Für die bereits im August 2002 angekündigten und schliesslich am
28-Jan-2003 zunächst für die Windows- Plattform freigegebene Version
7 wurde die Rendering Engine von Grund auf neu
geschrieben; der Browser wurde damit rasant schnell, beispielsweise
werden Tabellen in nie zuvor gesehener Geschwindigkeit gerendert. Das
Unternehmen hat nach eigennene Aussagen anderthalb Jahre
Entwicklungszeit für die neue Rendering Engine aufgewendet.
Der Browser unterstützt jetzt folgende Standards:
- DOM Level 2,
- CSS1 und CSS2,
- Dynamic HTML,
- ECMAScript,
- HTML 4.01,
- WML 1.3/2.0,
- TLS 1.0,
- SSL 2 und SSL 3,
- XML,
- HTTP 1.1.
Die in früheren Versionen getrennte SDI- und MDI-Bedienung
wurde vereinigt; durch die MDI-Funktionen (Multiple Document
Interface) lassen sich etwa mehrere Lesezeichen mit einem Mausklick
öffnen oder geöffnete Webseiten abspeichern, um diese später wieder auch
im laufenden Betrieb zu laden. Durch die Verbindung von MDI-Modus und
SDI-Bedienung (Single Document Interface) kann ein weiteres
Opera-Fenster parallel geöffnet werden, das jeweils wieder mehrere
Webseiten innerhalb der Programmoberfläche anzeigt. Als kleine Neuerung
lassen sich nun die Positionen der geöffneten Webseiten in der Page-Bar
per Drag-and-Drop verschieben.
Die Drag-and- Drop-Funktionen wurden grundlegend überarbeite
und erwewitert; beispielsweise können jetzt mit der Maus Lesezeichen
gespeichert oder Links auf dem Desktop abgelegt werden.
Die Hotlist wurde kompakter gestaltet; sie enthält nun eine
Übersicht mit den Lesezeichen, E-Mails, Kontakten, der History-Funktion
und den Sidebars. Die Hotlist zeigt nun auch alle geöffneten Webfenster
sowie alle auf einer geöffneten Seite befindlichen Links. Bei Bedarf
lässt sich die Link- Ansicht sperren, so dass man auf diese auch noch
zugreifen kann, wenn man sich auf einer anderen Site befindet.
Mit The Wand erhält Opera einen "One-Click"- Log-In- und
Passwort-Manager. Log-In- Felder mit bekannten Passworten werden mit
einem goldenen Rand versehen, Zugang erhält man dann durch Klicken auf
das Wand- Icon oder die Tastenkombination <CTRL>+<Enter>.
Ein neues Links-Panel führt alle Links auf einer Webseite
zusammen, kann aber auch "gelockt" werden, so dass die Links einer Seite
auch dann noch zur Verfügung stehen, wenn der User bereits auf einer
anderen Seite surft. Auch soll die Installation neuer Skins vereinfacht
und das Panel- Management deutlich verbessert worden sein. Darüber
hinaus können User nun mehrere User-Style-Sheets definieren.
Fast Forward ähnelt zwar Mozillas Link Prefetching,
doch statt spezieller Tags, die für das automatische Laden bestimmter,
verlinkter Webseiten zuständig sind, versucht Opera herauszufinden,
welcher Link einem "Next Page Link" am ehesten gleichkommt. Dieses
Feature kann auch mit "The Wand" kombiniert werden.
Mmit der Funktion Spatial Navigation wird die Navigation
innerhalb von Webseiten über die Tastatur vereinfacht: Mit einem Druck
auf die <Shift>+<Cursor>- Tasten wird die Bewegung von Link zu Link oder
zu anderen Seitenelementen ermöglicht; so können auch auf dem Bildschirm
nebeneinander liegende Links sehr leicht besuchen, selbst wenn man sich
auf einer Seite mit Tabellenstruktur oder Frames befindet. Ursprünglich
stammt die Spatial Navigation aus der Opera-Version für iTV und
wurde nun auch in die Version für Desktop-Rechner integriert.
Durch Einbindung eines so genannten Small-Screen- Renderings
können Web-Designer mit einem Tastendruck (<Shift>+<F11>) überprüfen,
wie die eigene Website auf PDAs, Smartphones oder Handys aussieht.
Der neue E-Mail- und News-Client M2 enthält einen integrierten
Spam-Filter, sortiert Nachrichten nach Kontakten und soll durch
Funktionen wie QuickReply und QuickFind zügiger in der Bedienung sein.
Der E-Mail-Client beherrscht POP3, IMAP sowie ESMTP und kann auch auf
News-Server mit Kennwort-Anmeldung zugreifen.
Opera 7 unterstützt nun auch Favicons und gibt sich beim
Browsen standardmässig als Internet Explorer 5.5/6.0 aus; dies
ermöglicht es, Webseiten zu besuchen, die Nutzer ohne die passende
Browser-Kennung aussperren, auch wenn der verwendete Browser alle
notwendigen Funktionen beherrscht.
Ferner wurde das Abweisen von Pop-Up-Fenstern überarbeitet, so
dass Opera nun zwischen angeforderten und automatischen Pop-Ups
unterscheiden kann.
Über Skins lässt sich das Aussehen ohne großen Aufwand
verändern. Zudem lassen sich alle Navigationsleisten beliebig
konfigurieren und auf Wunsch auch ausblenden.
Erweitert wurde auch die Unterstützung für den Mehrbenutzerbetrieb:
Um den Browser durch unterschiedliche Nutzer verwenden zu können, ist es
nun optional möglich, verschiedene individuelle Konten anzulegen.