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Versionen des GNU/Linux-Kernel

Kernel : Versionen des GNU/Linux-Kernels : Übersicht
06-Nov-2002/09-Jan-07


Übersicht

Aktuelle Kernel-Versionen:

Stand: Mitte Dezember 2003:

  • [ 2.6.x ] - Stabiler Kernel --> 2.6.0 (Release: 18-Dec-2003).
  • [ 2.4.x ] - Stabiler Kernel --> 2.4.22 (Release: 25-Aug-2003).
  • [ 2.2.x ] - Stabiler Kernel --> 2.2.25 (Release: 17-Mar-2003).
  • [ 2.0.x ] - Stabiler Kernel --> 2.0.39 (Release: 09-Jan-2001).

Stand: Ende Oktober 2003:

  • [ 2.6.x ] - Testversion --> 2.6.0-test9 (Release: 25-Okt-2003).
  • [ 2.4.x ] - Stabiler Kernel --> 2.4.22 (Release: 25-Aug-2003).
  • [ 2.2.x ] - Stabiler Kernel --> 2.2.25 (Release: 17-Mar-2003).
  • [ 2.0.x ] - Stabiler Kernel --> 2.0.39 (Release: 09-Jan-2001).

Stand: Ende August 2003:

  • [ 2.6.x ] - Entwicklungs-Version --> Testversion erhältlich (Release: 13-Jul-2003).
  • [ 2.4.x ] - Stabiler Kernel --> 2.4.22 (Release: 25-Aug-2003).

Stand: Anfang März 2003:

  • [ 2.5.x ] - Entwicklungs-Version --> 2.5.64 (Release: 05-Mar-2003);
  • [ 2.4.x ] - Stabiler Kernel --> 2.4.20 (Release: 28-Nov-2002);
  • [ 2.2.x ] - Stabiler Kernel --> 2.2.24 (Release: 05-Mar-2003);
  • [ 2.0.x ] - Stabiler Kernel --> 2.0.39 (Release: 09-Jan-2000).

Stand: Ende November 2002.

  • [ 2.5.x ] - Entwicklungs-Version --> 2.5.50 (Release: 20-Feb-2002);
  • [ 2.4.x ] - Stabiler Kernel --> 2.4.20 (Release: 28-Nov-2002);
  • [ 2.2.x ] - Stabiler Kernel --> 2.2.22 (Release: 16-Nov-2002);
  • [ 2.0.x ] - Stabiler Kernel --> 2.0.39 (Release: 09-Jan-2000).

Aktuelle Informationen und Download der Kernel-Versionen:

Wichtige Kernel-Releases

Folgende wichtige Kernel-Releases gab es bisher:

Version Datum Größe tar.gz Anmerkungen
2.7 ? ? Entwickler-Kernel, geplant; Maintainer: voraussichtlich Linus Torvalds.
           
2.6.3 18 02 2004   Neuerungen:
  • Bug-Fixes,
  • Treiber-Aktualisierungen,
  • Verbesserung der Stabilität und Performance.

 Changelog.
 Download.

2.6.1 09 01 2004   Neuerungen:
  • Diverse Bugfixes;
  • Korrekturen und Erweiterungen beim USB-Support, für I2C und für 64-Bit-CPUs.

 Changelog.

2.6 18 12 2003 k.A.

Neuerungen:

Verbesserungen im Highend- sowie im Embedded-Bereich:

  • besseres Virtual-Memory-Subsystem,
  • neuer Scheduler -  unter hoher Last zuverlässig und effizient arbeiten,
  • Unterstützung für blockorientierte Geräte,
  • besserer Umgang mit großen Massenspeichern,
  • schnellerer IP-Stack,
  • neue Speicherverwaltung,
  • verbesserter Threading-Support (Native POSIX Thread Library, NPTL).

Virtual Private Networks:

  • direkte Kernel-Unterstützung von IPSec,

Verbesserungen für Endanwender und Entwickelr:

  • neues Build-System - beschleunigt das Übersetzen des Kernels,
  • neue Sound-Architektur: ALSA,
  • Unterstützung für ACPI,
  • Unterstützung für USB 2.0,
  • Unterstützung für CAPI 2.0,
  • Unterstützung von IDE-Laufwerken überarbeitet,
  • Unterstützung für Intel Speedstep und AMD PowerNow! - Heruntertakten von Mobil-Prozessoren im laufenden Betrieb,
  • Unterstützung für Hyperthreading,
  • Unterstützung für Enhanced Disk Device Polling (EDD),
  • Unterstützung für Simple Boot Flag (SBF) - erlaubt, nach erfolgreichem Booten künftig den Selbsttest des Systems vom BIOS zu unterbinden,
  • zusätzliche Treiber.

Unterstützung neuer Hardware-Plattformen:

  • m68k-Prozessoren - PDAs,
  • AMD-64-Bit-Architektur,
  • NUMA-Architekturen (Non Uniform Memory Access) - High-End- Bereich.

Maintainer: bis zum Release: Linus Torvalds, danach: Andrew Morton

 Announcement.
 Changelog.

2.6.0-test9 25 10 2003   Testversion des Linux-Kernels 2.6.0.

Änderungen:

  • XFS,
  • CIFS,
  • Treiber für Serial-ATA.
2.4.22 25 08 2003   Release von Marcelo Tosatti, identisch mit Release Candidate 4; wichtige Änderungen: Überarbeitung des ACPI-Supports, Verbesserungen bei Funk-LANs, Bluetooth- und USB-Unterstützung sowie bei 64-Bit-Prozessoren.
 Changelog.
2.5.75 13 07 2003   "Anticipatory Scheduler"
2.2.24 05 03 2003   Release von Alan Cox, identisch mit  2.2.24-rc5; wichtige Änderungen: Falsche Identifikation einiger AMD-Prozessoren behoben; Blockierung beim Lesen einer nicht-blockierenden Pipe beseitigt; Korrektur aller Ethernet-Treiber bezüglich »Padding« (Füllen von nicht genutzten Bereichen in Datenstrukturen bzw. Erzeugung solcher Bereiche für bessere Performance)
 Changelog.
2.2.23 30 11 2002   Release von Alan Cox, identisch mit 2.2.23-rc2; wichtige Änderungen: Beseitigung von lokalen Sicherheitsproblemen; Gameport-Unterstützung des ALI 5451-Chipsatzes; Update des dmi_scan Codes auf den Stand von Kernel 2.4/2.5; Änderung bzw. Beseitigung von einigen Warnungsmeldungen.
2.4.20 29 11 2002   Release von Marcelo Tosatti; enthält massive Updates verschiedener Architekturen und Treiber sowie neue Treiber; der Patch von 2.4.19 auf 2.4.20 ist daher mit 4,1 MB bzip2-komprimiert der zweitgrößte in der Linux-Geschichte. Wichtige Änderungen: Zahlreiche Bugfixes, erweiterte Unterstützung für Hardware, darunter Nvidias neue nForce-Chipsätze, neue Treiber von Intel für die Fast- und Gigabit-Ethernetkarten (e100 und e1000), USB: Massiver Update mit zahlreichen neuen Treibern, ISDN: Unterstützung von Eicon Diva 2.02 und andere Updates, Update von DRM auf den Stand von XFree86 4.2, Updates in Bluetooth, IRDA, IEEE1394, Hotplug, HIL, Netfilter, Update der Treiber für Video-Karten, Update der Dateisysteme befs, Intermezzo, jffs2 und jfs, Beseitigung eines kritischen Fehlers in xfs, der zu Datenkorruption führen konnte.
 Changelog.
2.2.22 16 11 2002    Changelog.
2.4.19 04 08 2002   Aktualisierungen bei der Unterstützung für 64-Bit-Prozessoren (u.a. Intels IA64-Architektur), Verbesserungen im Support für USB (auch für USB 2.0) sowie PCI-Hotplug u.a.
 Changelog.
2.2.21   05 2002    
2.5.50 20 02 2002    Changelog.
2.5.0 23 11 2001   Identisch mit Kernel 2.4.15; Neuerungen: Das IO-Subsystem soll auf große Massenspeicher und hohen Datendurchsatz optimiert werden und der TCP/IP-Stack unter hoher Last performanter arbeiten; neues Schema für Device-Nummern und -Namen (z.B. große Festplatten-Arrays); Verbesserung der Unterstützung von Hot-Plugging-Geräten.
2.4.10         Wechsel auf eine neue Speicherverwaltung (Code von Andrea Arcangeli).
2.4.0 04 01 2001 24.378.762 Verbesserungen beim Umgang mit Multiprozessorsystemen und Speicher bis zu 64 GByte; 64-Bit- Dateisystem; grundlegend überarbeitetes Netzwerk- Subsystem, u.a. mit verbesserten Möglichkeiten beim Packet- Filtering  (iptables) zum Verwalten der erweiterten Routing- und Firewallfunktionen; Raw Devices für direkteren Zugriff auf Massenspeicher, ohne dass die Daten das Cache-Subsystem des Kernels passieren müssen; USB- und I2O- Unterstützung; verbessertes Management von Hardware- Ressourcen inklusive Plug&Play für ISA-Karten und ACPI; generischer Treiber für den Parallelport; Unterstützung für bis zu acht IDE-Controller und CD-ROM-Wechsler; neue Treiber für Sound-, Netz-, Video- und ISDN-Karten, SCSI- Controller, USB-Geräte und einige Winmodems.
2.2 26 01 1999 13.080.195 ipchains
2.0 09 06 1996 5.843.677  
1.2 07 03 1994 2301256  
1.0 13 03 1994 1.259.161  
0.99 12 12 1992 535.946  
0.98.1 04 10 1992 395.513  
0.97 01 08 1992 288.684  
0.96c 05 06 1992 240.789  
0.96   04 1992   Dies war die erste Version mit der es möglich war das X-Window System zu betreiben.
0.95 03 03 1992 141.080  
0.12 16 01 1992 132.391 [05.01.1992?] Dies war die erste Version die mehr Funktionen hatte als unbedingt benötigt werden. Mit dieser Version wurde der Kernel unter die GPL gestellt. Die ältere Lizenz unter der der Kernel stand war in vielen Punkten deutlich strenger.
0.11 08 12 1991 95.592 [19.12.1991?] Dieses war die erste Version die eigenständig, ohne zuhilfenahme eines anderen Betriebssystemes, lauffähig war. Es gab keinen SCSI Support, aber einige Entwickler arbeiteten bereits daran. Voraussetzung war also eine AT-Bus Festplatte. Es gab weder init noch login, nach den Systemstart landete man direkt in einer bash. Es gab Ansätze für die Implementierung von Virtual Memory, es waren aber mindestens 4MB RAM (vier!) notwendig um GNU Programme, insbesondere den GCC benutzen zu können. Ein einfacher Systemstart war aber auch schon mit 2MB möglich.
0.10 11 11 1991 123.051  
0.03 26 10 1991    
0.02 25 10 1991 ? [05.10.1991?] Die erste „offizielle“ Version des Linux Kernels erscheint. Mit dieser Version laufen bereits die bash, gcc, gnu- make, gnu-sed und compress.
0.01 17 09 1991 73.091 [19.01.1991?] Linus veröffentlicht die Version 0.01 des Kernels für einen kleinen Kreis von Leuten die Interesse an der weiteren Entwicklung bekundet haben. Natürlich ist das Archiv mit dieser historischen Version auch heute noch verfügbar: linux-0.01.tar.gz.
  03 07 1991   Einige Gerätetreiber sowie der Festplattentreiber und einige User-Level Funktionen sind implementiert.

Quellen: Linux-Magazin, 10/2001, S. 82; Debian GNU/Linux Anwenderhandbuch,   www.openoffice.de/linux/buch/einfuehrung.html.

Linus Torvalds kontrolliert nach wie vor den Linux-Kernel. Es gibt keinen organisatorisch festgelegten Entwicklerkreis. Vorschläge zum Kernel-Code werden frei entgegengenommen, aber natürlich von dem jeweiligen Maintainer geprüft. Das OpenBSD-Projekt arbeitet mit einer ähnlichen, weniger stark organisierten Struktur.

Ab der Version 2.4 änderte sich die Struktur der Kernel-Entwicklung:

Der Linux-Kernel gilt in einigen wichtigen Bereichen (z.B. NFS, Prozeß-Scheduling, Virtual Memory System) -- vergleichen mit dem FreeBSD-Kernel -- als weniger ausgereift.

Anmerkungen

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