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Postfix
www.postfix.org.
Software :
Daemons : Postfix : Übersicht
27-Dec-2002/09-Jan-07
Übersicht
Postfix ist, neben Sendmail und
Qmail, einer der populärsten Mail-
Server (Mail Transport Agent, MTA) der GNU/Linux- Welt. Der
Quellcode steht unter der
IBM
Public License zur Verfügung.
Postfix
wurde entwickelt von dem Professor und Sicherheitsexperten
Wietse Venema;
Ziel war es, eine schnelle und vor allem sichere Alternative zu dem damals verrufenen
Sendmail zu konzipieren.
Venema ist immer noch der Hauptautor des 1997 begonnenen
Projektes, das anfänglich von IBM unterstützt wurde. Postfix gilt als
einfacher zu konfigurieren als Sendmail.
Aus der Selbstdarstellung:
»Postfix attempts to be fast, easy to administer, and
secure, while at the same time being sendmail compatible enough to
not upset existing users. Thus, the outside has a sendmail-ish
flavor, but the inside is completely different« (Quelle:
www.postfix.org; Zugriff:
15-Dec-2004).
Aktuelle Version:
- Postfix 2.1, Patchlevel 5 (Stand: Dezember 2004)
Postfix 2.2 (experimental release)
- Postfix 2.0 (Stand: Dezember 2002).
Komponenten
Postfix ist modular aufgebaut; es besteht aus zahlreichen
Einzelkomponenten, den so genannten Modulen (z.B.
master,
bounce, cleanup,
local,
qmgr,
pickup, pipe,
postdrop, smtp, smtpd, trivial-rewrite
usw.). Eingriffe in die verschiedenen Mail Queues sind möglich über eine
Reihe von Tools (z.B. postfix, postalias, postcat, postconf, postdrop,
postkick usw.); die Konfiguration erfolgt über mehrere
Konfigurationsdateien, von denen main.cf und master.cf die zentralen
Komponenten sind; weitere Konfigurationsdateien sind die so genannten
Lookup-Tables wie access,
aliases, canonical, relocated, transport und virtual.
Das Zusammenspiel all dieser Module sieht dann folgendermaßen aus:

Abbildung: Postfix - the Big Picture (Quelle:
www.postfix.org/big-picture.html, Zugriff: 15-Dec-2004).
Siehe hierzu auch:
Receiving
Mail,
Delivering
Mail,
Behind
the Scenes und
Command-line
Utilities.
Auf Grund der modularen Architektur ist es relativ einfach möglich,
andere Komponenten zur Be- und Verarbeitung von Mail in Postfix einzubinden. Der
MTA bietet sich daher zum Aufbau eines viren- und spam-filternden
Mail-Gateways an, das beispielsweise AMaViS,
SpamAssassin und
ClamAV nutzt.
Was Postfix allerdings konzeptionsbedingt nicht leistet, ist die
Auslieferung von Mail an den Mail-Client (Mail User Agent, MUA) –
Postfix ist eben ein MTA und kein Mail Delivery Agent (MDA); zum
Einsortieren der Mail in lokale Postfächer benötigt man also noch einen MDA
wie Procmail bzw. zum Bereitstellen der Mail über POP3 so etwa wie
Qpopper; will man auf die Mailboxen per
IMAp zugreifen, bietet sich beispielsweise
Cyrus-IMAP an.
Version 2.0
Zu den wichtigsten Neuerungen in dieser Version zählen:
- MIME-Unterstützung,
- Konvertierung von 8 auf 7 Bit-Zeichendarstellung wenn
erforderlich
- Neu geschriebener Code zur Nutzung von RBL (Realtime Blacklist),
- Bessere Behandlung von DNS-Problemen im Spam-Blocker
- Virtuelle Domains benötigen nicht mehr in allen Fällen eine
eigene Transport Map
Postfix 2.0 enthält alle Funktionen früherer Versionen ist
abwärtskompatibel.
Dokumentation
Postfix Howtos and FAQs,
www.postfix.org/docs.html.
Mailinglisten
Postfix Mailing Lists,
www.postfix.org/lists.html.
Download
www.porcupine.org/mirmon/postfix-source.html.
www.postfix.org/download.html.
www.postfix.org/ftp-sites.html.
Add-ons
Postfix Add-on Software,
www.postfix.org/addon.html.
Queue aufräumen
Wenn man, aus welchen Gründen auch immer, die Mail-Queue manuell
aufräumen will, kann man mit folgender Kommandofolge Mails an die
Ziel-Domain "example.com" löschen:
mailq | perl -e 'print scalar(<>);
$/=""; while (<>) {s/\n//g; s/\s+/ /g;
print $_,
"\n"}' | grep example.com | awk '{print $1}' | postsuper -d -
Dieses Mini-Skript von Colin Campbell wird eine Weile auf der Festplatte
reumrödeln und anschließend eine Liste von gelöschten Mails ausgeben.
Eine etwas ausgefeiltere Lösung bietet folgendes
Shell-Skript von Paul C:
#!/usr/bin/perl
$| = 1;
$spool = "/var/spool/postfix";
dirstocheck = ("active","deferred"); # can be advisable to include
"incoming" in this array.
foreach ( dirstocheck ) {
$level1 = "$spool/$_";
print "CWD = $level1\n";
opendir(ROOTDIR,"$level1");
DIR1 = readdir(ROOTDIR);
shift DIR1; shift DIR1;
foreach (DIR1) {
$dir1 = $_;
#print "$_\t";
opendir(DIR1,"$level1/$dir1");
DIR2 = readdir(DIR1);
shift DIR2; shift DIR2;
#foreach (DIR2) {
# $dir2 = $_;
# #print "$_\t";
# opendir(DIR2,"$level1/$dir1/$dir2");
# print "$level1/$dir1/$dir2\n";
# DIR3 = readdir(DIR2);
# shift DIR3; shift DIR3;
foreach (DIR2) {
$dir3 = $_;
#print "$_\t";
#print "$dir1/$dir3\t";
open(CMD, "/usr/sbin/postcat $level1/$dir1/$dir3 |
grep PATTERN |");
print ".";
while (<CMD>) {
if (/PATTERN/) {
system "postsuper -d $dir3";
$Match++;
print "*";
last;
}
}
$Count++;
}
#}
}
print "\n\n";
}
print "\nTotal Files : $Count\nMatched Files: $Match\n";
Mit diesem Skript kann man sein Mail-Spool in Notfallsituationen um alles
erleichtern, was "PATTERN" enthält.
Literaturhinweise
Peer Heinlein: Das Postfix-Buch - Sichere Mailserver mit
Linux. SuSE PRESS, Juni 2002. ISBN: 3-935922-41-8, ca. 432 Seiten,
Preis: ca. EUR 46,-.
www.postfixbuch.de.
Gebundene Ausgabe - 500 Seiten - Open Source Press
Erscheinungsdatum: März 2004
Auflage: 2. Auflage (jetzt bei Open Source Press)
ISBN: 393751404X
Preis: EUR 39,90 (versandkostenfreie Lieferung bei Amazon.de)
»Mit diesem Buch, das sich an designierte wie erfahrene
Postmaster wendet, wird erstmals eine ebenso verständliche wie
technisch umfassende Anleitung zum Aufbau eines Mailservers auf der
Grundlage von Postfix vorgelegt«.
Kurzbeschreibung: Dieses Buch hat bereits mit der ersten Auflage
Maßstäbe gesetzt, indem es erstmals in deutscher Sprache auf
technisch hohem Niveau aber dennoch unterhaltsam und verständlich
Aufbau und Wartung von Mailservern beschrieb. Mit der nun
überarbeiteten und erweiterten Auflage hat das Standardwerk erneut
"zugelegt". Nach der umfassenden Klärung von Grundbegriffen und
Basistechnologien (SMTP, POP3, IMAP, Relays, Attachments etc.) geht
das Buch schnell in die Praxis und beschreibt Installation und
Konzept von Postfix, um dann die Feinheiten der Konfiguration zu
erläutern.
Postfix: The Definitive Guide
von Kyle D. Dent
1st Edition December 2003
O'Reilly
ISBN: 0-596-00212-2
264 pages, $34.95 US, $50.95 CA, £24.95 UK
www.oreilly.com/catalog/postfix,
www.seaglass.com/postfix.
Postfix: The Definitive Guide eases readers from the basic
configuration to the full power of Postfix. It discusses the
interfaces to various tools that round out a fully scalable and
highly secure email system. These tools include POP, IMAP, LDAP,
MySQL, Simple Authentication and Security Layer (SASL), and
Transport Layer Security (TLS, an upgrade of SSL). A reference
section for Postfix configuration parameters and an installation
guide are included.
Leseprobe:
Netmarks
Postfix.org: Postfix Frequently Asked Questions,
www.postfix.org/faq.html.
Eine ausführliche und für Betreiber von Postfix-Servern sehr
aufschlussreiche FAQ-Liste.
Kyle D. Dent: Postfix FAQ,
www.seaglass.com/postfix/faq.html.
Eine alternative FAQ-Liste zur Postfix-Mailingliste,
zusammengestellt von Kyle D. Dent.
Pro-Linux.de: Rezension des »Postfix-Buches«, von Michael Hilscher,
www.pl-berichte.de/berichte/postfixbuch.html.
Istvan Sebestyen: Postfix UCE howto,
www.chains.ch/docs/postfix-UCE-HOWTO-de.html.
Patrick Ben Koetter: SMTP AUTH und Client Zertifikat
basiertes relayen,
postfix.state-of-mind.de/patrick.koetter/easterhegg2004.
Newsgroup de.comm.software.mailserver,
de.comm.software.mailserver.
Kyle D. Dent: Troubleshooting with Postfix Logs
(O'Reilly Network, January 2004),
www.onlamp.com/pub/a/onlamp/2004/01/22/postfix.html (Druckversion).
Introduction to Postfix logging and how to increase the level of
information logged.
Kyle D. Dent: Turning Off Body and Header Checks for
Internal Users (How-To),
www.seaglass.com/postfix/turning_off_body_checks.html.
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