Die Erziehung von Hunden ist Gegenstand zahlloser wissenschaftlicher
Abhandlungen und anwenderorientierter Ratgeber (vgl.
Literatur zur Erziehung von Hunden);
dennoch -- oder gerade daher -- ist die "richtige" Methode umstritten
und noch nicht gefunden: mit/ohne Gewat und Strafe, mit/ohne Leckerli
usw.
Bei der Entwicklung eines eigenen Ansatzes hilft jedoch etwas
common sense weiter. Gewalt und eine gewisse Brutalität ist dem
Haushund, einem Abkömmlung des
Wolfes, nicht unbekannt; man könnte vielleicht sogar sagen, dass
Gewalt dem Raubtier Hund nicht nicht ganz artfremd ist.
Wie soll man also einen Hund artgerecht erziehen? Es hilft, zu
überlegen, was den Mensch vom Hund unterscheidet: Einerseits die Kraft
und Ausdauer des Hundes, andererseits der Intellekt, die Kreativität und
der Wille des Menschen. Die meisten Hunde sind dem Menschen an Kraft und
Gewaltpotential überlegen, daher ist es wenig hilfreich, sich als
Hundehalter auf diesem Feld mit dem Tier messen zu wollen; ohne
Folterwerkzeuge wie Stachelhalsbänder oder "Gntle Dog" hat der
toolmaker Mensch bereits verloren, bevor er mit der Erziehung
überhaupt begonnen hat. Diese kraft-substituierenden Hilfsmittel haben
durchaus eine didaktische Wirkung: Sie steigern das Gewaltpotential und
die Aggressivität des Tieres recht zuverlässig, was jedoch i.d.R.
unerwünscht sein wird.
Der Mensch muss daher dem Tier gegenüber seine Stärken auf eine Art
und Weise einsetzen, die dem Hund vermittelbar ist. Diese Stärken sind
der Intellekt, die Kreativität und der Wille, die Mittel der Wahl sind
ständige Wiederholung und eiserne Konsequenz.
Beim Abrichten eines Hundes ist entscheidend, dass das Tier belohnt
und nicht bestraft wird. Handbücher liefern das richtige Grundprogramm
mit schrittweisen Instruktionen. Zudem gibt es Schulungen für Hunde, die
von den ortsansässigen Vereinen durchgeführt werden.
Literatur.
Ausgewählte und kommentierte Literaturhinweise zur Erziehung von
Hunden.