Kefk Network :  Medium |  About  |  Wiki Changelog | Index | Inhalt | Site Map | Suchen
媒介   Akteure | Alternative Medien | Chronologie | Forschung | Ressourcen | Systematik | Terminologie | Theorie.

 

Literatur

Ihr Benutzername: Besucher
Online auf dieser Seite: 14 aktive User. - Wer ist gerade online?
Sie sind hier: Kefk Network Home : Medium : Ressourcen : Literatur
12-Aug-2003/14-Jan-07


Übersicht

Medientheorie

 

Metzler Lexikon Medientheorie, Medienwissenschaft
von Helmut Schanze
Amazon-Preis: EUR 39,90
Gebundene Ausgabe - 450 Seiten - Metzler
Erscheinungsdatum: Oktober 2002
ISBN: 3476017613

Kurzbeschreibung
Das gegenwärtige Zeitalter lässt sich als Zeitalter der Information und der Kommunikation oder gar als Medienzeitalter beschreiben. In dieser Situation stellt sich Medientheorie als eine Art Leittheorie kulturhistorischer und kulturtheoretischer Debatten dar. Mediendiskurse werden allerdings nicht erst seit Aufkommen der elektronischen Massenmedien geführt; ihre Vorgeschichte reicht zurück bis zur Erfindung der Schrift oder ins Reich der Bildlichkeit und der Töne. Die Medienwissenschaft widmet sich Medienpraxis, Medienästhetik und Mediengeschichte sowie den Produktionsformen und Wirkungsweisen der einzelnen Medien. Dazu gehören neben traditionellen Medien wie Fotografie, Phonographie, Kinematographie sowie Hörfunk und Fernsehen, die modernen digitalen Speicher-und Distributionsmedien, insbesondere die Neuen Medien und das Internet. In rund 250 Einträgen bietet dieses Lexikon umfangreichere Einträge zu den Schwerpunktgebieten der Medienwissenschaft (z.B. Medienpsychologie, Medientechnologie), daneben Artikel zu wichtigen Fachbegriffen aus allen Bereichen (u.a. Internet, Massenmedium, Elektronisches Publizieren, Intermedialität) und Personenartikel, in denen wichtige Medientheoretiker vorgestellt werden (Kracauer, Flusser, McLuhan etc.). Jedem Eintrag sind Literaturangaben beigegeben; eine Auswahlbibliographie am Schluss des Bandes bietet allgemeine Literatur zum Gesamtthema.

 

Handbuch der Mediengeschichte
von Helmut Schanze
Amazon-Preis: EUR 24,60
Gebundene Ausgabe - Kröner
Erscheinungsdatum: Oktober 2001
ISBN: 3520360012

Autorenportrait
Prof. Dr. Dr. Helmut Schanze ist Professor für Germanistik an der Universität-GH Siegen und Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs "Bildschirmmedien" sowie Projektleiter der sfb-Teilprojekte "Medienwertungsforschung" und "Interaktive Mediennutzung".

Sammelsurium von Artikeln unterschiedlicher Autoren und Forschergenerationen, teilweise Redundanzen, inkonsistente Zitierweise, unbrauchbarer Stichwortindex (drei (!) Seiten), weitgehend Beschränkung auf bundesdeutsche Mediengeschichte, vollständiges Ausklammern der Entwicklung in der DDR und keinerlei systematische Darstellung der internationalen Entwicklung, gravierende Defizite im Bereich der Bildmedien, insbesondere der Fotografie.

 

Grundwissen Medien
von Werner Faulstich
Amazon-Preis: EUR 37,90
Gebundene Ausgabe - UTB, Stuttgart
Erscheinungsdatum: März 2004
ISBN: 3825281698

Kurzbeschreibung
Dieses Basiswissen wird in zwei Teilen vorgestellt: Teil 1 bündelt fachübergreifende Tatbestände, Frageperspektiven, Probleme und Lösungsversuche in neun Schlüsselkategorien: Medientheorie, Mediengeschichte, Medienökonomie, Medienpolitik, Medienrecht, Medienpsychologie, Medienethik, Medienästhetik, Medienkultur. Teil II widmet sich den verschiedenen Medien im einzelnen: Blatt, Brief, Buch, Computer, Fernsehen, Film, Foto, Heftchen, Hörfunk, Neue Medien (Kabel, Satellitenrundfunk, Videotext, Bildschirmtext, Walkman, Bildplatte), Plakat, Schallplatte, Telefon, Theater, Video, Zeitschrift, Zeitung.

Autorenportrait
Dr. Werner Faulstich ist Professor für Medien und Öffentlichkeitsarbeit an der Universität Lüneburg.

 

Medien der Vernunft
von Matthias Vogel
Amazon-Preis: EUR 13,00
Broschiert - 426 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: Dezember 2001
ISBN: 3518291564

Kurzbeschreibung
Infolge des linguistic turn gehört es heute zu den philosophischen Gemeinplätzen, daß eine Theorie der Rationalität auf der Analyse jener Kompetenzen aufbauen muß, die wir als sprachlich kommunizierende Wesen haben. Wenn die Rationalitätstheorie in dieser Perspektive aber auf eine Theorie des Verstehens zustrebt, dann ist fraglich, ob unser Bild der Vernunft nicht so lange unangemessen bleibt, wie hochentwickelte nichtsprachliche Formen der Kommunikation und des Verstehens (etwa in der Kunst) theoretisch undurchsichtig bleiben. Angesichts der engen Verschränkung, die sich heute zwischen der Theorie des Verstehens, der Theorie der Rationalität und der Philosophie des Geistes abzeichnet, wird hier daher der Versuch unternommen, auf der Grundlage einer tragfähigen Theorie der Medien unser Bild der Vernunft so zu erweitern, daß die ganze Breite der Mittel erschlossen werden kann, die Verstehen und Denken möglich machen.

Autorenporträt
Dr. Matthias Vogel ist wissenschaftlicher Assistent am Institut für Philosophie der Johann Wolfgang Goethe-Universität

 

Meditationen
von Pierre Bourdieu
Amazon-Preis: EUR 13,00
Broschiert - 335 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: September 2004
ISBN: 3518292951

Kurzbeschreibung
Der Anthropologe und Soziologe Pierre Bourdieu beschäftigt sich in seinen Meditationen mit den Grundthemen des abendländischen Denkens: der Vorstellung und den Wissenschaften vom Menschen sowie den Voraussetzungen des künstlerischen Schaffens und der philosophischen Reflexion. Im Durchgang durch die impliziten Prämissen allen Denkens entfaltet Bourdieu eine negative Philosophie, die die Ansprüche auf Wahrheit und die Unterscheidungen zwischen Subjekt und Objekt – also zentrale Kategorien abendländischer Philosophie – auf ihre Geltungsvoraussetzungen befragt. Am Ende steht die These, die Pascal in Worte gekleidet hat, daß »die wahre Philosophie über die Philosophie spottet«.

Autorenporträt
Pierre Bourdieu ist Professor für Soziologie am College de France, Paris. Seine Mitautoren sind an verschiedenen französischen Universitäten und Forschungseinrichtungen tätig und langjährige Mitarbeiter der von ihm herausgegebenen Zeitschrift Actes de la recherche en sciences sociales.

 

Die Schrift
von Vilem Flusser
Amazon-Preis: EUR 24,00
Broschiert - 154 Seiten - Vice Versa
Erscheinungsdatum: März 2002
ISBN: 3923283598

Medienkultur
von Vilem Flusser
Amazon-Preis: EUR 10,90
Sprache: Deutsch
Broschiert - 238 Seiten - Fischer (Tb.), Frankfurt
Erscheinungsdatum: September 1997
ISBN: 3596133866

Kurzbeschreibung

Vilém Flusser gilt als "Medienphilosoph" (taz), als "digitaler Philosoph des 20. Jahrhunderts" (FAZ). Seine Philosophie der neuen Medien, so euphorisch sie sich auch manchmal gibt, entspringt allerdings der Abrechnung mit jener Sparte von Medien, die wir gewöhnlich für die Medien schlechthin halten: den Massenmedien. Im so aufregenden wie aufgeregten Prozeß des Zusammenwachsens von Telekommunikation und digitalen Technologien sah Flusser die Chance, der Fernsehkultur zu entkommen. Die Vernetzung der Gesellschaft durch die neuen Medien bedeutet letztlich einen Umbruch im Kulturprozeß, eine "Katastrophe der bürgerlichen Kultur", die freilich auch Möglichkeiten für eine neuartige Einbildungskraft eröffnet: "Es gibt nichts Neues vor der Katastrophe, erst nach ihr."

Autorenporträt

Vilem Flusser, geboren 1920 in Prag, gestorben 1991, emigrierte 1939 über London nach Sao Paulo. 1959 wurde er Dozent für Wissenschaftsphilosphie, 1963 Professor für Kommunikationsphilosophie an der Universität Sao Paulo.

Es bedarf sicherlich einigen Muts, sich dieser Lektüre zu widmen, darf der Autor doch als Ausnahmeerscheinung bezeichnet werden, und das aus mehr als einem gutem Grund: Vilém Flusser's Texte erstrecken sich, was ihn von vielen Kollegen seiner Zunft wohltuend unterscheidet, weit über jene des klassischen Theoretikers hinaus, Flusser war u.a. ein Visionär was die Beschreibung einer Welt, eingenommen von technischen und digitalen Kommunikationstechnologien betrifft, Flusser war Weltenbürger und Nomade, Theoretiker der Fotografie und der neuen Medien. Die Genialität liegt darin, wie Situationen beschrieben und Technologien interpretiert werden. Seine Veröffentlichungen in verschiedenen Sprachen, darunter auch deutsch, sind unverzichtbar, wenn die Diskussion einer modernen Medien- und Kommunikationskultur ansteht. Flusser deutete schon in den fünfziger Jahren, daß Computer Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren würden, schrieb über das Philosophische an der Fotografie und skizzierte eine orientierungslose Gesellschaft im Mediennetz. Ein großartiges Buch, ohne jeden Zweifel.

'Flusser ? Das ist doch dieser etwas großspurige brasilianische Prager jüdischer Herkunft, der sich erdreistet hat, ohne Studienabschluß eine Professur zu übernehmen.' So in etwa könnte das Urteil einiger Gerechter lauten, die in der Wissenschaft ein empirisches Häufchen-Machen und dann: Häufchen-Auszählen sehen. Vilem Flusser ist Hermeneut. Er deutet die letzten technologischen Entwicklungen auf der Basis einer profunden Kenntnis der europäischen Kulturgeschichte: nicht selten ist sein Ausgangspunkt eine bloße verbale Analogie, der ein parforce-Ritt der Assoziationen folgt. Doch ebenfalls nicht selten steht an dessen Ende eine Einsicht, die die Umwege lohnt. Während Flusser sich in anderen Texten - etwa dem 'Projekt Menschwerdung' - zu gar zu phantastischen Formulierungen versteigt (die allerdings immer noch als intellektuelle pulp fiction gelesen werden können), ist der Sammelband 'Medienkultur' eine Perle der kontemplativen Literatur. Seine Aussagen über die Höhlenbilder von Lascaux und die heutige Bilderflut, über die Tatsache der 'gleichen Ansicht' aller Fernsehzuschauer, sind akademische Poesie.

 

1929 - Beiträge zur Archäologie der Medien
von Stefan Andriopoulos, Bernhard J. Dotzler
Amazon-Preis: EUR 14,00
Broschiert - 391 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: Oktober 2002
ISBN: 3518291793

Kurzbeschreibung
In der Geschichte der Medien markiert das Jahr 1929 einen zentralen Schnittpunkt, an dem Literatur, Film, Photographie, Rundfunk und Fernsehen in Beziehung treten. Während die Reichspost erste Versuchssendungen eines elektrischen Fernsehens feiert, wird der Stummfilm als Kunstform kanonisiert und zugleich in Richtung Tonfilm überschritten. Neben einem "photographischen Gedenkjahr" wird gleichzeitig der erste "Tag des Buches" ausgerufen. Die Beiträge des Bandes nehmen jeweils ein konkretes Ereignis zum Anlaß für eine übergreifende archäologische Analyse der technologischen Entwicklungen wie auch der Debatten um Tradition und Innovation der Medien, mediale Differenzen, disziplinäre Reaktionen und institutionelle Konsequenzen.

Autorenportrait
Stefan Andriopoulos, geboren 1968, ist Assistant Professor am Department of Germanic Languages der Columbia Universität New York mit den Arbeitsschwerpunkten Literatur- und Mediengeschichte, Wissenschaftsgeschichte und Okkultismus.

Die kulturwissenschaftliche Darstellung des Jahres 1929 von Stefan Andriopoulos und Bernhard Dotzler hat Julia Encke gelesen. Darin versuchen laut Rezensentin die beiden Herausgeber, verdichtet auf ein Jahr, die Entwicklung unserer modernen Mediengesellschaft darzustellen. Dabei wollten die Autoren den Leser nicht in die damalige Zeit versetzen, sondern Entwicklungen, die unser heutiges Leben bestimmen, zurückverfolgen und sichtbar machen. So würden die frühen Konstruktionen von Fernsehen und Computer ebenso reflektiert wie das Kino oder das Radio, wobei Encke kritisiert, dass diese Darstellungen manchmal zu sehr in das technische Detail gingen. Letztlich besteht für die Rezensentin die Faszination dieses Buches darin, dass es den neuen "Denksystemen" nachspürt und daher geht es ihr "wie den frühen Fernsehbastlern: es locken die Testmädchen" im Badeanzug (Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 14.11.2002 von Perlentaucher.de).

 

Anthropologie der Sinne
von Helmuth Plessner, Günter Dux, Odo Marquard, Elisabeth Ströker
Amazon-Preis: EUR 14,00
Broschiert - 396 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: April 2003
ISBN: 3518292269

Kurzbeschreibung
Plessners wirkmächtige Schriften 'Die Einheit der Sinne' und 'Anthropologie der Sinne' die hier vereinigt sind, gehören zu den Gründungstexten der philosophischen Anthropologie. In einer Verschränkung von Wahrnehmungstheorie und Erkenntnistheorie verfolgt Plessner das zentrale Thema der Anthropologie: Was ist der "Sinn der Sinne"?

 

Die Kommerzialisierung der Kommunikation
von Siegfried J. Schmidt, Brigitte Spieß
Broschiert - 381 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: Januar 1997
ISBN: 3518288814

Kurzbeschreibung
So widersprüchlich und inkonsistent die Situation der Werbung (wie die ihrer Beschreibung) Mitte der neunziger Jahre auch sein mag - in einem Befund stimmen alle Beobachter überein: Die Entwicklung der Medien und der Kommunikation seit dem Zwweiten Weltkrieg hat im Rahmen der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland zu einer "Kommerzialisierung der Kommunikation" geführt, an der Werbung in erheblichem Maße beteiligt gewesen ist. Kommunikationsinhalte und -stile werden in den verschiedenen Medien, die via Werbung längst von der Wirtschaft abhängig geworden sind, primär ökomnomisch evaluiert und erst dann sozial, kulturell oder politisch. Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen? Wie kann man sie angemessen beobachten und beschreiben?

Autorenportrait
Prof. Dr. Siegfried J. Schmidt ist Universitätsprofessor am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster, Forschungsschwerpunkte: Mediengeschichte/Medientheorie, Kognitionstheorie. Dr. Brigitte Spieß ist Managerin für Strategische Planung in der Agentur Michael Conrad & Leo Burnett.

 

Kybernetische Anthropologie
von Stefan Rieger
Amazon-Preis: EUR 18,00
Broschiert - 556 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: Dezember 2003
ISBN: 3518292803

Kurzbeschreibung
Die Kybernetik war angetreten, die »zwei Kulturen« der Geistes- und Naturwissenschaften im Rahmen eines neuen Erklärungsversuchs miteinander zu versöhnen. Begriffe wie »Regelung« oder »Selbststeuerung« wurden auf den Menschen übertragen mit dem Ziel, eine »kybernetische Anthropologie« zu ermöglichen, mit deren Hilfe eine letzte einheitliche Bestimmung des Menschen gelingen sollte. Stefan Rieger entziffert in seiner materialreichen Studie diesen Entwurf einer Anthropologie als Episteme im Sinne Foucaults, in deren Zentrum der Begriff des »Bildes« alle Erklärungsanliegen bündeln soll: der Status des Menschen, seine Stellung im Kosmos, seine Abgrenzung von Tier, Maschine und Umwelt. Der Mensch ist auf Bilder und Bildtypen angewiesen, und diese Struktur wird zum Definiens von Virtualität. Im Namen der Virtualität wird dem Menschen des 20. Jahrhunderts noch einmal der Versuch einer wesensmäßigen Bestimmung zuteil.

http://www.suhrkamp.de/buecher/archiv/specials/stw30/29280.htm

Rezensionen:
http://www.de-bug.de/cgi-bin/debug.pl?ID=21737&part=review&what=show
http://www.uni-online.de/artikel.php?id=1225
Telepolis: Anthropologie und Kybernetik, oder: Der Mensch kehrt zurück, Rudolf Maresch 08.02.2004,
http://www.heise.de/tp/deutsch/special/med/16685/1.html.

 

Von den Mythen der Buchkultur zu den Visionen der Informationsgesellschaft
von Michael Giesecke
Amazon-Preis: EUR 17,50
Broschiert - 456 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: September 2002
ISBN: 3518291432

Kurzbeschreibung
Die Ausbreitung alternativer Formen kultureller Informationsverarbeitung und Vernetzung wird gegenwärtig dadurch erschwert, daß wir uns noch immer an den Idealen und Konzepten orientieren, die in der Vergangenheit für die Beschreibung und Propagierung der Buch- und Industriekultur entwickelt wurden. Gerade die Erfolge dieser Epoche haben zu Mystifizierungen geführt. Im Licht der ökologischen Kommunikationstheorie erscheinen die Ambivalenzen der einzelnen Medien und die Wechselwirkungen zwischen ihnen als Quelle der historischen Dynamik. Michael Giesecke ist Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft mit den Schwerpunkten Kultur- und Medientheorie, Mediengeschichte an der Universität Erfurt. Zuletzt erschien: Der Buchdruck in der frühen Neuzeit (stw 1357).

Mythen der Buchkultur
Michael Giesecke plädiert für mehr Dialog
Lässt sich der moderne Tourismus mit dem mittelalterlichen Entwurf der Pilgerreise beschreiben? Wohl kaum. Ebenso wenig lässt sich die Nutzung des Computerbildschirmes mit dem Konzept des Lesens erfassen. So lautet zumindest eine der provokanten Aussagen im neuen Buch des in Erfurt lehrenden Literaturwissenschafters und Medientheoretikers Michael Giesecke. Es ist ein gewichtiges Buch: Auf über 450 Seiten hebt Giesecke zu einem kultur- und medientheoretischen Rundumschlag an, der zumindest in der deutschsprachigen Debatte zurzeit seinesgleichen sucht. Giesecke geht dabei von einem der wichtigsten Mythen der modernen Industrie- und Informationsgesellschaft aus, dem Buchdruck. Mit diesem Thema ist er bestens vertraut, sein grandioses Buch «Der Buchdruck in der frühen Neuzeit. Eine historische Fallstudie über die Durchsetzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien» (1991) ist mittlerweile zu einem Standardwerk der modernen Mediengeschichte geworden. Die Industrienationen, so die Ausgangsthese seines neuen Buches, hätten dank der Buchkultur das sprachliche Wissen zum einzig glaubwürdigen Spiegel der Welt erklärt. So sei diese Kultur Teil der Identität moderner Gesellschaften geworden, ohne die weder Aufklärung noch allgemeine Schulpflicht, aber auch keine industrielle Massenproduktion oder gar Wissenschaft möglich gewesen wären. Doch nach einem Bündnis, das rund fünfhundert Jahre gehalten habe, sei diese Allianz nun am Zerbrechen, und die «beispiellose Erfolgsgeschichte» komme so allmählich zu einem Ende. Gieseckes Bilanz: «Die Geschichte der typographischen Massenkommunikation ist nicht nur eine Geschichte der Befreiung, sondern auch eine solche der Unterdrückung, der Versklavung der Sinne, der Prämierung von Eindimensionalität.» Die historischen Beispiele, mit denen Giesecke seine Thesen belegt, sind faszinierend und eine der Stärken des Buches. So schildert er die Entdeckung Amerikas als einen Triumphzug des geschriebenen Wortes – und auch als einen Akt der Zerstörung von Wissen, das dem Wahrgenommenen sehr nahe gewesen sei. Die Buchkultur, so die Quintessenz, habe einseitig die interaktionsfreie Informationsverarbeitung gefördert, die Visualität bevorzugt und die kollektive, multimediale Wissensverarbeitung marginalisiert. Im Anschluss an seine Analyse präsentiert Giesecke im letzten Teil seiner Studie eine Art von Gegenentwurf: Mit Elementen aus der Systemtheorie, der Gesprächstherapie und der Ökologie entsteht ein Konzept, das er «Ökuloge» nennt (zusammengesetzt aus Ökologie, Kultur und Dialog). Im Mittelpunkt stehen die synästhetische Informationsverarbeitung und der Aufbau von multimedialen kulturellen Netzwerken. Das Paradebeispiel für ein rückkopplungsintensives Interaktionssystem ist dabei das Gespräch. Nun ist die Hervorhebung des Dialoges als interaktionsintensive Kommunikation wahrlich nicht neu. Reizvoll sind die Ausführungen von Giesecke trotzdem, weil sie sich auf die neuen Gegebenheiten der Informationsgesellschaft beziehen. Man hätte sich zwar gerne auch in diesem Teil so schöne Beispiele wie in der historischen Analyse gewünscht, zumal nicht alles in dem Schlusskapitel einleuchten mag. Wieso zum Beispiel sollen Gruppengespräche wertvoller sein als Zweiergespräche? Gravierender aber scheint die mangelnde Berücksichtigung elektronischer Medien wie Internet und Mobiltelefon samt den mit ihnen verbundenen neuen Kommunikationstechniken – E-Mail, SMS oder Chat-Räume. Und zuletzt wird sich der Leser die Frage nicht verkneifen können, wieso der Autor die Mythen der Buchkultur ausgerechnet mit den Mitteln der Buchkultur zu analysieren sich anschickt. Das Buch als Teil eines «transmedialen Projektes» zu definieren und ihm eine CD-ROM und eine eigene Web-Site zu spendieren, ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung (Peter Haber in Neue Zürcher Zeitung).

"Elektrische Promiskuität statt Papierfetischismus lautet die frohe Botschaft des ökologischen Sozialtechnikers." Auf diesen Nenner bringt Rezensent Christoph Albrecht die recht komplexen Ausführungen des Michael Giesecke. Der Medienhistoriker prognostiziert, dass an die Stelle des typographischen Fern-Sehens, Fern-Hörens, Fern-Fühlens unserer heutigen Buchkultur neue, breitbandige, interaktive Medien treten, erklärt Albrecht. Das Buch als Kommunikationsform habe dann ausgedient, behalte aber seine Bedeutung als Speichermedium für abstrahierte technische Informationen. Nachdem Giesecke eine Reihe von Mythen, elf an der Zahl, über die Buchkultur zerstört hat, macht er sich nach Angaben des Rezensenten daran, für die neuen sozialen Wirklichkeiten die entsprechende interaktive Semantik zu finden. Dafür, so Albrecht, erweitert er zunächst einmal den Begriff der Medien, der bei ihm Technik, Natur und Gesellschaft umfasst. Da erscheint Giesecke dem Rezensenten bisweilen fast ein wenig wie ein heiliger Franziskus, "der selbst die Tiere, Pflanzen und Steine in seinen Begriff der ökologischen Kommunikation einbezieht". Das Modell für dieses ökologische Miteinander erblickt Giesecke laut Rezensent nun gerade nicht im Markt oder in technischen Medien, sondern in der Kommunikation von Angesicht zu Angesicht. Neu dabei ist Albrecht zufolge, dass technische Medien diese Form von Kommunikation zum Teil in voller Bandbreite technisieren. Damit könne alles mit allem verlustfrei, ohne typografische Abstraktionen miteinander in Beziehung treten, die Bedeutung des Gesprächs wachse, die interaktionsintensiven Medien würden das therapeutische und sozialtechnische Wissen begünstigen. Wenn das keine guten Aussichten sind! Und so nennt der Rezensent Gieseckes visionäres Werk zu Recht das "Evangelium der neuen Medien" (Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2002 bei Perlentaucher.de).

 

Die Welt als Text
von Detlef Garz, Klaus Kraimer
Amazon-Preis: EUR 14,00
Broschiert - 427 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: Februar 1994
ISBN: 3518286315

Klappentext
Gegenüber der klassischen Texthermeneutik, deren Regeln sich auf die Auslegung von Schriftdenkmalen kaprizieren und die in der persönlichen Virtuosität des Philologen sich erhellt, rekurriert die von Ulrich Oevermann entwickelte objektive Hermeneutik auf die Rekonstruktion objektiver, durch Texte hergestellter Sinnstrukturen und nimmt von dort ihren empirischen Ausgang, wobei die erfahrbare sinnstrukturierte Welt ihren Gegenstandsbereich bildet. Oevermanns Ziel ist anspruchsvoll: er intendiert die zugleich forschungspraktisch orientierte Grundlegung eines sozialwissenschaftlichen Theorie- und Methodenkonzepts, das sich auf den gesamten Bereich dessen erstreckt der von Menschen erfahrbar ist. Das heißt in letzter Konsequenz auch daß diese Fundierung nicht nur für die Sozialwissenschaften sondern auch für die Geistes- und selbst die Naturwissenschaften Gültigkeit in dem Sinn beansprucht daß erst aufgrund der in der objektiven Hermeneutik vorgetragenen Argumente - sozusagen aufgrund einer Protountersuchung - sachhaltige objekttheoretische Forschung möglich wird.

Autorenportrait
Detlef Garz, geb. 1949, Studium der Erziehungs- und Sozialwissenschaften; 1982 Promotion; 1984/85 Research Associate bei Lawrence Kohlberg; 1988 Habilitation. Seit 1990 Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg.

 

Intermedialität
von Irina O. Rajewsky
Amazon-Preis: EUR 18,90
Broschiert - 216 Seiten - UTB, Stuttgart
Erscheinungsdatum: Juni 2002
ISBN: 3825222616

Kurzbeschreibung
Eine Einführung in den Gegenstandsbereich sowie ein kritischer Überblick über die Entwicklung und den derzeitigen Stand der Intermedialitätsforschung.

Das modische Schlagwort der "Intermedialität", das die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Medien beschreibt und in den unterschiedlichsten Disziplinen und auf unterschiedlichste Erscheinungen angewandt wird, wird in diesem Band erstmals umfassend erläutert. Auf der Basis der Intertextualitätstheorie werden Kategorien zur Beschreibung und Analyse intermedialer Bezüge definiert und anhand konkreter Beispiele veranschaulicht. Die Interessenten sind Medienwissenschaftler, Lehrende und Studierende aller Philologien, Soziologen, Pädagogen u. interessierte Leser.

 

Orality and Literacy.
von Walter J. Ong
UK-Preisempfehlung*: £10.99
Amazon-Preis: EUR 18,95
Sprache: Englisch
Broschiert - 232 Seiten - Routledge, an imprint of Taylor & Francis Books Lt
Erscheinungsdatum: 4. Juli 2002
ISBN: 0415281296
Andere Ausgaben: Gebundene Ausgabe
Synopsis
This work explores the vast differences between oral and literate cultures and offers a lucid account of the intellectual, literary and social effects of writing, print and electronic technology. In the course of his study, Walter J. Ong offers insights into oral genres across the globe and through time and examines the rise of abstract philosophical and scientific thinking. He considers the impact of orality-literacy studies not only on literary criticism and theory but on our very understanding of what it is to be a human being, conscious of self and other.

Oralität und Literalität
von Walter J. Ong
Broschiert - 194 Seiten - VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum: 1987
ISBN: 3531117688

Digitaler Schein
von Florian Rötzer
Amazon-Preis: EUR 15,00
Broschiert - 578 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: Juni 1991
ISBN: 3518115995
Wer bereit ist, die Herausforderung der nicht immer leicht verdaulichen Sprache französisch geprägter Kulturtheorie anzunehmen, wird von diesem Buch mit einem wahren Arsenal spannender Ideen und Konzeptionen belohnt. Auch 10 Jahre nach ihrem Erscheinen haben die meisten der Beiträge kaum etwas von ihrer Relevanz eingebüßt, nicht nur der wunderbare Aufsatz Vilem Flussers, der diesem Band seinen Titel leiht. Besonders Kulturschaffenden im Minenfeld der digitalen Kunst sei dieses Buch ans Herz gelegt.

Writing Space: The Computer, Hypertext, and the History of Writing
von Jay David Bolter, J. David Bolter
Alle Angebote ab EUR 44,00
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 258 Seiten - Lawrence Erlbaum Associates
Erscheinungsdatum: 1. Januar 1991
ISBN: 0805804285
Synopsis
This text is a study of the computer as a new technology for reading and writing - a technology that may replace the printing press as our principal medium of symbolic communication. One of the main subjects of "Writing Space" is hypertext, a technique that allows scientists, scholars and creative writers to construct texts that interact with the needs and desires of the reader. Bolter explores both the theory and practice of hypertext, demonstrating that the computer as hypertext represents a new stage in the long history of writing, one that has far-reaching implications in the fields of human and artificial intelligence, cognitive science, philosophy, semiotics and literary theory. Through the integration of introductory, historical, illustrative and theoretical material as well as an accompanying diskette containing a sample of hypertextual writing, Bolter supports his claim that the computer will carry literacy into a new age - the age of electronic text that will emerge from the "age of print that is now passing". His reflections on literacy in contemporary culture lead him to the conclusion that, ironically, cultural literacy is becoming synonymous with computer literacy.

Titel: Die Gutenberg-Galaxis ; Das Ende des Buchzeitalters
Verfasser: Marshall MacLuhan
Erschienen: Düsseldorf, Wien: Econ-Verl., (1968)
Umfang: 402 S. 8".
Einheitssachtitel: (The Gutenberg galaxy, deutsch)
Signatur: 388655

Titel: Die Gutenberg-Galaxis ; M[a]cLuhan, [Herbert] Marshall ; Das Ende d. Buchzeitalters. (Aus d. Amerikan. übers. von Max Nänny)
Verfasser: Marshall MacLuhan
Sonst. Personen: Nänny, Max
Erschienen: Düsseldorf [usw.]: Econ-Verl., (1968)
Umfang: 402 S. 8".
Einheitssachtitel: (The Gutenberg Galaxy [dt.])
Anmerkung: Literaturverz. S. 380-392
Signatur: 22 A 4993

Titel: Am Ende der Gutenberg-Galaxis : die neuen Kommunikationsverhältnisse
Verfasser: Norbert W. Bolz *1953-*
Ausgabe: 2. Aufl.
Erschienen: München : Fink, 1995
Umfang: 249 S.
ISBN: 3-7705-2871-9
Sachgebiete: Soz B 91; Kommunikation; Pub A 91; Kommunikation
Signatur: 1 A 268599

Titel: Stimmen aus der Gutenberg-Galaxis : Essays zur Literatur / Werner Dürrson
Verfasser: Dürrson, Werner
Erschienen: Baden-Baden ; Zürich : Elster ; Zürich : Rio-Verl., 1997
Umfang: 246 S.
Gesamttitel: Werke / Werner Dürrson ; 5
ISBN: 3-89151-259-7
Signatur: 1 A 205608-5

Michael Giesecke: Johannes Gensfleisch, gen. Gutenberg. Über Nutzen und Schaden der typographischen Monokultur. Neue Zürcher Zeitung, 4./5. Januar 1997

Alan Turing: Intelligence Service. Ausgewählte Schriften, herausgegeben von Bernhard Dotzler and F.Kittler, Berlin 1987, Brinkmann & Bose

Wolfgang Coy, Computer als Automat, Werkzeug, Medium, Informatik Spektrum, Feb. 95

Weizenbaum, Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft, FfM 1977, Suhrkamp

Friedrich Kittler, Draculas Vermächtnis. Technische Schriften, Leipzig 1993, Reclam

Jean-Francois Lyotard, Das postmoderne Wissen, Theatro Machinarum 3/4, Bremen 1982

McLuhan, M. / Die Gutenberg-Galaxis : das Ende des Buchzeitalters Addison-Wesley, 1995. - 375 S.

Walter Ong: Orality and Literacy. The Technologizing of the Word, London 1982

Endless Frontier: Vannevar Bush, Engineer of the American Century
von G. Pascal Zachary
US-Preisempfehlung*: $29.95
Amazon-Preis: EUR 27,90
Sprache: Englisch
Taschenbuch - 528 Seiten - MIT Press
Erscheinungsdatum: Juni 1999
Auflage: 1 Mit Pr
ISBN: 0262740222
Andere Ausgaben: Gebundene Ausgabe
Bush's seminal essay "As We May Think," which appeared in the Atlantic Monthly in 1945, may seem quaint today, but not too long ago it was required reading for budding library and information scientists. In it Bush envisioned automated information retrieval and a complex device called the Memex, and for that he has gained a place in history. Zachary is a Wall Street Journal reporter and author of Show-Stopper (1994), an account of Microsoft's efforts to create Windows NT. He has been researching Bush's life for more than 10 years, and his effort has paid off here. Zachary calls Bush "the most politically powerful inventor since Benjamin Franklin." He documents Bush's many inventions and patents and his contributions at MIT and the Carnegie Institution. He details Bush's roles with the National Defense Research Committee and the Office of Scientific Research and Development, where Bush helped create what has become known as the military-industrial complex by heading the research effort that united science with the military and helped win World War II.

From Memex to Hypertext
von Vannevar Bush, James M. Nyce (Herausgeber), Paul Kahn (Herausgeber)
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - 367 Seiten - Academic Press
Erscheinungsdatum: 4. Februar 1992
ISBN: 0125232705
Memex, a computer that was never built, was described in 1945 by pioneer computer engineer Bush, and foreshadowed the principles and operations of today's personal computers. Bush's writings about Memex are collected here for the first time, interspersed with essays by historians and computer researchers. His work with analog computers may be becoming relevant again. No index.

Medientheorie

Allgemein

Aisthesis. Wahrnehmung heute und Perspektiven einer anderen Ästhetik. Leipzig 1990

Baake, D. (Hrsg.): Kritische Medientheorien. München 1974

Faulstich, Werner: Medientheorien. Göttingen 1991

Faulstich, Werner: Medienkulturen. München 2000

Hadorn, Werner; Mario Cortesi: Mensch und Medien. Die Geschichte der Massenkommunikation. 2 Bde. Stuttgart 1985-6

Helmes, Günter; Werner Köster: Texte zur Medientheorie. Reclam Stuttgart 2002

Kloock, Daniela; Angela Spohr: Medientheorien. München 1997

Krotz, Friedrich: Die Mediatisierung kommunikativen Handelns. Wiesbaden 2001

Leschke, Rainer: Einführung in die Medientheorie. Fink

Mackay, Hugh, Tim O´Sullivan (eds.): The media reader. London 1999

Maresch, Rudolf: Medien und Öffentlichkeit. 1996

Maresch, Rudolf, Niels Werber (Hrsg.): Kommunikation, Medien, Macht. Frankfurt a.M. 1999

Pias, Klaus, Joseph Vogel, Lorenz Engell, Oliver Fahle, Britta Neitzel (Hrsg.): Kursbuch Medienkultur. Stuttgart 1999

Saxer, Ulrich (Hrsg.): Medien-Kommunikation. Sonderheft Publizistik. Opladen 1998

Schöttker, Detlef: Von der Stimme zum Internet. Texte aus der Geschichte der Medienanalyse. Göttingen 1999

Schöttker, Detlev (Hrsg.): Mediengebrauch und Erfahrungswandel. Göttingen 2003

Vattimo, Gianni, Wolfgang Welsch (Hrsg.): Medien-Welten, Wirklichkeiten. München 1997

Weber, Stefan (Hrsg.): Theorien der Medien. Konstanz

Kritische Theorie (Adorno, Benjamin...)

Adorno, Theodor W.: Eingriffe. Frankfurt a.M. 1963

Adorno, Theodor W.: Resume über Kulturindustrie. In: Ohne Leitbild. Frankfurt a.M. 1967 (auch in Pias, Klaus, Joseph Vogel, Lorenz Engell, Oliver Fahle, Britta Neitzel (Hrsg.): Kursbuch Medienkultur. Stuttgart 1999)

Benjamin, Walter: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. In: Gesammelte Schriften Bd1 / 2. Auch in Pias, Klaus, Joseph Vogel, Lorenz Engell, Oliver Fahle, Britta Neitzel (Hrsg.): Kursbuch Medienkultur. Stuttgart 1999 und teilw. In Schöttker, Detlef: Von der Stimme zum Internet. Texte aus der Geschichte der Medienanalyse. Göttingen 1999

Horkheimer, Max; Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung

Kracauer, Siegfried: Das Ornament der Masse. Frankfurt a.M. 1963

Gerhard Wagner: Walter Benjamin. Berlin 1992

Späte kritische Theorie (Enzensberger, Negt/Kluge, Holzer, Prokop...)

Enzensberger, Hans Magnus: Baukasten zu einer Theorie der Medien. In: Palaver Frankfurt a.M. (auch in (1)

Enzensberger, Hans Magnus: Das Nullmedium. In: Mittelmaß und Wahn. Frankfurt a.M. 1991

Holzer, Horst: Kommunikationssoziologie. Reinbek 1973

Prokop, Dieter: Massenmedien und Spontaneität. 1974

Prokop, Dieter (Hrsg.): Massenkommunikationsforschung. 2 Bde. Frankfurt a.M. 1972

Negt, Oscar; Alexander Kluge: Öffentlichkeit und Erfahrung. Frankfurt a.M. 1972

Kulturkritik (Postman, Anders, Baudrillard, Virilio, Flusser ...)

Anders, Günther: Die Welt als Phantom und Matrize. In: Die Antiquiertheit des Menschen. Bd. 1. München 1967 (teilw. auch in Pias, Klaus, Joseph Vogel, Lorenz Engell, Oliver Fahle, Britta Neitzel (Hrsg.): Kursbuch Medienkultur. Stuttgart 1999)

Baudrillard, Jean: Agonie des Realen. Berlin 1978

Baudrillard, Jean: Kool Killer oder Der Aufstand der Zeichen. Berlin 1978 (teilw. Auch in (1)

Flusser, Vilem: Im Universum der technischen Bilder. Göttingen 1982

Flusser, Vilem: Lob der Oberflächlichkeit. Mannheim 1993

Postman, Neal: Wir amüsieren uns zu Tode. Frankfurt a.M. 1985

Postman, Neal: Die Verweigerung der Hörigkeit. Frankfurt a.M. 1988

Postman, Neal: Die zweite Aufklärung. Berlin 1999

Virilio, Paul: Die Sehmaschine. Berlin 1989

Virilio, Paul: Rasender Stillstand. München 1992

Virilio, Paul: Fluchtgeschwindigkeit. München – Wien 1996

Cultural Studies

Bromley, Roger; Udo Göttlich, Carsten Winter (Hrsg.): Cultural Studies. Grundlagentexte zur Einführung. Lüneburg 1999

Fiske, John: Television culture. London – New York 1987

Göttlich, U.; R. Winter (Hrsg.): Politik des Vergnügens. Zur Diskussion der Populärkultur in den Cultural Studies. Köln 2000

Hepp, Andreas: Cultural Studies und Medienanalyse. Opladen – Wiesbaden 1999

Hepp, Andreas; Rainer Winter (Hrsg.): Kultur – Medien – Macht. Opladen 1997

Hepp, Andreas; Rainer Winter (Hrsg.): Die Cultural Studies Kontroverse. Hamburg 2003. Opladen 1997

Hörning, Karl H.; Rainer Winter (Hrsg.): Widerspenstige Kulturen. Cultural Studies als Herausforderung. Frankfurt a.M. 1999

"Gutenberg-Galaxis" (McLuhan, Bolz, ... )

Bolz, Norbert: Theorie der neuen Medien. München 1990

Bolz, Norbert: Am Ende der Gutenberg-Galaxis. München 1994

Eco, Umberto: Apokalyptiker und Integrierte. Frankfurt a.M. 1984

Eco, Umberto: Über Gott und die Welt. München – Wien 1985

McLuhan, Marshall: Die Gutenberg-Galaxis. Düsseldorf 1968

MacLuhan, Marshall: Die magischen Kanäle. Düsseldorf – Wien 1968 (teilw. Auch in Pias, Klaus, Joseph Vogel, Lorenz Engell, Oliver Fahle, Britta Neitzel (Hrsg.): Kursbuch Medienkultur. Stuttgart 1999 und Schöttker, Detlef: Von der Stimme zum Internet. Texte aus der Geschichte der Medienanalyse. Göttingen 1999)

Systemtheorie (Luhmann, Parsons ...)

Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns. 2 Bde. Frankfurt a.M. 1981

Luhmann, Niklas: Die Realität der Massenmedien. 2. Aufl. Opladen 1996

Luhmann, Niklas: Die Gesellschaft der Gesellschaft. 2 Bde. Frankfurt a.M. 1997

Parsons, Talcott: Gesellschaften. Frankfurt a.M. 1986

Parsons, Talcott: Zur Theorie der sozialen Interaktionsmedien. Opladen 1980 (teilw. Auch in Pias, Klaus, Joseph Vogel, Lorenz Engell, Oliver Fahle, Britta Neitzel (Hrsg.): Kursbuch Medienkultur. Stuttgart 1999

Parsons, Talcott: zur Theorie sozialer Systeme. Opladen 1976

Technische Theorien (Turkle, Coy, Kittler, Cybermedien...)

Bolz, Norbert; Friedrich Kittler, Christoph Tholen (Hrsg.): Computer als Medium. München 1994

Esposito, E.: Der Computer als Medium und Maschine. Zs.f.Soziol. H.2 1991, S. 225-238, H.4, 1993, S. 338-354

Kittler, Friedrich A.: Aufschreibsysteme 1800-1900. 3. Aufl. München 1995

Maresch, Rudolf; Florian Rötzer: Cyberhypes. Frankfurt a.M. 2001

Münker, Stefan; Alexander Roesler (Hrsg.): Mythos Internet. Frankfurt a.M. 1997

Turkle, Sherry: Die Wunschmaschine. Reinbek 1984

Warnke, M.; W. Coy; F.Ch. Tholen (Hrsg.): Hyperkult. Basel 1997

Computer als Medium

Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft
von Joseph Weizenbaum
Taschenbuch: EUR 13,50
Broschiert - 368 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: Dezember 1978
ISBN: 3518278746

Weizenbaum fordert die "Einführung des ethischen Denkens in die naturwissenschaftliche Planung". Und auch wenn das Buch 1977 erschien, hat das Werk des Dozenten für Informatik am MIT keinerlei Reiz verloren. Wissenschaft gezielt einzusetzen, und diese nicht ohne Gedanken an Folgen und Konsequenzen zu betreiben, sollte kein Diskussionsstoff sein, sondern wie der hypokratische Eid von Ärzten von jedem Wissenschaftler verlangt werden. Joseph Weizenbaum fordert diese, einzige Möglichkeit Wissenschaft dauerhaft für den Menschen und nicht gegen den Menschen zu betreiben, im letzten Abschnitt des Buches deutlichst, und erklärt uns vorher Stück für Stück an Themengebieten der Computerwissenschaft verdeutlicht, warum er dies fordert (aus einer Amazon.de-Leserrezension).

Gesellschaft

Was kommt nach der Informationsgesellschaft?
Amazon-Preis: EUR 20,00
Gebundene Ausgabe - 308 Seiten - Bertelsmann Stiftung
Erscheinungsdatum: Juni 2002
ISBN: 389204628X

Kurzbeschreibung
Elfmal Zukunft, bitte!

Die Industriegesellschaft ist noch längst nicht überall angekommen, aber es ist bereits höchste Zeit für einen Ausblick: Was kommt eigentlich nach der Informationsgesellschaft? Anders gefragt: Wird sich die geschichtliche Entwicklung gradlinig von der Industrie- über die Informations- zu einer anderen Bindestrichgesellschaft fortsetzen? Wird es nach Druckerpresse, Dampfmaschine, Automobil und Computer einfach nur eine neue Schlüsseltechnologie geben?

Elf Autoren aus Deutschland, Großbritannien, Dänemark und den USA haben über die Zukunft nachgedacht. Darunter: John Naisbitt, der weltweit gelesene Autor von „High Tech – High Touch“, Charles Leadbeater, der in seinem Wohnzimmer für Tony Blair den Dritten Weg erfand, und Matthias Horx, der einst „Die wilden Achtziger“ kartographierte und seitdem als Trendforscher reüssiert.

Die elf Autoren analysieren nüchtern oder erzählen Geschichten, sie beschreiben die Zukunft oder wünschen sich eine, sie haben DIE Antwort oder verbinden ganz viele, sie warnen vor Prognosen – und wagen sie doch.

Die Zukunft wird nicht langweilig.

 

Die Modernisierung der Moderne
von Ulrich Beck, Wolfgang Bonß
Amazon-Preis: EUR 13,50
Broschiert - 316 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: September 2001
ISBN: 3518291084

Wer von diesem Sammelband neue Erkenntnisse in Bezug auf die Theorie reflexiver Modernisierung oder die Individualisierungstheorie erwartet, wird enttäuscht werden. Es handelt sich um systematische Zusammenfassungen all jener Themenbereiche, die bisher unter dem Licht der Theorie untersucht und behandelt worden sind. Insofern stellen diese Artikel insbesondere eine Zusammenfassung der Werke Ullrich Becks dar. Auf der anderen Seite ist dieses Buch die erste Systematisierung dieser Theorie, und der Ort, an dem sie als empirisches Forschungsprogramm entfaltet wird.Das Buch steht damit am Scheideweg zwischen einer umfassenden, öffentlichkeitswirksamen, aber zumindest scheinbar wenig koordinierten Publizität, und nun dem Versuch einer empirischen Verifikation, anhand eines ausgearbeiteten Forschungskonzeptes. Insofern macht das Buch nur neugierig auf die ersten Ergebnisse davon (aus einer Amazon.de-Leserrezension).

Anmerkungen

Forum: Samoyeden Allgemein (Anmerkungen in diesem Forum: 0)

Neue Anmerkung verfassen
Darstellungsmodus : Alle | Voransicht | Nur Titel | Aktualisieren
Besuchen Sie 2eNetWorX und Open Source & Free Software für weitere freie Software-Projekte unter Win32.

Literatur
Nach oben
Medientheorie
Wer ist online?:
Ihr Name: Besucher (nicht angemeldet).
Online: 14 aktive User.
Anmelden  | Abmelden
Monitoring:
Benachrichtigen bei Änderungen:


Amazon.de:
Medienrecht
von Marian Paschke

EUR 27,95
(versandkostenfrei)

Medien und Ökonomie: Grundlagen der Medienökonomie
von Klaus-Dieter Altmeppen und Matthias Karmasin

EUR 24,90
(versandkostenfrei)

Das Fischer Lexikon Publizistik & Massenkommunikation
von Elisabeth Noelle-Neumann, Winfried Schulz und Jürgen Wilke

EUR 14,90
(versandkostenfrei)

Multimedia-Technologie. Grundlagen, Komponenten und Systeme
von Ralf Steinmetz

EUR 65,95
(versandkostenfrei)
Kefk Network:
Thematisch verwandte Subsites:
Audio, Film, Fotografie, Hardware, Internet, Mobil, Networking, Research, Streaming, Webworking, Wikipedia.
Kefk Network Home

 

Zurück ]

URL: http://www.kefk.net/Medium/Ressourcen/Literatur/index.asp.
Translate this page with Google to 
Website | Impressum | Suchen | Index | Inhalt | Site Map | Who's online? | What's new?.
Ergänzungen, Fragen und Kommentare: Kontakt | Foren.
E-Mail: echo "asb at keNOSPAMfk.net"| sed -e "s/ at /@/" -e "s/NOSPAM//".