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Maus
Von Agon S. Buchholz, Januar 2003.
Hardware :
Peripherie : Maus : Übersicht
15-Nov-2002/09-Jan-07
Übersicht
Auch wenn es unter GNU/Linux unter Hardlinern nicht als schick gilt:
Ich arbeite gerne mit der Maus; und noch schlimmer: Ich bin bekennender
Microsoft- Mausnutzer. Von allen Herstellern die ich bisher
kennengelernt habe (Logitech, A4, verschiedene No-Name- Produkte) haben
sich die Microsoft- Mäuse mit Scrollrad (IntelliMouse,
IntelliMouse Explorer) als am langlebigsten, präzisesten und
komfortabelsten erwiesen; insbesondere das Mausrad ist m.E. ein echter
Meilenstein für die Usability gewesen -- und wer das Rad nicht mag, muss
es ja nicht benutzen. In einem Unternehmen, in dem ich das LAN mit etwa
100 Arbeitsplätzen betreut habe, waren die Microsoft- Mäuse jedenfalls
äusserst beliebt, manche Microsoft- Maus bekam dort wohl Beine... Ein
Trost mag für manchen GNU/Linux- Nutzer vielleicht die Tatsache sein,
das Microsoft die Wheelmouse vermutlich nicht erfunden hat, auch
wenn das vielfach behauptet wird.
Die Wheelmouse- Unterstützung unterscheidet sich derzeit noch
heftig zwischen den einzelnen Distributionen; bei
Knoppix
muss man beim Booten den
Parameter knoppix wheelmouse übergeben, dann klappt's
auch dort; bei
Red Hat
Linux funktioniert die Radunterstützung problemlos, sowohl mit PS/2-
als auch mit USB- Modellen.
Mittlerweile habe ich optische Mäuse schätzen gelernt;
Nachwuchs schaffe ich ausschliesslich mit Rad und optischer Abtastung an
(Microsoft IntelliMouse w/IntelliEye, Microsoft IntelliMouse
Explorer bzw. Wireless IntelliMouse Explorer). Der Vorteil
dieser Bauart besteht vor allem darin, dass diese Dinger überhaupt nicht
mehr kaputt gehen, jedenfalls hatte ich bisher noch keinen Ausfall.
Ausserdem gibt es kein Kugellager, das man ab und zu säubern müsste --
und die Präzision ist vergleichsweise überraschend. Probleme bereiten
die meist mit USB- Anschluss ausgestatteten optischen Mäuse unter Linux
nicht, vorausgetzt, es läuft ein Kernel mit USB- Unterstützung; ist das
nicht gegeben, kann man auf USB-PS/2- Adapter zurückgreifen, die
manchen USB- Modellen beigelegt werden oder (überteuert) als Zubehört
nachgekauft werden können.
Problematischer ist die Nutzung der fünf Maustasten, die die
Modelle der Microsoft IntelliMouse Explorer- Baureihe besitzen;
unter Microsoft Windows
stehen exzellente Treiber zur Verfügung, mit denen man die Tasten
weitgehend frei belegen kann, ausserdem unterstützen zahlreiche
Applikationen, nicht nur Microsoft, bereits die zusätzlichen Tasten.
Nach einiger Gewöhnungszeit kann man erheblich schneller im Explorer
oder im Web-Browser arbeiten; unter Windows möchte ich jedenfalls auf
keinen Fall mehr auf die Kombination aus optischer Abtastung, Mausrad
und fünf Tasten verzichten. Unter Linux werden die Extra- Tasten von
keiner mir bekannten Distribution unterstützt, ganz zu schweigen von
Anwendungen wie
Konqueror oder
Nautilus bzw.
Mozilla oder Opera.
Es gibt allerdings Anleitungen, wie man zumindest partiell von den
Extra- Tasten profitieren kann. Unter Linux braucht man m.E. drei
Maustasten und ein Scrollrad, die Extra- Tasten der IntelliMouse
Explorer lassen sich jedoch nur so umständlich und unzuverlässig
belegen, dass ich diese Modelle zur Nutzung unter GNU/Linux nur
eingeschränkt empfehlen kann.
Noch dramatischer ist die Situation mit Wireless- Mäusen
wie der Microsoft Wireless Intellimouse Explorer; auch dabei
handelt es sich um eine Fünf- Tasten- Maus mit Scrollrad und optischer
Abtastung, die jedoch schnurlos arbeitet. Auch hier ist der Betrieb
unter Microsoft Windows
komfortabel und zuverlässig; viel der Funktionalität steckt auch hier im
Maustreiber: Mit zwei "AA Size"- Batterien kann man die Maus etwa drei
Wochen lang betreiben (Akkus sind also angesagt); etwa eine Woche vor
dem Exitus warnt der Maustreiber in einem Dialog, dass die Kapazität der
Stromversorgung bald erschöpft sein wird; einige Tage später folgt eine
weitere Warnung. Unter GNU/Linux existieren vergleichbare Treiber nicht,
die Maus hört also plötzlich und ohne Vorwarnung auf zu funktionieren;
je nach Arbeitssituation kann das lästig bis fatal sein, beispiel kurz
vor Ablauf einer kritischen Deadline (»Wo ist mein
Akkuladegerät...?«, »Hat jemand zufällig zwei Mignon-
Batterien rumliegen...?«). Ich rate daher von der Nutzung einer
drahtlosen Maus unter Linux grundsätzlich ab, bis geeignete Treiber
verfügbar sind.
Mauskonfiguration
Manfred Heyen: Mauskonfiguration,
www.agypt.de/ref/mouse_de.html.
Manfred Heyen: Einrichten der Mausfunktion mit dem
Konfigurationsprogramm gpm,
www.agypt.de/doc/gpmconfig.html.
Netmarks
X mouse wheel scroll page,
www-sop.inria.fr/koala/colas/mouse-wheel-scroll.
Intellimouse Explorer,
www.linuxnewbie.org/nhf/intel/hardware/intellimouseexplorer.html.
LDP: Bus mouse HOWTO,
yolinux.com/HOWTO/Busmouse-HOWTO.html.
Anmerkungen
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