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Über Kefk Network GNU/Linux

Kefk Network GNU/Linux.

Website : About : Übersicht
11-Nov-1995/09-Jan-07


Übersicht

GNU/Linux ist ein UNIX-ähnliches Multiuser-/ Multitasking- Betriebssystem. Es wurde ursprünglich für die x86- Architektur entwickelt, im Laufe der Zeit jedoch auch auf viele andere Prozessor-Architekturen portiert.

GNU/Linux ist nicht das einzige, wohl aber das bekannteste freie *NIX-artige Betriebssystem; daneben existiert *BSD mit zahlreichen Derivaten (unsere Subsite BSD thematisiert dieses alternative Betriebssystem).

Was ist GNU/Linux?

Ein Betriebssystem ist eine Zusammenstellung von grundlegenden Systemprogrammen, die ein Computer zum Arbeiten benötigt. Der Betriebssystem- Kern (Kernel) ist das Stück Software, welches für alle Basisaufgaben wie Zugriffe auf die Hardware durch andere Programme zuständig ist.

Linux im engeren Sinne bezeichnet nur den Kernel eines UNIX-ähnllichen, bisher jedoch nicht als "UNIX" zertifizierten Betriebssystems, der von Linux Torvalds und hunderten von Freiwilligen entwickelt wird. Der Linux- Kernel steht unter der GNU General Public License (GNU GPL).

Um allerdings ein vollständiges Betriebssystem zu erhalten, sind noch diverse zusätzliche Programme (die sog. Systemprogramme) nötig; ein großer Teil der grundlegenden Anwendungen stammt aus dem GNU-Projekt bzw. von der Free Software Foundation (FSF). »GNU« steht für »GNU is not Unix« und bezeichnet ein von Richard M. Stallmann ins Leben gerufenes Software- Projekt mit dem Ziel, proprietäre Software durch freie Produkte zu ersetzen -- »frei« bezieht sich dabei auf Gedankenfreiheit, nicht auf den Preis.

Linux im weiteren Sinne ist also kein einzelnes Betriebssystem für eine bestimmte Hardwareplattform, sondern ein Sammelbegriff für alle Betriebssysteme, die den Linux-Kernel benutzen. Die meisten dieser Betriebssysteme beziehen den größten Teil ihrer Systemprogramme aus dem GNU-Projekt und sind somit GNU/Linux-Systeme --  oder auch nicht -- daher wird häufig von GNU/Linux-Systemen gesprochen. Vereinfacht kann man sagen: GNU Software + Linux Kernel = Betriebssystem.

Ein vollständiges Betriebssystem auf GNU/Linux Basis wird als Distribution bezeichnet. Diese GNU/Linux Distributionen werden von verschiedenen Herstellern (Distributoren) unter unterschiedlichen Gesichtspunkten zusammengestellt und gepflegt. Die wohl authentischste GNU/Linux-Distribution dürfte z.Zt. Debian GNU/Linux sein, die im kommerziellen Umfeld ab weitesten verbreitete ist Red Hat Linux.

Themenspektrum

Das Themenspektrum von Kefk Network GNU/Linux umspannt das gesamte Feld der Nutzung von GNU/Linux

Thematische Schwerpunkte

Die thematischen Schwerpunkte von Kefk Network GNU/Linux liegen in den Bereichen, für die ich mich interessiere bzw. mit denen ich z.Zt. selbst arbeite (Stand: Dezember 2002):

Über die Website

Diese Website existiert seit Ende 1995 und wird seit Herbst 2001 intensiv erweitert; sie besteht derzeit aus gut 7.900 Dokumenten (Stand: Dezember 2002) und wächst um etwa 10 Prozent pro Monat; sie wird erschlossen durch verschiedene Hilfen:

  • Index - thematischer Index,
  • Site Map - graphische Darstellung der Site-Struktur,
  • Inhalt - automatisch generiertes Inhaltsverzeichnis,
  • Suchen - Volltextsuche (extern über Atomz oder Google),
  • What's new? - Changelog über grössere Änderungen.

Wir freuen uns über eigene Beiträge, Ergänzungen und Korrekturen:

  • Kontakt - Feedback-Formular für Anregungen und Kommentare,
  • Foren - thematische Foren zu ausgewählten Bereichen der Website,
  • Who's online? - Echtzeit-Überblick über die Aktivität auf der Site.

Über Agon S. Buchholz (asb)

Ich nutze GNU/Linux seit etwa 1995 ( Linux Counter ID #34377, September 1995), mit wechseldem Interesse und Engagement; nach einer ersten Begeisterung folgte rasch die Ernüchterung: GNU/Linux war für wenig geeignet, da ich bevorzugt mit zuverlässigen und leistungsfähigen graphische Oberflächen und visuell orientierten Anwendungen arbeite. Vom Amiga kommend war ich zwar "echte" Shells wie die Csh oder die Ksh gewohnt, diese waren jedoch immer eingebettet in ein halbwegs vernünftiges GUI; das fehlte bei GNU/Linux vollkommen, bei Windows 95 war es zumindest in Rudimenten erkennbar. Vom Amiga war ich auch an das Konzept von freier Software gewöhnt: Dort gab es eine sehr rege Mailbox-Szene, über die zahllose Public Domain- Software verteilt wurde, darunter aren auch etliche Portierungen von UNIX- Programmen.

In den folgenden Monaten beobachtete ich die Entwicklung, einiges davon ist in meinem GNU/Linux-Tagebuch festgehalten; etwa einmal pro Jahr kaufte ich mir eine Linux-Distributionen, probierte sie einige Tage aus und stellte immer wieder fest, dass dieses Betriebssystem für meine Denk- und Arbeitsweise einfach nicht geeignet war. Selbst einfachste Alltagsaufgaben erforderten endlose und kryptische Kommandozeilenparameter, die Distributionen wiesen vollkommen unterschiedliche Dateisystem- Strukturen auf und zu vieles funktionierte einfach nicht zuverlässig.

Die Faszination für quelloffene Software führte 1997 zur Begründung der Website Kefk Network Open Source, die sich mit Portierungen von FLOSS- Software auf die Microsoft Windows- Plattform beschäftigte; hier richtete ich auch den ersten deutschen Mirror für den GNU/Emacs für Windows ein. Parallel administrierte ich überwiegend Windows NT- Systeme, darunter zahlreiche Webserver unter Microsoft IIS, evaluierte jedoch kontinuierlich die Einsatzmöglichkeiten von FLOSS- Software unter Win32.

Ab 2000 baute ich in einem mittelständischen Unternehmen, in dem ich damals als Technischer Leiter IT/TK beschäftigt war, ein Linux- Team auf, das einige Core- Services der EDV- Infrastruktur der Firma aufbaute; dazu gehörte u.a. eine ipchains- basierte Firewall mit DMZ, Web-, FTP- und Hosting, ein Mail- Gateway unter qmail sowie verschiedene weitere Dienste; verwendet wurde die SuSE Linux- Distribution; andere Kernbereiche der EDV- Infrastruktur administrierte ich selbst unter Windows NT und später Windows 2000 (File-, Print-, DNS-, Web-, FTP-, Mail- und Intranet- Server u.a.). Ich bemühte mich dabei, möglichst RFC- konforme Applikationen einzusetzen (z.B. Ipswitch Imail), später war ich dann jedoch mangels Alternativen gezwungen, u.a. auch Microsoft Exchange 2000 zu verwenden.

Aus meiner Herkunft aus dem Bereich der Microsoft Windows System- und Netzwerkadministration begrünet sich übrigens auch die vielleicht zunächst etwas irritierende Tatsache, dass diese Website unter einem Microsoft IIS mit Active Server Pages- Scripting betrieben wird. Bisher habe ich noch keinen Weg gefunden, die z.Zt. 6,24 GB Daten bzw. 159.937 Dateien des Kefk Network (Stand: 17-Dec-2002) mit vertretbarem Aufwand beispielsweise auf ein LAMP- System zu portieren: Ein Grossteil der Website ist gestützt auf (Access-) Datenbanken, verwendet diverse ASP- Scripts und nutzt so ziemlich alle fortgeschrittenen Funktionen von Microsoft FrontPage. Für konstruktive Tipps zur Migration bin ich jederzeit dankbar...

2001 ergaben sich personelle Veränderungen in meinem Unternehmen, die auch Modifikationen der Infrastruktur bedingten; die SuSE- Distribution wurde nach einigen ärgerlichen Vorkommnissen vollständig durch Red Hat Linux ersetzt, qmail durch postfix und ipchains durch iptables abgelöst. Wir konnten damit beispielsweise in kurzer Zeit eine komplexe hochverfügbare Firewall-/ Gateway- Kombination sowie ebenfalls hochverfügbare Web- und FTP- Server mittels heartbeat aufbauen; faszinierend war auch der geringe Aufwand mit dem wir einen sehr stabilen Router zwischen zwei (WAN-) Subnetzen aufbauen konnten. Dadurch wuchs mein Vertrauen in GNU/Linux, zumindest wenn es auf Distributionen wie Red Hat Linux oder Debian GNU/Linux basiert. Gleichzeitig ärgerte ich mich über diverse "Annoyances" bei Exchange 2000 und Active Directory, die letztlich alle auf zwei Punkte hinauslaufen:

  • Etliche Funktionen sind für Normalsterbliche schlicht und ergreifend nicht dokumentiert, zumindest weder in der (recihlich teuren) Technischen Referenz noch in der Online- Hilfe.
  • Was nicht funktioniert kann man nicht selber fixen, es gibt keinen (bezahlbaren) Support und keine realistische Möglichkeit, Bugs zu dokumentieren oder Feature Requests einzureichen.

Durch neuere Entwicklungen wie Gnome 2.0 und KDE 3.0 wird GNU/Linux für mich auch zunehmend interessant für den Alltagsgebrauch als Desktop- System; Probleme verursachen derzeit vor allem zwei Tatsachen:

  • Es fehlt weiterhin wichtige Software, beispielsweise Adobe FrameMaker oder ein visuelles Site Management/ HTML Authoring Tool, aber einige Alltags- Aufgaben (leider keineswegs alle) lassen sich mittlerweile ohne allzu viel Ärger auch zufriedenstellend unter GNU/Linux bewerkstelligen.
  • Der Reifegrad der momentan verfügbaren Desktop- Umgebungen ist noch unbefriedigend und liegt -- gemessen an der täglichen Reboot- Rate -- etwa auf dem Niveau von Windows 95 oder 98, keineswegs jedoch im Bereich von Windows 2000 oder Windows XP.

Ich bin überzeugt, dass GNU/Linux der richtige Weg in die Zukunft der Datenverarbeitung ist, und ich bin zuversichtlich, dass sich die verbleibenden Defizite von GNU/Linux lösen lassen.

Um selbst zur Weiterentwicklung des freien Betriebssystems beizutragen, arbeite ich daher an einigen Projekten mit und bemühe mich, auf Kefk Network GNU/Linux einen fundierten Informationspool aufzubauen.

Meine persönliche Homepage mit weiterführenden biographischen Informationen:

Siehe auch

Wenn Ihr Herz eher für kommerzielle Software schlägt, schauen Sie mal bei unserer Windows-Site vorbei; wenn Sie sich eher für Anwendungen interessieren, könnten Sie auch die Subsites Open Source und Free Software (primär Portierungen auf die Win32-Plattform) und Software (wichtige, plattformübergreifende Anwendungen) interessieren.

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