

Sites an ODP übermitteln:

Beispiel:

Das Open Directory Project
Kultur
Wirtschaft
Computer
Spiele
Gesundheit
Haus und Garten
Medien
Freizeit
Nachschlagen
Regional
Wissenschaft
Einkaufen
Gesellschaft
Sport

Suchfunktion:


dmoz.org

Open Directory Project
Deutschland/Österreich/Schweiz

Der deutschsprachige Ableger des Open Directory Projects, dmoz.de, wird in Privatinitiative betrieben; zumindest formal ist eine Mitarbeit möglich und erwünscht: "Editor zu werden, ist ganz einfach: Finde eine Kategorie, die du warten willst. Folge dem Werde-Editor-Link (Become an Editor in englischsprachigen Kategorien) der gewählten Kategorie".

Bei einer stichprobenartigen Überprüfung des Verzeichnis im März 2002 fielen jedoch eklatante Lücken und fehlerhafte Rubrizierungen auf. Beispiele:

  • Im Kontext von Fotografie gab es zwar die Kategorie "Kamerasammeln", jedoch keine Rubriken wie "Kameras", "Kamerasysteme" oder "Hersteller" bzw. "Anbieter". Klassifikatorisch wäre eine Hierarchie wie Fotografie : Technik : Kameras mit Verzweigungen zu "Sammeln", "Systeme", "Hersteller" usw.
  • Im Kontext von Internet gab es Rubriken für die Dienste "E-Mail", "Usenet" und "WWW"; andere klassische Internet-Dienste wie IRC und FTP fehlen entweder ganz oder sind unsystematisch klassifiziert (IRC beispielsweise unter Chats und Foren). Logisch wäre hier wiederum eine systematische Klassifikation wie Internet : Dienste und anschliessenden Verzweigungen auf "WWW", "IRC", "FTP",  "E-Mail", "Usenet" usw. - dann wäre zumindest eine vernünftige Struktur mit Stand von 1994 abgebildet. Der Pflegezustand ist jedoch bestenfalls als "desolat" zu bezeichnen: Rubriken für essentielle Entwicklungen im Internet wie "Streaming Media", "Weblogs" und "Blogs" oder "Peer-to-Peer" (P2P) fehlen vollkommen. Ein Web-Katalog ist in diesem Zustand annähernd wertlos.

Das ODP bezeichnet sich als "offenes" Projekt, das auf die Mitarbeit einer möglichst grossen Anzahl kompetenter, kommunikativer und engagierter Mitarbeiter angewiesen sei:

"Wir brauchen dich - Wie jede Gemeinschaft basiert das Open Directory Project auf Geben und Nehmen. Mitmachen ist einfach: Such dir ein Thema aus, das dir gefällt und werde Editor." (Quelle: dmoz.de/info, Zugriff: 22-Mar-2002).

Ganz so einfach wird einem das Mitmachen jedoch nicht gemacht. Von neuen Editoren in spe wird eine gewisse Hartnäckigkeit erwartet. Zunächst werden Korrektur- und Ergänzungsvorschläge häufig mit einem Formbrief abgelehnt:

"[...] vielen Dank, dass Sie beim Open Directory Project als freiwilliger
Editor mitarbeiten möchten! Obwohl wir uns über ihre Mitarbeit
als Editor freuen würden, haben Sie eine Kategorie gewählt,
an der bereits genügend Editoren arbeiten oder die für einen
neuen Editor zu umfangreich ist.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich für eine andere Kategorie
mit weniger Editoren oder geringerem Umfang erneut bewerben
würden; damit erhöhen Sie ihre Chance, als Editor akzeptiert zu
werden.
"

Diese Vorgehensweise ist wenig konstruktiv, zumindest wenn man tatsächlich an einer offenen Arbeitsweise interessiert ist:

  • Wenn Kategorien derartig schlecht gepflegt sind, wie die o.g. Beispiele zeigen, gibt es definitiv nicht genügend Editoren.
  • Wenn eine neu einzurichtende Kategorie zu umfangreich "für einen neuen Editor" ist, sollte die entsprechenden (und anscheinend auch notwendigen) Unterkategorien eingerichtet und dem neuen Editor einen nur eine Unterkategorie übergeben werden.

Betrachten wir ein fiktives Szenario:

Ede will Ressourcen zu "PKWs von Toyota" in die ODP-Datenbasis einbringen und pflegen; eigentlich würde er ja gerne die Einrichtung einer neuen Rubrik "Autos : PKW : Toyota" vorschlagen, das kann er aber nur als Editor, nicht jedoch als Aussenstehender. Ede bewirbt sich daher als Editor für die Kategorie "Autos". Er wird als neuer Editor von dem ODP-Guru Alois abgelehnt, weil die Kategorie für einen neuen Editor zu umfangreich ist; sie ist zu umfangreich, weil es keine Unterkategorien gibt; es gibt keine Unterkategorien, weil die Kategorie "Autos" nicht gepflegt wird; sie wird nicht gepflegt, weil Alois keine Zeit hat, sich um die Kategorie Autos zu kümmern - er ist ja ODP-Guru und muss in 97 weitere Kategorien pflegen. Alois er ist damit eigentlich total überfordert und gestresst, weil es einfach zu wenig Editoren gibt. Aber delegieren von Kompetenzen kommt für ihn nicht in Frage, er ist ja schon so lange dabei, und die "Neuen" machen bestimmt Fehler, die ihm nie passieren würden.

Der Autofan Ede, ein passionierte Raser, ist zwar etwas angefrustet, sucht  aber trotzdem nach einer "anderen Kategorie mit geringerem Umfang"; für sein Interessengebiet (PKWs von Toyota) gibt es keine Kategorie; einrichten oder vorschlagen kann er sie noch immer nicht.

Nach langer Suche findet er unter "Fortbewegung : Geruhsame Vehikel : Pferdedroschke : Historisch" schliesslich eine für ihn als Newcomer angemessen kleine Kategorie, für die er als Editor akzeptiert wird. Ede wird ein sauschlechter Editor für die Rubrik, weil er sich einen schei* interessiert für Pferdedroschken. Und die Rubrik "Autos" bleibt weiterhin unbrauchbar, weil es keinen Maintainer gibt.

Das Szenario ist fiktiv, die Abwehrhaltung der ODP-Maintainer jedoch nicht. Ein Verzeichnis ist, wie jede bewahrende Institution, strukturell konservativ; das ODP muss also einen Spagat leisten zwischen konservativem Qualitätsanspruch und der geforderten Offenheit; das gelingt zur Zeit nur begrenzt. Ähnliche Strukturen beschreibt Eric S. Raymond übrigens auch im Bereich der Softwareentwicklung ( The Cathedral & the Bazaar, vgl. Literatur).

Vor allem zwei Punkte sind zu kritisieren:

  • Unzureichende Offenheit.
    In einem als "offen" deklarierten Projekt sollte es auch für Aussenstehende möglich sein, Vorschläge zu unterbreiten, beispielsweise für die Einrichtung neuer Unterkategorien. Genau das ist der Unterschied zwischen "offen" und "geschlossen".
  • Problematische Lizenz.
    Das ODP steht unter der sog.  Open Directory License (aka The dmoz.org License); die Free Software Foundation bewertet diese Lizenz als "non-free": "This is not a free documentation license. The primary problems are that your right to redistribute any given version is not permanent and that it requires the user to keep checking back at that site, which is too restrictive of the user's freedom" (vgl.  Various Licenses and Comments about Them).
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Online: <%= Application("ActiveUsers") %> aktive User. <% End if If VisitorName <> "" then %> <% user = Request.Cookies("name") %>Name: <%=user%>.
Online: <%= Application("ActiveUsers") %> aktive User. <% End if %>
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Literaturhinweise:
Open Sources
von Chris DiBona, Sam Ockman und Mark Stone (Hrsg.)
Open Sources (Buchcover)
The Cathedral & the Bazaar
von Eric S. Raymond
The Cathedral and the Bazaar (Buchcover)
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