Volksrepublik
China
People's Republic of China (PRC, China);
Zhonghua Renmin Gongheguo (Zhong Guo).
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China : Übersicht
03-Dec-2002/09-Jan-07
Übersicht
GNU/Linux in der Volksrepublik China (People's Republic of China).
Seit längerem ist die chinesische Regierung über die Sicherheit von
Windows besorgt und sucht daher eine Alternative. Chinesische Medien
berichteten im August 2000, die Regierung werde voraussichtlich noch in
diesem Jahr einen Rahmen für die Nutzung von Linux erlassen. Die Firma
Legend, Chinas größter Computerhersteller, entwickelt sein
eigenes Linux- Betriebssystem.

www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/ch.html.
Linux-Distributionen
Chinesischsprachige Linux-Distributionen:
Linux-Distributionen aus China:
Siehe auch:
Allgemeine Linux-Distributionen (Linux-Distributionen).
Sun beliefert China mit Desktop-Linux
Die VR China wurde Mitte November 2003 zum ersten großen Markt für
das
Java Desktop System (JDS) von
Sun Microsystems.
Der Server- und Unix-Spezialist schloss einen Vertrag mit China
Standard Software Co. (CSSC), um Suns hauseigene, SuSE-Linux-
basierte Linux- Distribution zur Grundlage für die Einführung eines
Standard- Desktop- Systems in China zu machen.
CSSC ist ein Zusammenschluss verschiedener chinesischer
Hightech-Firmen, die von der chinesischen Regierung bei der Herstellung
eines Software-Systems unterstützt werden, das zum landesweiten Standard
für Desktop- Rechner werden soll.
China will nach den Angaben der beiden Partner insgesamt rund 200
Millionen Stück eines auf offenen Standards aufgesetzten Desktop-
Systems landesweit installieren. Ende 2003 will Sun bereits die eigene
Lösung liefern; in der mehrjährigen Vereinbarungen sollen zwischen
500.000 und eine Million Systeme pro Jahr auf Suns Java Desktop
umgerüstet werden (Quellen: Heise Online, Golem.de).
China, Südkorea
und Japan arbeiten gemeinsam an Plänen für
eine Windows- Alternative. Die asiatischen Staaten wollen damit ihre
Abhängigkeit von dem US-Hersteller vermindern. Microsoft könnte dadurch
in Zukunft mehrere Hundert Millionen Kunden verlieren.
Das japanische Finanzblatt
Nihon
Keizai Shimbun berichtet, der japanische Handelsminister Takeo
Hiranuma habe sich bei einem Treffen der Wirtschaftsminister der drei
Staaten in Phnom Penh dafür stark gemacht, gemeinsam ein Open-Source-
Betriebssystem auf der Basis von Linux und anderer freier Software
entwickeln zu wollen. Im September soll in Seoul ein erstes Treffen von
Ministerialvertretern stattfinden, im November eine Konferenz von
Experten aus der Privatwirtschaft folgen.
Zu den Unternehmen, die sich laut dem Bericht an den Plänen
beteiligen, gehören NTT Data, Matsushita Electric, NEC, Hitachi und
Fujitsu. Die Abhängigkeit von Microsoft sowie die Anfälligkeit für
Viren- und Würmerattacken seien Beweggründe, eine Betriebssystem-
Alternative zu entwickeln. Sie soll auf Linux und anderen Open-Source-
Anwendungen aufbauen und in Behörden der drei beteiligten Länder
eingesetzt werden.
Grundlage für die Ersatzsoftware der Asiaten könne das Betriebssystem
Linux sein. Das Programm bietet jedermann Einblick in den Quellcode und
könnte daher von asiatischen Programmierern weiterentwickelt und auf die
speziellen Bedürfnisse der Länder abgestimmt werden.
Mitte November 2003 konkretisierten sich die ostasiatischen
Open-Source- Pläne: Drei asiatische IT-Branchenverbände verständigten
sich in Osaka mit Regierungsvertretern aus
Japan, Südkorea und
China auf erste Schritte für den künftig
verstärkten Einsatz von Open-Source- Software in den drei Ländern.
Vertreter der japanischen
IT
Services Industry Association, der
China
Software Industry Association und der
Federation
of Korean Information Industries haben laut Wall Street Journal
angekündigt, in ihren Ländern Gremien einsetzen zu wollen, um die
Zusammenarbeit mit beteiligen Stellen zu organisieren.
Die drei Branchenverbände zeigen sich als entschiedene Befürworter
von Open-Source- Software und fordern die Regierungen der drei Länder
auf, Pilotprojekte auf diesem Gebiet zu finanzieren und
Zertifizierungsstellen einzurichten. Yujiro Sato, Vorsitzender der
japanischen IT
Services Industry Association, bezeichnete laut dem Bericht die nun
beschlossenen Absichtserklärungen als Startschuss für die Kooperation
der drei Länder.
Im März 2004 treffen sich ihre Vertreter in Peking; weitere Treffen
sollen in Sapporo und Seoul folgen. Südkorea plant laut Medienberichten,
bis 2007 20 Prozent der Deskop-Rechner und 30 Prozent der Server in
staatlichen Institutionen auf Open Source umstellen zu wollen (Quellen:
Spiegel Online, Heise Online, Pro-Linux.de).
Software-Entwicklung in China
Rund 64,5 Prozent der chinesischen Software-Entwickler erwarten, dass
sie im Jahr 2003 an einer Anwendung für das freie Betriebssystem Linux
arbeiten werden. Etwa 44 Prozent gaben bei einer Befragung durch die
Marktforscher der Evans Data Corporation an, dass sie bereits
derartige Anwendungen entwickelt hätten. Am zweiten Teil der Erhebung
Chinese Software Development Survey nahmen 1.300 Entwickler aus
der Volksrepublik China teil.
Die Marktforscher erwarten, dass der Anteil von Linux als
Hauptbetriebssystem im Jahr 2003 stark wachsen werde: 4 Prozent der
chinesischen Entwickler arbeiten derzeit mit Linux, während es 2003
bereits 11 Prozent sein sollen.
Red Flag Linux
China gehört zu den wenigen Länden, deren Regierungen quelloffene
Software offiziell fördern; u.a. finanziert die Regierung der
Volksrepubik China eine eigene Linux-Distribution,
Red Flag
Linux.
Siehe auch:
Red Flag
Linux.
Yangfan
China gab im Juli 2002 die Entwicklung eigener
Desktop-Betriebssysteme bekannt, die in direkter Konkurrenz zu
Microsofts Windows stehen sollen. Das System
Yangfan
1.0 sei laut einem bereicht der Tageszeitung People's Daily
bereits in zahlreichen Büros der Verwaltungsbehörden im Einsatz.
Siehe auch:
Yangfan
Linux.
Quihang
Unter dem Dach des Beijing IT Industry Promotion Center hätten
sich insgesamt 18 Unternehmen und Universitäten zusammengetan,
berichtete die Tageszeitung People's Daily, um mit einheimischen
Programmversionen die Marktherrschaft ausländischer Software im Land
aufzuweichen. Neben
Yangfan
werde auch an einem System mit dem Namen
Qihang
gearbeitet. Innerhalb eines Jahres sollen beide Systeme zur Marktreife
gebracht werden.
Siehe auch:
Qihang Linux.
GNU China
www.gnuchina.org.
.
Linux User Groups
Siehe GNU/Linux User Groups in der
Volksrepublik China.
Siehe auch
Netmarks
Siehe Netmarks zu GNU/Linux in der
Volksrepublik China.
Anmerkungen
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