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USA
United States of America (US, USA).
World : Amerika
: USA : Übersicht
03-Dec-2002/09-Jan-07
Übersicht
Aus den USA stammt -- neben dem
Linux-Kernel -- die zweite elementare Komponente des
GNU/Linux-Betriebssystems: Die zahllosen GNU-Tools, die im von
Richard
M. Stallmann initiierten GNU-Projekt geschaffen wurden.

www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/us.html.
Linux-Distributionen aus den USA
Englischsprachige Linux-Distributionen:
- Die meisten bedeutenden Linux-Distributionen sind nativ
englischsprachig oder unterstützen zumindest einen
englischsprachigen Installationsmodus.
Linux-Distributionen aus den USA:
- Die weltweit bedeutendste kommerzielle Distribution,
Red
Hat Linux, stammt ebenso aus den USA wie die Ursprünge der
bedeutendsten nichtkommerziellen GNU/Linux-Distribution,
Debian
GNU/Linux.
Siehe auch:
Allgemeine Linux-Distributionen (Linux-Distributionen).
Presse
In den USA wurde ca. 1994 die weltweit erste Linux-Zeitschrift
begründet: Das Linux Journal; die weltweit zweite Zeitschrift,
das Linux-Magazin, erschien im Oktober 1994 in
Deutschland.
Siehe auch:
Periodika (Literatur zu
GNU/Linux).
Pilotstudien mit OpenOffice.org in Austin, Texas
www.ci.austin.tx.us.
Die texanische Hauptstadt Austin hat eine erste Reihe von
Pilotstudien über die Nutzung von Open-Source-Software im alltäglichen
Behördenbetrieb abgeschlossen. Das Zwischenergebnis eines für längere
Zeit angelegten Versuchs lautet, etwa 80 Prozent der 5000 städtischen
Desktop-PCs könnten von Microsoft Office auf OpenOffice umgestellt
werden.
Als erste werden 300 Computer der Abteilung Communications and
Technology Management auf die alternative Bürosoftware migrieren,
schreibt der Open-Source-Newsdienst Newsforge. Allerdings könne nicht
jeder PC auf Microsoft Office verzichten, da eine wichtige Anwendung,
das City Council's Agenda Management System für papierlosen
Behördenbetrieb nur mit der Redmonder Software läuft. Im weiteren
Verlauf der Studien, die im Juli begann, soll auch die Verwendung von
Linux in Austins Behörden geprüft werden (Quelle: Heise Online).
Massachusetts will Linux einsetzen
Die Entscheidung von Massachusetts, in der Verwaltung verstärkt auf
Linux zu setzen, hat Anfang Oktober zu harten Auseinandersetzungen
zwischen Befürwortern und Gegnern freier Software geführt.
Die Entscheidung war am 25. September gefallen und soll dem Staat
nicht nur Geld sparen, sondern auch die Philosophie verwirklichen, daß
das Eigentum des Staates der Öffentlichkeit gehört und offen für alle
sein soll. Die Haushaltspläne sehen für 2004 und 2005 vor, dass
IT-Ausgaben ausschließlich in Open Source investiert werden.
Massachusetts hat vor, nicht nur den Einsatz von Open Source eingehend
zu prüfen, sondern auch offene Standards wie XML und SSL anzuwenden. Der
Staat will sichergehen, dass alle Daten auf verschiedenen Plattformen
uneingeschränkt austauschbar sind. Weiter sollen die staatseigenen
Server von Microsoft-Software auf beispielsweise den
Open-Source-Webserver Apache umgestellt werden. Umstellungen sollen
schrittweise geschehen, so wie es die für IT-Ausgaben vorgesehenen 80
Millionen US-Dollar im Budget zulassen.
Der Council
for Citicens Against Government Waste (CAGW), eine Organisation, die
staatliche Verschwendung anprangert, sieht darin ein neues Monopol und
Verschwendung von Steuergeldern. Tom Schatz, Präsident der Organisation,
forderte Gouverneur Mitt Romney auf, die Haushaltspläne nicht in die Tat
umzusetzen.
Einige ausgewählte Aussagen des CAGW:
- »Proprietäre Anbieter werden effektiv ausgeschlossen, was den
Wettbewerb begrenzt und die Kosten erhöht«.
- »Die Menschen verstehen irrtümlicherweise unter Linux eine
'freie Software', weil sie frei erworben werden kann. Zwar ist die
Software selbst frei, aber die Betriebskosten und die Kosten für
Aktualisierungen können sehr teuer werden«.
- »Es ist ironisch, daß Massachusetts, der letzte Staat, der die
Klage gegen Microsoft wegen Wettbewerbsverletzung aufrecht erhält,
sein eigenes Software- Monopol erzeugt«.
- »Die alte Sowjetunion hätte das nicht besser hinbekommen«.
- »Massachusetts zeigt sich als technisch unfähigster Staat der
USA«.
Eine gegenteilige Meinung kommt von Eric Raymond, dem Präsident der
Open Source Initiative. Die CAGW-Presseerklärung lese sich wie von
Microsoft diktiert. Die darin enthaltenen Behauptungen seien
betrügerisch.
Eine Suche auf
Media
Transparency ergab Verbindungen zu
Rechtsaußen-Organisationen.
Der CAGW erhielt Spendengelder sowohl von der John M. Olin Foundation
als auch von der Lynde and Harry Bradley Foundation. Die gleichen
Geldgeber unterstützten auch die Alex de Tocqueville Institution, die
eine Studie über freie Software veröffentlicht hatte (Quellen: PR
Newswire, Heise Online, Pro-Linux.de).
Pressemitteilung der CAGW vom 30.09.2003
»'Open-Source Software Preference Means Closed Minds,' Schatz
Says
WASHINGTON, Sept. 30 /PRNewswire/ -. The Council for Citizens
Against
Government Waste (CCAGW) today criticized Massachusetts Chief
Information
Officer Peter Quinn for his stated intention to move all state and local
government computers to open-source operating systems. The "Freeware
Initiative" will require that all IT expenditures in 2004 and 2005 be
made on
an open-source/Linux format. Proprietary vendors will be effectively
barred
from competing for state contracts, limiting competition and raising
costs.
"Governor Mitt Romney must put a stop to this boondoggle," CAGW
President
Tom Schatz said. "People mistakenly refer to Linux as 'free' software
because
it can be freely altered and distributed. Yet while the software itself
is
free, the cost to maintain and upgrade it can become very expensive.
Like all
procurement decisions, the best policy on the use of software is to
place all
products on equal footing. It is critical that taxpayers receive the
best
quality programs at the least cost."
"It is ironic that Massachusetts, as the only state remaining
in the
lawsuit accusing Microsoft of antitrust violations, is creating its own
state-
imposed monopoly on software. Under the state's proposed "Freeware
Initiative," there would be no exceptions to the rule permitting only
open
source/Linux software. The old Soviet Union could not have done this any
better," Schatz added.
While the initial open source software may be "free," most
studies
conclude that acquisition costs represent only 5 to 10 percent of total
cost
of ownership. Maintenance, training and support are far more expensive
with
open source than proprietary software.
"Massachusetts is proving itself the most technologically inept
state in
the nation. In addition to attempting to impose a socialistic
procurement
system, the state's record keeping on the Microsoft lawsuit was so
abysmal
that the judge in that case substantially reduced the proposed
reimbursement
of the state's cost," Schatz concluded. "It's time for Governor Romney
to
bring Massachusetts into the twenty-first century by dropping the
lawsuit and
opening up the procurement process. The state's taxpayers deserve
nothing
less."
The Council for Citizens Against Government Waste is the
lobbying arm of
Citizens Against Government Waste, the nation's largest nonpartisan,
nonprofit
organization dedicated to eliminating waste, fraud, abuse, and
mismanagement
in government«.
Quelle:
- PR Newswire: "Mass. Taxpayers Hurt by Proposed
Software Monopoly" (Today's News),
www.prnewswire.com.
Stadtverwaltung von Austin, Texas
Anfang Jul 2003 wurde bekannt, dass die Standtverwaltung von Austin,
Texas, den Umstieg auf Linux und Open Source prüfen lässt (Quelle: Linux
Journal).
Server unter Linux
Nach einer Erhebung von Gartner Dataquest wurden in den USA im
vierten Quartal 2002 Linux- Server im Gesamtwert von rund 385 Millionen
US-Dollar verkauft. Das sind gut 90 Prozent mehr als im vierten Quartal
des Vorjahres. Im Vergleich dazu stieg der Gesamtumsatz mit Servern in
den USA im gleichen Zeitraum nur um etwa 5 Prozent.
Besonders erfolgreich war IBM: Der Konzern konnte seinen Umsatz mit
Linux-Servern nahezu verdoppeln; er stieg von 76 Millionen US-Dollar auf
nun 160 Millionen US-Dollar. HP steigerte seinen Umsatz im Bereich der
Linux-Server um ebenfalls beachtliche 81 Prozent auf 80 Millionen
US-Dollar (Quelle: Heise Online).
The Open Source Software for Oregon Act
Der US-Bundesstaat Oregon legte im März 2003 den Gesetzesvorschlag "The
Open Source Software for Oregon Act" vor, nach dem bei der
Beschaffung von Software Open-Source- Lösungen berücksichtigt werden
müssten; Regierungseinrichtungen wären bei der Softwarebeschaffung dann
gezwungen, Open-Source- Alternativen in den Entscheidungsprozess
einzubeziehen und letztendlich nach dem Preis-Leistungs- Verhältnis zu
entscheiden. Zudem sollen Staatsangestellte keine Produkte mehr
beschaffen, die sich nicht an offene Standards halten. Wer proprietäre
Software statt quelloffener Software einsetzen wolle, müsste sich dann
dafür rechtfertigen.
Der Gesetzesvorschlag soll so sicherstellen, dass öffentliche
Informationen des Staates jederzeit zugänglich bleiben und der Zugang zu
den Daten nicht vom guten Willen Dritter abhänge. Zudem sei es im
öffentlichen Interesse, dass der Staat möglichst frei entscheiden könne,
auch darüber, wie lange er eine Software nutzen will, die er erworben
hat. Darüber hinaus verstoße es gegen das Grundrecht auf Privatssphäre,
wenn der Staat Software nutze, die über ihre normalen Funktionen hinaus
Daten weitergibt bzw. Kontrolle oder Modifikationen des Systems von
Dritten, die nicht der Kontrolle des Staates unterliegen, zulasse
(Quelle: Golem.de).
Open Source- Initiative in Kalifornien
Interessenvertreter der Open-Source-Bewegung in den USA haben einen
Gesetzesentwurf vorgelegt, in dem dem Staat Kalifornien untersagt wird,
Software für den öffentlichen Sektor zu beschaffen, deren Hersteller den
Code nicht offen legen wollen und rigide Lizenzen vergeben.
Der Digital Software Security Act wurde im August 2002 während
der LinuxWorld in San Francisco vorgestellt. Die Präambel zu dem
Gesetztesentwurf formuliert: »Der Staat Kalifornien will die
Sicherheit, Kompatibilität und Qualität der von ihr verwendeten Software
steigern und dabei die Kosten senken sowie den Wettbewerb der Anbieter
stärken«.
Linux User Groups
www.redhat.com/apps/community/LUG.
Netmarks
Heise Online: "OpenOffice kommt in Austin gut an",
Meldung vom 18.12.2003 12:15,
www.heise.de/newsticker/data/anw-18.12.03-001.
Heise Online: "Massachusetts' Zuneigung für Open Source
weckt massive Kritik", Meldung vom 01.10.2003 13:48,
www.heise.de/newsticker/data/anw-01.10.03-001.
PR Newswire: "Mass. Taxpayers Hurt by Proposed Software
Monopoly" (Today's News),
www.prnewswire.com.
Pro-Linux.de: "Massachusetts will Linux einsetzen",
Gesendet von hjb am Mi, 1. Okt 2003 um 22:09,
www.pro-linux.de/news/2003/6021.html.
Linux Journal: "Austin, Texas to Begin Linux Pilot Project"
(Currents), Posted on Wednesday, July 02, 2003 by Joe Barr,
www.linuxjournal.com/article.php?sid=6974.
Golem.de: "Oregon: Gesetzentwurf soll Open Source fördern.
Staat soll Open-Source-Software bei der Beschaffung berücksichtigen"
(Networld), 07.03.2003, 10:15,
www.golem.de/0303/24354.html.
Oregon könnte zum ersten US-Bundesstaat werden, in dem bei der
Beschaffung von Software Open-Source-Software berücksichtigt werden
muss. Dies geht aus dem Gesetzesvorschlag "The Open Source
Software for Oregon Act" hervor.
Heise Online: "Steiler Umsatzanstieg mit Linux-Servern in
den USA", Meldung vom 11.02.2003 18:41,
www.heise.de/newsticker/data/anw-11.02.03-007.
Heise Online: "Gesetzesinitiative für Open Source in
Kalifornien", Meldung vom 12.08.2002 17:17,
www.heise.de/newsticker/data/anw-12.08.02-004.
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