Sonicblue ist aus dem Hardwarehersteller S3 hervorgegangen, der sich
Ende 2000 in Sonicblue umbenannte. Zuvor hatte S3 den Hardwarehersteller
Diamond Multimedia und Number Nine übernommen. Sonicblue
hat sein Grafikhardwaregeschäft später in das Joint- Venture
S3Graphics fließen lassen, bei dem der Prozessor- und
Chipsatzhersteller VIA Technologies mit 51 Prozent die Mehrheit
hält.
Im Jahr 2001 klagten TV-Sender und Filmstudios gegen SonicBlue, weil
sie meinen, der ReplayTV-Recorder sowie mit dem Gerät angebotene
Dienstleistungen trügen zu Urheberrechtsverletzungen bei. Mit den
Nutzungsprotokollen wollten die Kläger herausfinden, in welchem Maße der
ReplayTV 4000 den Konsumenten das Stehlen von Filmen und
Fernsehsendungen ermögliche. SonicBlue hatte entgegnet, das Gerät
erfasse solche Daten nicht. Daraufhin hatte der Richter angeordnet, dass
das beklagte Unternehmen eine Software zu erstellen habe, die jeden
Klick auf der Fernbedienung eines Kunden protokolliere. Diese
Entscheidung wurde durch ein Bundesgericht in Los Angeles verworfen.
Sonicblue kündigte im März 2003 Gläubigerschutz nach Chapter 11 an;
die Geschäftbereiche ReplayTV und Rio wurden an das japanische
Unternehmen D&M Holdings Inc. (Marken Denon und Marantz) für 40
Millionen US-Dollar zu verkauft; das GoVideo- Geschäft wurde von Opta
Systems für 12,5 Millionen US-Dollar übernommen.
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Modellreihen und Produkte
ReplayTV.
Die US-amerikanische Firma Replay (www.replay.com)
entwickelte etwa 1999 einen digitalen Videorecoder (ReplayTV), der
je nach Ausstattung und gewählter Bildqualität 28 Stunden Video im
MPEG-2-Format auf einer Festplatte speicherte und dank eingebautem
MPEG-2-Encoder nicht nur Digital-, sondern auch Analogfernsehen
aufnahm. Panasonic brachte in den USA eine eigene Version des
ReplayTV unter der Bezeichnung ShowStopper auf den Markt.
Die Verkaufszahlen der digitaler Videorecoder beziehungsweise
entsprechend ausgestatteter Settop- Boxen mit und ohne
Internet-Anschluß blieb jedoch weit hinter den Erwartungen von
ReplayTV und seinen Konkurrenten wie TiVo und EchoStar zurück. Nach
inoffiziellen Schätzungen wurden in den USA weniger als 500.000
Geräte verkauft.
Im Dezember 2000 zog sich ReplayTV offiziell aus dem
Endkundengeschäft zurück und gab bekannt, künftig nur noch Lizenzen
an andere Hersteller vergeben zu wollen. Anfang 2001 wurde das
Unternehmen für 120 Millionen US-Dollar an SonicBlue verkauft.
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