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Demesg auf einem Pmac-System (Apple)
Hardware :
Demesg : Pmac : Übersicht
30-Dec-2002/09-Jan-07
Übersicht
Zu Vergleichszwecken hier eine Ausgabe von Linux 2.2 auf einem
PowerPC (Apple). Die Ausgabe von dmesg ist wiederum eingerückt
dargestellt, die Beschreibungen und Kommentare sind linksbündig
eingefügt. Bei diesem System verwendete ich BootX, das den Kernel aus
MacOS in den Speicher läd und nach Beenden des MacOS den Bootvorgang
übernimmt. Genauso wie bei LILO auf einem Intel-PC, können dem Kernel
aus dieser Anwendung heraus Bootoptionen mitgegeben werden.
device tree used 17860 bytes
PowerPC-Systeme verwenden statt des BIOS eines PC's etwas, was man als
OpenFirmware bezeichnet. Sie hat einen "Geräte-Baum", der so ähnlich wie
ein UNIX-Dateisystem aufgebaut ist. Dieser belegt etwa 16 kB Speicher.
Total memory = 72MB; using 512kB for hash table (at c0280000)
Wieder der gesamte vorhandene physikalische Speicher.
Linux version 2.2.6-15apmac (root@video.linuxppc.org) (gcc version
egcs-2.91.66 19990314 (egcs-1.1.2 release)) #1 Mon May 31 03:54:09 EDT
1999
Die Kernel-Version (2.2.6 Build 15 auf einem Pmac), wer sie kompiliert
hat (root@video.linuxppc.org), welche Version des gcc (oder egcs)
verwendet und wann sie erstellt wurde. Diese Angaben können zu
Diagnosezwecken nützlich sein, da sich manche Kernel-Versionen nicht mit
bestimmten Versionen des GCC vertragen.
PCI bus 0 controlled by bandit at f2000000
PCI bus 1 controlled by chaos at f0000000
Zwei PCI-Busse. OpenFirmware (OF) nennt ihre Controller "bandit" und
"chaos".
System has 32 possible interrupts
via_calibrate_decr: decrementer_count = 100001 (600010 ticks)
Console: colour dummy device 80x25
Calibrating delay loop... 239.21 BogoMIPS
Ahh... die lieblichen BogoMIPS, was so gut wie nichts heisst.
Memory: 69900k available (1532k kernel code, 2184k data, 112k init)
[c0000000,c4800000]
Jetzt sind noch etwa 68 MB Speicher frei, der Rest wurde für den Kernel
und das Grundsystem reserviert.
VFS: Diskquotas version dquot_6.4.0 initialized
POSIX conformance testing by UNIFIX
PCI: Probing PCI hardware
Und los geht's mit dem Scan des PCI-Busses.
USB: Universal USB Driver v$Revision: 1.60 $
USB-OHCI: USB Open Host Controller Interface Driver
USB-HUBD: UUSBD Hub Driver v$Revision: 1.36 $
USB-HIDD: USB Human Interface Devices Driver v$Revision: 1.6 $
USB-HIDBP: USB HID Boot Protocol Driver v$Revision: 1.10 $
Der Kernel unterstützt USB, es sind aber keine USB-Geräte angeschlossen.
adb devices: [2]: 2 2 [3]: 3 1
ADB (Apple Desktop Bus) hat zwei Geräte angeschlossen: Die Tastatur und
die Maus.Weiter unten werden wir sehen, wie sie vom System gefunden
werden.
Linux NET4.0 for Linux 2.2
Based upon Swansea University Computer Society NET3.039
NET4: Unix domain sockets 1.0 for Linux NET4.0.
NET4: Linux TCP/IP 1.0 for NET4.0
IP Protocols: ICMP, UDP, TCP, IGMP
In den Kernel integrierte Netzwerkprotokolle (NET4). Der Begriff IGMP
bezieht sich auf die Multicast-Unterstützung (siehe Stevens für mehr
Infos).
Starting kswapd v 1.5
MacOS display is /bandit/IMS,tt128mb8
Nicht vergessen, "bandit" ist ein PCI-Controller. Ich verwende einen IMS
Twin Turbo 8 MB Video Chipsatz.
Console: switching to colour frame buffer device 80x30
fb0: IMS TT (TVP) frame buffer; 8MB vram; chip version 2
Monitor sense value = 0x73f, using video mode 6 and color mode 0.
fb1: control display adapter
Einige Video-Einstellungen. Bei PowerMac Hardware sind sie eventuell
wichtig bei Verwendung eines kernelnahen Videotreibers, der auf manchen
Systemen Verheerung anrichten kann. Sinnvollerweise überprüft man diese
Ausgaben, wenn ein PowerPC Videoprobleme (d. h. in X) hat.
ADB mouse at 3, handler set to 4
ADB keyboard at 2, handler set to 5
PowerMac Z8530 serial driver version 1.01
tty00 at 0xc900e020 (irq = 15) is a Z8530 ESCC, port = modem
tty01 at 0xc9011000 (irq = 16) is a Z8530 ESCC, port = printer
Hier die ADB-Geräte, auch beide serielle Ports sind gefunden worden. Auf
Macintosh-Maschinen werden die beiden seriellen Schnittstellen mit
"modem" und mit "printer" bezeichnet, so kann man sie leicht
unterscheiden.
pty: 256 Unix98 ptys configured
Macintosh ADB mouse driver installed.
DMA sound driver installed, using 4 buffers of 32k.
RAM disk driver initialized: 16 RAM disks of 4096K size
loop: registered device at major 7
fd0: SWIM3 floppy controller
Der Controller für das Diskettenlaufwerk bzw. fd0 wird auf PowerMacs
'SWIM3' genannt. Leider ist es in dieser Kernelinstanz nicht zugänglich.
md driver 0.90.0 MAX_MD_DEVS=256, MAX_REAL=12
USB-HUBM: Starting kusbdd (pid 2)
USBD: No USB hosts found
linear personality registered
raid0 personality registered
raid1 personality registered
raid5: measuring checksumming speed
Schön wär's, wenn ich RAID-Controller hätte. So wird nur wertvoller
Speicherplatz in meinem Kernel belegt.
8regs : 140.970 MB/sec
32regs : 122.301 MB/sec
using fastest function: 8regs (140.970 MB/sec)
scsi0 : MESH
scsi1 : 53C94
scsi : 2 hosts.
Ich habe zwei SCSI-Controller, beide onboard, und zwar einen (MESH) für
die internen und den anderen für die externen Geräte (der 53C94
Controller).
mesh: target 0 synchronous at 10.0 MB/s
Vendor: IBM Model: DPES-31080 Rev: S31S
Type: Direct-Access ANSI SCSI revision: 01 CCS
Detected scsi disk sda at scsi0, channel 0, id 0, lun 0
Vendor: QUANTUM Model: CTS80S Rev: 4.05
Type: Direct-Access ANSI SCSI revision: 02
Detected scsi disk sdb at scsi0, channel 0, id 1, lun 0
mesh: target 3 synchronous at 5.0 MB/s
Vendor: MATSHITA Model: CD-ROM CR-8005A Rev: 4.0i
Type: CD-ROM ANSI SCSI revision: 02
Detected scsi CD-ROM sr0 at scsi0, channel 0, id 3, lun 0
mesh: target 4 synchronous at 10.0 MB/s
Vendor: SEAGATE Model: ST31200N Rev: 8648
Type: Direct-Access ANSI SCSI revision: 02
Detected scsi disk sdc at scsi0, channel 0, id 4, lun 0
Vendor: QUANTUM Model: FIREBALL_TM2110S Rev: 300X
Type: Direct-Access ANSI SCSI revision: 02
Detected scsi disk sdd at scsi1, channel 0, id 2, lun 0
scsi : detected 1 SCSI cdrom 4 SCSI disks total.
Uniform CDROM driver Revision: 2.54
SCSI device sda: hdwr sector= 512 bytes. Sectors= 2118144 [1034 MB] [1.0
GB]
SCSI device sdb: hdwr sector= 512 bytes. Sectors= 166200 [81 MB] [0.1
GB]
SCSI device sdc: hdwr sector= 512 bytes. Sectors= 2061108 [1006 MB] [1.0
GB]
SCSI device sdd: hdwr sector= 512 bytes. Sectors= 4124736 [2014 MB] [2.0
GB]
Die Laufwerke werden gesucht. Ich bin kein grosser Freund von der Art
und Weise wie Linux seine Laufwerke benennt ( in der Reihenfolge, in der
es sie findet), aber es hat keines übersehen.
PPP: version 2.3.3 (demand dialling)
TCP compression code copyright 1989 Regents of the University of
California
PPP line discipline registered.
PPP-Unterstützung durch den Kernel. Komprimierte TCP-Header bei PPP sind
übrigens ein grosser Vorteil, da sie den Overhead bei der
Nachrichtenübertragung niedrig halten.
eth0: MACE at 00:05:02:10:e6:6d, chip revision 9.64
Gutes altes eth0, das Ethernet-Device. Auf einem PowerMac heisst es
MACE. Würde es sich hier um einen modularen Treiber handeln, wäre dieser
Eintrag hier nicht aufgetaucht, sondern erst nachdem man das
Treibermodul mit einbindet.
Partition check:
sda: sda1 sda2 sda3 sda4 sda5 sda6
sdb: sdb1
sdc: sdc1 sdc2 sdc3 sdc4
sdd: sdd1 sdd2 sdd3 sdd4
Der Partitions-Check ist interessant, wenn man wissen will, wie die
Festplatten aufgeteilt wurden.
md.c: sizeof(mdp_super_t) = 4104
autodetecting RAID arrays
autorun ...
... autorun DONE.
VFS: Mounted root (ext2 filesystem) readonly.
Freeing unused kernel memory: 112k init 32k prep
Adding Swap: 131428k swap-space (priority -1)
Und wir sind fertig mit dem Booten.
Wie ich schon oben am Ende der i386-Ausgabe von dmesg erwähnt habe,
übergibt der Kernel zum Abschluss den weiteren Bootvorgang an
/sbin/init, ausser man hat dem Kernel zur Bootzeit ein Argument
mitgegeben, das auf eine andere Datei zeigt. Ein Beispiel ist
"init=/bin/sh" , so dass eine Shell statt /sbin/init (und was darauf
folgt) gestartet wird. Zu bemerken ist, dass der Kernel das
Root-Filesystem nur read-only mountet. Falls man also nur den Kernel
bootet, muss man anschliessend noch die Laufwerke mit Schreib- und
Leserechten mounten, um auf sie vollen Zugriff zu haben (z. B. um /etc/
password zu editieren und das Root-Password zu retten).
Credits
Quelle: Linux Gazette: "DMESG erklärt", von José
Nazario und Natarajan Krishnaswami, Übersetzung von Christine
Hausner-Henzel,
linuxgazette.sourceforge.net.
Anmerkungen
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