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Bildschirmtypen

Hardware : Grafik-Subsystem : Display : Bildschirmtypen : LCD
25-Okt-2001/10-Jan-07


LCD-Bildschirme

Neben den klassischen Kathodenstrahlbildschirmen werden die LCD-Bildschirme (Liquid Crystal Display) immer interessanter. Ausser einem niedrigen Stromverbrauch (ca. 8 W) und einem sehr geringen Platzbedarf (Bautiefe im Bereich von 20 cm) besitzen diese Displays diverse weitere Vorteile.

Flachbildschirme schneiden vor allem bei den Emissionen wesentlich besser ab. Röntgenstrahlung, elektrostatische Felder und Magnetfelder treten systembedingt nicht mehr auf. Aus diesem Grund gehören Fehler in Konvergenz, Schärfe und Abbildungsgeometrie der Vergangenheit an. Die Folge ist eine sehr hochwertige Ausgabequalität mit klaren, hellen und gestochen scharfen Bildern. Selbst kleine Schrift ist leicht lesbar.

Bei den angegebenen Bilddiagonalen handelt es sich um die tatsächlich sichtbare Bildfläche. Ein 14"-Flachbildschirm entspricht zum Beispiel einem 15"-CRT-Monitor, ein 18-Zöller in etwa einem 20-Zöller.

Alle LC-Displays nutzen zur Bilderstellung eine Anordnung aus vertikalen und horizontalen Leitungen (Matrix). Um Bildschirmpunkte gezielt ein- und auszuschalten, wird auf die einzelnen Leitungen Spannung angelegt, so dass am Kreuzungspunkt ein elektrisches Feld entsteht. Durch diesen punktweisen Bildaufbau verschwindet der von CRT-Monitoren bekannte Flimmereffekt, die Vertikalfrequenz (Bildwiederholrate) entfällt vollständig.

Bei der Passiv-Matrix-Technologie entsteht nicht nur genau am Kreuzungspunkt, sondern auch entlang der Leitungen ein elektrisches Feld. Dieses ist zwar schwächer, bei zu hoher Feldstärke entstehen jedoch graue Punkte in der Umgebung des eigentlich adressierten Punktes. Daher darf die Feldstärke nicht zu hoch gewählt werden, was einen geringeren Kontrast zur Folge hat. Das Kontrastverhältnis bei Passiv-Matrix-Displays liegt deshalb kaum über 20:1.

Wesentlich brillantere Farben und ein weitaus besseres Kontrastverhältnis von bis zu 300:1 erreichen sogenannte Aktiv-Matrix-Displays. Hier sind an den Kreuzungspunkten der Leitungen zusätzlich winzige Transistoren angebracht. Die Ansteuerung kann deshalb über ein relativ schwaches Feld erfolgen, das vom Transistor um ein Vielfaches verstärkt wird. Andere Zellen bleiben unbeeinflusst, es kommt nicht zu unerwünschten Farbeinflüssen.

Generell gilt, dass Passiv-Matrix-Displays (DSTN) für die Darstellung von Grafiken und Programmen ohne bewegte Bilder geeignet sind. Für die Wiedergabe von Videosignalen und Multimedia-Präsentationen werden jedoch Aktiv-Matrix-Displays (TFT-Technologie) benötigt, die eine wesentlich höhere Anzeigegeschwindigkeit und brillantere Farbdarstellung ermöglichen.

Die Modelle von Philips, Eizo und Samsung benötigen keine speziellen Grafikkarten, sondern können 1:1 gegen einen Kathodenstrahlbildschirm ausgetauscht werden. Es gibt jedoch auch Flachbildschirme auf dem Markt (z. B. von SGI), die eine proprietäre Lösung darstellen und die anstatt der herkömmlichen Grafikkarte eine spezielle Karte benötigen.

Um die bestmögliche Ausgabequalität zu erzielen, sollte die Grafikkarte auf die maximal mögliche Auflösung des Displays abgestimmt werden. Ausserdem muss in erster Linie auf eine saubere Synchronisation zwischen Karte und Flachbildschirm geachtet werden. Diese Einstellung wird durch die Clock Rate (Grobsteuerung) und die Phase (Feintuning) vorgenommen und optimiert.

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Digitale Standards

P&D (Plug&Display) ist der erste VESA Standard, der zwei serielle Schnittstellen (USB und IEEE 1394=Firewire) integriert. Der 2. VESA Standard heißt DFP (Digital Flat Panel Port) und wird von vielen OEMs favorisiert. Es ist zur Zeit quasi der digitale Standard und wird zukünftig über einen Adapter an DVI-Schnittstellen angeschlossen werden können. DFP ist maximal für eine SXGA-Auflösung (1280x1024) ausgelegt. Der zukünftige digitale Standard ist DVI (Digital Visual Interface). Mit einer maximalen QXGA-Auflösung von 2048x1536 Bildpunkten kann er auch CRTs mit analogen Signalen versorgen und wird von namhaften PC-Herstellern favorisiert.

Zur Zeit werden fast ausschließlich DFP LCDs angeboten. Auch in Zukunft wird DFP unterstützt werden - mittels einem Adapterkabel, das das DVI-Signal auf DFP-Format konvertiert. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass DVI der zukünftige Schnittstellenstandard sein wird.

Interface P&D-D/A P&D-D DVI Combined DVI digital only DFP
analog/digital ja/ja nein/ja ja/ja nein/ja nein/ja
integr. Schnittstellen USB, IEEE 1394 opt. USB, IEEE 1394 opt. - - -
TMDS-Links / Kanäle 1/3 1/3 2/6 2/6 1/3
max. Pixeltakt 160 Mhz 160 Mhz 330 Mhz 330 Mhz 85 Mhz
max. Auflösung UXGA/SXGA UXGA/SXGA QXGA/UXGA, HDTV QXGA/UXGA, HDTV SXGA/SVGA
Hot Plugging ja (+20 V) ja (+20 V) ja (+5 V) ja (+5 V) ja (+5V) ab 1999
Gerätekennung per DDC DDC DDC2b DDC2b DDC2b
VESA Stromsparmodi alle alle alle plus Monitor Power Switch OFF alle plus Monitor Power Switch OFF DPMS Active-OFF
Kabellänge 10m 10m ? ? 5m
Adapter 34 Pin Molex 30 Pin Molex 29 Pin Molex 24 Pin Molex 20 Pin MDR
Grafikkarten   Matrox G200 u.a.   ATI Rage Fury Pro
Elsa Synergy II
ATI Xpert LCD
Elsa Winner II (S4)
Matrox

VGA 640x480, SVGA 800x600, XGA 1024x768, SXGA 1280x1024, UXGA 1600x1200, HDTV 1920x1080, QXGA 2048x1536

Fachbegriffe

DFP Digital Flat Panel Port
DVI Digital Visual Interface
DDC Display Data Channel (=Gerätekennung für Windows)
IEEE1394 serielle Schnittstelle (als Firewire)
LVDS Low Voltage Differential Swing - Protokoll (s. PanelLink)
PanelLink TMDS - Protokoll (s. LVDS)
P&D-D Plug&Display-Interface digital
P&D-D/A Plug&Display-Interface analog/digital
TMDS Transition Minimized Differential Signal
VESA Video Electronic Standard Association

Quelle: http://www.lcd-monitor.de/KnowHow/digitalstd.htm.

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Literaturhinweise:
PC - Hardwarebuch.
 von Hans-Peter Messmer

Addison-Wesley, 10/2000
Tom's Hardware Guide. Der perfekte PC im Eigenbau.

Franzis, 2002
PC-Werkstatt
 von Klaus Dembowski

Markt & Technik, 11/2002
PC Hardware Superbibel
 von Scott Mueller

Markt & Technik, 2003
PC Hardware in a Nutshell
 von Robert und Barbara Thompson

O'Reilly, 2. Aufl., 2002
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URL: http://www.kefk.net/Hardware/Multimedia/Grafik/Display/Typen/LCD/index.asp.
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