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Februar 2003
Das GNU/Linux-Tagebuch von Agon S.
Buchholz.
Tagebuch : 2003
: 02 : Übersicht
01-Feb-2003/09-Jan-07
Übersicht
Ich richte einen Testserver ein, zunächst mit Debian GNU/Linux 3.0,
später mit Red Hat Linux 8.0.
Folgende Funktionen sind geplant:
- Print-Server.
Bereitstellen eines Netzwerkdruckers über CUPS für GNU/Linux-
Clients und Windows- Clients (Samba).
- File-Server.
Exportieren einiger Verzeichnisse über NFS sowie einer grösseren
Partition über ein RAID-Array (entweder Software oder Hardware) mit
IDE-Platten; für RAID Level 5 brauche ich mindestens drei Platten,
ich bin mir noch nicht sicher, ob ich drei 80er, drei 120 oder drei
180er nehme; den besten Preis pro GB gibt es bei den 120ern (EUR
2,13/GB).
- Fax-Server.
Über eine aktive ISDN-Karte soll der Rechner Telefaxe empfangen und
versenden können; das Versenden soll netzwerkweit im LAN möglich
ein.
- Netzwerk-Monitoring.
Verschiedene Tools zur Überwachung der Aktivitäten im LAN sollen
permanent laufen, darunter Netsaint (Monitoring), Snort (IDS), Ntop
und MRTG (Traffic).
Optional:
10-Feb-2003
Anfrage im Debianforum.de am 12.02.2003 04:29:47 nach zwei Tagen
sinnloser Bastelei:
[...] ich versuche hier seit zwei Tagen einen Print-Server
über CUPS und Samba aufzusetzen (auf einem i586 Pentium MMX und
Kernel 2.2.20-compact), bekomme mittlerweile aber selbst beim
Versuch, nur lokal zu drucken bereits beim Zugriff auf das Web-
Interface (http://localhost:631) nur noch ein "404 Not found"; ein
paar Versuche vorher hatte ich wenigstens noch ein "403 Forbidden"
und weiss jetzt überhaupt nicht mehr weiter. Nach stundenlangem
Lesen in HOWTOs und Man-Pages, auf Linuxprinting.org und Cups.org
verstehe ich jetzt wohl noch weniger als vorher :-(
Grundsätzlich habe ich versucht, mich an die bei
Linuxprinting.org beschriebene Vorgehensweise zu halten
(http://www.linuxprinting.org/ppd-doc.html u.a.); da der Drucker
(ein HP LaserJet 4MP an der parallelen Schnittstelle) PostScript
versteht, habe ich die passende PPD-Datei von hp.sourceforge.net
verwendet und demnach sollte der Drucker vollständig unterstützt
werden.
Das funktionierte dann alles überhaupt nicht so wie es
sollte, ich habe etliches versucht wie beispielsweise das
Rekonfigurieren der Pakete (z.B. dpkg-reconfigure --priority=medium
cupsys etc.), ewig an der cupsd.conf rumgebaut usw. aber keine
"Fehler" gefunden sondern vermutlich nur neue eingebaut.
Um die Hardware zu testen habe ich den Rechner (kein CD-ROM
;-) über PXE von einem Knoppix- Terminalserver gestartet; nach ein
paar Minuten hatte die Kiste gebootet, ich konnte im KDE Control
Center den passenden Drucker auswählen und das Ausdrucken klappte
auf Anhieb, ohne jegliche Bastelei.
Auch wenn ich das normale Debian boote scheint CUPS die
parallele Schnittstelle zu kennen (lpinfo -v findet u.a.: direct
parallel:/dev/lp0), das Problem scheint also ziemlich sicher bei der
Software- Konfiguration zu liegen.
Ich habe dann noch versucht, die Knoppix- Konfiguration
unter dem normalen Debian nachzubilden, was aber offensichtlich auch
nicht funktioniert hat (angeglichene Dateien: /etc/printcap.cups,
/etc/cups/printers.conf, /etc/cups/cupsd.conf,
/etc/cups/client.conf).
Um nun wenigsten wieder einen definierten Ausgangszustand
habe ich versucht, CUPS wieder vollständig loszuwerden:
apt-get remove --purge cupsys
The following packages will be REMOVED:
cupsomatic-ppd cupsys cupsys-driver-gimpprint [...]
Und:
dpkg --purge cupsys cupsomatic-ppd
cupsys-driver-gimpprint
[...] Vorhin habe ich dann noch beim Googlen gelesen, dass
man sich und den Webserver- Account mit vigr -s der lpadmin- Gruppe
hinzufügen muss, davon stand aber in den anderen Anleitungen nichts.
Stimmt das, und gibt es noch irgendwelche "Kleinigkeiten", die man
wissen sollte? Oder gibt es vielleicht eine eine brauchbare und
*vollständige* Anleitung für CUPS unter Debian?
Antwort im Debianforum.de von 'glatzor' am 13.02.2003 08:01:18:
Eigentlich musst Du nicht viel machen:
1. cups und die treiber installieren
2. Schau, ob Du von dem Rechner aus auf Cups zugreifen
kannst. Wenn dort keine GUI installiert ist verwende den Textbrowser
"lynx"
3. Füge bei "<Location /> noch Deinen IP-Adressenbereich
ein. Bei mir 10.1.1.0:
<Location />
Order Deny,Allow
Deny From All
Allow From 127.0.0.1
Allow From 10.1.1.*
</Location>
Ebenso bei <Location /admin>
4. Jetzt solltest Du auch von Deinem Lan aus auf die
Cups-Seiten zugreifen können.
5. Wenn Du XP oder 2000 verwendest kannst Du auch über
http-Drucken und benötigst kein Samba. Gebe beim Druckerdialog
folgende URL für Deinen Drucker an:
http://SERVERNAME:631/printers/DRUCKERNAME
6. Ansonsten änderst Du nur noch das Druckersystem in Samab
auf cups.
7. Es ist auch hilfreich die /etc/printcap zu löschen und
durch einen symbolischen Link auf /etc/printcap.cups zu ersetzen.
Eine freundliche Antwort, schade nur, dass die frische
Standardinstallation von "Woody" anscheinend bei mir nicht so wie
beschrieben funktioniert. Selbst lokal kann ich nicht auf das
Web-Interface von CUPS zugreifen.
15-Feb-2003
Ich beende mein kurzes Intermezzo mit Debian, nachdem ich gelesen
habe, dass man besser gar nicht erst versuchen sollte, einen aktiven
ISDN- Apdater unter Debian zum netzwerkweiten Faxen in Betrieb zu
nehmen.
Ich installiere Red Hat Linux 8.0 auf dem Testserver und der
Print-Server läuft nach wenigen Minuten problemlos. Warum nicht gleich
so?
18-Feb-2003
Netsaint
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