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GnuPG
The GNU Privacy Guard.
www.gnupg.org/de/gnupg.html,
www.gnupg.org.
Software : GnuPG :
Übersicht
27-Sep-2002/09-Jan-07
Übersicht
GnuPG ist ein vollständiger und freier Ersatz für PGP. Da die
patentierten Algorithmen IDEA und RSA nicht benutzt wird, kann er ohne
irgendwelche Einschränkungen verwendet werden. GnuPG implementiert den
OpenPGP- Standard, der aus den Datenformaten von PGP 5.x und 6.x
entwickelt wurde, GnuPG ist RFC2440 (OpenPGP) - konform.
PGP (Pretty Good Privacy), auf dem OpenPGP basiert, wurde
ursprünglich von Philip Zimmermann entwickelt und hauptsächlich zur
Verschlüsselung von E-Mails verwendet. PGP benutzt ein Verfahren mit
digitalen Schlüsseln und ermöglicht damit einen sicheren Austausch von
Daten zwischen Personen, die sich noch nie getroffen haben. Durch die
Verfügbarkeit der Quellcodes wurde PGP von Entwicklern in der ganzen
Welt auf so ziemlich jedes Betriebssystem portiert.
PGP verwendet die Algorithmen IDEA und RSA, die leider lange Zeit durch
Softwarepatente geschützt waren. Diese Tatsache führte zur Entwicklung
einer komplett freien Alternative, deren Entwicklung mittlerweile soweit
fortgeschritten ist, daß wir auf eine weitere Beschreibung von PGP
verzichten möchten und auf GnuPG verweisen. Mittlerweile ist dieses
Patent aber abgelaufen, so das auch GPG die RSA Verschlüsselung nutzen
kann.
GnuPG selber ist eine Werkzeug für die Kommandozeile; es ist die
eigentliche Verschlüsselungsprogramm. Es kann direkt von der
Kommandozeile aus, von Shell-Scripts aus oder von anderen Programmen
benutzt werden. Deshalb kann man es als Backend für andere
Anwendungen bezeichnen.
Auf jeden Fall bietet GnuPG, sogar wenn es auf der Kommandozeile
benutzt wird alle notwendigen Funktionen, inklusive einem interaktivem
Menü. Die GnuPG-Kommandos werden immer eine echte Obermenge der
Kommandos sein, über die die "Frontends" verfügen (Quelle:
www.gnupg.org/de/backend.html).
Logo:

Features
- Vollständiger PGP-Ersatz.
- Es werden keine patentierten Verfahren verwendet.
- GPL'ed, vollständig neu entwickelt.
- Kann als Filterprogram verwendet werden.
- Vollständige OpenPGP Implementierung
- Gegenüber PGP erweiterte Funktionalität und einige
Sicherheitserweiterungen gegenüber PGP 2.x
- Ver- und entschlüsselt PGP 5.x Daten.
- ElGamal (Unterschreiben und verschlüsseln), DSA, 3DES, Blowfish,
Twofish, CAST5, MD5, SHA- 1, RIPE-MD-160 und TIGER werden
unterstützt.
- Einfache Implementierung neuer Verfahren durch
Erweiterungsmodule.
- Benutzer-ID wird immer in einem Standardformat erzeugt.
- Unterstützung für Schlüssel- und Unterschriftsverfallsdatum.
- Benutzerführung in Dänisch, Deutsch, Englisch, Esperanto,
Estnisch, Französich, Italienisch, Japanisch, Niederländisch,
Polnisch, Portugiesich (Brasilien), Portugiesich (Portugal),
Russisch, Schwedisch, Spanisch und Türkisch.
- Online-Hilfe.
- Wahlweise anonyme Adressaten.
- Eingebaut Unterstützung für HKP-Schlüsselserver
(wwwkeys.pgp.net).
GnuPG 1.2
Die Verschlüsselungssoftware und PGP-Alternative GnuPG erschien Ende
September 2002 in der Version 1.2. Als neue Funktionen unterstützt die
Version 1.2 jetzt Widerruf- Schlüssel (Designated Revoker Keys).
Der neue "Group"-Befehl ermöglicht, mehrere Schlüssel zusammenzufassen.
GnuPG 1.2 soll noch besser mit PGP 7 zusammenarbeiten, die Option
"--pgp7" stellt sicher, dass verschlüsselte und signierte Nachrichten
von PGP-7-Nutzern auf jeden Fall gelesen werden können. Auch mit
Photo-IDs soll GnuPG jetzt besonders unter nicht-Unix-Systemen besser
umgehen können.
Quelle: Heise Online.
Die Zukunft von GnuPG und GnuPP
Die frei verfügbare und im Quellcode vorliegende
Verschlüsselungssoftware Gnu Privacy Guard (GnuPG) soll nach Plänen von
Sicherheitsexperten im Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des
Gnu-Privacy-Projekts (GnuPP, www.gnupp.de)
nun auch für den professionellen Einsatz tauglich gemacht werden. Ein
entsprechender, mehrere Millionen Euro umfassender Förderungsantrag ist
nach Informationen von heise online im Haus des "Superministers"
Wolfgang Clement anhängig. Zugleich soll GnuPG eine offizielle Zulassung
für den Schutz sensibler Kommunikation in Verwaltung und Wirtschaft
erhalten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
prüft momentan die Voraussetzungen.
Erste Schritte zur Unterstützung von GnuPG durch das
Wirtschaftsministerium reichen bis ins Jahr 1999 zurück, als das
ursprüngliche Linux/Unix-Projekt für Windows-Nutzer erschlossen wurde.
Im März dieses Jahres folgte mit dem Start des Gnu Privacy Projekts, das
von der Gemeinschaftsaktion des Innen- und Wirtschaftsressorts
"Sicherheit im Internet" getragen wird, der Einbau umfangreicher
Test-Möglichkeiten, die den Umgang mit Verschlüsselungssoftware "für
jedermann" möglich machen sollen. Folgerichtig sind IT-Referenten des
Wirtschaftsministerium jetzt an der Etablierung eines umfangreichen
Support-Projekts für GnuPG und den Aufbau permanenter Anwenderforen. Zur
professionellen Weiterentwicklung der Krypto-Software soll ferner die
Programmierung eines Plug-Ins für die verbreitete Groupware Lotus Notes
dienen. Auch das Design einfach zu bedienender Benutzeroberflächen für
weitere Betriebssysteme wie Mac OS X ist vorgesehen.
Ein zusätzlicher Baustein der GnuPG-Professionalisierung ist die
Zulassung der Software für den Geheimnisschutz. "Der Druck aus der
Wirtschaft ist da, Vertraulichkeit auf diese Weise zu gewährleisten",
heißt es zur Begründung aus dem Wirtschaftsministerium. Die Chancen
stehen gut, dass das zuständige BSI das nötige Placet bald erteilt: Da
der Quellcode von GnuPG offen liegt, gilt die Software im Gegensatz zu
proprietären Lösungen als besonders transparent. Experten gehen davon
aus, dass damit Hintertüren, die sich Hacker, Geheimdienste oder andere
Regierungsstellen gern offen halten würden, leichter zu entdecken und zu
verhindern sind. Einer formellen Zertifizierung bedarf die Zulassung
nicht. Um die Interoperabilität mit anderen, vom BSI gut geheißenen
Verschlüsselungs-Mailstandards wie Sphinx oder S/MIME zu gewährleisten,
ist eine entsprechende Lösung für GnuPG in Arbeit. Mit der
Fertigstellung wird im Frühjahr 2003 gerechnet.
Beobachtern gilt das Fördervorhaben des Wirtschaftsministeriums, das
während der gesamten laufenden Legislaturperiode jedes Jahr vier
Millionen Euro zur Verfügung stellen soll, als "Nagelprobe" für die
Entwicklung einer Gesamtstrategie der Bundesregierung zum verstärkten
Einsatz von Open-Source-Software. Bislang führt Freie Software ein
Inseldasein in der Verwaltung, obwohl der Kostendruck bei alternativen
Lösungen seit der Einführung der umstrittenen neuen Lizenzpolitik
Microsofts stark zugenommen hat. Im Bundesinnenministerium gab es in
jüngster Zeit nach Meinung von Beobachtern gewisse Anzeichen, dass dort
Open Source nur noch bedingt als opportun gilt. So sei beispielsweise
ein Gutacher aufgefordert worden, Referenzen auf Ansätze zur Verwendung
frei verfügbarer Software aus seiner Arbeit zu streichen. Ein Sprecher
von Innenminister Otto Schily betonte gegenüber heise online allerdings,
dass im Rahmen einer Projektgruppe im IT-Stab des Hauses nach wie vor
"das Potenzial freier und offener Software für die öffentliche
Verwaltung entwickelt" werde.
Quelle: Heise Online/ Stefan Krempl.
Plattformen
GnuPG arbeitet hervorragend auf GNU/Linux mit x86, Alpha, MIPS,
Sparc64, M68k oder PowerPC CPUs. GnuPG kann einwandfrei auf GNU/Hurd
übersetzt werden. Da Mach aber keinen Zufallsgenerator hat, sollte GnuPG
dort nicht für ernsthafte Anwendung verwendet werden.
FreeBSD mit x86 CPU funktioniert sehr gut.
OpenBSD funktioniert sehr gut (x86 CPU?).
GnuPG lässt sich noch auf vielen anderen Systemen übersetzten und
funktioniert dort gut, aber durch das Fehlen einer gut ausgetesteten,
zuverlässigen Entropiequelle sollte es dort nur mit einiger Vorsicht
eingesetzt werden. Es gibt Erfolgsmeldungen von diesen Systemen:
- AIX v4.3,
- BSDI v4.0.1 with i386,
- HPUX v9.x, v10.x und v11.0 mit HPPA CPU,
- IRIX v6.3 mit MIPS R10000 CPU,
- MP-RAS v3.02,
- OSF1 V4.0 mit Alpha CPU,
- OS/2 Version 2.
- SCO UnixWare/7.1.0.
- SunOS, Solaris auf Sparc und x86,
- USL Unixware v1.1.2,
- Windows 95 and WNT mit x86 CPUs.
Quelle:
www.gnupg.org/de/gnupg.html.
Download
Frontends
Hier eine Liste sonstiger Software mit Unterstützung von GnuPG:
- GPA soll die Standard-GUI für GnuPG
werden.
- Seahorse
ist eine GNOME-Oberfläche für GnuPG.
-
GnomePGP ist eine GNOME-Oberfläche um GnuPG zu steuern.
- Geheimniss ist
eine KDE-Oberfläche für GnuPG.
-
TkPGP eine weitere graphische Oberfläche für GnuPG.
- pgpgpg ein
Kommondozeilen-Adapter, mit dem man für PGP geschriebene Scripts mit
GnuPG verwenden kann.
- Mutt ist ein moderner MUA
(Mailprogramm) mit vollständiger MIME- und GnuPG/PGP-Unterstützung,
Herunterladen der
internationalen Version.
-
Mailcrypt für Emacs. Evtl. brauchen Sie die neuesten
Patches bis eine
neue Version von Mailcrypt erscheint.
- Mew unterstützt GnuPG.
- exmh ist ein auf Tcl/Tk
aufbauender MUA.
- pgp4pine ist ein
Pine-Filter um PGP-Nachrichten zu bearbeiten.
- Ein weitere Pine-Filter namens gpg4pine gibt es bei
azzie.robotics.net.
- pgpenvelope
ist ein Pine- und procmail-Filter, das es erlaubt E-Mails mittels
GnuPG zu bearbeiten.
- privtool.
- NSBD, das
"Not-So-Bad" Verteilungssystem.
- XFmail arbeitet mit GnuPG
zusammen.
- Soupermail ist
ein vielseitiges HTML-Formular-Programm.
- MagicPGP
ist eine weitere Sammlung von Scripten um GnuPG mit Pine zu
benutzen.
-
PinePGP ist ein weiterer Pine-Filter für GnuPG.
- XAP ist der
X-Anwendungs- und Dateimanager ("application panel and
filemanager").
- WinPT is ein Programm für
MS-Windows, das GnuPG in dessen Desktop integriert.
- KMail für den KDE-Desktop
verwendet auch GnuPG.
Quelle:
www.gnupg.org/de/frontends.html.
Siehe auch
Netmarks
Philip Zimmermann,
www.philzimmermann.com.
Heise Online: "Neues GnuPG", Meldung vom 25.09.2002
17:00,
www.heise.de/newsticker/data/pab-25.09.02-000.
Heise Online: "Wirtschaftsministerium hat große Pläne mit
freier Verschlüsselungssoftware", Meldung vom 18.11.2002 16:17,
www.heise.de/newsticker/data/jk-18.11.02-001.
Anmerkungen
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Online: 17 aktive User.
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