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Digital Video Broadcasting - Handhelds (DVB-H)

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Erstellt/Zuletzt bearbeitet: 05-Aug-2005/02-Feb-06
Systemzeit: Donnerstag, 24.07.2008, 07:34:32.

Home : Hardware : Multimedia : Video : DVB : Standards : DVB-H


Übersicht

Digital Video Broadcasting - Handhelds (DVB-H), früher unter dem Namen DVB-M (für Mobile) und DVB-X bekannt, ist eine Spezifikation für die asynchrone terrestrische Übertragung auf mobile Endgeräte (Handhelds).

Mit DVB-H werden Fernsehkanäle für Mobiltelefone und andere kleine mobile Geräte ausgesendet. DVB-H wird wie das digitale Antennenfernsehen DVB-T über Antenne ausgesendet und baut auf dessen Technik auf. Zum DVB-T-Standard hinzu kamen 4K-IFFT, längere Interleaver (in-depth), time-slicing und MPE-FEC. Die Videos können mit modernen Videokompressionsverfahren kodiert werden, wie z.B. H.264/AVC (MPEG-4 Part 10, Advanced Video Coding), im Gegensatz zu den bisher üblichen DVB-Varianten (DVB-S, DVB-C, DVB-T) bei denen MPEG-2 zum Einsatz kommt.

Die genauen Datenraten und Auflösungen können entsprechend der Kapazität des Sendernetzes und der Anforderungen der Endgeräte angepasst werden. Angedacht sind Auflösungen und Datenraten von 360 × 288 (CIF) mit 384 kBit/s oder 176 × 144 (QCIF) mit 128 kBit/s.

Die benötigte Leistungsaufnahme der mobilen Empfänger kann durch DVB-H auf unter 100 Milliwatt gesenkt werden, wie es bereits bei Prototypen gezeigt wurde. Dies wird unter anderem dadurch erzielt, dass die zu einem Programm gehörigen Pakete zu vorhersehbaren Zeitpunkten versendet werden (Zeitmultiplexverfahren, Time-Slicing), so dass der Empfänger sich in der Zwischenzeit kurz abschalten kann, um Energie zu sparen. Wirklich effizient ist Time-Slicing insbesondere, wenn ein komplettes DVB-Ensemble mit DVB-H Diensten gefüllt wird. Mischt man DVB-H und DVB-T, so kann Time-Slicing nur bedingt zum Einsatz kommen, da bei DVB-T kein Time-Slicing möglich ist.

Derzeit sind in Deutschland für DVB-H noch keine umfassenden Frequenzresourcen zugewiesen worden, allerdings ist dies vorgesehen und auch in anderen Ländern wie zum Beispiel Finnland bereits geschehen. Außerdem können in einzelnen Gebieten DVB-H-Aussendungen in bestehenden DVB-T-Multiplexen erfolgen. DVB-H muss sich dann allerdings den Übertragungsparametern von DVB-T unterordnen. Nokia, Motorola und Siemens sowie die meisten großen Netzbetreiber wie Vodafone, T-Systems und France Telecom setzen auf den DVB-H-Standard, während Konkurrenten, wie z.B. Samsung und LG auf das in Korea bereits etablierte DMB System setzen. Zur Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland soll in den Austragungsstädten DVB-H verfügbar sein, wo entsprechende Frequenzen zur Verfügung stehen.

DVB-H ist komplett standardisiert und bereits in einer Vielzahl von Testnetzen erprobt worden. Zum Einsatz von DVB-H wird das IP Datacast System benötigt, das gerade fertiggestellt wurde. Dieses System spezifiziert alle Protokolle oberhalb von IP, die zur Nutzung von DVB-H zum Einsatz kommen. Für das konkurrierende System DMB steht die Entwicklung dieser Protokolle noch aus, hier sind lediglich die Video- und Audioformate definiert worden.

Netmarks

www.dvb.org.

www.dvb.org/documents//DVB-H_Outline.pdf (PDF-Datei).

www.markusgoebel.de/texte/wirtschaftswoche/dvb-h.html.

Quelle und Lizenz

Ein Teil dieses Textes basiert auf einem Artikel aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie.
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Stand: 16:37, 2. Aug 2005.
Lizenz: GNU Free Documentation License.

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Addison-Wesley, 10/2000
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Franzis, 2002
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