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Konfiguration des Apache httpd

Administration : Webworking : Apache httpd : Konfiguration : Übersicht
05-Okt-2003/09-Jan-07


Übersicht

Wenn der Apache httpd noch nicht auf dem Rechner gestartet ist, können bei den meisten Distributionen vorkonfigurierte Skripts genutzt werden; in Debian GNU/Linux ist das beispielsweise:

/etc/init.d/apache start bzw.

/etc/init.d/httpd start

Alternativ kann auch apachectl genutzt werden. Das folgende Kommando startet den Apache httpd neu:

apachectl start

Mit dem folgenden Kommando wird ein bereits laufender Apache httpd neu gestartet, d.h. die Konfigurationsdateien werden neu eingelesen:

apachectl restart

Eine Apache- Konfiguration kann überprüft werden mit dem folgenden Kommando:

apachectl configtest

Die Konfigurationsdatei httpd.conf des Apache httpd sagt dem Daemon beispielsweise, wo er seine HTML- Dateien findet, wo Skripts ausgeführt werden sollen oder welche Verzeichnisse mit Passwörtern geschützt werden sollen.

Wo sich die Konfigurationsdatei bei der jeweiligen Distribution findet, lässt sich mit folgendem Kommando herausfinden:

locate httpd.conf

In diesem Verzeichnis finden sich auch möglicherweise weitere Konfigurationsdateien wie access.conf und srm.conf, die jedoch von aktuelleren httpd- Versionen (1.3.x) nicht mehr genutzt werden. Bei einer Apache httpd 2.x- Installation sollten diese Dateien nicht mehr existieren.

Die Konfigurationsdateien sind üblicherweise gut kommentiert und mit
auskommentierten Beispielen ausgestattet, so dass man sich relativ leicht
zurecht finden kann. Daher sollen an dieser Stelle nur ein paar Hinweise auf wichtige Direktiven gegeben werden.

Mit "LoadModule" kann der Apache httpd mit zusätzlichen Funktionen (sog. Modulen) ausgetattet werden, so z.B. mod_perl zum direkten Ausführen von Perl- Skripts im Apache httpd.

Web-Anfragen über das Protokoll http kommen standardmässig über tcp auf Port 80; dieser Port lässt sich mit dem "Port"- Parameter einstellen. SSL- Verbindungen über https laufen per default auf Port 443; dazu benötigt der Apache http zusätzlich mod_ssl aus dem OpenSSL- Projekt.

Eine oft benötigte Funktion ist das Einrichten von "Virtual Hosts" (vhosts); solche Vhosts können in drei Varianten angelegt werden:

  • IP-basiert,
  • Port-basiert und
  • Namens-basiert.

Klassischerweise verwendet man IP-basierte Vhosts, aufgrund der Verknappung der IP-Adressen sind heute jedoch eher namens-basierte Vhosts üblich, die auch von allen aktuellen Browsern unterstützt werden (beispielsweise Netscape Navigator und Internet Explorer jeweils ab Version 3.0).

Die relevanten Teile für eine Vhost- Konfiguration könnten etwa so aussehen:

NameVirtualHost 10.11.12.13

<VirtualHost meinserver.domain.tld>

ServerAdmin serveradmin2@domain.tld
DocumentRoot /var/www/meinserver/
ServerName meinserver.domain.tld
Alias /image/ /var/www/image/
ErrorLog /var/log/apache/meinserver-error.log
TransferLog /var/log/apache/meinserver-access.log

</VirtualHost>

<VirtualHost deinserver.domain2.tld2>

ServerAdmin serveradmin2@domain2.tld2
DocumentRoot /var/www/deinserver/
ServerName deinserver.domain2.tld2
ScriptAlias /cgi /var/www/scripts/
ErrorLog /var/log/apache/deinserver-error.log
TransferLog /var/log/apache/deinserver-access.log

</VirtualHost>

Greift jetzt jemand auf http://meinserver.domain.tld/test.html zu, so wird der Apache- Server versuchen, die Datei /var/www/meinserver/test.html zu lesen und auszuliefern.

Wer selbst keinen Zugriff auf die Apache- Konfiguration hat und Webseiten veröffentlichen will, kann üblicherweise in seinem Home- Verzeichniss ein neues Verzeichniss namens public_html/ anlegen; das ist dann erreichbar über den URL http://hostname.domain.tld/~username.

Ein häufiges Problem bei der Apache- Konfiguration stellen häufig die Zugriffsberechtigungen in einem Vverzeichnis dar.

Die folgende Direktive besagt beispielsweise, dass die im Verzeichniss liegenden Dateien vom Apache httpd als Skripts ausgeführt werden dürfen und die im Verzeichniss vorhandene Symlinks berücksichtigt werden sollen:

<Directory /usr/lib/cgi-bin>

AllowOverride AuthConfig
Options ExecCGI FollowSymLinks

</Directory>

Der Parameter "AllowOverride AuthConfig" besagt, dass in dem Verzeichnis eine Datei mit der Bezeichnung .htaccess liegen darf, in dem man den Zugriff auf dieses Verzeichniss einschränken kann. Diese Zugriffsrechte kommen zu den Unix- Berechtigungen hinzu, z.B. dem Account, unter dem der Webserver laeuft (z.b. www-data).

Eine einfache .htaccess Datei könnte beispielsweise folgendermassen aussehen:

AuthName wer_hier_reinwill_braucht_ein_passwort
AuthType Basic
AuthUserFile /home/username/meinewebuser
require valid-user

Das File, in dem die User und Passwörter stehen, kann man mit dem Program
htpasswd bearbeiten:

htpasswd -c meinewebuser user1

Legt ein neues File meinewebuser an und fügt einen User namens user1 ein.

Siehe auch

Netmarks

mailman.sil.at/pipermail/cd/2002-March/000075.html.

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