Kefk Network Home Kefk Network : Kefk Network GNU/Linux GNU/Linux | Über Kefk Network GNU/Linux About | Kefk Network GNU/Linux Wiki Wiki. Changelog | Index | Inhalt | Site Map | Suchen
Administration | Akteure | Anwendungen | Berlin | Business | Chronik | Counter | Desktop | Development | Distributionen | Dokumentation | Hardware | Jobs | Kernel | Lernen | Literatur | Meinung | Microsoft Windows | Netmarks | News | PDA | Praxis | Reviews | Server | Shell | Shopping | Software | Standards | Tagebuch | Theorie | Window Manager | Worldwide | X11.

 

Argumente gegen GNU/Linux

Von Agon S. Buchholz, Februar 2003 ff.

Meinung : GNU/Linux : Contra : Übersicht
16-Feb-2003/09-Jan-07


Übersicht

Dieser Abschnitt ist Bestandteil des Diskurses über GNU/Linux; er fasst stichpunktartig die Argumente gegen Free Software, Open Source und GNU/Linux zusammen und referenziert ggf. auf mögliche Lösungsansätze.

Ich habe die jeweiligen Argumente nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und mich bemüht, die Aussagen sowie die dazugehörigen Anmerkungen und Gegenargumente bestmöglich durch Fakten zu untermauern. Möglicherweise ist mir das nicht in jedem Fall gelungen; ich freue mich daher über Anmerkungen, Korrekturen und Ergänzungen:

GNU/Linux ist schwerer erlenbar als Windows oder MacOS

Fakten:

  • Die Lernkurve von GNU/Linux verläuft i.d.R. für den Benutzer unerfreulich.
  • Die wichtigste Benutzerschnittstelle, das CLI, ist zwar effizient für Könner, aber unfreundlich gegenüber Lernenden ("rm -rf").
  • Der Schulungsaufwand für GNU/Linux- basierte Systeme ist de facto höher als der für Windows- Systeme, da Benutzer i.d.R. Vorkenntnisse für Windows besitzen, nur selten jedoch welche für UNIX.
  • Unter GNU/Linux gibt es keine betriebssystemweiten und konsequent eingehaltenen Konventionen und Standards wie unter Windows; der auf IBM zurückgehende CUA-/ SAA- Standard wird zwar seit MS-DOS, OS/2 und Windows auf den entsprechenden Systemen umgesetzt, ein vergleichbarer Standard existiert für GNU/Linux jedoch nicht.

Viele wichtige Anwendungen fehlen unter GNU/Linux

Fakten:

Nahezu keine aktuelle Office- Software existiert in Portierungen für GNU/Linux; bei Textverarbeitungen und Tabellenkalkulationen gibt es Workarounds und einige Alternativen (OpenOffice.org, StarOffice u.a.), einige Anwendungsgruppen sind unter GNU/Linux jedoch überhaupt nicht vertreten

  • Beispielsweise gibt es keinen visuellen HTML-Editor mit Site- Management- Funktionalität, der auch nur ansatzweise mit Produkten wie Microsoft FrontPage, Macromedia Dreamweaver oder Adobe GoLive! vergleichbar wäre.
  • Es existiert keinerlei professionelle DTP-Software; TeX und LaTeX ist keine Option für Werbegrafiker oder Zeitschriftensatz.
  • Es existiert keinerlei professionelle Bildbearbeitung; The GIMP ist keine Option, da keine Farbseparation unterstützt wird.
  • Es gibt sehr wenige branchenspezifische Lösungen für GNU/Linux.
  • Bis auf wenige Ausnahmen gibt es keinerlei aktuelle, mit Windows vergleichbare Spiele für GNU/Linux.

GNU/Linux unterstützt kein Multimedia

Auch hier muss eine differenzierte Betrachtung erfolgen.

Fakten:

  • Es existieren sehr wenige professionelle Audio- und Videoeditoren unter GNU/Linux.
  • Typische Musiker-Hardware (Sequencer, MIDI-Equipment, digitale Mischpulte etc.) wird i.d.R. von GNU/Linux derzeit nicht unterstützt. Den Standard setzt auch hier mittlerweile Windows.
  • Aktuelle Video-, TV- und Framegrabber- Hardware wird nur partiell durch GNU/Linux unterstützt; es existiert eine relativ ausgereifte Unterstützung für einige verbreitete Chipsätze (BT*), TV und Harddisk- Recording unter GNU/Linux ist jedoch noch ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang.
  • Das derzeit verbreitete Sound- Subsystem OSS kann die zahllosen Funktionen aktueller Soundkarten nicht unterstützen; das leistungsfähigere ALSA- System befindet sich noch im Betastadium und lässt sich derzeit nicht mit Standard- Kerneln nutzen.

Die Situation wird nur teilweise durch unzureichende Unterstützung durch die Hardware- Hersteller bedingt; problematisch ist -- wie im Druckerbereich, dass es keine einheitliche Systemschnittstelle zu den Audio- Funktionen des Linux- Kernels gibt.

Die Dokumentation zu GNU/Linux ist schlecht

Auch hier muss man wieder differnzierter herangehen.

Fakten:

  • Es gibt eine Unmenge an frei verfügbarer Dokumentation zu GNU/Linux im Internet sowie im Lieferumfang nahezu jeder Distribution.
  • Teilweise ist die Dokumentation veraltet oder fehlerhaft.
  • Die Dokumentation ist nur teilweise übersetzt; sie liegt i.d.R. in englischer Sprache vor. Teilweise sind die Übersetzungen stümperhaft und voller Fehler.
  • Es gibt keine Prüf- oder Kontrollinstanz, die beispielsweise die Arbeiten im LDP zertifiziert und überprüft, ob ein bestimmtes HOWTO beispielsweise noch aktuell ist.

Das Updaten ist ein Glücksspiel

Die Aktualisierung eines aktuellen Windows- Betriebssystems ist innerhalb der empfohlenen Migrationspfade sicher; die Installations-, Reparatur- und Aktualisierungsroutinen sind millionenfach geprüft und zuverlässig. Probleme treten nur in seltensten Ausnahmefällen auf.

Bei GNU/Linux ist die Aktualisierung einer Distribution bei jeder Version ein Glücksspiel; es kann problemlos funktionieren, es sind jedoch auch Fälle bekannt, bei denen Fehler in der durch Fehler in der Update- Routine wichtige Daten gelöscht oder Partitionen überschrieben wurden. Ob ein Update funktioniert oder nicht ist hochgradig distributionsabhängig und teilweise Glückssache.

GNU/Linux ist zwar tausendfach im Einsatz, die meisten Distributionen durchlaufen jedoch nur sehr oberflächliche Betatests. Eine absolute Ausnahme bildet Debian GNU/Linux:

  • Die Update- Mechanismen dieser nichtkommerziellen Distribution sind überragend und "rock-solid".
  • Ausserdem hat Debian mit seinen fast zweijährigen Release- Zyklen die längsten Testphasen aller großen Distributionen.
  • Hinzu kommt noch die intensive und ausführliche Testphase der Varianten "Testing" und "Unstable".
  • Debian ist die einzige Distribution mit einem funktionierendem Downgrade- Konzept, beispielsweise von "Unstable" auf "Testing", oder von "Testing" auf "Stable" (Debian GNU/Linux 3.0 "Woody").

Die Update-Mechanismen folgender Distributionen gelten als relativ stabil:

  • Debian GNU/Linux: 2.2 <-> 3.0, 3.0 <-> "Sarge", "Sarge" <-> "Sid".
  • Red Hat Linux: 7.3 -> 8.0, 8.0 -> 8.1
  • Mandrake Linux: keine gravierenden Probleme mehr bekannt bei den letzten Releases.
  • SuSE Linux: die schwerwiegendsten Probleme scheinen beseitigt zu sein.
  • Slackware: keine negativen Erfahrungen bekannt (?).

Automatische Mechanismen zum Einspielen von Sicherheits- Updates oder Bugfixes besitzen nur die großen Distributionen; auch hier verfügt Debian GNU/Linux über den mit Abstand zuverlässigsten Mechanismus (apt-get bzw. dselect via HTTP oder FTP), aber auch Red Hats up2date ist zuverlässig, aber nach dem Testzeitraum teuer; alternativ können inoffizielle Repositories via apt-rpm genutzt werden. SuSE und Mandrake verfügen ebenfalls über vergleichbare Aktualisierungsmechanismen.

Ständiger Wandel und Instabilität

"Nichts ist so beständig wie der Wandel", zumindest in der GNU/Linux- Welt; der Zwang zu permanenten Updates bewirkt Instabilität und eine sich permanent verändernde Arbeitsumgebung. Datenformate sind zwar meist offen, verändern sich jedoch ständig, oder Programme werdenersetzt durch andere Produkte mit inkompatiblen Datenformaten.

Im Gegensatz dazu gibt es in der Windows- Welt bei den führenden Applikationen stabile Datenformate, die zwar i.d.R. proprietär sind, dafür aber de facto- Standards bilden.

Eine Hölle ist die "dependency hell" unter GNU/Linux; Paketformate wie RPM oder DEB beinhalten Informationen über die Abhängigkeiten eines zu installierenden oder zu deinstallierenden Paketes; dadurch werden ständig Pakete gelöscht, oder Unmengen uninteressanter Dependencies installiert, oder die Installation eines Paketes verhindert aufgrund von nicht lösbaren Abhängigkeiten.

Die einzige Distribution, die diese Hölle in den Griff bekommen hat, ist Debian GNU/Linux; durch die extrem leistungsfähige Paketverwaltung und die phantastische Internet- basierte Infrastruktur mit zahllosen gespiegelten Repositories gibt es eigentlich nie nennenswerte Probleme mit ungelösten oder unlösbaren Abhängigkeiten, zumindest nicht bei den Varianten "Stable" und "Testing". Der Benutzer wird vollkommen von Details entlastet, die zur Installation einer Applikation notwendig sind: Dselect oder aptitude lösen die Abhängigkeiten intelligent und weitestgehend automatisch auf.

Nur: Warum sind die Anbieter kommerzieller Distributionen nicht in der Lage, vergleichbar mächtige Tools zur Verfügung zu stellen?

GNU/Linux ist anwenderfeindlich

Die Benutzung von GNU/Linux ist sowohl für normale Benutzer ("Joe User") als auch für Administratoren riskanter und fehleranfälliger; die Wahrscheinlichkeit eines ungewollten Datenverlustes ist bei GNU/Linux daher grösser als bei einer aktuellen Windows- Version.

Man könnte auch pointiert formulieren, GNU/Linux sei unmenschlich, da die Shell eine Benutzerschnittstelle ist, die dem Naturell der meisten Menschen widerspricht; die meisten Benutzer, das schliesst auch Administratoren ein, funktionieren visuell, auditiv und/oder haptisch besser alls abstrakt auf der Basis von Kommandos. Auch ist die Gedächtnisleistung bei visuellen Reizen nach Erkenntnissen der Kognitionswissenschaft besser als die beim Erlernen von abstrakten Kommandos. Visuelle Schnittstellen sind aufgrund der immens gestiegenen Rechenleistung heutzutage möglich, es gibt daher eigentlich keinen Grund, auf sie und ihre Vorteile zu verzichten (haptische oder auditive Benutzerschnittstellen gibt es bisher nur bei Star Trek und beim Militär ;).

Je nach individuellem Typus kann das Arbeiten mit GNU/Linux extrem zeitraubend und iffezient sein, selbst bei der Erledigung einfachster Aufgaben.

Beispiele:

  • Das Konfigurieren eines aktiven ISDN-Adapters unter einem beliebigen aktuellen GNU/Linux zum netzwerkweiten Versenden und Empfangen von Telefaxen kann Wochen dauern und dennoch erfolglos bleiben (Dauer unter Windows 2000 Server: etwa zehn Minuten).
  • Das Einrichten eines Netzwerkdruckers über CUPS und Samba kann unter Debian GNU/Linux Tage dauern und dennoch erfolglos bleiben (Dauer zur Lösung derselben Aufgabe unter Windows 2000 Server: etwa drei Minuten).

Je nach individuellem Typus kann aber auch genau das Gegenteil eintreten: Ein begabter Programmierer entwickelt möglicherweise den fehlenden Treiber einfach selbst, oder beseitigt Fehler aus einem bereits existierenden.

An der Kommandozeile verursacht das UNIX- Konzept, nur die unbedingt notwendigen Rückfragen zu stellen, für ein höheres Risiko beim ungeübten Benutzer. Alle Windows- Versionen und sogar MS-DOS fragt bei allen kritischen Operationen, teilweise mehrfach, nach, ob die Operation tatsächlich gewollt ist. Die knappe, aber präzise CLI- Benutzerschnittstelle ist konzeptionell genau so gewollt, wie sie realisiert ist: Professionelle und geschulte Anwender sollen ein effizientes Handwerkszeug erhalten, das die notwendigen Arbeiten rasch erledigt; das Risiko verbleibt heutzutage jedoch beim ungeschulten oder unerfahrenen Anwender -- für Systeme ohne ausgebildeten Administrator wurde UNIX allerdings auch nie konzipiert.

Probleme unter den derzeitigen GNU/Linux- GUIs sind weniger konzeptioneller Natur; hier wird zwar versucht, eine benutzerfreundliche Schnittstelle à la Microsoft Windows nachzubauen, mangels Usability-  Tests und Erfahrung der Entwickler mit GUI- Design entstehen zahlreiche inkonsistente und unlogische Elemente, die zu schweren Fehlern führen können. Beispielsweise verhält sich der Gnome- Dateimanager beim Überschreiben von Verzeichnissen anders als der Windows Explorer: Ein vorhandenes Verzeichnis wird bei Nautilus mit dem neuen Inhalt nach einer Rückfrage ersetzt; der Windows Explorer fügt die neuen Dateien dem Verzeichnis hinzu, bietet an, ggf. vorhandene Dateien zu ersetzen, löscht das alte Verzeichnis und seinen Inhalt jedoch nicht.

GNU/Linux eignet sich nicht zum Betreiben von Athlon-basierten SMP-Systemen

GNU/Linux verbraucht bei einem Athlon-basierten SMP-System mehr Strom und generiert mehr Abwärme als dasselbe System unter Windows 2000 oder XP Professional. Unerwünschter Nebeneffekt: Durch die zusätzlich erforderliche Kühlung wird dasselbe System unter GNU/Linux zwangsweise auch lauter.

Der Grund hierfür scheint im fehlenden ACPI- Support in den aktuellen Linux- Kerneln der 2.4-Serie begründet zu sein; das Ressourcenmanagement durch ACPI scheint unter den aktuellen Windows- Versionen wesentlich intelligenter mit Athlon- Prozessoren umzugehen; Erfahrungen mit Pentium 4- basierten SMP- Systemen liegen mir leider nicht vor.

GNU/Linux stellt höhere Hardwareanforderungen als Windows

Auch dieses Argument muss differenziert betrachtet werden, da hier wieder entscheidend ist, welche Anwendungen unter GNU/Linux genutzt werden. Im Gegensatz zu proprietärer Software ist es möglich, ein GNU/Linux- System mit vergleichsweise schmalbrüstiger Hardwareausstattung zu betreiben, beispielsweise durch Verzeicht auf aktuelle Desktop- Umgebungen oder einen reinen Konsolen- Betrieb.

Grundsätzlich sind die Hardwareanforderungen bei vergleichbaren Aufgaben jedoch ähnlich wie bei proprietären Betriebssystemen; allerdings sind einige Treiber für GNU/Linux wenig oder kaum optimiert. Soll unter GNU/Linux eine Multimedia- Spielekonsole gebaut werden, muss möglicherweise sogar leistungsfähigere Hardware genutzt werden als unter einem aktuellen Windows.

Subjektiv ist ist die Performance und Reaktivität des GUI von Windows XP bei gleicher Hardware deutlich besser als die von GNU/Linux mit X11, KDE oder Gnome, allerdings gibt es hierzu keinerlei verlässliche Messungen.

GNU/Linux verfügt über eine schlechte Hardwareunterstützung

Fakten:

  • Die Unterstützung für neue Hardware ist i.d.R. sehr schlecht; selbst wenn Treiber zur Verfügung stehen, werden häufig nicht einmal ansatzweise alle Funktionen unterstützt.
  • Hardware- Hersteller liefern vergleichsweise selten eigene Treiber für GNU/Linux mit ihrer Hardware; gibt es doch einmal Treiber vom Hersteller, sind diese häufig veraltet, liegen nur als Binärdateien vor, sind distributionsspezifisch oder fehlerhaft.
  • Die Installation neuer Hardware ist unter GNU/Linux für einen durchschnittlichen Anwender i.d.R. schwieriger, aufwändiger und fehleranfälliger.
  • Die automatische Hardwareerkennung von GNU/Linux ist distributionsspezifisch; einige Distributionen verfügen über relativ leistungsfähige Mechanismen (Red Hat Linux, Mandrake Linux), andere über nahezu keine Automatismen (Debian GNU/Linux). Wieder andere Distributionen verfügen zwar über eine automatische Hardwareerkennung und -konfiguration, entwickeln diese jedoch als Closed Source (SuSE Linux, United Linux) und führen den Open Source- Gedanken hinter GNU/Linux ad absurdum.
  • GNU/Linux verfügt über weniger integrierte Treiber als Microsoft Windows 2000/XP/2003.

Gegenargumente:

Fehlende Standardisierung, Fragmentierung und Balkanisierung

Ein Problem der aktuellen Distributionen sind die verschiedenen Bibliotheken, Umgebungen und Tools, die jedes Produkt in einer abgewandelten Form einsetzt. Das Schreiben von Applikationen für GNU/Linux ist mit einem enormen und teilweise unnötigen Aufwand verbunden. Programme die unter einer bestimmten Distribution funktionieren, sind häufig unter anderen Distributionen nicht lauffähig. Die LSB ist wegweisend, deren Bemühung sind jedoch noch unzureichend.

Auch Hardware- Hersteller, die Treibern für GNU/Linux anbieten wollen, stoßen auf Probleme. Das Fehlen von standardisierten Schnittstellen zum Kernel, wie sie in jedem anderen System zu finden sind, macht zudem binäre Treiber unter Linux zu einem Glückspiel.

Zunehmende Inkonsistenz des Grundkonzeptes

Das UNIX- Grundkonzept basiert auf der Modularisierung von Aufgaben; die intelligente Kombination einfachster Programme ermöglicht dabei die Lösung komplexer Aufgaben; durch Skripting werden diese Lösungen verteil- und erweiterbar sowie speicher- und reproduzierbar. Dieses Grundkonzept verfolgt auch GNU/Linux; hier werden die GNU-Tools eingesetzt.

Beispiele:

  • Verarbeitung von E-Mail.
    Die (recht komplexe) Verarbeitungskette von Mail unter GNU/Linux besteht aus Fetchmail zum Abrufen der Mail von einem Smarthost, einem lokalen MTA wie Sendmail oder Postfix zum Versenden, Tools wie Procmail und SpamAssasin zum Verarbeiten der Mails, einem lokalen MUA zum Lesen, evl. einem externen Texteditor zum Bearbeiten sowie ggf. einem Tool wie QPopper zum Abrufen der Mails via POP3 vom lokalen MTA usw.
  • Verarbeitung von Text.
    Das Bearbeiten von Text geht unter UNIX- artigen Systemen ebenfalls von einer komplexen Toolchain aus; eingesetzt wird, je nach Art des zu erstellenden Dokuments, u.a. ein Texteditor, ggf. mit Erweiterungen (z.B. psgml-mode des Emacs für SGML- Dokumente), ein Formatierungssystem (troff, nroff, TeX), ggf. eine Schnittstelle dazu (z.B. LaTeX), externe Tools zur Manipulation von Grafiken (z.B. ImageMagick), Parser, Konverter und Viewer usw. sowie u.U. ein GUI wie LyX, Klyx oder TeXmacs sowie anbschliessend ein ebenfalls modulares und austauschbares Drucksystem.

Das Konzept steht im klaren Gegensatz zum Grundkonzept von Applikationen in der Windows- Welt: Hier wird versucht, möglichst funktionsreiche, monolithische Produkte zu produzieren, mit denen unter einer vereinheitlichen Benutzerschnittstelle möglichst viele Aufgaben erfüllt werden können.

Beispiele:

  • Verarbeitung von E-Mail.
    Microsoft Outloook ist nicht nur ein MUA, sondern kann auf verschiedene Formen von Mail-Servern (bzw. MTAs) zugreifen und Mail über verschiedene Protokolle wie POP3, SMTP und IMAP versenden und abrufen, Mails anzeigen, filtern und bearbeiten, Kontakte und Termine verwalten usw.
  • Verarbeitung von Text.
    Eine monolithische Applikation wie Microsoft Word oder Adobe FrameMaker beinhaltet nahezu alle Funktionen zum Erstellen, Formatieren, Bearbeiten, Anzeigen und Ausgaben von Dokumenten; auf externe Tools zum Konvertieren von Grafikformaten etc. muss nur in Ausnahmefällen zurückgegriffen werden, i.d.R. können diese Applikationen Texte auch aus Fremformaten einlesen und in Formaten wie HTML, SGML oder PDF ausgeben. Zum Drucken wird auf das vom Betriebssystem bereitgestellte, standardisierte und nur begrenzt austauschbare Drucksystem zurückgegriffen.

Neuere Entwicklungen, vor allem aus dem Desktop- Bereich, wie Ximians Evolution, der Konqueror von KDE, Gnomes Nautilus, OpenOffice.org usw. unterlaufen dises modulare Konzept; ein früher Vorläufer ist bis zu einem gewissen Grad der monolithische GNU Emacs, der zahllose Funktionen in einer Applikation vereint.

Durch Entwicklungen wie Evolution oder OpenOffice.org wird der modulare Aufbau von typischen UNIX- artigen Lösungen unterminiert, es entstehen mehr oder weniger gelungene Nachbildungen der monolitischen Windows- Applikationen; dies bedingt Inkonsistenzen, da es keinerlei verbindliche, betriebssystemweite Standards gibt; es entsteht ein konfuses, kaum sinnvoll verwaltbares Mischmasch aus UNIX- artigen Modul- Lösungen und Windows- artigen monolithischen Applikationen.

Netmarks

Microsoft.com: Shared Source Licensing Programs from Microsoft,
www.microsoft.com/licensing/sharedsource.

Microsoft's Shared Source Initiative is a source licensing framework that makes source code broadly available while preserving the intellectual property rights that sustain a strong software business. The Shared Source Initiative includes a spectrum of source code access programs and licenses that promote technical innovation and bring value to businesses. Each source licensing program is tailored to the specific needs of a particular Microsoft constituent community.

Microsoft.com: The Microsoft Shared Source Philosophy,
www.microsoft.com/licensing/sharedsource/philosophy.asp.

Over the last few years there has been increasing interest in the multiplicity of software models. Much of this has focused on Open Source Software (OSS)—a label applied to what is in fact a range of models, all of which include the publication of source code. Many of Microsoft's customers and partners have asked us about our source code philosophy and how it compares to other models in the industry today—specifically the OSS model used for such software as the Linux operating system. Microsoft has heard our customers' requests, and we have been studying the OSS model.

OSnews.com: "What the Linux World Needs Now" (Guest Editorial), by Contributing Editor Marco Zanon - Posted on 2003-02-17 09:41:43,
www.osnews.com/story.php?news_id=2837.

»Applications have dramatically improved, too, both in quality and quantity: OpenOffice, AbiWord, Mozilla, Evolution, Gimp are examples of packages allowing Linux to be used for everyday work. So, is Linus Torvalds' creature now ready to conquer the desktop? In my opinion, the answer is "not fully, not for everyone", and the reason is the lack of solid standards, which results in the following problems [...]«.

Anmerkungen

Forum: (Anmerkungen in diesem Forum: )

Neue Anmerkung verfassen
Darstellungsmodus : Alle | Voransicht | Nur Titel | Aktualisieren
Besuchen Sie 2eNetWorX und Open Source & Free Software für weitere freie Software-Projekte unter Win32.

Contra:
Nach oben
Wer ist online?
Name: Besucher.
Online: 8 aktive User.
Login | Logout
Monitoring:
Benachrichtigen bei Änderungen:

mi.gif (12x15 -- 70 bytes)Top-Distributionen:
Debian GNU/Linux 3.1 »Sarge«,
mit Debian-Anwenderhandbuch.


DVD-ROM +
Bonus-DVD
amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 49,90
(versandkostenfrei)


Debian GNU/Linux Power Pack.
von Peter H. Ganten und Wulf Alex.

3540432507.03.MZZZZZZZ.jpg (93x140 -- 3556 bytes)
946 Seiten, zwei DVDs
amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 69,95
(versandkostenfrei)

mi.gif (12x15 -- 70 bytes)Ubuntu:
Ubuntu/Kubuntu 5.10,
mit Handbuch.


amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 29,90
(versandkostenfrei)


mi.gif (12x15 -- 70 bytes)SuSE Linux:
SUSE Linux 10.0 deutsch.
von Novell


amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 48,95
(versandkostenfrei)


SuSE Linux 9.3 Professional
von Novell.


amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 82,99
(versandkostenfrei)


SuSE Linux 9.3 Professional Update.
von Novell


amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 59,95
(versandkostenfrei)

mi.gif (12x15 -- 70 bytes)Red Hat Linux:
Red Hat Linux Professional Workstation.

3827207525.03.MZZZZZZZ.jpg (134x150 -- 5811 bytes)
amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 99,95
(versandkostenfrei)


Red Hat Linux 9 Personal.
Red Hat Linux 9 Professional.

3827207479.03.MZZZZZZZ.jpg (116x140 -- 3312 bytes)
amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)ab EUR 39,99
(versandkostenfrei)

mi.gif (12x15 -- 70 bytes)Literaturhinweise:
Linux Administration Handbook
von Evi Nemeth, Garth Snyder u.a.

0130084662.03.MZZZZZZZ.jpg (104x140 -- 6538 bytes)

Englische Originalausgabe - 850 Seiten - 2002
amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 49,90 (versandkostenfrei)
Deutsche Ausgabe - 998 Seiten - 2003
amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 39,95 (versandkostenfrei)


The Linux Cookbook
von Michael Stutz

1886411484.01.MZZZZZZZ.jpg (110x140 -- 6489 bytes)
Englische Originalausgabe - 306 Seiten - 2001
amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 36,50 (versandkostenfrei)

Linux Cookbook
von Carla Schroder
Englische Originalausgabe (O'Reilly)
553 Seiten - 2004
amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)EUR 40,90 (versandkostenfrei)


Linux Rute User's Tutorial and Exposition
von Paul Sheer

0130333514.01.MZZZZZZZ.jpg (106x140 -- 6836 bytes)
amazon_small.gif (55x15 -- 576 bytes)
Englische Originalausgabe - 630 Seiten - 2001

mi.gif (12x15 -- 70 bytes)Amazon.de:
Suchen in:
Suchbegriffe:
Über Amazon.de
Kefk Network:
Thematisch verwandte Subsites:
Apple, BSD, Hardware, Internet, Microsoft Windows, Networking, Open Content, Open Source & Free Software, Politik, Recht, Safety, Security, Shopping, Software, The Tark, Webworking, Wissen.
Kefk Network Home
Hacker Emblem glider.png (55x55 -- 724 bytes)

 

Weiter ]

URL: http://www.kefk.net/Linux/Meinung/GNU-Linux/Contra/index.asp.
Translate this page to   Service provided by Google.
Website: About | Index | Inhalt | Site Map | Suchen | Wer ist online? | What's new?.
Thematisch verwandte Subsites: Apple | BSD | Open Source | Project »Tark« | Software | UNIX | Windows | Wissen.
Mirrors: Connected | DAHB | Debian-Howto | Jargon File | Linuxfibel | Linux-Buch | RUTE | SelfLinux | TeX.
Ergänzungen, Kommentare und Fragen: Kontakt | Foren | Wiki.
E-Mail: echo "asb at keNOSPAMfk.net"| sed -e "s/ at /@/" -e "s/NOSPAM//".
Registered Linux user: #34377 <http://counter.li.org>.
  Copyright | Credits | Disclaimer | Impressum | Rechtliche Hinweise | Wayback Machine.