Brasilien
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Übersicht
03-Dec-2002/09-Jan-07
Übersicht
Brasilien ist laut IDC der größte PC-Markt in Lateinamerika und die
"Heimat" der Linux-Distribution
Conectiva,
die an
United Linux beteiligt ist; der Kernel-Maintainer
Marcelo Wormsbecker Tosatti stammt ebenfalls aus Brasilien.

www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/ci.html.
Linux-Distributionen
Linux-Distributionen in portugiesischer Sprache:
Linux-Distributionen aus Brasilien:
Siehe auch:
Allgemeine Linux-Distributionen (Linux-Distributionen).
Internet gratis für Arme in Brasilien
Die dem politisch linken Flügel zugehörenden örtlichen Behörden von
Sao Paulo haben rund hundert freie Internetcafes eingerichtet,
"Telecenter" genannt. Hier erhalten Arbeitslose bis zu einer Stunde
kostenlosen Internet-Zugang pro Tag.
Die Telecenter wurden gezielt in die ärmeren Viertel der Stadt
verlegt, in denen die Arbeitslosenquote noch über der üblichen Marke von
20 Prozent rangiert. Man schätzt, dass etwa drei Millionen Bewohner in
Sao Paulo überhaupt keinen Zugang zu Computern haben. In jedem
Internetcafe stehen bis zu 20 PCs, von denen einige für Kurse reserviert
sind, während die anderen zur freien und anonymen Nutzung zur Verfügung
stehen. Mit den insgesamt angepeilten 107 Telecentern will man 320.000
Interessierte (etwa 3000 pro Center) erreichen. Ziel ist sowohl die
Re-Urbanisierung heruntergekommener Bezirke als auch die
gesellschaftliche Integration der durch Arbeitslosigkeit und Armut
gefährdeten Jugendlichen.
Unterstützt wird die Initiative von GNU/Linux. Die Ausrichtung auf
Linux erspart den Behörden eine Menge an Lizenzgebühren und wird auch
von der brasilianischen Regierung gefördert. An den 43.000 Schulen des
südamerikanischen Landes gibt es zurzeit zirka 230.000 Computer, auf
denen überwiegend Microsoft-Betriebssysteme laufen (Quelle: Heise
Online).
Brasiliens Regierung wird Produzentin von Open Source
Brasiliens Regierung hat am 2. Dezember 2003 bekannt gegeben, alle
mit öffentlichen Geldern finanzierten Softwareprojekte als Open Source
zu veröffentlichen. Dabei setzt das südamerikanische Land auf die neue
Creative-Commons-GPL-Lizenz ( creativecommons.org/license/cc-gpl-br).
Diese Lizenz erweitert die klassische GNU General Public License
(GPL) der Free
Software Foundation (FSF) um das Interface und die Metadaten der
Creative-Commons-Lizenzen.
Das erste unter den Bedingungen dieser Lizenz veröffentlichte
Programm wird die brasilianische Data-Mining-Anwendung TerraCrime
sein. TerraCrime ermöglicht es, Verbrechensdaten statistisch auszuwerten
und diese mit soziogeographischen Informationen zu vernetzen. Eben
Moglen von der Free Software Foundation erklärte dazu, dieser Entschluss
der brasilianischen Regierung sei ein enormer Schritt für die
Free-Software-Bewegung. "Wir begrüßen die Chance, mit Creative Commons
zusammenzuarbeiten, um die GNU GPL noch attraktiver für Regierungen zu
machen", meint Moglen.
Die kalifornische Non-Profit-Organisation Creative Commons begann vor
gut einem Jahr damit, Urheberrechtslizenzen für Musiker, Autoren,
Filmemacher und andere Kreative zu veröffentlichen. Diese Lizenzen
lassen sich individuell miteinander kombinieren, um Urhebern eine
möglichst große Flexibilität im Umgang mit ihrem geistigen Eigentum zu
geben. Die individuell zusammengestellten Lizenzen lassen sich in drei
verschiedenen Formen abrufen: Eine allgemein verständliche Version soll
es auch Laien erlauben, auf einen Blick die Lizenzierungsbedingungen zu
erfassen. Ein juristischer Vertragstext legt die Rechte bindend fest.
Die dritte Version schließlich basiert auf XML-Metadaten. Insbesondere
dies könnte für Entwickler freier Software interessant sein, die damit
zum Beispiel die Suche nach Programmbibliotheken vereinfachen oder auch
die Verifizierung der Lizenzbedingungen eines Programms automatisieren
könnten.
Dass die Creative-Commons-GPL nun in Brasilien vorgestellt wird, ist
kein Zufall: Das Land hat sich zum Vorreiter der Open-Source-Bewegung in
Lateinamerika entwickelt, seitdem Luiz Inácio Lula da Silva von der
linken Arbeiterpartei vor gut einem Jahr zum Präsidenten gewählt wurde.
Vor drei Monaten erklärte ein Sprecher des in der Bevölkerung schlicht
als Lula bekannten Präsidenten, man wolle 80 Prozent der neu
anzuschaffenden Computer mit Open-Source-Software ausstatten und auch
vorhandene PCs über kurz oder lang auf offene Betriebssysteme umstellen.
Unterstützung bekommt Brasilien dabei von IBM.
Auch mit Creative Commons will das Land weiter zusammenarbeiten. So
wird der brasilianische Kulturminister und Weltmusik-Star Gilberto
Gil ( www.gilbertogil.com.br)
Mitte Dezember die neue Sampling-Lizenz des Creative-Commons-Projekts in
Rio de Janeiro vorstellen. Diese Lizenz soll es Musikern ermöglichen,
ihre Werke zum unentgeltlichen Sampling freizugeben, ohne dabei auf
weiter gehende Urheberrechte zu verzichten. Damit ist es möglich,
Versatzstücke eines unter diesen Bedingungen veröffentlichten Songs in
einem neuen Song zu verwenden und dieses neue Werk auch kommerziell zu
verwerten, ohne sich auf den oft langwierigen und kostenintensiven
Prozess des Klärens von Sample-Rechten einlassen zu müssen. Das
Verbreiten einer unveränderten Kopie des Original-Songs ist dagegen
nicht ohne weiteres erlaubt (Quelle: Heise Online).
IBM gewinnt auch Brasilien als Linux-Partner
Nach Grossbritannien und
Russland konnte IBM diese Woche
auch Brasilien als Partner gewinnen. Der Computerkonzern hat mit
der brasilianischen Regierung eine Absichtserklärung unterzeichnet, den
Einsatz von Open-Source- Software in dem südamerikanischen Land
voranbringen und Linux- Projekte fördern zu wollen. Rogério Oliveira,
Präsident von IBM Brasilien, meint, die Entwicklungsländer könnten durch
offene Standards effizienter arbeiten und Kosten einsparen.
Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva gilt als
Befürworter von Open-Source- Software. Im September war in Berichten von
einer geplanten Grundsatzerklärung die Rede, in der er staatlichen
Behörden und Unternehmen empfehlen wolle, künftig Open-Source- Software
zu bevorzugen. Ziel sei es, dass 80 Prozent der im kommenden Jahr neu zu
beschaffenden Computersysteme mit Open-Source- Software laufen sollen.
Ebenso sollten vorhandene Systeme von Microsoft auf freie Software
migrieren (Quelle: Heise Online).
Brasiliens Präsident befürwortet Open Source
Anfang Juni gab die brasilianische Regierung die Entscheidung
bekannt, zukünftig Open Source- Software einsetzen zu wollen. In einem
Drei- Jahres- Plan sollen 80 Prozent der Windows- Installationen der
Ministerien und der Unternehmen im staatlichen Besitzt durch Linux
ersetzt werden.
Dazu richtete die Regierung eine spezielle Kammer ein ( die Câmara
de Implementação do Software Livre), die sich ausschliesslich mit
der Umsetzung des Vorhabens beschäftigen soll (Quelle: The Yankee Group)
Der brasilianische
Präsident Luiz Inácio Lula da Silva erarbeitet derzeit eine
Grundsatzerklärung, in der er staatlichen Behörden und Unternehmen
empfiehlt, künftig Open-Source- Software zu bevorzugen. Ziel sei es, so
zitiert das Wall
Street Journal den Präsidentenberater Sergio Amadeu, dass 80 Prozent
der im kommenden Jahr neu zu beschaffenden Computersysteme mit
Open-Source- Software laufen sollen. Ebenso sollten vorhandene Systeme
von Microsoft auf freie Software migrieren.
Seit dem Wahlsieg des Präsidentschaftskandidaten der brasilianischen
Arbeiterpartei im Oktober 2002 hat die Open-Source- Bewegung in
Brasilien erheblichen Auftrieb bekommen. In vier brasilianischen Staaten
sind bereits Gesetze zur Unterstützung freier Software verabschiedet
worden, Ähnliches plant die Arbeiterpartei für das gesamte Land.
"Wir werden die Möglichkeiten der Beschaffungspolitik nutzen, um in
die richtige Richtung zu weisen. Die US-amerikanische Regierung tut
dies, warum sollten wir das nicht tun dürfen?" fragt Amadeu. Er
vergleicht die Bedeutung freier Software mit derjenigen von
Generika
im Kampf gegen Aids. So wie in Entwicklungsländern Erkrankte mit
kostengünstigen Medikamenten versorgt werden, so sollten ärmere
Bevölkerungsschichten auf Computertechnik zugreifen können. Diese Chance
steige, wenn künftig auf teure Softwarelizenzen verzichtet würde
(Quellen: Heise Online, Wall Street Journal).
Handelskette Metron
Reuters berichtete im Oktober 2002, dass die größte brasilianische
PC-Handelskette Metron erstmals PCs mit vorinstalliertem Linux
verkauft, darunter sowohl Server als auch Desktop-PCs und Notebooks
(Quellen: Forbes.com, BerliOS).
Banco do Brasil (BB)
Die größte südamerikanische Bank, die Banco do Brasil (BB), stellte
ihre EDV in Europa ab Dezember 2002 auf Linux um. Die Großbank, die mit
79.000 Angestellten 12 Millionen Kunden in 22 Ländern weltweit betreut,
leitete den Umstieg mit dem Ersatz von 41 Windows-NT-Servern ihres
europäischen Geschäftsbereichs durch drei iSeries-Rechner von IBM ein.
Langfristig soll Linux als Betriebssystem auch auf den Desktop- Rechnern
des Unternehmens Microsoft Windows ersetzen.
Neben Kosteneisparungen spielten auch Produktivitäts- und
Performance-Verbesserungen eine Rolle; die Bank hatte ihre wichtigsten
Anwendungn in Java neu programmieren lassen, das unter Linux viel
schneller ausgeführt werde als unter Windows.
Wo sich einzelne Systeme noch nicht nativ von Windows weg bewegen
ließen, hat die BB eine IBM x440 zum Einsatz gebracht, um mit dem
Emulator VMWare
wenigstens auf virtuelle Windows-Rechner umzusteigen. Die
Fileserver-Funktionen obliegen in dieser Landschaft ebenso wie die
Rechteverwaltung dem Open-Source-Paket
Samba, das ebenfalls
eine bessere Performance zeige als Windows.
Microsofts Linux-Strategie
Steve Ballmer räumte im November 2002 auf einer Strategietagung in
Berlin "Fehler beim Kmpf gegen Linux" ein. In diesem Zusammenhang
erwähnte Ballmer, die grösste Akzeptanz besitze Linux in
Deutschland,
Frankreich und Brasilien.
Linux User Groups
www.redhat.com/apps/community/LUG/south_america/brazil.html.
ABC Linux Group
Contact: Renato Preti
Rua Cassiopeia 30
Sao Bernardo do Campo, BRAZIL
Tel: 551176641934
renatop@hitnet.com.br,
www.linuxabc.he.com.br.
Carvalho
Contact: Luiz Carvalho Filho
Samambaia St 550, Bairro Saúde
Afonso Pena St 263, Bairro Bom Retiro
São Paulo, São Paulo, BRAZIL 04136-111
Tel: +55021112763996
Fax: +55021112293897
lcarvalho@trust.com.br,
membro.intermega.com.br/luizcarvalho.
Grupo De Usuarios De Linux Da Biologia
Contact: Daniel Lobato Duclos
Sao Paulo, BRAZIL
shark.ib.usp.br.
Grupo De Usuário De Linux Do Estado Do Espírito Santo
Contact: Gustavo Silva Guimarães
Av. Ernesto Bassine 188
Vitória, ES, BRAZIL 29025-530
Tel: +550273223086
gustavo@linuxes.com.br.
Goias Linux User Group (LinuxGO)
Rua 1145 N-28
Setor Marista, BRAZIL 74180-220
Tel: +556299012458
pedro.bueno@persogo.com.br,
www.linux.goias.net.
Linuxschraubenzieher
Contact: Bernardo Bauer
Rua Serrão, 200 apto 201, Bloco 3
Rio de Janeiro, Ribiera, BRAZIL 21930-190
Linux-Se
Contact: Hugo Cisneiros
Rua Wilson Rocha, Numero 950, apt. 401
Grageru, Aracaju, BRAZIL
Tel: +550792319608
linux-se@linuxbr.com.br.
Netmarks
Heise Online: "Internet gratis für Arme in Brasilien",
Meldung vom 06.12.2003 13:16,
www.heise.de/newsticker/data/ae-06.12.03-000.
Heise Online: "Brasiliens Regierung wird Produzentin von
Open Source", Meldung vom 03.12.2003 10:02,
www.heise.de/newsticker/data/jk-03.12.03-001.
Heise Online: "IBM gewinnt auch Brasilien als Linux-Partner",
Meldung vom 12.10.2003 16:53,
www.heise.de/newsticker/data/anw-12.10.03-004.
Der Standard: "Brasilien mag nicht mehr mit Windows.
Präsident da Silva legt Behörden sowie staatlichen Unternehmen den
Umstieg auf Linux und Co. ans Herz", 10. September 2003, 14:42 MEZ,
derstandard.at/standard.asp?id=1412798.
Heise Online: "Brasiliens Präsident befürwortet Open Source",
Meldung vom 08.09.2003 12:40,
www.heise.de/newsticker/data/anw-08.09.03-000.
Heise Online: "Brasilianische Bank spart mit Pinguin- Samba",
Meldung vom 01.12.2002 13:37,
www.heise.de/newsticker/data/hps-01.12.02-001.
BerliOS News: "Linux-PCs erobern Brasilien",
geschrieben am Freitag, 11.Oktober. @ 17:02:31 CEST von erik,
news.berlios.de/modules.php?name=News&file=article&sid=501.
Forbes.com: "Metron launches Brazil's line of Linux PCs",
Reuters, 10.10.02, 7:23 PM ET,
www.forbes.com/technology/newswire/2002/10/10/rtr748050.html.
The Yankee Group: "Brazilian Government to Adopt Linux",
André Miyajima,
www.yankeegroup.com/public/home/daily_viewpoint.jsp?ID=10190.
Anmerkungen
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