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PCI-Bus
Peripheral Component Interconnect.
Hardware :
Schnittstellen : PCI : Übersicht
11-Jan-2005/09-Jan-07
Übersicht
Der PCI (Peripheral Component Interconnect) stellt
einen standardisierten, 32-Bit breiten Bus zur Verbindung von Peripheriegeräten mit dem
Chipsatz des Prozessors zur Verfügung. Die erste Version dieser
Schnittstelle wurde 1992 von Intel vorgestellt und löste sowohl den
älteren ISA- (16 Bit) als auch den VLB-Bus (32 Bit) der VESA ab. In der
Spezifikation PCI 2.1 wurde der Bus auf 64 Bit erweitert. Die aktuellste
Spezifikation ist PCI 3.0, die im April 2004 standardisiert wurde;
Varianten des PCI-Busses sind PCI-Express und AGP.
Die allgemeine PCI-Unterstützung von GNU/Linux ist mittlerweile ausgereift,
stabil und recht komfortabel; Probleme sind eher im Bereich von
Hardware-Treibern zu erwarten.
Bei Linux-Kerneln > 2.0 gibt
es den Bootparameter »pci=«, mit dem das Verhalten von PCI-Geräten
beeinflusst werden kann; es stehen folgende Optionen zur Verfügung:
pci=bios und pci=nobios, pci=conf1 und pci=conf2, pci=io=, pci=nopeer,
pci=nosort, pci=off und pci=reverse.
Seit Mitte 2004 unterstützen
Linux-Kernel der 2.6er-Serie auch Treiber für PCI-Express-Karten,
beispielsweise aktuelle Grafikkarten von Nvidia; sowohl ATI als auch
Nvidia stellen die Treiber leider nur in Binärform zur Verfügung.
pci.ids
Die PIC-ID kennzeichnet PCI-Geräte. Auf GNU/Linux-Rechnern wird eine
Datei gepflegt, in der IDs, Hersteller, Geräte, Subsysteme und Klassen
verzeichnet sind:
# locate pci.id
/usr/share/misc/pci.ids
Diese Datei wird von verschiedenen anderen Betriebssystem-Komponenten
genutzt, beispielsweise vom
Linux-Kernel, den PCI-Utilities und neuen Versionen von
XFree86 etc. Das
Pciids-Projekt von Martin Mares pflegt diese Liste; wer eine neue
PCI-Karte einsetzt und feststellt, dass diese von Linux nicht erkannt
wird, sollte versuchsweise die Datei pci.id aktualisieren. Ein typische
Indikator ist eine Bootmeldung wie die folgende:
WARNING: unknown PCI device (8086:7180)
Tools
Unter GNU/Linux stehen einige PCI-Utilities zur Verfügung:
lspci
zeigt detaillierte Informationen über alle PCI-Busse und -Geräte
eines Systems an. Das Tool hilft dabei zu überprüfen, ob der Kernel ein
bestimmtes PCI-Gerät kennt. Beispielausgabe eines Routers:
# lspci 0000:00:00.0 Host bridge: ALi Corporation M1541 (rev 04) 0000:00:01.0 PCI bridge: ALi Corporation M1541 PCI to AGP Controller
(rev 04) 0000:00:02.0 USB Controller: ALi Corporation USB 1.1 Controller (rev 03) 0000:00:07.0 ISA bridge: ALi Corporation M1533 PCI to ISA Bridge
[Aladdin IV] (rev c3) 0000:00:09.0 Ethernet controller: 3Com Corporation 3c905C-TX/TX-M
[Tornado] (rev 74) 0000:00:0a.0 Ethernet controller: 3Com Corporation 3c905C-TX/TX-M
[Tornado] (rev 74) 0000:00:0b.0 Network controller: AVM Audiovisuelles MKTG & Computer
System GmbH A1 ISDN [Fritz] (rev 02) 0000:00:0f.0 IDE interface: ALi Corporation M5229 IDE (rev c1) 0000:01:00.0 VGA compatible controller: Matrox Graphics, Inc. MGA 2164W
[Millennium II] AGP
lspci hat mittlerweile das ältere /proc/pci ersetzt.
setpci
ermöglicht es, in die Konfigurationsregister von PCI-Geräten zu
schreiben. Endbenutzer werden dieses Tool eher nicht benötigen.
PCI Watchdog
Auch für GNU/Linux stehen mittlerweile Treiber für PCI Watchdogs
zur Verfügung; ein solches Produkt ist beispielsweise PWDOG1 von QUANCOM
Informationssysteme GmbH.
Netmarks
TLDP: Linux PCI-HOWTO von Michael Will, v0.6h, 24 June 2001,
www.tldp.org/HOWTO/PCI-HOWTO.html.
Bootparameter für die Kontrolle des PCI-Bus Verhaltens,
www.linuxhaven.de/dlhp/HOWTO/DE-BootPrompt-HOWTO-4.html
[deutschsprachig]
The PCI Utilities,
atrey.karlin.mff.cuni.cz/~mj/pciutils.shtml.
The Linux PCI ID Repository,
pciids.sourceforge.net.
Wikipedia: Peripheral Component Interconnect,
de.wikipedia.org/wiki/Peripheral_Component_Interconnect
[deutschsprachig].
PCI-Technologie,
www.pci-card.com/pcialles.htm
[deutschsprachig]
Literatur
Linux Power!
von Frank Gehrke, Günter Klappheck und Peter Glinsky
Verlag: Sybex
Erscheinungsjahr: 2000
ISBN-Nummer: 3-8155-0321-3
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