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Universal
Kefk Network : Abmahnung
: Akteure :
Universal : Übersicht
04-Feb-2005/07-Jan-06
Übersicht
Universal ist ein international tätiger Medienkonzern mit einem
Gesamtumsatz von rund 20 Milliarden Euro pro Jahr; zu dem Konzern gehört
u.a. die Musiksparte Universal Music Group (UMG), der Bezahlsender
Canal+ sowie die Spielesparte Vivendi Universal Games (VU Games).
UMG ist nach eigenen Angaben in 71 Ländern der Erde aktiv und hatte 2003
einen weltweiten Marktanteil von 23,5 Prozent.
Die
Universal Music
GmbH zählt zu den Akteuren der Abmahnungen,
die zwischen 2004 und 2005 tausende deutschsprachiger Websites durch die
Münchner Kanzlei Waldorf abmahnen
ließen.
Geschichte und Entwicklung
Universal, damals im Beseitz von Seagram, fusionierte 2000 mit dem französischen Mischkonzern
Vivendi zu Vivendi Universal. Universal übernahm mit Aplomb den kostenpflichtigen Abo-Musikdienst
EMusic, der nach der Übernahme von EMusic durch LLC eingestellt wurde.
Universal gelangte 1957 in den Besitz der MCA, die ihrerseits 1990 von
dem japanischen Konzern Matsushita übernommen wurde. Matsushita
verkaufte 1995 dann MCA einschließlich Universal für US-Dollar
5,7 Milliarden an den US-amerikanischen Mischkonzern Seagram, der
wiederum 2000 von Vivendi für US-Dollar
34 Milliarden übernommen wurde. Seagram hatte zuvor 1994 auch einen Anteil
von 14,5 Prozent an Time Warner
übernommen.
Aus Seagram und Vivendi entstand dann 2000 der Medienkonzern Vivendi
Universal.
Verfahren Universal ./. Sony
Mitte der 1980er Jahre agierte Universal (neben den Walt Disney
Productions) als treibende Kraft hinter dem
Versuch der Kriminalisierung der Videotechnik: Universal belangt die Sony
Corporation – heute selbst zur Gruppe der
Abmahner übergewechselt –, weil Universal keinerlei Einkünfte aus
der Aufnahme ihrer Fernsehprogramme erhielt.
Im Verfahren Universal ./. Sony entschied der Oberste Gerichtshof
der Vereinigten Staaten im Januar 1984 zugunsten von Sony, da der
Videorecoder für den legalen Gebrauch konzipiert sei und auch entsprechend
genutzt werden könne (sog. Betamax-Urteil): Sony durfte die
Betamax-Technik weiter verbreiten.
UMG Labels
- Island Def Jam Music Group
- Interscope A&M Records
- Geffen Records
- DreamWorks Records
- Lost Highway Records
- MCA Nashville
- Mercury Nashville
- DreamWorks Nashville Mercury Records
- Polydor
- Universal Motown Records Group
- Universal Music Latino
- Decca
- Deutsche Grammophon
- Philips
- Verve Music Group
Siehe auch
Weitere Akteure der Abmahnungen der Musikindustrie:
Literatur
Richard B. »Reg« Childs: Das Heimvideo. In: Jason E.
Squire (Hrsg.): Movie Business Book. Deutsche Ausgabe. Köln:
Könemann 1995, S. 383 ff.
James Lardner: Fast Forward. Hollywood, the Japanese and
the VCR Wars [Fast Forward: Hollywood, the Japanese, and the
Onslaught of the VCR; Fast Forward: A Machine and the Commotion It
Caused]. W. W. Norton & Co Inc., 1987.
Netmarks
Vivendi Universal - offizielle Website,
www.vivendiuniversal.com.
Heise Online: »Musikindustrie mahnt heise online wegen Bericht
über Kopiersoftware ab« (News), 28.01.2005 12:23,
www.heise.de/newsticker/meldung/55676.
Heise Online: »Kein Ende bei Kopierschutz-Abmahnwelle in Sicht«
(News), 21.12.2004 17:47,
www.heise.de/newsticker/meldung/54515.
Ketupa.net: Media profile Vivendi und Universal,
www.ketupa.net/vivendi2.htm.
FindLaw.com: U.S. Supreme Court - SONY CORP. v. UNIVERSAL CITY
STUDIOS, INC., 464 U.S. 417 (1984), 464 U.S. 417,
caselaw.lp.findlaw.com/scripts/getcase.pl?court=us&vol=464&invol=417.
Downhill Battle: Music Activism - »Downhill Battle is a
non-profit organization working to end the major label monopoly and
build a better, fairer music industry«,
www.downhillbattle.org.
Chaos Computer Club e.V.: Kampagne zum Boykott der
Musikindustrie - »Freedom of Information Is No Crime«,
www.ccc.de/campaigns/boycott-musicindustry.
Anmerkungen
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