Das "Open Source"-Projekt wurde 1997/98 von
Agon S. Buchholz initiiert und
zunächst ermöglicht in Kooperation mit der
SE Datenverarbeitung
(ab Januar 1999: Umbenennung in GEDIB) der
Freien
Universität Berlin. Die Zielsetzung bestand darin, im Zeichen der
Finanzkrise der Universitäten nützliche freie Software für die
universitäre Arbeit und die betreuten Einrichtungen aufzufinden. "Frei"
bedeutete im damaligen Kontext vor allem kostenfrei ("free-beer");
die SE Datenverarbeitung betreute primär das
Zentralinstitut
für Fachdidaktiken und im Rahmen der fachdidaktischen Arbeit
indirekt einige Schulen, an denen damals fast ausschliesslich
Microsoft-Software eingesetzt
wurde. Durch die mit der Initiative "Schulen an das Netz"
(später:
Schulen
ans Netz) begonnene Vernetzung der Schulen zeichnete sich bald ab,
dass die finanziellen Folgekosten der Microsoft-Welt für Schulen (und
teilweise auch für Universitäten) untragbar waren. Daher fokussierte
sich das "Open Source"-Projekt immer stärker auf freie Software unter
Windows, das bedeutete zunächst überwiegend: Portierungen von GNU-Tools
auf die Win32-Plattform sowie einige Public-Domain- und
Freeware-Programme.
Seit 1999 wurde es unterstützt durch die Firma
ALTUS
Analytics AG (ab Oktober 2000: Umbenennung in
ALTUS
Media AG); hier stellte sich ein ähnliches, primär durch finanzielle
Zwänge beherrschtes Szenario. Die Akzeptanz der Microsoft-ver-/
gewöhnten Anwender war jedoch für freie Software äusserst gering. Freie
Software wurde hier jedoch von Anfang an massiv im Linux-Bereich
(Firewall, Mail-Gateway, Web- und FTP-Server) sowie auf der Sun
Server-Farm (Apache, MySQL u.a.) eingesetzt. Hier spielten neben
finanziellen Aspekten auch personell getragene und sowohl ideologisch
wie auch sachlich fundierte Grundsatzentscheidungen eine Rolle. Die
Unterstützung des "Open Source"-Projekts durch das Unternehmen wurde zum
Ende des Jahres 2001 komplett und ersatzlos eingestellt.
Seit Ende 2000 wird das Projekt komplett entwickelt und gehostet
durch das Kefk Network. Das Projekt
unterliegt jetzt keinerlei Sachzwängen oder Auflagen mehr, sondern
nähert sich selbst dem Konzept eines freien Projektes an. Im Lauf
des Jahres 2000 haben sich vier Schwerpunkte herauskristallisiert:
Der Bereich der Public-Domain-Software und Freeware wird verlagert in
die jeweiligen Windows-,
Networking-,
Webworking-,
Security- und (ggf.)
Linux-Sektionen des
Kefk Network.
Aufgrund des enormen Transfervolumens können die Software-Mirrors
leider nur noch partiell aufrecht erhalten werden (z.B.
GNU Emacs für Win32).