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HBCI mit GnuCash
Software :
Gnome : GnuCash : HBCI
: Übersicht
30-Okt-2003/09-Jan-07
Übersicht
Die Versionen ab 1.8.0 (Februar 2003) unterstützten Homebanking über
HBCI mit Hilfe der OpenHBCI-Bibliothek. Wenn GnuCash mit
HBCI-Unterstützung compiliert (übersetzt) wurde, kann man die
Einrichtung des HBCI-Zugang über den Menüpunkt "Werkzeuge->HBCI
Einrichtung" im Hauptfenster vornehmen. Nachdem die HBCI-Einrichtung
abgeschlossen wurde und die Bank den Zugang aktiviert hat, können dann
in den entsprechenden Kontofenstern HBCI-Aktionen über das Untermenü
"Aktionen ->Online Aktionen" ausgeführt werden.
Änderung der verwendeten HBCI Version
Mit einigen Banken funktionieren nur bestimmte Versionen der HBCI
Spezifikation. Die von OpenHBCI verwendete HBCI-Version kann mit dem
Knopf "HBCI Version" im "HBCI Einrichtungs"-Assistent verändert werden.
Falls dies fehlschlägt, kann die HBCI-Version auch manuell geändert
werden, wie auf der OpenHBCI-Seite beschrieben.
Getestete Banken
Eine Liste mit schon getesteten Banken wird im LinuxWiki gepflegt:
Gemeinsame Konfiguration mehrerer Linux OpenHBCI- Programme
Es ist möglich, mit mehreren Linuxprogrammen die gleiche
HBCI-Konfiguration zu benutzen, solange die Programme den HBCI-Zugang
über die Bibliothek OpenHBCI realisieren. Dies ist z.B. der Fall bei der
Kombination GnuCash und aqmoney oder KOpenHBCI. Die Einrichtung des
HBCI-Zugangs braucht dann nur einmal erfolgen, und außerdem kann in
allen Programmen die gleiche HBCI-Konfigurations-Datei verwendet werden
(standardmäßig ~/.openhbci).
Beim Einrichten des HBCI-Zugangs in GnuCash wird zuerst nach der
Konfigurations-Datei von OpenHBCI gefragt. Ist diese schon vorhanden,
gibt man im Einrichtungs-Druiden den Dateinamen der vorhandenen
Konfigurations-Datei an und kann dann gleich die Zuordnung der
HBCI-Konten zu GnuCash-Konten vornehmen.
Der Dateiname, den man dort angibt, wird von GnuCash in der
GnuCash-Datei gespeichert. Die HBCI-Konfigurationsdatei selber wird von
GnuCash nie selbst geändert, sondern immer nur über OpenHBCI verwendet.
Das heißt: Wenn noch ein anderes Programm (z.B. aqmoney) auf OpenHBCI
zugreifen soll, kann man dieses Programm die gleiche
OpenHBCI-Konfigurationsdatei benutzen lassen, und dann ist ein
abwechselnder Zugriff auf die OpenHBCI-Konfiguration problemlos möglich.
Bei aqmoney würde das mit der Kommandozeilenoption "aqmoney -C
/meine/konfigurations/datei ..." geschehen, z.B. "aqmoney -C ~/.openhbci
...".
Wenn ein Onlinebanking-Programm eine andere (eigene) HBCI-Bibliothek
verwendet, wie z.B. moneyplex, greift dieses nicht auf die gemeinsame
OpenHBCI-Zugangkonfiguration zu. Stattdessen muss der HBCI-Zugang dort
komplett separat eingerichtet werden.
Schlüsseldateien und Sicherheitsmedien fremder HBCI-Programme
Bei Chipkarten dürften keine größeren Probleme auftreten, wenn sie
auch mit mehreren HBCI-Bibliotheken verwendet werden.
Die Schlüsseldateien/disketten aus anderen Onlinebanking-Programmen
(z.B. Quicken, StarMoney, moneyplex) können normalerweise nicht in
GnuCash/OpenHBCI weiterverwendet werden (Ausnahmen siehe nächster
Absatz). Soll das alte Programm weiterhin benutzbar bleiben muß eine
weitere HBCI-Benutzerkennung für OpenHBCI bei der Bank angefordert
werden. Dann benutzt jedes Bankingprogramm seinen jeweils eigenen
Schlüssel1. Wenn man die neue Benutzerkennung bekommen hat, können für
diese neue Benutzerkennung ganz regulär mit GnuCash für OpenHBCI neue
Schlüssel erzeugt und mit Ini-Brief bestätigt werden.
Mittlerweile können allerdings manche Schlüsseldateien doch von
verschiedenen HBCI-Bibliotheken gemeinsam benutzt werden. Für OpenHBCI
gibt es dazu sogenannte Medium-Plugins. Im Einzelfall muß zuerst
getestet werden, ob eines der erhältlichen Plugins von OpenHBCI für die
vorhandene Schlüsseldatei auch funktioniert.
Debian und GnuCash/HBCI
In Debian/Sid gibt es das Paket gnucash-hbci. Für Chipcard-Support
braucht man außerdem noch das Paket chipcard-tools, daß den (per Hand zu
konfigurierenden) chipcardd enthält sowie das openhbci-Plugin für
DDV-Chipkarten:
Es gab einen Bug in Gnucash für Debian, der in deutschsprachigen
Menüs verhindert, daß die HBCI-Aktionen im Menü erscheinen. Mit Version
1.8.2-5 wurde eine temporäre Abhilfe geschaffen: Die Menüs erscheinen,
dafür wurde das Tastenkürzel herausgenommen.
Dieser Bug existiert auch noch bis Version 1.8.7-1 und verschwindet,
wenn man mit dem Befehl "apt-get install libglade0" die GLADE-Bibliothek
auf den neusten Stand bringt.
In Debian/Woody und Debian/Sarge gibt es kein Gnucash, das HBCI
unterstützt. Da in Debian/Sarge (a.k.a. testing) inzwischen auch gcc-3.2
als Standard-Compiler verwendet wird, sollte man einigermaßen problemlos
die Pakete für Sid (unstable) verwenden bzw. neu kompilieren können.
Es gibt inoffizielle Pakete für Debian/Woody im Gnome 2.2 Backport,
der von www.apt-get.org verlinkt
wird. Da dies ein eins-zu-eins Backport der Pakete für Debian/Sid ist,
gelten die obigen Erläuterungen. Die Sources-Zeilen gibt es bei
apt-get.org. Außerdem unterstützen diese Pakete möglicherweise noch
keine Chipkarten, so daß man dort selbst libchipcard und libopenhbci neu
kompilieren muss.
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