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Debian GNU/Linux
Motto: »The Universal Operating System«.
Distributionen :
Allgemein : Debian GNU/Linux : Übersicht
20-Oct-2001/09-Jan-07
Übersicht
Das
1993 von Ian
Murdock initiierte Debian-Projekt stellt die umfangreichste freie
Linux-Distribution unter der Bezeichnung Debian GNU/Linux
zusammen, die bisher gleichzeitig für elf unterschiedliche
Architekturen (Intel x86, Intel
IA-64, Motorola 680x0, Alpha, IBM S/390 etc.) freigegeben wurde. Debian
verwendet normalerweise den
Linux-Kernel;
darüber hinaus gibt es jedoch auch
Portierungen auf andere Kernel wie Hurd, NetBSD oder FreeBSD.
Debian GNU/Linux ist die einzige wichtige Linux-Distribution,
hinter der keine Firma steht; das Projekt besteht aus über tausend
Personen. Das Debian- Projekt wird derzeit koordiniert von Bdale
Garbee.
Die Ziele des Projekts wurden im
Debian
Social Contract (»Gesellschaftsvertrag«) in fünf Punkten
fixiert:
- Debian wird 100 % Freie Software bleiben;
- Unser Beitrag zur Gemeinschaft für Freie Software;
- Wir werden Probleme nicht verbergen;
- Unsere Prioritäten sind unsere Anwender und Freie Software;
- Programme, die nicht unseren Standards für Freie Software
genügen.
Die 1997 konstituierten
Debian
Free Software Guidelines legen fest, dass Debian GNU/Linux
ausschließlich aus freier Software besteht und nicht durch unfreie
Software »kontaminiert« ist; Debian wird damit den Idealen von GNU und
Linux am ehesten gerecht. Die Debian-Richtlinien für Freie Software
(DFSG) enthalten zehn Punkte:
- Unbeschränkte Weitergabe;
- Quellcode;
- Weiterführende Arbeiten;
- Integrität des ursprünglichen Quellcodes;
- Keine Diskriminierung von Personen oder Gruppen;
- Keine Diskriminierung von Einsatzbereichen;
- Weitergabe der Lizenz;
- Keine spezielle Lizenz für Debian;
- Keine Auswirkungen auf andere Programme;
- Beispiellizenzen.
Die Distribution enthält u.a. die Desktop- Umgebungen
KDE und
Gnome sowie
kryptografische Software, ist kompatibel mit Version 2.2 des
FHS und unterstützt
Software, die für die LSB
entwickelt wurde; Anfang 2003 bestand Debian aus rund 8710
Softwarepaketen.
Debian eignet sich weniger für Anfänger, da die Installation
komplizierter ist und mehr Kenntnisse über die eingesetzte Hardware
voraussetzt; andererseits eignet sich Debian eben dadurch für
Einsteiger, da gar nicht erst versucht wird, Linux als Alternative zu
Microsoft Windows
darzustellen.
Logo:
(weitere
Logos und verschiedes
Artwork).
Varianten, Versionen und Releases
Varianten.
Debian unterscheidet offiziell zwischen drei "Reifegraden", die
als "Varianten" ("flavour") oder gelegentlichc auch
als "Distributionen" ("distribution") oder "Releases"
("release") bezeichnet werden.
Aktuelle Varianten sind:
Versionen Meilensteine.
Siehe Versionen und Meilensteine
von Debian GNU/Linux.
Besonderheiten
Portierungen (Ports) und Sub-Projekte
Portierungen von Debian GNU/Linux.
Debian-basierte Distributionen
Siehe Derivate von Debian GNU/Linux.
Bezugsmöglichkeiten
Der wohl einfachste Weg, an ein vollständiges Debian GNU/Linux zu
kommen, besteht darin, sich eins der folgenden Bücher zuzulegen:
Alternativ kann man, eine gute Internet-Anbindung vorausgesetzt,
entsprechende Image-Dateien aus dem Netz herunterladen; näheres dazu
unter Download von Debian GNU/Linux.
Installation
Siehe Installation von Debian
GNU/Linux.
Quellen für Debian-Packages
Siehe APT und
Offizielle Debian-Mirrors
(Stand: 09/2002).
Graphische Benutzeroberflächen
Security
Siehe Security.
Kooperationen
Gemeinsame Initiative von KDE- und Debian-Entwicklern
desktop.kdenews.org,
desktop.kdenews.org/strategy.html.
Entwickler der Projekte Debian und KDE haben Mitte Dezember 2003
gemeinsam eine neue Initiative ins Leben gerufen; Ziel ist es, die
Desktop-Umgebung besser an die Debian-Distribution anzupassen und
weitere Funktionen für große Unternehmen hinzuzufügen.
Open-Source-Projekte wie OpenOffice und Mozilla sollen nahtlos in den
KDE-Desktop integriert werden. Außerdem sollen GTK+ und
GNOME-Anwendungen besser in KDE integriert werden.
Dazu wurde ein Strategiepapier vorgelegt, das eine enge
Zusammenarbeit mit dem von Bruce Perens initiierten UserLinux-Projekt
beschreibt. Die Debian- und KDE-Entwickler betonen nun, ihre Initiative
sei ein Vorschlag für eine engere Zusammenarbeit zwischen dem UserLinux-
und dem KDE-Projekt; sie könnten mit ihren Entwicklungen den Bemühungen
um UserLinux Nutzen und Glaubwürdigkeit bringen. Perens hatte sich in
seinem Papier zu UserLinux für GNOME als Desktop-Umgebung ausgesprochen,
aber gleichzeitig KDE-Befürwortern angeraten, sie mögen sich mit anderen
zu einer Untergruppe zusammenschließen, um KDE für UserLinux zu fördern.
Unterstützt wird die Initiative unter anderem von LinuxMagic,
NoMachine, produktivIT und SourceXtreme.
Golem.de: "Gemeinsame Initiative von KDE- und
Debian-Entwicklern. Strategiepapier zur Zusammenarbeit mit UserLinux
vorgelegt" (Software), 16.12.2003, 15:39,
www.golem.de/0312/28965.html.
Heise Online: "KDE und Debian wollen zusammenarbeiten",
Meldung vom 16.12.2003 15:21,
www.heise.de/newsticker/data/anw-16.12.03-004.
Debian-Testrechner von HP
testdrive.hp.com,
www.debian.org/News/2003/20030102.
Im Rahmen seines »Test Drive«-Programms stellte HP Anfang Januar
diverse Rechner mit installiertem Debian GNU/Linux zur Verfügung, die
über das Internet erreicht werden können.
Wie Debian mitteilt, hat HP seinem »Test Drive«- Programm fünf
Rechner mit unterschiedlichen Architekturen hinzugefügt, die alle unter
Debian GNU/Linux laufen. Es handelt sich im einzelnen um jeweils einen
Rechner der folgenden Modelle:
- ProLiant DL360 G2 mit zwei Intel-CPUs 1,4 GHz,
- rx2600 mit Itanium II in SMP-Konfiguration,
- XP1000a, eine Alpha-CPU mit 667 MHz,
- DS20, eine Alpha-CPU mit 500 MHz,
- rp5470, eine PA-RISC CPU mit 550 MHz.
Auf allen Rechnern sind Compiler installiert, um Software compilieren
und testen zu können.
Das »Test Drive« -Programm ist ein freies Angebot von HP, das es
Entwicklern und Anwendern ermöglichen soll, Software auf HP- Rechnern zu
testen. Im Rahmen dieses Programms gibt es Rechner mit installiertem
Turbo Linux, Tru64 UNIX, Red Hat, SuSE und Mandrake. Um Zugriff auf die
Rechner zu bekommen, muß man sich bei auf der HP-Seite registrieren
(Quelle: Pro-Linux,
02-Jan-2003).
Server-Betriebssystem
Debian GNU/Linux ist besonders als Server-Betriebssystem geeignet;
dies belegen auch Statistiken von Netcraft, nach denen Debian die
am schnellsten wachsende Linux-Distribution der letzten sechs Monate des
Jahres 2003 war. Ausgewertet wurden, soweit vorhanden, die Angaben zu
den verwendeten Linux-Distributionen in den Apache-Headern.
Dabei wuchs Debian mit 24,6 Prozent in den letzten sechs Monaten am
stärksten, gefolgt von SuSE (23,2 Prozent) und Gentoo (19,5 Prozent).
Die Nutzung von Red Hat hingegen steigt nur um 17 Prozent und ging im
letzten Monat sogar zurück.
Dennoch bleibt Red Hat mit 1,45
Millionen aktiven Sites unangefochten an der Spitze der
Netcraft-Statistik, gefolgt von Cobalt mit 548.963 aktiven Sites auf
Platz zwei und Debian mit 442.752 aktiven Sites auf Platz drei.
Alternativen
Siehe Alternativen zu Debian
GNU/Linux.
Derivate
Siehe Derivate von Debian GNU/Linux.
Netmarks
Offizielle Debian-Websites:
www.de.debian.org,
www.debian.org.
Weitere: Siehe Netmarks zu Debian GNU/Linux.
Anmerkungen
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