Das Kefk Network wird derzeit als reines Hobby- und Liebhaberprojekt
betrieben, an dem nur relativ wenige Personen kontinuierlich beteiligt sind;
es gibt keine Vollzeit-Mitarbeiter und keine feste Redaktion und natürlich
auch keine bezahlten Jobs.
Es gibt weder Bannerwerbung, noch nehmen wir an Googles AdSense-/
AdWords-Programm teil. Das Kefk Network hat nie und wird nie Pop-up-,
Pop-under, Flash-Animationen oder vergleichbare aufdringliche Werbeformen
eingesetzt bzw. einsetzen.
Einige Affiliate-Programme sind im passenden thematischen Kontext eingebunden;
die Angebote sollen unaufdringlich sein und lediglich einen Mehrwert zum
redaktionellen Inhalt bieten. Wenn möglich, werden alternative
Bezugsmöglichkeiten aufgezeigt. Eventuelle Vergütungen aus den
Partnerprogrammen werden ausschließlich zum Betreiben des Kefk Network
eingesetzt.
Zum Auf- und Ausbau des Kefk Network über den derzeitigen eher desolaten
Zustand wären grundsätzlich zwei Modelle vorstellbar:
- Umwandlung in ein vollständiges Community-Projekt; das hätte
Konsequenzen für die Software, die auf ein geeignete
Content Management-
und Site Management-Tools;
das Projekt müßte von einer Community getragen werden und als
gemeinnütziger Verin zur Förderung freien Wissens umgewandelt werden.
- Umwandlung in ein zumindest partiell kommerzielles Projekt; auch
dies hätte ggf. Auswirkungen auf die einzusetzende Software und würde
vermutlich mit der grundsätzlich nichtkommerziellen Ausrichtung
kollidieren.
Beide Modelle hätten drastische Konsequenzen für die bisherigen Inhalte,
die in irgendeiner Form konvertiert werden müßten; das wäre in Anbetracht
des enormen Umfangs
und der großen Komplexität des vorhandenen Contents nur mit erheblichem
manuellem und/oder finanziellem Aufwand möglich und bildet somit faktisch
das K.O.-Kriterium für weit reichende Veränderungen.
Folgende Probleme müßten bei dem teilkommerzialisierten Modell ebenfalls gelöst werden:
Personalkosten.
Würde das Kefk Network privat finanziert und als
Fulltime-Job betrieben werden, wäre mit einem täglichen Stundenvolumen von 12 bis 14 Stunden
an zumindest sechs Wochentagen zu rechnen.
Dies entspräche gut 3.700 Arbeitsstunden pro Jahr; bei dem
derzeitigen durchschnittlichen Stundensatz eines Selbständigen von EUR
72,- entspricht dies einem Gegenwert von EUR 269.568 pro Jahr – eine
recht beachtliche Summe, die derzeit nicht erwirtschaftet wird und wohl
auch kaum refinanzierbar ist.
Für Personalkosten für vorerst einen freiberuflichen Mitarbeiter
veranschlagen wir ca. EUR 80.000 im ersten Jahr (abzügl. etwa 2/3 für
Overhead und Nebenkosten).
Gesamtkosten für Personal: ca. EUR 80.000,-/ Jahr.
In der ferneren Zukunft würden zumindest zwei weitere Personalstellen
für Marketing/Content sowie Technik/Content anfallen.
Gesamtkosten für Personal: ca. EUR 240.000,-/ Jahr.
Schon die Personalkosten wären also unter den gegenwärten
wirtschaftlichen Bedingungen nicht zu decken.
Technik.
Das Web Hosting bei Netdiscounter ist recht preiswert; es handelt sich um einen alten
Vertrag mit unlimitierter Speicherkapazität und unlimitiertem Traffic,
der glücklicherweise derzeit noch beibehalten wird. Die Kosten hierfür
liegen bei ca. EUR 35,-/ Monat und werden annähernd gedeckt durch die
Einnahmen aus den Partnerprogrammen.
Der Traffic liegt derzeit im Bereich von etwa 40 GB/ Monat und wir
benötigen rund 10 GB Speicherplatz auf den Festplatten des Servers.
Gesamtkosten für Hosting: ca. EUR 420,-/ Jahr.
Die geplanten Erweiterungen des Kefk Network setzen einen dedizierten Server voraus; derartige
Server sind momentan ab etwa EUR 75,-/ Monat zu bekommen. Diese Summe
ist derzeit nicht abgedeckt durch die Einnahmen aus Partnerprogrammen.
Geschätze Gesamtkosten für Hosting: > EUR 900,-/ Jahr.
Für hochwertiges Hosting ist etwa der drei- bis vierfache Betrag
einzurechnen, wobei es signifikante Varianzen zwischen Windows- und
Linux-basiertem Hosting gibt.
Bei jedem Ausbau wäre außerdem ein dedizierter Datenbank-Server für
die über tausend kontextspezifischen Foren erforderlich, der
physikalisch nicht identisch sein mit dem Webserver; potenziell
verdoppeln sich also die technischen Betriebskosten.
Overhead und Nebenkosten.
Der Kostenfaktor für Overhead und Nebenkosten hängt sehr stark von den Rahmenbedingungen (Büro,
Beschäftigungsverhältnis etc.) ab; in den o.g. Overheadkosten ist
allerdings noch kein eigenes Büro eingerechnet.
Bei einer partiellen Kommerzialisierung müßten vermutlich auch
Gewerbesteuern entrichtet werden oder zumindest ein Gewerbe angemeldet
werden, was hier in Berlin beispielsweise zu einer kostenpflichtigen
Zwangsmitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer führt; es kämen
also in jedem Fall noch weitere laufende Kosten hinzu, deren Höhe vorab
schwer zu kalkulieren ist.