Unter GNU/Linux kann die Box unter
VDR
eingesetzt werden; für die Dekodierung des MPEG2-Datenstroms wird eine
separate Software wie Xine, KaxTV oder VDR-Xine benötigt. Ich habe die
Box allerdings nicht auf meinem Linux-Rechner testen können, weil das
grützige
Tyan Tiger MP S2460-Board keinen USB-2-Port hat.
Man sollte sich auf jeden Fall mit hwinfo
--dvb vergewissern, ob das Betriebssystem das USB-Gerät überhaupt
mitbekommen hat; ich habe da bei Debian GNU/Linux allerdings so meine
Zweifel...
Tatsächlich passiert beim Anschließen der WinTV Nova-T USB-2
an das Tyan-Board gar nichts, nichtmal der IR-Empfänger leuchtet einen
an; auch Debian reagiert auf die neue Hardware – wie gewohnt –
überhaupt nicht. Man kann nun mit VDR und den DV-Tools
herumexperimentieren, sofern man denn ein passendes Kernel-Modul findet
und Muße für lange Stunden frustierender Tüftelei hat. Für mich macht
das keinen Sinn, weil ich die Box sowieso nicht an einem USB-1.1-Port
betreiben wollen würde.
Die USB-2-Datenrate von 480 MBit/s (bei USB 2.0 Hi-Speed) reicht
allemal für ein PAL-Videosignal; ein 720x576-Pixel-Bild hat bei 24 fps
eine Datenrate von rund 80 MBit/s, passt also gerade so durch Fast
Ethernet; USB2 Hi-Speed reicht fast noch für HDTV (1920x1080, 24 fps,
514 MBit/s). USB 1.1 ist dagegen auf eine Bitrate von 12 MBit/s bzw. 1,5
MByte/s begrenzt, das reicht also ohnehin nicht für ein volles PAL-Bild.