(ehem. Kool Desktop Environment)
KDE
(K Desktop Environment) ist eine moderne graphische
Arbeitsumgebung für UNIX- Betriebssysteme wie Linux. Auf der Basis der
technischen Vorzüge eines UNIX- Betriebssystems verbindet KDE
Anwenderfreundlichkeit und Stabilität mit einem ansprechenden
graphischem Design.
KDE bietet eine ausgereifte Arbeitsumgebung für eine ständig
wachsende Zahl von Anwendungen. KDE stellt auch eine
Entwicklungsumgebung von hoher Qualität bereit, die die rasche und
effiziente Erstellung von neuen Anwendungen erlaubt.
KDE besteht mittlerweile neben dem Basis-System aus 17 weiteren
Paketen, die unter anderem Funktionen in den folgenden Bereichen zur
Verfügung stellen:
- Personal Information Management,
- Administration,
- Netzwerk,
- Utilities,
- Multimedia,
- Edutainment,
- Spiele und
- Web-Development.
KDE selbst unterliegt der GNU GPL (GNU General Public
License) der Free Software Foundation und darf somit von
jedem frei und zu beliebigen Zwecken genutzt, verändert und verbreitet
werden, solange die vorgenommenen Änderungen auch im Quellcode
vorliegen.
Da KDE in wesentlichen Elementen auf der Qt-Bibliothek der
Firma Troll Tech aufbaut, die ursprünglich einer von der FSF als
non-free deklarierten Lizenz unterliegt; mittlerweile erlaubt die
Qt-Lizenz erlaubt allerdings jedem, sie in Verbindung mit Programmen,
die der GNU GPL Version 2 unterliegen, zum Kompilieren, Linken und
Ausführen dieser Programme einzusetzen.
Am 08-Apr-1998 haben Bernd Johannes Wuebben vom KDE-Projekt und Erik
Eng, der CEO von Troll Tech, die Gründung der KDE Free QT Foundation
bekanntgegeben. Aufgabe dieser Organisation ist es, sicherzustellen,
dass die Qt-Bibliothek auch in Zukunft für die Entwicklung freier
Software unentgeltlich zur Verfügung steht. Abgesichert sind auch die
Fälle, dass Troll Tech die Entwicklung von Qt einstellt bzw. die Firma
Troll Tech nicht weiterbesteht -- dann kann die Qt-Bibliothek
unter der BSD-Lizenz veröffentlich werden.
KDE basiert - neben den Bibliotheken, die allen KDE Programmen
gemeinsam sind - auf den beiden Kernprogrammen
- kfm - KDE File Manager,
- kwm - KDE Window Manager.
Das KDE-Projekt erkannte CORBA frühzeitig als ungeeignet, entfernte
es und ersetzte es durch das selbst entwickelte Komponentenmodell
KParts. Dadurch sind KDE- Komponenten vergleichsweise einfach in
Applikationen einzubinden.
KDE steht in insgesamt in 52 Sprachen sowohl für diverse
Linux-Distributionen als auch für FreeBSD zum Download bereit.
Eine Desktop-Alternative zu KDE ist
Gnome.