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Versionen und Meilensteine von Aurox Linux

Distributionen : Allgemein : Aurox : Versionen : Übersicht
25-Jan-2003/09-Jan-07


Übersicht

Version Codename Release Anmerkungen
9.1

Fire ca. 19-Sep-2003 Aurox Linux 9.1 ist die aktualisierte und erweiterte Version der kostenlosen Linux- Distribution, die im Internet sowie in Magazinen beigefügten CDs bereitgestellt wird. Aurox 9.1 basiert auf der im Mai 2003 herausgegebenen Version 9.0, nutzt also auch die Pakete der stabilen Red Hat Linux 9 Ausgabe. Diesmal wurden in die Distribution nicht nur die von Red Hat bis zum 31. Juli 2003 publizierten Korrekturen eingegliedert, sondern auch die grafischen Umgebungen, Datenbank- und Webserver (Apache, PHP) und Multimedia-Anwendungen aktualisiert.

Eine Neuheit sind die der Distribution beigefügten ALSA-Treiber (standardmäßig bleiben sie nicht konfiguriert, bei durchschnittlichen PCI-Soundkarten erfolgt das Treiberwechsel aber mit einem einzigen Mausklick) sowie der kleine Fenstermanager Fluxbox.

Aurox 9.1 enthält darüber hinaus auch Video- und MP3-Player und eine Reihe von Lern- und wissenschaftlichen Programmen. Das System nimmt sieben CDs auf - drei mit der Installationsversion, drei mit dem Quellcode und die siebte mit sowohl Binärdateien, als auch Quellpaketen, zusätzlichen Treibern und Tools.

Der Kernel von Aurox 9.1 ist das Paket aus der Red Hat 9 Aktualisierung 2.4.20-19.9, also der Kernel 2.4.20 mit vielen späteren Korrekturen (Ausgabedatum 15. Juli 2003).

Grafische Umgebungen:

Neben den aus Aurox 9.0 bekannten Umgebungen KDE und GNOME steht uns im GDM-Menü (im Standardanmeldebildschirm) der robuste Fenstermanager Fluxbox zur Verfügung. Die "großen" Umgebungen wurden aktualisiert auf:

  • KDE -- die Version 3.1.2, mit KOffice 1.2.1, KDevelop 2.1.5 und dem beliebten HTML-Editor Quanta Plus 3.1.2
  • GNOME -- die Version 2.2.x mit der PIM-Software Ximian Evolution 1.4.3 und dem Dateimanager Nautilus 2.2.4

Die Standardumgebung ist GNOME; KDE können wir bei der Installation in den Paketgruppen markieren oder später über Systemeinstellungen->Hinzufügen/Entfernen von Applikationen hinzufügen. In dieser Ausgabe von Aurox gewinnt KDE seinen Glanz wieder: der visuelle Originalstil wurde wiederhergestellt, das Menü berücksichtigt die Umgebung (KDE-Anwendungen sind leichter zu erreichen, die übrige Software wurde in das Menü Extras verschoben), auf dem Panel werden die beliebtesten KDE-Programme angezeigt.

Mehr Anwendungen als zuvor machen von der Multimedia-Funktionalität (MP3-, MPEG, ALSA-Unterstützung) des Systems Gebrauch.

X Window System:

X Window in der neuen Ausgabe von Aurox ist immer noch XFree86: 4.3.0 (das Paket XFree86 4.3.0-2 aus Red Hat 9). Die wichtigsten neuen Merkmale sind:

  • Unterstützung für 2D- und 3D-Karten und Xv für ATI Radeon 9000, 9100, FireGL 8700, 8800. (Xv ist der Standardtreiber der Videoplayer aus der Distribution),
  • Unterstützung der 2D-Grafik für ATI Radeon 9500 Pro und 9700 Pro, ATI FireGL X1 und Z1,
  • bessere Unterstützung für die ATI Rage 128 Chipsätze,
  • Unterstützung der integrierten Chipsätze Intel i845, i852, i855 und i865 (2D/3D/Xv) sowie bessere Unterstützung für i830,
  • Unterstützung der Chipsätze GeForce 4, nForce, GeForce 2 Go von NVidia (immer noch nur 2D) im nv-Treiber. Der Treiber sollte auch mit einigen Karten funktionieren, die von XFree86 offiziell nicht unterstützt werden. Binäre NVidia-Treiber, die 3D-Beschleunigung unterstützen, sind unter http://www.nvidia.com/linux sowie auf der Heft-CD 4 zu finden,
  • Neue oder aktualisierte Treiber für S3 Savage und viele andere Grafikkarten.

In dieser Ausgabe wurde die Hardwaredatenbank aktualisiert und einige neuere Karten sollten korrekt erkannt werden (z.B. GeForce FX 5200).

Multimedia:

Die Distribution enthält die Multimedia-Player: Xine (mit der aktualisierten Bibliothek libxine 1.0.0 Beta 12) und MPlayer (die Finalversion 0.90). Beide können die ALSA-Bibliotheken nutzen. Wird eine Datei unter GNOME angeklickt (oder eine DVD ins Laufwerk gelegt), dann wird standardmäßig der Xine-Player gestartet (unter KDE: Kaboodle mit Xine-Bibliotheken); wenn Sie mit der rechten Maustaste klicken, steht Ihnen Xine und MPlayer zur Verfügung.

Einige wichtigere Programme hier sind:

  • MPlayer 0.90 (Abspielen von VideoCDs, DVDs und Videodateien),
  • Xine 0.9.21 (Multimedia-Player; die Bibliotheken 1.0.0 Beta 12),
  • K3b 0.90 (ein bequemes KDE-Programm zum Brennen von CDs mit Sonderoptionen für Multimediadateien),
  • GIMP 1.2.5 (ein allseitiges Programm für Rastergrafik).

Andere Anwendungen:

Von den beliebtesten Anwendungen bietet Aurox:

  • OpenOffice 1.0.2
  • Mozilla 1.4 (mit Schrift-Antialiasing)

Die Distribution enthält eine Reihe von Serversoftware:

  • Apache 2.0.47 (Webserver)
  • PostgreSQL 7.3.3 (Datenbankserver)
  • MySQL 4.0.13 (alternativer Datenbankserver, oft in Websites verwendet; damit die Clientsoftware aus der vorigen Version der Distribution funktioniert, ist das Paket mysqlclient10mit den Bibliotheken von MySQL 3.23.57 notwendig)
  • PHP 4.3.2 (Bedienung dynamischer Webseiten)

Unter anderen Paketen finden Sie auch:

  • Subversion 0.24.2 (Versionkontrollsystem, eine Alternative für CVS)
  • CUPS 1.1.19 (ein standardkonformes Drucksystem)
  • Ghostscript 7.05 (Interpretierer von PostScript-Dateien)
  • Wine 2003-06-18 (ermöglicht des Ausführen einiger Windows-Anwendungen unter Linux).

Einsatzmöglichkeiten:

Aurox 9.1 kann sowohl als Server, als auch als Client-System eingesetzt werden. Dank der beigefügten Software kann es im Büro und in der Schule verwendet werden und mit Windows-Systemen zusammenarbeiten. Das System unterstützt mobile Rechner (Energieverwaltung, Batteriezustandsanzeige, Unterstützung für LCD-Schirme) und kann somit auf Notebooks installiert werden. Die mit der Distribution gebündelte Software macht sie für Büro-, Heim- und Schulrechner geeignet und ermöglicht die Zusammenarbeit mit Windowssystemen.

Hardwarevoraussetzungen:

Minimalanforderungen des Aurox 9.1 für den Textmodus:

  • eine Pentium-kompatible CPU, empfohlen 200 MHz oder besser,
  • 64 MB oder mehr RAM,

Für den Grafikmodus:

  • CPU: empfohlen 400 MHz Pentium II oder besser,
  • RAM: mindestens 128 MB, empfohlen 192 MB oder mehr,

Verfügbarer Speicherplatz:

  • Minimalinstallation: 500 MB,
  • Server: mindestens 850 MB (ohne X),
  • Persönlicher Desktop: 2 GB,
  • Workstation: 2.4 GB,
  • alle Pakete: 6.4 GB.

Darüber hinaus wird Speicherplatz für die Benutzerdaten benötigt.

Da Aurox 9.1 mit Red Hat Linux 9 kompatibel ist, finden Sie mehr Informationen zur unterstützten Hardware auf der Red Hat Linux Hardware Compatibility List unter http://hardware.redhat.com/hcl/.

Verfügbarkeit: Download ab 29. September um 12 Uhr.

Lieferumfang (7 CDs):

  • Binärpakete auf CDs 1-4,
  • Quellpakete auf CDs 4-7,
  • die CD 4 beinhaltet Binärpakete, Quellen und zusätzliche Materialien wie Treiber zu Karten nVidia oder Plugins flash und j2re.
9.0

? 06-Jun-2003 Aurox Linux 9.0 ist die neueste Ausgabe der in Europa entwickelten, mit Red Hat Linux kompatiblen Distribution. Aurox 9.0 besteht aus den Paketen aus der veröffentlichten RHL-9-Ausgabe, die bis zum 14. April von Red Hat publizierte Updates inklusive. Darüber hinaus enthält die Distribution Anwendungen Zum Abspielen von Video- und MP3-Dateien sowie eine Reihe von Lern- und wissenschaftlicher Software. Sie umfasst 6 CDs (3 CDs mit der Installationsversion und 3 mit den Quellpaketen).

Der einhetliche Look von KDE und GNOME wurde beibehalten; standardmäßig wird GNOME als die grafische Umgebung installiert. Die Menüaufteilung ist jetzt übersichtlicher (anstelle der Extras-Option im Hauptmenü mit den meisten Programmen gibt es jetzt eine Weitere...-Option für jedes Untermenü). Hinzugefügt wurde das Menü Lernen mit den Lernanwendungen.

Das neue X Window System:

Vor allem steht eine neue Version von XFree86 zur Verfügung: 4.3.0 (das XFree86 4.3.0-2 Paket in Red Hat). Ihre wichtigsten neuen Merkmale sind:

  • Unterstützung für 2D- und 3D-Karten sowie Xv für die Grafikkarten ATI Radeon 9000, 9100, FireGL 8700, 8800. (Xv ist der Standardtreiber für die an die Distribution angehängten Video-Player).
  • Unterstützung der 2D-Grafik für die Karten ATI Radeon 9500 Pro und 9700 Pro, ATI FireGL X1 und Z1.
  • Bessere Unterstützung der ATI Rage 128 Chipsätze.
  • Unterstützung der integrierten Schaltungen Intel i845, i852, i855 und i865 (2D/3D/Xv) sowie bessere Unterstützung von i830.
  • Unterstützung der Schaltungen GeForce 4, nForce, GeForce 2 Go von NVidia (immer noch nur 2D) im nv-Treiber. Der Treiber sollte auch mit einigen Karten funktionieren, die von XFree86 nicht offiziel unterstützt werden. Binäre NVidia-Treiber, die 3D-Beschleunigung unterstützen, sind unter http://www.nvidia.com/linux sowie auf der Heft-CD 6 zu finden.
  • Neue oder aktualisierte Treiber für S3 Savage und viele andere Grafikkarten.

XFree86 enthält eine teilweise Implementierung der Xrandr-Erweiterung (engl. X Resize, Rotate and Reflection -- Größenänderung, Umdrehen und Wiederspiegelung des X), die Änderungen der Bildschirmauflösung ermöglicht auch während der X-Server aktiv ist. Zur Zeit ist das aus der Eingabezeile möglich (der Befehl xrandr); Unterstützung seitens der grafischen Umgebungen ist in den nachfolgenden Versionen zu erwarten.

XFree86 4.3 erlaubt es, das Umschalten in die Textkonsole mit [Ctrl]-[Alt]-[Fn] und Terminierung des X-Server-Prozesses mit [Ctrl]-[Alt]-[Bksp] abzusperren.

Einen angenehmen Eindruck erschaffen in der neuen X-Version bunte, animierte Cursors mit Antialiasing. Im Internet sind inzwischen fertige Cursorsätze zu finden.

Grafische Umgebungen:

Zur Wahl stehen zwei grafische Umgebungen:

  • KDE, auf die Version 3.1 aktualisiert, mit KOffice 1.2.1, KDevelop 2.1.5 und dem beliebten HTML-Editor Quanta Plus 3.1
  • GNOME 2.2 mit dem Informationsmanager Ximian Evolution 1.2.2 und dem Dateienmanager Nautilus 2.2.1

Standardmäßig wird GNOME installiert; KDE kann während der Installation in den Paketgruppen oder später über Systemeinstellungen -> Hinzufügen/Entfernen von Applikationen hinzugefügt werden.

Multimedia:

Die Distribution enthält die Multimedia-Player: Xine (mit der Bibliothek libxine 1.0.0 Beta 10) und MPlayer (die Finalversion 0.90). Das kdemultimedia-Paket wurde aus der Vollversion von KDE 3.1.1 mit XINE-Bibliotheken umkompiliert und erlaubt die Wiedergabe von Video- und MP3-Dateien mit Kaboodle und Noatune. Wird eine Datei unter GNOME angeklickt (oder eine DVD ins Laufwerk gelegt), dann wird standardmäßig der Xine-Player gestartet (unter KDE: Kaboodle mit Xine-Bibliotheken); wenn Sie mit der rechten Maustaste klicken, steht Ihnen Xine und MPlayer zur Verfügung.

Wichtige Anwendugen dieser Gruppe sind:

  • MPlayer 0.90 (Abspielen von VideoCDs, DVDs und Videodateien)
  • Xine 0.9.20 (Multimediaplayer; die Bibliotheken 1.0.0 Beta 10)
  • GIMP 1.2.3 (ein vielseitiges Rastergrafikprogramm)
  • ImageMagick 5.4.7 (Rasterbildermanipulation)
  • GQview 1.2.1 (Grafikdateienbrowser)
  • XMMS 1.2.7 (Abspielen diverser Tondateien, u.a. MP3 und Vorbis Ogg)
  • Grip 3.0.4 (CDs-Rippen)
  • XSane 0.89 (Scan-Anwendung)

Lernsoftware:

Für die Installationstypen Persönlicher Desktop sowie Workstation wird eine Reihe von Lernprogrammen installiert. Einige davon sind in der deutschen Version verfügbar, andere wurden noch nicht übersetzt (wir laden Sie ein, an der Übersetzung mitzuwirken), sind aber einfach zu bedienen.

In Aurox Linux 9.0 finden Sie:

  • celestia -- 3D-Astronomie
  • drgenius und drgenius-manual -- interaktiver Geometrieunterricht
  • geg -- Zeichnen von Diagrammen
  • lum -- optische Experimente mit Linsen
  • qcad -- 2D-CAD
  • tuxmath -- ein arithmetisches Lernspiel
  • tuxpaint und tuxpaint-stamps -- Zeichnungsprogramm für Kinder
  • xaos -- Untersuchung von Fraktalen

Für ernstere wissenschaftliche Anwendungen (oder auch z.B. zum Zeichnen von Diagrammen) eignen sich neue Pakete aus der Gruppe Engineering und Wissenschaft:

  • maxima -- mathematische Multifunktionssoftware, Umgebung für symbolische Berechnungen
  • scigraphica -- ein Programm für Datenvisualisierung und -analyse

Diese Pakete werden nicht standardmäßig installiert, sie können während der Installation oder später über Systemeinstellungen -> Hinzufügen/Entfernen von Applikationen hinzugefügt werden.

Die Distribution enthält auch eine Reihe von Lernprogrammen aus dem KDE Edutainment-Projekt (nach der Installation über das Menü Lernen -> Weitere Lernprogramme zugänglich).

Andere Software:

Interessantes unter den beliebtesten Anwendungen:

  • OpenOffice 1.0.2
  • Mozilla 1.2.1 (mit Kantenglättung für Schriftarten)
  • Midnight Commander 4.6.0

Die Distribution enthält auch eine Auswahl an Serversoftware:

  • Apache 2.0.40 (WWW-Server)
  • PostgreSQL 7.3.2 (Datenbankserver)
  • MySQL 3.23.54a (ein alternativer Datenbankserver, der oft in dynamischen Websites verwendet wird)
  • Sendmail 8.12.8 (Mailserver)
  • Postfix 1.1.11 (ein alternativer Mailserver)
  • Samba 2.2.7a (ein Fileserver, der Sharing von Dateien mit Windows-Systemen ermöglicht)
  • PHP 4.2.2 (dynamische Webseiten)

Eine der interessanteren Änderungen in diesen Paketen ist, dass den Samba-Paketen der winbind-Dienst beigefügt wurde, der aus NT-Servern Angaben zu Benutzern und Gruppen ablesen kann, und dass die Konfigurationsdateien von PHP modularisiert wurden: Die Dateien für einzelne Module befinden sich im /etc/php.d/ Verzeichnis, wo sie von den jeweiligen Modulen installiert werden.

Druckerunterstützung:

Das Standarddrucksystem ist zur Zeit CUPS. CUPS unterstützt das Internet Printing Protocol (IPP) und die PostScript Printer Definition (PPD).

IPP ist ein Kommunikationsstandard für Netzwerkdrucker unter Windows 2000 und XP (mit zusätzlicher Software auch 98 und NT), also diese Windows-Versionen können auf den von Linux zur Verfügung gestellten Drucker sofort zugreifen.

PPD sind plattformunabhängige Angaben zu Druckern, die (wie ?Treiber?) mit dem Befehl CUPS lpadmin installiert werden.

Die Distribution enthält:

  • CUPS 1.1.17 (Standarddrucksystem)
  • LPRng 3.8.19 (alternatives Drucksystem)
  • Ghostscript 7.05 (Interpretierer der PostScript-Dateien).

Compiler, Debugger, Bibliothekdateien:

Der GCC-Compiler wurde auf die verbesserte Version 3.2.2 aktualisiert (Aurox 8.0 enthielt die Version 3.2); die C-Bibliothek ist eine Frühausgabe 2.3.2 vom 2. April 2003 mit NPTL-Unterstützung (siehe unten) und mit den Red-Hat-Korrekturen vom 7. April.

Den Programmierern kann das neue Versionskontrollsystem Subversion interessant erscheinen, das ein ernster Konkurrent des CVS ist. Subversion garantiert u.a. die Unteilbarkeit der Veränderungen und speichert Informationen über Zugriffsrechte auf Dateien. Dies ist erst die Version 0.17.1, aber das Projekt, das sich auf dem Apache-Server und dem WebDAV/DeltaV-Protokoll stützt, lässt sich sehr gut an.

Kernel:

Der Kernel von Aurox 9.0 ist das Red-Hat-Linux-Paket aus der Aktualisierung 2.4.20-9, also der 2.4.20-Kernel mit Korrekturen aus der 2.4.21-pre4-ac4-Version. Er ermöglicht Thread-Unterstützung mit NPTL, unterstützt den schnellen HTTP-Server Tux sowie zusätzliche Gerätetreiber (z.B. orinoco_cs für den drahtlosen Ethernet Wavelan oder Treiber für Creative Labs Audigy Soundkarten).

Veränderte Threads-Unterstützung:

Aurox Linux 9.0 beinhaltet eine neue Implementierung der Threads-Unterstützung: Native POSIX Thread Library (NPTL). NPTL bietet eine bessere Skalierbarkeit und Leistung bei Multithread-Anwendungen auf den i686 und neueren CPUs, dafür erfordern einige Programme, welche sich in der Threads-Unterstützung nicht ans POSIX-Standard halten, allerdings Änderungen, um korrekt funktionieren zu können.

Die frühere Implementierung (LinuxThreads) aus 1996 war in vielerlei Hinsicht durch die damalige Kernelarchitektur eingeschränkt. Signalbedienung in Multithreadprogrammen war nicht POSIX-gerecht; für manche Verwendungszwecke ließen sich nicht genug Threads erstellen; einzelne Threads hatten verschiedene Prozess-IDs; die Implementierung gebrauchte eines speziellen Threads (engl. manager Thread), dessen Beendigung mit dem kill-Befehl die Befreiung der Ressourcen völlig dem System überließ. Überdies konnte der spezielle Thread nur auf einer CPU laufen, was die Skalierbarkeit beschränkte.

Mit NPTL können mehrere Threads ohne großen Aufwand erstellt werden. Signalbedienung und Ressourcenverwaltung erfolgen wie in POSIX (die Threads teilen fast alle Ressourcen und haben ein gemeinsames Prozess-ID). In Multiprozessorensystemen werden Threads effizient unter einzelne CPUs aufgeteilt. Diese Implementierung hat gute Aussichten, zum Standard in den nächsten Linuxversionen zu werden.

Anwendungen, die Probleme mit NPTL aufweisen, sind u.a.: Sun JRE vor der Version 1.4.1, IBM JRE, Oracle 9i R2. Sie alle können mit LinuxThreads funktionieren, wenn die Umgebungsvariable folgend eingestellt wird: LD_ASSUME_KERNEL=Kernelversion, wo die Kernelversion die Wert 2.4.1 oder 2.2.5 annimmt.

NPTL kann für alle dynamisch gebundene Anwendungen abgeschaltet werden, wenn beim Booten die Kerneloption nosysinfo angegeben wird.

RPM-Pakete und Debugging:

Schon in Aurox 8.0 wurden rpm-Pakete mit rpmbuild gebaut. Diesmal wurde rpm auf die Version 4.2 aktualisiert, und standardmäßig werden debuginfo-Pakete erstellt. Hier werden neue Möglichkeiten des gdb-Debuggers genutzt: Die Debugging-Informationen existieren separat von dem Programm (oder Bibliothek), gerade in den Paketen Programmname-debuginfo-Version-Ausgabe gespeichert.

Veränderte Konfiguration:

Nach der Installation mit Deutsch als Standardsprache wird automatisch die UTF-8-Codierung verwendet. Es ist natürlich möglich, die Codierung zu ändern (siehe: Konfiguration des Aurox Linux 9.0).

Was fehlt?

Aus der Distribution verschwand WindowMaker (auch in Red Hat 9 nicht vorhanden). Da viele Benutzer um einen weniger ressourcenhungrigen Windowmanager als KDE oder GNOME bitten, ist ein Come-Back von WindowMaker (oder einem anderen schnellen Windowmanager) in den nächsten Auroxversionen möglich.

Diesmal gibt es keinen im Benutzermodus laufenden Kernel mit User Mode Linux (UML) -- die UML-Korrekturen sind mit anderen Red-Hat-Korrekturen nicht kompatibel.

Anstatt wu-ftpd wird der FTP-Server vsftpd verwendet.

Es gibt dafür Wine, der in Red Hat 9 nicht da ist -- das in Aurox verwendete Paket vom 8. April wurde schon mit NPTL-Unterstützung gebaut.

Einsatzmöglichkeiten:

Aurox 9.0 ist sowohl für Server, als auch für Client-Rechner geeignet. Mit seiner Software passt es ins Büro und in die Schule und arbeitet mit den Windows-Systemen zusammen. Das System enthält auch spezielle Features für mobile Rechner (Energieverwaltung, Batterieanzeige, Unterstützung für LCD-Bildschirme) und kann somit auch auf Notebooks installiert werden.

Community:

Aurox Linux ist eine junge Distribution, auch wenn stark fundiert. Wir rechnen auf die Unterstützung seitens der deutschen Linux-Anwender. Sie können nicht nur beim Übersetzen der Anwendungsoberflächen oder bei der Ausarbeitung von Korrekturen helfen. Erzählen Sie Ihren Freunden über Aurox, leihen Sie ihnen die Installations-CDs. Wir freuen uns auf Ihr Feedback: Was würden Sie an Aurox ändern? Welche Pakete sollte die Distribution noch enthalten?

Die Redaktion sucht Mitarbeiter, die beim Übersetzen und bei der Vorbereitung der Pakete mit deutschsprachigen Versionen der Lernprogramme mitwirken möchten.

Viele Lernprogramme für Linux haben keine deutsche Edition. Versuchen Sie sie zugänglicher zu machen, indem Sie bei der Übersetzung helfen! Die lokalisierten Anwendungen werden der Aurox Linux Distribution beigefügt, und über die Übersetzer schreiben wir auf der Aurox-Homepage http://www.aurox.org. Sie brauchen keine Programmiererkenntnisse -- es gibt ja benutzerfreundliche Übersetzertools. Sie können sich auch am Übersetzen der Dokumentation beteligen. Und auch wenn Sie an keiner Übersetzung arbeiten, sind das Testen von Anwendungen und Ihre Bemerkungen zu existierenden Übersetzungen für uns auch ein große Hilfe.

Hardwarevoraussetzungen:

Minimalanforderungen des Aurox 9.0 für den Textmodus:

  • eine Pentium-kompatible CPU, empfohlen 200 MHz oder besser,
  • 64 MB oder mehr RAM.

Für den Grafikmodus:

  • CPU: empfohlen 400 MHz Pentium II oder besser,
  • RAM: mindestens 128 MB, empfohlen 192 MB oder mehr.

Verfügbarer Speicherplatz:

  • Minimalinstallation: 475 MB,
  • Server: mindestens 850 MB (ohne X),
  • Persönlicher Desktop: 1.9 GB,
  • Workstation: 2.3 GB,
  • alle Pakete: 5.2 GB.

Darüber hinaus wird Speicherplatz für die Benutzerdaten benötigt.

Da Aurox 9.0 mit Red Hat Linux 9 kompatibel ist, finden Sie mehr Informationen zur unterstützten Hardware auf der Red Hat Linux Hardware Compatibility List unter http://hardware.redhat.com/hcl/.

Lieferumfang (6 CDs):

  • 3 CDs mit der Installationsversion,
  • 3 CDs mit den Quellpaketen.
Versionen:
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Wer ist online?
Name: Besucher.
Online: 4 aktive User.
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