Der Bildschirmdatenkanal (DDC) hat verschiedene Typen. Der einfachste
ist der DDC1: Der Monitor verwendet einen Draht des Signalkabels, um der
Grafikkarte Informationen zu senden. Falls die Grafikkarte
DDC1-kompatibel ist, kann sie automatisch die optimale Wiederholfrequenz
wählen. Allerdings müssen auch der Software die Eigenschaften jedes
Monitors mitgeteilt werden. Daher sollten Sie eher einen Bildschirm
wählen, der den neuen DDC2B-Standard unterstützt. Die Verwendung der
drei ungenutzten Pins des VGA-Kabels ermöglicht eine bidirektionale
Kommunikation. Da System und Bildschirm miteinander kommunizieren,
können die Eigenschaften des Bildschirms abgefragt werden. Windows 95
benötigt DDC2B zur Unterstützung von Plug and Play.
Der Data Display Channel (DDC) ist ein serieller Datenkanal
zwischen dem Display und der
Grafikkarte, über den die
beiden Geräte miteinander kommunizieren können -- vorausgesetzt, das
Monitorkabel enthält zusätzliche DDC- Leitungen; dies ist i.d.R. der
Fall bei IBM VGA-komaptiblen, 15- poligen Monitorkabeln, nicht jedoch
bei BNC- Kabeln.
Über DDC kann der Monitor beispielsweise Informationen über seine
technischen Daten liefern (Hersteller, Modell, max. Zeilenfrequenz,
Timings usw.) oder Befehle von der Grafikkarte empfangen.
Es wird unterschieden zwischen drei Varianten:
DDC1.
DDC1 ist ein unidirektionaler Datenkanal, über den der Monitor
nur Daten an die Grafikkarte senden kann; bei normalen
15-poligen VGA- Kabeln werden hierfür die Pins 12 und 14 verwendet.
Der Monitor überträgt hierbei kontinuierlich den EDID- Datenblock (Extended
Display Identification Data), der beispielsweise die Hersteller-
Kennung EISA-CFG, die Bildschirmgröße, den Umfang der DPMS-
Unterstützung sowie eine Liste der unterstützten VESA Monitor-
Timings enthält.
DDC2.
DDC2 ist ein bidirektionaler Datenkanal, über den wechselseitige
Kommunikation zwischen Monitor und Grafikkarte über das IC-Protokoll
möglich ist; bei normalen 15-poligen VGA- Kabeln werden hierfür die
Pins 12 und 15 verwendet.
Die Grafikkarte kann sowohl den EDID- Datenblock als auch die
VDIF- Informationen (VESA Display Identification File)
anfordern.
DDC2AB.
Zusätzlich zu DDC2 können Befehle zur Steuerung des Monitors
übertreagen werden, beispielsweise um die Bildlage zu korrigieren
oder die Helligkeit zu steuern.